Fresh ’n Rebel Smart Finder 2: Günstiger 15€ UWB-Tracker? Leider nicht!
Wir haben den Fresh ’n Rebel Smart Finder 2 bestellt, um ihn zu testen. Dabei fiel allerdings auf, dass die Präzisionsortung, die durch das versprochene UWB möglich sein sollte, partout nicht funktionieren wollte. Bei tieferer Recherche ist uns dann aufgefallen, dass uns der Hersteller, der eng mit Action zusammenarbeitet, zu viel versprochen hat. Alle Details findet ihr im aktualisierten Artikel!
Mit dem Fresh ’n Rebel Smart Finder 2 betritt ein neuer Tracker die Bühne, der eure verlegten Gegenstände über das Apple Find My- oder Googles Find Hub-Netzwerk weltweit aufspüren soll. Als absolutes Highlight verspricht der Hersteller hier die präzise UWB-Technologie, welche auf der Android-Seite bisher eigentlich nur der Moto Tag bot und Apple-Nutzern vom AirTag bekannt ist. Leider scheint das ein falsches Versprechen zu sein!
- Fresh ’n Rebel Smart Finder 2
Inhalt
Doch keine Präzisionssuche per UWB
Auf dem Papier liest sich das wie ein echter Gamechanger. Die angeblich integrierte UWB-Technologie (Ultra-Wideband) erlaubt in der Theorie eine zentimetergenaue Richtungsanzeige, was die Suche nach dem verlegten Rucksack massiv erleichtert.
Aber leider hat sich herausgestellt, dass dieses Feature weder für Google- noch für Apple-Nutzer zur Verfügung steht. Wir haben den Smart Finder 2 bestellt und begonnen zu testen. Alles funktioniert wie versprochen, nur die Präzisionsortung wollte nicht so recht. Da wir den holprigen Start noch von dem Moto Tag kennen, haben wir den noch mal als Referenz mit dem Samsung S26 Ultra herangezogen. Man muss hier den Zugriff auf die Kamera erlauben, dann kann man auch die Präzisionsortung mit Angabe des Abstands in m sehen.

Bei dem Fresh ’n Rebel Smart Finder 2 haben wir das allerdings nicht geschafft. Als ich die Bedienungsanleitung gelesen habe und sie mit der vom Moto Tag verglichen haben, weil ich mir sicher war, dass ja irgendwo etwas dazu stehen muss, ist aufgefallen, dass in der CE-Konformitätserklärung nur Angaben zu dem Frequenzbereich zwischen 2402 und 2480 MHz gemacht werden. Das ist der Standardbereich für Bluetooth, für UWB liegt der Frequenzbereich zwischen 6 bis 8,5 GHz. Zudem ist die Sendeleistung mit 4 dBm / 2,5 mW angegeben. Dies ist ein typischer Wert für Bluetooth Low Energy, reicht aber nicht für die breitbandigen UWB-Signale aus.
Da wir die Funktion in der Praxis nicht testen konnten und das Produkt keinerlei Hinweise auf einen verbauten UWB-Chip gibt, sind wir uns ganz sicher, dass der Fresh ’n Rebel Smart Finder 2 nicht über UWB verfügt! Die Produktseite suggeriert das allerdings mit der Aussage: „Googles Find Hub (mit Fernsperre, Offline-Geräte finden, Präzisionssuche (UWB), Benachrichtigungen)“. Wir haben den Hersteller bereits dazu angeschrieben und warten noch auf eine Antwort. So lange testen wir das Gerät weiter und halt euch auf dem Laufenden.

Wasserdichtes Gehäuse bringt Piepser und LED-Licht mit
Abseits der reinen Ortung über die globalen Netzwerke hat der kleine Helfer noch ein paar clevere Funktionen für die Nahbereichssuche parat. Solltet ihr den Tracker in der Wohnung verlegt haben, könnt ihr über die jeweilige App eine kleine Sirene aktivieren. Reicht das akustische Signal nicht aus, blinkt zusätzlich ein integriertes LED-Licht auf, was im Dunkeln sicherlich extrem praktisch ist.
Fresh ’n Rebel liefert den Finder direkt in acht verschiedenen Farben wie Vivid Blue, Berry Red oder Storm Grey aus. Besonders hilfreich ist, dass man direkt einen schützenden Silikonbumper samt Adapterring in den Lieferumfang packt und man nicht noch extra zur Kasse gebeten wird.
Dadurch ist das Gadget ordentlich vor Stürzen geschützt und nach IPX7 wasserdicht, womit es durchaus mal einen starken Regenschauer am Fahrrad oder ein kurzes Untertauchen übersteht.
Klassische Knopfbatterie trifft auf echten Kampfpreis
Im Inneren setzt man für die Stromversorgung auf eine austauschbare CR2032-Batterie, welche den Tracker laut Hersteller ein ganzes Jahr am Leben halten soll. Das geht eigentlich immer noch komplett in Ordnung und ist bewährter Standard in diesem Segment. Man muss aber auch sagen, dass der Markt mittlerweile durchaus Alternativen mit integriertem Akku bietet, die man mal eben über USB-C oder Qi-Laden mit neuem Strom versorgen kann. So ist die Knopfzelle halt ein kleiner Kompromiss.
Diesen Kompromiss geht man aber vermutlich sehr gerne ein, wenn man sich den Preis ansieht. Mit schlanken 14,99 Euro für den einzelnen Tracker ist das Gerät extrem günstig aufgestellt. Das 3er-Pack schlägt mit 39,99 Euro zu Buche. Wer die Marke kennt, weiß zudem, dass deren Produkte oft im Angebot bei Läden wie Action zu finden sind, was das Ganze schnell zu einem fast unschlagbaren Deal macht, wenn er das Versprochene einhält.
Ein No-Brainer für Android, ein Kompromiss für iOS
Der Fresh ’n Rebel Smart Finder 2 liefert eigentlich ein richtig starkes Paket zu einem sehr fairen Preis ab. Für gerade einmal 14,99 Euro bekommt man hier einen Tracker, der direkt mit Schutzhülle und Karabinerring kommt und dank IPX7 ordentlich was im Alltag aushält und mit Googles und Apples Netzwerk kompatibel ist. Da man aber wohl sehr sicher kein UWB verbaut, ist es leider keine günstige Alternative zum Moto Tag.
Wer auf UWB verzichten kann, bekommt auf der hier trotzdem ein solides Gadget mit nützlichem LED-Licht und integrierter Sirene, wenn auch der AirTag der 1. Generation mit UWB mittlerweile recht günstig zu haben ist. Ein UWB-Tracker für 15€ war wohl doch zu schön um wahr zu sein!
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