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Flashforge Creator 5 mit 4 Druckköpfen im Test: Besser als der Snapmaker U1?

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Der Kampf um die Krone im abfallarmen Multicolor-3D-Druck geht in die nächste Runde. Anstatt wie Anycubic auf Systeme zu setzen, die vier Farben durch eine einzige Düse pressen und dabei verhältnismäßig viel Filamentmüll verursachen, baut Flashforge beim neuen Creator 5 auf ein echtes Multitoolhead-System. Gleich vier Druckköpfe warten hier auf ihren Einsatz. Damit positioniert sich das Gerät als direkter und vor allem deutlich günstigerer Konkurrent zum Snapmaker U1 oder dem Prusa XL. Wir haben den CoreXY-Würfel in unserem Makerspace gequält. Wo die Maschine genial abliefert und an welchen Kinderkrankheiten das System noch leidet, lest ihr in unserem Testbericht.

(Hinweis: Wir testen hier die offene Basis-Version. Der Creator 5 Pro hingegen kommt komplett eingehaust inkl. Bauraumheizung bis 65°C, Filtrationssystem und Tür-Offen-Erkennung).

Wer schreibt diesen Test?

ThommyIch bin Thommy und ich begeistere mich für Smart Home, Dashcams & Co. Meine Leidenschaft sind aber FDM 3D-Drucker, seitdem mir meine Frau (natürlich die beste) 2018 einen Anycubic Mega-S geschenkt hat.

Kurzfazit zum Flashforge Creator 5

Der Flashforge Creator 5 ist ein pfeilschneller Toolhead-Changer, der Multicolor-Drucke müllarm und in hervorragender Qualität auf das Druckbett zaubert. Wer den manuellen Filament-Wechsel, die fehlende Einhausung beim Basismodell und die behäbige Startprozedur in Kauf nimmt, spart gegenüber dem Snapmaker U1 satte 200 Euro. Das System arbeitet mechanisch zuverlässig, hat bei der Software aber noch mit Kinderkrankheiten zu kämpfen. Ein wirklich spannendes Gerät für alle, die dem Single-Nozzle-Müll den Kampf ansagen wollen!

  • Drastisch reduzierter Filament-Müll
  • Sehr schnelle Farbwechsel
  • Hervorragende PLA-Druckqualität
  • Extrem einfacher und logischer Aufbau
  • Scharfes Display und gute Slicer-Anbindung
  • Kein automatisches Filament-Laden und händisches Filament-Cutten (schwierig bei TPU)
  • Fehlender Behälter für Purge-Müll
  • Sehr langsames Auto-Leveling, kein adaptives Auto-Leveling
  • schlechte Heizbett-Wärmeverteilung mit großen Differenzen zum Sollwert
  • Ringing/Ghosting an einigen Druckobjekten

Technische Daten: Die Specs des Creator 5

ModellFlashforge Creator 5Flashforge Creator 5 Pro
DrucktechnologieFDM (CoreXY) mit Multitoolhead (offener Korpus)FDM (CoreXY) mit Multitoolhead (geschlossen, HEPA 13 Filtersystem)
Bauraum256 x 256 x 256 mm256 x 256 x 256 mm
Bauraumbeheizungneinja, aktiv bis 65°C
Multicolor-System„FlashSwap“ mit 4 unabhängigen Toolheads (rechtsseitig geparkt)„FlashSwap“ mit 4 unabhängigen Toolheads (rechtsseitig geparkt)
Max. Geschwindigkeit600 mm/s (bei 30.000 mm/s² Beschleunigung)600 mm/s (bei 30.000 mm/s² Beschleunigung)
Max. Durchfluss (Flow)32 mm³/s32 mm³/s
DüsenQuick-Swap-Düsen aus gehärtetem Stahl (0,4 mm)Quick-Swap-Düsen aus gehärtetem Stahl (0,4 mm)
Max. Düsentemperatur320°C320°C
DruckbettMax. 120 °CMax. 120 °C
MaterialienPLA, TPU, PETGPLA, TPU, PETG, PC, PA, PC-ABS, PPS-CF
KonnektivitätDual-Band Wi-Fi (2,4 & 5 GHz)Dual-Band Wi-Fi (2,4 & 5 GHz)
Smarte FeaturesRunout-, Tangle- & Spaghetti-Detection, integrierte FHD-KameraRunout-, Tangle- & Spaghetti-Detection, integrierte FHD-Kamera
SoftwareFlash Studio, Orca Slicer, Flashforge AppFlash Studio, Orca Slicer, Flashforge App

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Aufbau & Setup: Ein Traum für Schrauber-Muffel

Flashforge liefert den Drucker erfreulich simpel, aber absolut sicher verpackt. Im Karton fliegen keine zwanzig losen Schaumstoffteile herum, das Auspacken geht zügig und das Basisgerät lässt sich auch von einer Person gut anheben, da ohne Einhausung immerhin keine störenden Scheiben im Weg sind.

Der Aufbau selbst ist vorbildlich gelöst und erfordert keinerlei technisches Talent. Sämtliche vier Druckköpfe (Toolheads) kommen bereits komplett fertig vorbereitet aus dem Karton. Ihr schraubt den scharfen und reaktionsschnellen Bildschirm an, befestigt die Nozzle-Blocker (kleine Füße unter den Werkzeugen, die ein Nachtropfen/Oozing verhindern) und klickt den Hub mit den Toolhead-Aufnahmen ein.

Danach setzt ihr die vier Druckköpfe an ihre Aufnahmen/Docks auf der rechten Seite, verschraubt das USB-Kabel am Toolhead, entsichert das Druckbett und bringt die Spulenhalter an. Stromstecker rein (sehr praktisch rechts angebracht) und fertig.

Flashforge Creator 5: Anleitung toll, Selbsttest lang

Stark: Flashforge packt alle Schrauben einzeln verpackt, beschriftet und inklusive Ersatzschrauben in den Karton. Die beiliegende Anleitung ist zwar leider nur auf Englisch und Chinesisch verfasst, aber derart detailliert und toll bebildert, dass ihr für den reinen Aufbau weder ein Smartphone noch einen PC braucht. Ein kleines Detail hat uns dennoch verwirrt: Über den Schraublöchern für die Spulenhalter kleben ab Werk undurchsichtige Aufkleber, die man erst einmal finden und mit der Schraube durchstechen muss.

FlashForge Creator 5 Test Anleitung

Nach dem Einschalten müsst ihr allerdings etwas Geduld mitbringen. Das System gönnt sich während des Selbsttests einen ziemlich langen Stillstand. Die anschließende automatische Multi-Toolhead-Offset-Kalibrierung (bei der die vier Köpfe exakt aufeinander abgestimmt werden) dauert rund 15 bis 20 Minuten.

FlashForge Creator 5 Test Aufmacher

FlashSwap-System: Das Ende der Müllberge?

Das eigentliche Herzstück des Creator 5 ist das „FlashSwap“ System. Während der Snapmaker U1 seine Druckköpfe an der Rückseite parkt, warten die vier komplett eigenständigen Extruder beim Flashforge übersichtlich auf der rechten Seite. Alles ist hier quasi um 90 Grad gedreht.

FlashForge Creator 5 Test Ansicht Front Druckkoepfe

Der Vorteil dieses Tollhead-Changer-Systems: Es gibt keinen Farbwechsel innerhalb eines Hotends. Wenn Farbe A fertig ist, parkt der Kopf, und Kopf B übernimmt in wenigen Sekunden die Arbeit. Das drückt die Druckzeit bei Multicolor-Projekten massiv nach unten und reduziert den Filament-Müll laut Flashforge um bis zu 84 Prozent. Wir müssen keine exzessiven Mülltürme (Prime Tower) mehr drucken. Zudem lassen sich Materialien mit völlig unterschiedlichen Temperaturen (wie PLA, flexibles TPU und wasserlösliche Stützen) nahtlos in einem Druckgang kombinieren.

Damit im Alltag nichts schiefgeht, werkeln im Hintergrund etliche Sensoren. Neben der klassischen Runout- und Spaghetti-Erkennung gibt es eine Tangle-Detection (erkennt verknotetes Filament) und eine integrierte FHD-Kamera.

Flashforge Creator 5 Webcam Bild

Die Qualität der Kamera ist okay – Hauptsache, es gibt überhaupt eine zur Fernüberwachung! Die KI-Erkennung für Brandflecken auf dem Druckbett (Burn Mark Detection) sowie für Fremdkörper stammt von Drittanbietern (Obico).

Das Messlabor: Solide Werte mit lahmer Startroutine

Bevor wir zu den Kunstwerken kommen, die der Creator 5 realisieren kann, werfen wir einen Blick auf die Messdaten im Labor. Der Stromverbrauch ist für einen Toolchanger erfreulich gering. Während eines normalen PLA-Druckes gönnt sich der Flashforge Creator 5 durchschnittlich 135W – ein wirklich sehr guter Wert.

FlashForge Creator 5 Test Stromverbrauch

Die Lautstärke aus einem Meter Entfernung schlägt während desselben PLA-Druckes mit durchschnittlich 62 dB zu Buche. Das ist für einen offenen Drucker absolut im grünen Bereich.

FlashForge Creator 5 Test Lautstaerke

Bei der Wärmeverteilung auf dem Druckbett leistet sich Flashforge wie auch schon beim AD5X einen dicken Patzer, denn die ist einmal mehr krass inhomogen. Aber nicht nur das: Wir messen nach 15 Minuten 60°C Soll-Temperatur eine Abweichung nach unten hin von satten 7,8°C. Das ist leider neuer Negativrekord. Zwar führt das bei den Testdrucken dank guter PEI-Federstahlbeschichtung nicht zum Ablösen von Drucken, man sollte diese enorme Abweichung aber im Hinterkopf haben, insbesondere dann, wenn man abseits von PLA druckt.

Flashforge Creator 5 Test FLIR

Was uns im Laboralltag jedoch wirklich Nerven gekostet hat, ist die Startprozedur. Das Auto-Leveling vor dem Druck ist schlichtweg viel zu langsam im Vergleich zur Bambu-Konkurrenz. Zudem fehlt der Maschine ein adaptives Mesh-Leveling. Was das konkret bedeutet? Ganz einfach: Anstatt nur den kleinen Bereich in der Mitte abzutasten, in dem wir eigentlich drucken wollen, misst der Drucker immer stur das komplette Heizbett ab. Das kostet bei jedem Start unnötig Zeit.

Auf Software-Ebene nutzt Flashforge einen Slicer namens „Flash Studio“ (ehemals Orca-Flashforge). Wie schon beim AD5X handelt es sich hierbei exakt um den bekannten Open-Source-Slicer Orca, dem man einfach ein blaues Flashforge-Branding verpasst hat. Das funktioniert fast immer tadellos (inklusive adaptiver Flusskalibrierung), wir fragen uns aber weiterhin, warum man hier das Rad künstlich neu erfinden muss. Auch die Flashforge-App kann zur Überwachung und Druckersteuerung genutzt werden.

Druckergebnisse: Top PLA-Drucke und solide PETG-Performance

Wir haben den Creator 5 mit absoluten Standardeinstellungen bei 0,2 mm Schichthöhe auf die Probe gestellt. Die Basis-Ergebnisse bei unserem Standard-Parcours sind fast makellos. Warum nur fast? Um uns bei jedem einzelnen Druckobjekt nicht ständig wiederholen zu müssen, sei hier angemerkt: Zumindest unser Creator 5 – Exemplar neigt an einigen Stellen zu Ringing bzw. Ghosting („Zittern“ in der Außenhaut).

Multicolor-Benchy & All-in-On-Test

Zuerst drucken wir natürlich erst einmal einige Testdrucke. Den Anfang macht ein vierfarbiges Benchy. Das Ergebnis ist nach knapp 50 Minuten fertig: kaum Stringing, schöne Überhänge, aber ein deutliches Ringing/Ghosting im Bugbereich.

Weiter geht es mit All-In-One-Test (1h,29 min) in orangenem PLA. Auch hier kann der Flashforge Creator 5 überzeugen. Überhänge bis 70° schafft er ohne Probleme, Brücken werden sauber realisiert, Details sind gut zu erkennen und die Maßhaltigkeit ist gut. Der Text auf dem Testobjekt ist klar lesbar. Lediglich ein wenig Stringing ist zu beanstanden.

Der Toleranztest in Form eines Fidgetspinners kommt ebenfalls sehr gut mit demselben Filament nach 24 Minuten heraus: Hier lassen sich die kleinen Rädchen bis zu einer Toleranz zwischen Rad und übrigem Bauteil von 0,15 mm drehen. Der Drucker ist ab Werk also vernünftig kalibriert.

Multicolor: Fast 3x so schnell wie bei Single-Düsen-Druckern!

Richtig spannend wird es bei den Multicolor-Drucken. Wir haben einen vierfarbigen Minion aus PLA in 6h 20min gedruckt. Zum Vergleich: Derselbe vierfarbige Druck hätte auf dem Flashforge AD5X (Single-Nozzle) satte 15h 49min gedauert!

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Die Qualität „out of the box“ ist wirklich gut! Wir hätten im Slicer lediglich die adaptive Schichthöhe (Layer Height) aktivieren müssen, um die Rundung oben am Kopf noch glatter zu gestalten und die Z-Naht besser zu kaschieren. Ansonsten liefert die Maschine hier tadellos ab.

PETG-Ausflug: Solide

Zwischendurch haben wir natürlich auch PETG durch die Düsen gejagt. Auf dem Prüfstand standen kleine Regalhalter-Pins. Die Ergebnisse sind grundsolide und praxistauglich. Wir würden hier auch abseits des krassen Stringings aber keineswegs von sehr guten PETG-Drucken sprechen. Gerade, was kleine PETG-Druckteile angeht, schwächeln Flashforge-Drucker ein wenig.

FlashForge Creator 5 Test PETG Performance

Härtetest: TPU-Ente in vier Farben

Als Endgegner haben wir eine komplette Ente aus vier verschiedenen TPU-Farben (Gelb, Schwarz, Rosa, Blau) gedruckt. Dass der Creator 5 das technisch überhaupt fehlerfrei durchzieht, ist ein Pluspunkt! Immerhin schafft er diesen 4-Farben-Druck in 1h 17min! Zum Vergleich: Ein ähnlich großer 4-Farben-Druck hätte uns bei einem Single-Nozzle-Drucker locker 4 Stunden gekostet.

FlashForge Creator 5 Test Display

Die Grenzen des Systems zeigen sich hier aber im Detail: Wir haben vereinzelt kleine Kleckse und Blobs (Oozing-Spuren) auf der Außenhaut. Den filigranen Schriftzug unseres Makerspaces auf dem „Allerwertesten“ hat der Drucker aber erstaunlich scharf in das weiche Material gezeichnet.

Basketball-Arcade-Set in 4 Farben: Top-Druck!

Zum Schluss noch ein Geschenk für den nächsten Kindergeburtstag: Wir drucken ein kleines Baskettball-Arcade-Set auf mehreren Druckplatten mit jeweils ca. 1 bis 2 Stunden Druckzeit.

Das Ergebnis aus vier Farben in PLA kann sich einmal mehr wirklich sehen lassen und gehört zu dem besten, was in Sachen Multicolor derzeit möglich ist. Anzumerken sind hier lediglich einige Glitches, die uns der Slicer eingebrockt hat (siehe unten).

Die Schattenseiten: Handarbeit & Software-Glitches

Wo viel Licht ist, gibt es bei einem Kampfpreis von 679 Euro logischerweise auch Schatten. Zwei Kompromisse müsst ihr eingehen:

1. Das manuelle Laden & das TPU-Gefrickel
Der Drucker besitzt kein automatisches Filament-Ladesystem. Ihr müsst das Filament für jeden der vier Köpfe händisch bis zum Extruder fädeln. Die UI am Touchscreen erklärt den Prozess zwar super, aber nervig ist es trotzdem. Richtig tückisch wird es bei TPU: Den Filament-Cutter am Druckkopf müsst ihr beim Entladen per Hand reindrücken. Bei weichem TPU rutscht der Cutter aber oft ab, ohne das Material zu durchtrennen. Die Lösung? Pushfit lösen, PTFE-Schlauch vom Toolhead abziehen, das TPU mit einem Seitenschneider abknipsen, das Reststück manuell extrudieren und erst dann das neue Filament nachschieben. Das ist echte Handarbeit.

FlashForge Creator 5 Test Manuelles Laden Entladen
FlashForge Creator 5: Filament Be-und Entladen: Handarbeit (im wahrsten Sinne des Wortes)

2. Der unsichtbare Mülleimer
Obwohl das Multitool-System massiv Abfall spart, muss die Düse vor ihrem Einsatz beim Aufheizen gespült (gepurged) werden. Flashforge hat dafür schlichtweg keinen Auffangbehälter konstruiert! Der kleine Filament-Popel wird einfach vorne rechts über dem Druckbett in den Bauraum abgeworfen. Das sieht nach ein paar Drucken extrem unaufgeräumt aus.

FlashForge Creator 5 Test Front

Zudem hatten wir während eines Drucks (Basketball Arcade) einen völlig absurden Software-Glitch. Obwohl der Slicer alles korrekt anzeigte, druckte die Maschine ein Bauteil plötzlich doppelt und versetzt, sodass Objekte überlappten. Im gleichen Atemzug wollte die Software den Druckkopf Nr. 2 auf dem Parkplatz von Werkzeug Nr. 4 ablegen – wo aber logischerweise schon ein Kopf hing! Da sich der Drucker beim Klick auf „Druck abbrechen“ komplett aufhing, half nur ein harter Neustart per Stromschalter. Der Fehler ließ sich danach glücklicherweise nicht mehr reproduzieren, zeigt aber, dass die Firmware noch den ein oder anderen Patch vertragen kann.

FlashForge Creator 5 Test Software Bug
Slicer-Glitch: Sich überlappende Strukturen links und ein nicht zurückparkbarer Druckkopf

Fazit: Gefährlicher Konkurrent für Snapmaker?

Der Flashforge Creator 5 ist ein potenter Toolhead-Changer. Mit seinen vier Köpfen zaubert er rasend schnell, drastisch müllärmer und in hervorragender Qualität mehrfarbige Drucke auf das Heizbett. Der Aufbau ist kinderleicht und die Hardware wirkt durchdacht.

Den Preisvorteil von rund 200 Euro gegenüber dem direkten Konkurrenten Snapmaker U1 erkauft man sich jedoch mit Kompromissen. Der Bauraum ist mit 256 Millimetern etwas kleiner, das Auto-Leveling stur und viel zu langsam, und das manuelle Laden der Filamente (insbesondere das Frust-Potenzial beim Cutten von TPU) kostet im Alltag Nerven. Dass der Purge-Müll einfach achtlos in den Bauraum geworfen wird, wirkt zudem etwas – sagen wir mal – „hemdsärmelig“. Außerdem vernachlässigt Flashforge weiterhin eine adäquate Wärmeverteilung auf dem Heizbett.

FlashForge Creator 5 Test Aufmacher 16zu9

Wer mit diesen Einschränkungen leben kann und bereit ist, Flashforge ein paar Firmware-Updates für die letzten Glitches zuzugestehen, bekommt hier eine Maschine, die bei Multicolor- und Multimaterial-Drucken ihre Muskeln spielen lässt.

Nun zu euch: Wäre der manuelle Filament-Wechsel für euch ein K.o.-Kriterium oder rechtfertigt die enorme Müll- und Zeitersparnis des 4-Kopf-Systems den Aufwand? Schreibt es uns in die Kommentare!

FAQ: Häufige Fragen zum Flashforge Creator 5

🤔 Was ist der Unterschied zum Creator 5 Pro?
Die Pro-Version ist komplett eingehaust (inklusive einer großen Haube für die PTFE-Schläuche) und bietet eine aktive Bauraumheizung bis 65°C. Zudem verfügt sie über ein eingebautes Filtrationssystem und zusätzliche Sensoren (Tür-Offen-Erkennung, Kammer-Temperatur).

🔥 Kann ich ABS oder PC drucken?
Die hier getestete Standard-Version ohne Einhausung eignet sich primär für PLA, PETG und TPU. Für anspruchsvolle technische Filamente wie PC, PA oder ABS benötigt ihr eine Einhausung und am besten eine Bauraumheizung, wie sie die Pro-Version bietet.

🌈 Brauche ich einen Prime Tower?
Nicht zwingend! Da der Drucker vier separate Druckköpfe nutzt, muss das Filament nicht bei jedem Farbwechsel in der Düse ausgetauscht werden. Der Farbwechsel erfolgt durch den Tausch des kompletten Werkzeugs, was große Mengen an Filament-Müll einspart.

Quellen / Genutzte Modelle:

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (7)

  • Profilbild von Bastelkeller
    0 # 25.04.26 um 11:52

    Bastelkeller

    Hat das gute Stück ein offenes System oder eigenes Ökosystem?

  • Profilbild von Preacher
    1 # 25.03.26 um 09:47

    Preacher Gadget-Nerd

    Nach Creator 2, Adventure 3 und AD5X bin ich bei Flashforge geblieben, das Ökosystem passt.
    Beim AD5X gab es 2024 auch einen Presale, habe im November angezahlt, Lieferung angeblich im Dezember. Geliefert wurde der im März nach etlichen Verschiebungen. Preislich habe ich beim Presale nichts gespart, der Drucker war sogar bei Amazon im Sommer billiger.
    Service war aber top, es wurde ein neues Spulenhaltersystem und Nozzlesystem nachgeliefert, zudem gab es 4 Rollen Filament als Ausgleich zur Wartezeit.
    Untem Strich spannendes Gerät zu guten Preis, würde das aber nicht mehr vorbestellen sondern warten, bis die Kinderkrankheiten geheilt wurden und der Preis auch hierzulande fällt, d.h. vor Sommer nicht kaufen.

  • Profilbild von Kakue
    0 # 25.03.26 um 00:41

    Kakue

    was sagt die Gerüchteküche zum Erscheinungsdatum der Pro-Version mit Einhausung?

  • Profilbild von Christian
    0 # 18.03.26 um 04:33

    Christian

    Sorry, das klingt nicht so, als würde man die 10 Euro zurück bekommen, wenn man den nicht kauft, oder?
    Dann finde ich das Angebot uninteressant.

  • Profilbild von Bastian_K
    0 # 17.03.26 um 22:40

    Bastian_K

    wie sieht es mit dem slicer aus? Auf welchem Stand ist der denn? ich hab einen anycubic und bin mit dem slicer sehr zufrieden. hab gehört snapmaker soll nicht so toll sein.

    • Profilbild von Thommy
      0 # 18.03.26 um 17:05

      Thommy CG-Team

      Hey, Flashforge setzt auf den Orca-Flashforge, also einem Orca-Slicer-Klon genauso wie Anycubic.

      • Profilbild von Joachim Hartmann
        0 # 15.05.26 um 12:04

        Joachim Hartmann

        @Thommy: Hey, Flashforge setzt auf den Orca-Flashforge, also einem Orca-Slicer-Klon genauso wie Anycubic.

        Zwei Dinge:

        1. Es heißt jetzt Flash Studio, ist aber ein weiterer Orca Fork.

        2. Im Artikel wird ein LAN-Port erwähnt. Den hat Flashforge leider weggelassen. Ansonsten guter Artikel, hab eine Vorabversion von dem Gerät und bin insbesondere von der Verarbeitung und Druckqualität begeistert.

        Kommentarbild von Joachim Hartmann

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