Elegoo Saturn 2 – Resin 3D-Drucker mit 8K-Display für 520€ vorbestellen

Der Elegoo Saturn 2 verfügt über ein 10 Zoll großes 8K-Display und liefert entsprechend detaillierte Ergebnisse im Druck. Auch der Druckraum ist gegenüber dem Vorgänger größer geworden. Aktuell kann der 3D-Drucker vorbestellt werden.

Elegoo Saturn 2 3D Drucker  1

Modell:Elegoo Saturn
Geschwindigkeit:30-70 mm /Std
Druckverfahren:LCD-SLA / 405nm UVLED
Display7680 x 4320
Druckraum:219 x 123 x 250 mm
Schichthöhe:0,01 bis 0,2 mm
Größe (Drucker)305,9 x 273 x 567,3 mm
Gewicht (Drucker)11 kg

Der Elegoo Mars war 2019 der erste Resin-Drucker, den wir getestet haben. Seitdem arbeitet sich der Hersteller durch das Sonnensystem und hat neben der Mars-Reihe auch mehrere Neptun- und Saturn-Modelle. Der Elegoo Saturn 2 ist nun der neueste Ableger der Serie und hat die bisher höchste Auflösung.

Das verbaute Display ist 10 Zoll groß und hat eine Auflösung von 7680 x 4320 Pixeln, was der Hersteller hier als 8K bezeichnet. Gut, achttausend Punkte sind es nicht ganz, dennoch ist es das bisher größte Display und ein weiterer großer Schritt nach dem 4K-Display im Saturn (1). Außerdem ist das Display durch gehärtetes 9H-Glas geschützt, was Kratzer verhindern soll. Eine doppelte Z-Achsenführung soll zusätzlich Stabilität bieten.

Elegoo Saturn 2 3D Drucker  2

An der Dicke der einzelnen Layer ändert sich wenig, hier sind nach wie vor bis zu 0,01 mm pro Schicht möglich. Hier sind im Consumer-Bereich aber eigentlich keine geringeren Werte nötig. Die Geschwindigkeit wird mit 30-70 mm pro Stunde oder 1-3 Sekunden pro Layer angegeben. Die Werte gehen ein bisschen auseinander und je nach Druckeinstellungen kann es schon mal zu deutlichen Unterschieden bei der Druckdauer kommen. Der Drucker verfügt wie alle Modelle der letzten Jahre über ein monochromes Display, das bereits kürzere Druckzeiten ermöglicht, als es noch bei den alten Display der ersten Drucker wie dem Elegoo Mars der Fall war.

Elegoo Saturn 2 3D Drucker  5

Der Saturn 2 ist größer als der direkte Vorgänger, wiegt 11 kg und ist fast 57 cm hoch. Das bedeutet auch wegen des jetzt größeren Displays einen größeren Druckraum von 219 x 123 x 250 mm. Ich empfinde einen größeren Druckraum immer als Luxus und nicht als Notwendigkeit, da ich ohnehin eher kleine Objekte drucke. Dennoch, wer auch mal etwas Größeres oder mehrere Objekte auf einmal drucken möchte, dem kommt der größere Druckraum entgegen.

Es gibt einen Luftfilter mit eingebautem Aktivkohlefilter, der Gerüche und schädliche Dämpfe reduzieren soll. Meiner Erfahrung nach konnte noch kein Drucker den Geruch des Resins wirklich beseitigen, aber durchaus auf ein erträgliches Maß reduzieren.

Preis und Verfügbarkeit des Elegoo Saturn 2

Der 3D-Drucker ist aktuell vorbestellbar, erste Modelle sollen ab Juli, aktuelle Bestellungen ab August ausgeliefert werden. Der Preis liegt bei 550 Dollar, rund 520€ durch den aktuell schwachen Euro. Ein stolzer Preis, für den man allerdings das Top-Modell des Herstellers bekommt. Das aktuelle Modell der Mars-Reihe, der Elegoo Mars 3 Pro, kostet beim Hersteller gerade 300 Dollar, also beinahe die Hälfte.

Wer aber warten kann und das beste und größte Modell haben möchte, kann sich den Saturn 2 mal anschauen. Wir haben ein Modell vorab bekommen und können in Kürze hoffentlich ein paar Eindrücke hier teilen. Ich persönlich hatte jetzt ein paar Monate Pause vom 3D-Druck und freue mich, mit einem guten Modell wieder loslegen zu können.

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Jens

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Kommentare (4)

  • Profilbild von mymomo
    # 10.06.22 um 20:04

    mymomo

    ich habe anderswo schon einen Bericht darüber gelesen. bislang habe ich mit dem Mega S und aktuell dem Vyper von Anycubic eben keine Resindrucker im Einsatz. Tatsächlich habe ich auch gut Respekt davor, hätte aber schon Lust auf bessere Ergebnisse. Mir juckt es in den Fingern ;o)

    Mag mich wer in meinen "Bedenken und Fragen" unterstützen?

    Selbst wenn die Dämpfe wohl gut unter Kontrolle sein sollen bei dem guten Stück, würde ich das Teil wohl in die Garage verbannen. Hier direkt die Frage: schadet das dem Gerät und welche Auswirkungen könnte das auf den Druck (zB bei Minusgraden im Winter) haben?

    Auch frage ich mich, ob die Drucke stabiler werden? Bei FDM habe ich hier und da mal das Problem, das irgendeine Schicht nachgibt und der Druck dann bricht. zB habe ich einen Fahrradlichtadapter konstruiert und gedruckt. Schraube leicht angezogen -> kaputt.

    Wie darf ich das Preisverhältnis einschätzen? Ne Rolle Filament kostet im Schnitt etwa 20€. Resin wohl auch, jedoch bei halben Gewicht. Dann noch das Waschmittel etc?!

    Auf welche eventuellen "Späße" darf ich mich bei so einem Resindrucker einstellen? Stichwörter: öfter mal nachleveln, plötzlich grottige Drucke und stundenlage Fehlersuche, Düsen verstopft, Haftungsprobleme… was gibt es da bei Resindruckern so?

    Wie sieht es mit Materialien aus? PLA und PETG kommt bei mir zum Einsatz – eben je nach Einsatzgebiet. Für das Auto zB PETG. Gibts hier auch sowas?

    Wäre top, wenn der eine oder andere was dazu sagen kann.

  • Profilbild von Hans
    # 11.06.22 um 15:37

    Hans

    Hallo mymomo,

    habe nun schon einiges an Erfahrung mit Resindruckern gesammelt und konzentriere mich auf den Druck von Tabletopfiguren,

    Zu deinen Fragen:

    Es ist eine gute Idee den Drucker in einen Raum zu verbannen in dem du nicht wohnst. Nicht nur das Resin riecht, sondern auch das Isopropanol. Am besten also immer auch mit Maske arbeiten. Ich habe mir wirklich Mühe gegeben, alles sauber zu behalten, Gästen ist der Geruch aber trotzdem aufgefallen.

    Temperatur: Ist ein wichtiger Faktor beim Einstellen des Druckers. Du solltest also sicherstellen, dass sich die Temperatur nicht großartig während des Druckes ändert. Sonst gehen entweder Details verloren oder Drucke missglücken. Insbesondere sollte die Temperatur auch nicht zu niedrig sein. D.h. in der Garage ohne Temperaturregulierung wird es im Winter schwierig zu drucken.

    Festigkeit: Ich kenne mich jetzt nicht so gut mit FDM aus. Mein Verständnis war aber, dass man FDM eher benutzt, um stabile Dinge zu drucken. Zumindest die Standardresins sind überhaupt nicht stabil sondern eher spröde und kratzanfällig. Es gibt Spezialresin zum Drucken stabiler Baustücke, dies ist aber sehr sehr teuer.

    Preis: 1 kg Resin kostet ab ca. 22€. Dazu kommen dann noch Isopropanol von dem man pro Druck vielleicht 10-20 Cent verbraucht sowie Nitrilhandschuhe für 20 Cent das paar und ein paar Blatt Küchentuch für wenige Cent.

    Fehlerquellen bei Resin gibt es viele. Einsteigerfreundlich ist es nicht. Los geht es beim richtigen Ausrichten und Supporten der Modelle, dann die richtigen Druckeinstellungen zu finden (Belichtungszeit, Lift-Speeds, usw.), dem Leveln der Buildplate, usw. Was auch zu Bedenken ist, ist der hohe Reinigungsaufwand: Der Druck muss mit Isopropanol gewaschen werden, oft mehrmals , und das Entfernen von der Buildplate ist teils nicht ganz trivial. Und, wie gesagt, all das immer mit Handschuhen und Maske und um Wissen, dass Resin gesundheitsschädlich ist.

    Spezielle Resins: Ich drucke, wie gesagt, Tabletopfiguren. Ich habe 2 Resins für die ich meinen Drucker sehr gut eingestellt habe und die ich durchgehend verwende. Das eine ist etwas billiger, das andere etwas detailgenauer. Außer Detailgenauigkeit habe ich keine Ansprüche wie etwa Härte, Flexibilität, Reißfestigkeit, usw. Wenn du diese hast, dann gibt es dafür spezielle Resins.

    Was aus deinen Fragen so ein wenig hervorscheint ist, dass du mit einem Resindrucker in etwa die gleichen Dinge machen willst wie mit deinem FDM Drucker. Ich denke du solltest dir bewusst sein, dass die Anwendungsgebiete etwas verschieden sind. Resindrucker nimmt man, wenn man sehr detaillierte Drucke braucht (Miniaturen, Dentalbereich) und die Größe nicht so wichtig ist. Mit FDM Drucken kann man wesentlich größere Modelle umsetzen und, zumindest meinem Verständnis nach, muss sich nicht so sehr um die Nachbearbeitung kümmern

  • Profilbild von mymomo
    # 11.06.22 um 23:04

    mymomo

    Hey Hans,
    lieben Dank dafür, dass du dir die Zeit genommen hast und so ausführlich geantwortet hast.

    Tatsächlich wäre ich eher dazu geneigt die gleichen Sachen zu drucken wie bisher. Dabei handelt es sich in der Regel um irgendwelche Eigenkonstuktionen. Jetzt gerade drucke ich mir zB eine nach meinem Wunsch konstruierte Box für meine Nintendo Switch. Tatsächlich würden die Ausmaße die eines Resindruckers übersteigen.
    Figuren habe ich auch schon gedruckt, aber das kommt wirklich selten vor.

    Ich denke das größte Problem würden die Temperaturen im Winter geben. Da habe ich einfach keine Regulierung, daher ist das Vorhaben vermutlich zum Scheitern verurteilt.

    Nun, ich mache mir mal nochmal meine Gedanken. Schätzungsweise wird´s wohl doch nichts mit Resin – schade schade.

  • Profilbild von Alex
    # 14.07.22 um 14:18

    Alex

    Hallo mymomo,
    vorweg, deine Bedenken sind unbegründet.
    Ich habe neben meinem Prusa i3 vor längerer Zeit einen Elegoo Mars angeschafft und nun wegen des größeren Bauraumes den Saturn 2 bestellt. Mein Mars 3 steht im Büro in einem geschlossenen Glasschrank. Im Drucker habe ich zwei bei Elegoo erhältliche Aktivkohlefilter zu stehen. Die Geruchsbelästigung ist bei zusätzlich geöffnetem Fenster nicht mehr wahrnehmbar. Große Drucke sind auch kein Problem da du in einem entsprechenden Slicer die Modelle schneiden kannst, genau wie bei einem Filamentdrucker. Die Einzelteile zusammen zu kleben stellt überhaupt keine Probleme dar, funktioniert logischerweise mit Resin und anschließendem Aushärten.
    Für SLA Drucke solltest du aber konstante Temperatur haben. Faustregel sollen 15 ° C minimal sein. Andernfalls erhöht sich die Belichtungszeit. SLA Drucker sind definitiv für Anfänger geeignet. In Chitubox z.B. kannst du alle Einstellungen so lassen wie sie sind, der Support wird automatisch festgelegt. Das alles ist genauso wenig oder eben viel Hexenwerk wie der PLA Druck. Lass dich nicht von Superschlaumeiern beeinflussen.
    Ach ja, Standart Resin ist sehr spröde nach dem aushärten es gibt aber entsprechendes Resin für stabile Drucke, teurer aber es gibt sie. Ausserdem kann man Standart Resin mit Flexibilität Resin mischen. Dadurch erhält der Ausdruck völlig andere Qualitäten. Wie auch beim PLA, Übung macht den Meister.

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