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Hotwav T5 Pro: Budget-Outdoor-Smartphone für 106€

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Der Outdoor-Smartphone-Markt wird dominiert von China-Herstellern wie Ulefone, Doogee oder Blackview, aber auch Samsung oder AGM haben ihre Finger im Spiel. Mit dem HOTWAV T5 Pro begegnet uns ein „neuer“ Hersteller aus China. Das HOTWAV T5 Pro ist dabei ihr aktuelles Budget-Modell – was kann man für knapp 100€ erwarten?

HOTWAV T5 Pro Smartphone

Technische Daten des HOTWAV T5 Pro

HOTWAV T5 Pro
Display6 Zoll IPS LCD Display (960 x 480 p) mit 179 ppi
ProzessorMediaTek Helio A22 Quad-Core @ 2 GHz
GrafikchipPowerVR GE8300
RAM4 GB
Interner Speicher32 GB, microSD-Karte bis 128 GB
Kamera13 Megapixel mit ƒ/2.2 Blende, 2 MP Portraitsensor & LED Blitz
Frontkamera5 Megapixel
Akku7500 mAh
KonnektivitätUSB-C, Bluetooth 5, GPS, Wi-Fi 802.11 ac/b/g/n, LTE Band 1/3/4/5/7/8/20
FeaturesKopfhöreranschluss, Hybrid-SIM
BetriebssystemAndroid 12
Maße / Gewicht168,8 x 82,5 x 15 mm / 280 g

Nicht mal ein HD-Display?

Ganz neu ist HOTWAV dabei nicht, das Unternehmen wurde schon 2015 in Shenzhen gegründet. Dass das T5 Pro nicht das neueste Gerät des Herstellers ist, erkennt man an dem Design. Mit einem Kunststoff-Bumper verstärkt an allen vier Ecken sowie subtilen Linien auf der Rückseite entspricht man den Erwartungen an ein Outdoor-Smartphone, bringt aber auch ein eigenes Design mit. Das erkennt man auch an der Kamera, die horizontal angeordnet ist – mittlerweile untypisch. Darunter befindet sich der Fingerabdrucksensor, ebenfalls wie früher. Dank IP68-Rating ist das T5 Pro auch gegen Wasser, Staub und Stürze geschützt und kann so problemlos im Wasser bis 1,5 m Tiefe genutzt werden.

HOTWAV T5 Pro Fingerabdrucksensor
Fingerabdrucksensor auf der Rückseite? Old-School!

Die Frontseite misst 6″ in der Diagonale, wodurch es für viele theoretisch eine Option für ein kleineres Handy sein könnte. Durch das dicke Gehäuse ist es trotzdem 168,8 x 82,5 x 15 mm groß. Bei dem Display spart man wegen dem Budget-Ansatz anscheinend am meisten. Man entscheidet sich für ein LCD-Panel, allerdings für eine Auflösung von 960 x 480p. Warum? Nicht einmal HD, das ist im Jahr 2022 sehr ungewöhnlich. In einem Outdoor-Smartphone ergibt das vielleicht am meisten Sinn, für die grundlegenden Funktionen wie SMS, Anrufen oder Navigation reicht das aus. Für Social Media & YouTube sicherlich nicht! Zumal auch gerade eine höhere Helligkeit als 380 nits sinnvoll bei einem Outdoor-Smartphone gewesen wäre.

HOTWAV T5 Display

HOTWAV 5 Pro mit 7.500 mAh Akku

Auch in Sachen Hardware muss man in dem Preissegment Abstriche machen. Im HOTWAV T5 Pro arbeitet der MediaTek Helio A22 Quad-Core Prozessor mit bis zu 2 GHz Taktfrequenz und PowerVR GE8300 Grafikeinheit. Ein Budget-Prozessor, der mittlerweile vier Jahre auf dem Buckel hat, und dank 16 nm Verfahren nicht so effizient ist. Dazu gibt es 4 GB Arbeitsspeicher und nur 32 GB Massenspeicher, der aber per microSD-Karte erweitert werden kann. Die größte Überraschung: Das T5 Pro wird schon mit Android 12 ausgeliefert, worauf z.B. Xiaomi bei Teilen ihrer aktuellen Redmi Note 11-Reihe leider verzichtet. Anscheinend installiert man auch ein paar Outdoor-Apps mit vor, wie z.B. eine Wasserwaage, Höhenmessung und ein Lautstärkemesser.

HOTWAV T5 Pro Akku
Ein recht großer Akku für das Geld!

Dafür ist ein Hybrid-SIM-Slot integriert, der Platz für eine microSD-Karte oder zwei Nano-SIM Karten lässt. 5G ist dabei nicht an Bord, dafür aber LTE Band 20 aber kein Band 28. Dazu kommen natürlich GPS, GLONASS, Beidou, Dual-Band WiFi und Bluetooth 5. Auch ein Klinkenanschluss ist mit an Bord. Auf der Unterseite sitzt zudem ein USB-C Port, über den man den 7500 mAh großen Akku des T5 Pro mit 10W aufladen kann. Das ist verhältnismäßig langsam, mindestens 18W wären selbst für ein Budget-Smartphone angemessen. Kabelloses Laden ist dagegen leider nicht möglich.

HOTWAV T5 Pro Kamera

Die Dual-Kamera auf der Rückseite erweckt den Eindruck einer Triple-Cam, rechts befindet sich aber nur der LED-Blitz. Bei dem Hauptsensor handelt es sich um eine 13 MP Samsung Kamera mit ƒ/1.8 Blende, daneben befindet sich eine 2 MP Portraitkamera, die zusätzliche Bildinformationen sammelt. Auf der Vorderseite darf eine 5 MP Selfie-Kamera seine Arbeit verrichten. Aufgrund der ƒ/2.4 Blende ist diese aber nicht ganz so lichtstark.

Einschätzung

Nicht mal ein HD-Display zu verbauen ist für das Jahr 2022 schon ein mutiger Schritt. Für den Preis könnte das HOTWAV T5 Pro vielleicht sogar davon kommen, am 2. Mai bekommt man es schließlich für $89,99 bei AliExpress. Mit der Ausstattung muss es sich mit dem Ulefone Armor X10 messen, welches ein höher auflösendes Display, aber den gleichen Prozessor und einen kleineren Akku hat. Für das T5 Pro spricht zudem Android 12 und der größere Akku. Wer auf Outdoor auch verzichten kann, bekommt für wenig Aufpreis auch schon starke Xiaomi Smartphones wie ein Redmi 10, die deutlich mehr Leistung für einen geringen Aufpreis bieten, aber eben keine Outdoor-Features.

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Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

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Kommentare (7)

  • Profilbild von fabi96
    # 30.04.22 um 18:08

    fabi96

    Der a22 wird doch im 12nm gefertigt wie kommt ihr auf 16nm

  • Profilbild von GadgetFred
    # 01.05.22 um 02:07

    GadgetFred

    Den Fingerabdruck Sensor auf der Rückseite fand ich beim Samsung Note 8 immer besser, als die Sensoren unter dem Display. Mit Folie werden die zu frickelig… Trotzdem würde ich mir das Ding hier nicht kaufen…

    • Profilbild von Gast
      # 01.05.22 um 09:55

      Anonymous

      Echt? Dann bist du wohl der typische Sofasitzer und Fußgänger?

      Auf dem Fahrrad oder im Auto in einer Halterung an dann hinten entsperren? Es hat schon seine Gründe warum die im Jahr 2022 bei modernen Geräten nicht mehr hinten sind.

    • Profilbild von Steza
      # 01.05.22 um 14:16

      Steza

      Finde den F-Sensor an der Seite auch ganz praktisch (Samsung M51), da ich es dort ja 'eh anschalte…ein Abwasch.

  • Profilbild von Ricochet
    # 01.05.22 um 10:40

    Ricochet

    Abdroid-Flashspeicher ist leider niemals erweiterbar. Dies wurde von Google oft behauptet, aber nie erfüllt. Man konnte nie Hauptflash und SDXC nahtlos verbinden. Es ist immer nur möglich gewesen, Medien auszulagern. Wir haben es seit Android-Generationen leidvoll getestet und mussten es immer wieder verwerfen. Samsung kann es natürlich auch nicht

  • Profilbild von Steza
    # 01.05.22 um 14:24

    Steza

    Es ist und soll ja "nur" ein Outdoorsmartphone sein…dafür finde ich es ok, zumal mit fettem Akku. Als Zweithandy für solche Aktivitäten, würde ich es mir sogar holen…wenn ich nicht schon ein Cubot KingKong 2 Mini mit 4 Zoll Display hätte…"damals" mal für 88€ in der Bucht gekauft.

  • Profilbild von Michael Imler
    # 21.07.22 um 10:11

    Michael Imler

    Warum kann man Instagram nicht nutzen??

    Kommentarbild von Michael Imler

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