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Huawei Mate 90: Modulares Kamerasystem liefert echten 10-fach-Zoom

Huawei Mate 90 in der Hand

Huawei prescht nach vorne und zeigt mit der kommenden Mate 90 Serie eine echte technische Ansage an die Konkurrenz. Während Xiaomi ein modulares Kamerasystem mit externem Objektiv und Sensor bisher nur als Konzeptstudie in der Schublade liegen hat, bringt Huawei die Technik nun tatsächlich zur Marktreife. Vor der offiziellen Vorstellung am 1. Oktober stellt Huawei die gesamte Flaggschiff-Reihe samt einem wahnwitzigen Kamera-Zubehör bereits ganz regulär als Teaser in den eigenen chinesischen Stores aus. Ein gigantischer Schritt für die mobile Fotografie, doch werden wir dieses Technik-Monster hierzulande überhaupt regulär kaufen können?

Modulares Kamera-Modul liefert echten 10-fach optischen Zoom

Das absolute Highlight der neuen Reihe ist zweifellos das optionale Kamera-Zubehör, das sich über rückseitige Kontaktpunkte direkt an das Smartphone docken lässt. Dieses Modul ist nicht einfach nur eine aufgesetzte Linse, sondern eine vollwertige optische Einheit mit eigenem Sensor, die sich fest an der Rückseite arretiert. Sobald man die Kamera-App auf dem Smartphone öffnet, fährt das Objektiv mechanisch aus und zieht sich beim Schließen der Anwendung automatisch wieder zurück.

Huawei Mate 90 von vorne

Dieses Modul deckt eine kleinbildäquivalente Brennweite von 24 bis 240 mm bei einer Lichtstärke von f/2.0 bis f/4.5 ab. Verbaut ist zudem wohl ein 1-Zoll-Sensor. Damit realisiert Huawei einen echten 10-fach optischen Zoom. Gesteuert wird das Ganze wahlweise über einen Ring am Objektiv oder über ein speziell angepasstes Kamera-Interface mit Bedienelementen auf dem Display. Wer dieses Kamerasystem nutzen möchte, muss allerdings ganz genau hinschauen, denn die notwendigen Kontakte und die mechanische Aufnahme sind exklusiv dem Huawei Mate 90 Pro Max Collector’s Edition sowie dem extrem teuren Mate 90 Ultimate Design vorbehalten.

Enorme Helligkeit bis 12.000 nits und widerstandsfähiges Kunlun-Glas

Auch bei den Displays fährt Huawei schwere Geschütze auf und staffelt das Lineup in zwei Größen. Während das reguläre Mate 90 und das Mate 90 Pro auf ein 6,75″ großes Display setzen, wachsen das Mate 90 Pro Max und die Collector’s Edition auf üppige 6,9 Zoll an. Alle Modelle der Reihe unterstützen eine hardwarebasierte 3D-Gesichtserkennung über die Frontsensoren, während zusätzlich ein seitlicher Fingerabdrucksensor im Rahmen sitzt.

Huawei Mate 90 Farben

Ab dem Pro-Modell verbaut der Hersteller ein Display, das eine punktuelle Spitzenhelligkeit von unfassbaren 12.000 nits für die präzise HDR-Wiedergabe erreichen soll. Das Pro Max Modell setzt sogar auf ein fortschrittliches Dual-OLED-Panel. Um diese Panels vor Stürzen zu schützen, kommt frontseitig die dritte Generation des Kunlun-Glases zum Einsatz. Spannend ist dabei auch der Schutz auf der Rückseite, denn das gewaltige, kreisrunde Kameramodul wird ab sofort durch ein spezielles Kunlun-Glas geschützt, welches gleichzeitig maximale Lichtdurchlässigkeit garantieren soll.

Hochwertige Gehäusematerialien & Magnet-Cases

Beim Gehäusedesign wählt Huawei eine zweigeteilte Materialkombination über fast die gesamte Modellpalette. Der obere Bereich der Rückseite besteht aus einer feinen Gitter-Glasfaser, unter welcher die Spule für das kabellose Laden sitzt. Die untere Hälfte wird hingegen aus stabilem Metall gefertigt. Dieser Materialmix dient nicht nur der Optik, sondern ermöglicht auch die Nutzung von neuen, abnehmbaren magnetischen Schutzhüllen.

Huawei Mate 90 mit Zubehör

Bei der Collector’s Edition des Pro Max setzt man an den Rändern zusätzlich auf ein widerstandfähiges Material, damit das Gehäuse beim ständigen An- und Abdocken des schweren Kamera-Moduls nicht verkratzt. Für Liebhaber des absoluten Luxus-Segments gibt es das Mate 90 Ultimate Design, welches mit einer Rückseite aus Keramik und einem Rahmen aus Titan aufwartet.

Kamerasysteme mit 200 MP Periskop und Red Maple Bildverarbeitung

Selbst ohne das externe Zoom-Modul ist die integrierte Kamerahardware auf dem Papier extrem stark aufgestellt. Jedes Modell der Mate 90 Serie besitzt eine 50 MP Hauptkamera mit optischer Bildstabilisierung (OIS), wobei die Pro Max Varianten einen riesigen Dynamikumfang von 18 EV bieten. Eine 40 MP Ultraweitwinkelkamera teilen sich ebenfalls alle Modelle.

Differenzen gibt es beim internen Zoom. Das Standard- und das Pro-Modell nutzen eine 50 MP Periskop-Telekamera mit 4-fachem optischem Zoom, wobei das Pro-Modell zusätzlich eine 5-cm-Makrofunktion spendiert bekommt. Wer zum Pro Max oder der Collector’s Edition greift, erhält stattdessen eine gewaltige 200 MP Periskop-Kamera, die ebenfalls einen 4-fachen optischen Zoom liefert. Unterstützt wird die Bildverarbeitung bei allen Modellen durch das hauseigene XMAGE-System in Kombination mit der dritten Generation der Huawei Bildverarbeitung.

Beeindruckende Ingenieurskunst beim Mate 90

Rein technisch gesehen ist das modulare Kamerasystem der Mate 90 Serie ein absoluter Meilenstein. Huawei beweist hier enorme Innovationskraft und kommt Xiaomi hier zuvor, indem man ein solches Modul tatsächlich in die Verkaufsregale bringt, anstatt es nur als Messe-Prototyp verstauben zu lassen. Fairerweise muss man aber sagen, dass Xiaomi laut Gerüchten wohl auch plant dieses Konzept in die Realität umzusetzen. Die Kombination aus 10-fach optischem Zoom, riesigen Displays mit 12.000 nits und solider interner Kamerahardware ist schon echt beeindruckend.

Der riesige Haken an der Sache ist allerdings die Verfügbarkeit. Die Chancen auf einen Verkaufsstart in Deutschland stehen meiner Ansicht nach extrem schlecht. Huawei hat schon länger kein reguläres Mate-Smartphone abseits der Foldables mehr zu uns gebracht und selbst das neuere Pura 90 lässt hierzulande weiter auf sich warten. Der Hersteller konzentriert sich mittlerweile fast vollständig auf den chinesischen Heimatmarkt, auf dem man mit dem völlig unabhängigen HarmonyOS agiert. Ein Import ist daher auch eher nicht zu empfehlen, da man nicht wirklich etwas mit dem Betriebssystem in Deutschland anfangen kann.

Quellen:

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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Kommentare (10)

  • Profilbild von Bobo
    0 # 29.09.26 um 17:59

    Bobo

    Wer hats erfunden?

    Die Japaner! Sony hatte dieses Konzept schon vor Jahren!

    • Profilbild von heino
      0 # 29.09.26 um 21:01

      heino

      Auf jeden fall.
      Aber das DSC-QX30 war an sich sogar besser zumindest von der technik her.
      Das konnte man an alle Smartphones stecken oder sogar einfach auf einem stativ lassen da der sensor im Objektiv war und nicht wie hier nur über dem Sensor des Smartphones.
      Das ist im ürbigen 12 jahre her. Da war Sony mal echt seiner zeit weit vorraus wenn man bedenkt wie Smartphones 2014 noch aussahen und Funktioniert haben.

      • Profilbild von OWL
        0 # 03.10.26 um 12:31

        OWL

        Die Sony-Kamera, die man aus der Reihe wollte, war die QX1. APS-C Sensor und Sony/Minolta-Bayonett. Damit konnte man jedes beliebige Objektiv mit diesem Anschluss verwenden.

  • Profilbild von Naich
    0 # 30.09.26 um 07:24

    Naich Gadget-Nerd

    Wenn man nur Fotos machen will sicherlich ganz brauchbar. Als Smartphone eher nicht ohne moderne Chips, 5G usw..

    • Profilbild von Jannis Zwahlen
      0 # 30.09.26 um 09:47

      Jannis Zwahlen

      Es wird 5G haben, verwende das Pura 90 Pro Max und es hat 5G

      • Profilbild von Michael Frencken
        0 # 30.09.26 um 21:12

        Michael Frencken

        @Jannis: Es wird 5G haben, verwende das Pura 90 Pro Max und es hat 5G

        5G aber doch nur mit den Bändern aus China, oder nicht?
        Oder vollumfänglich für alle 5G Netze in Europa?

        • Profilbild von Karlo
          0 # 02.10.26 um 21:58

          Karlo

          funktioniert auch in DE ohne Probleme.

  • Profilbild von Canon-boy
    0 # 30.09.26 um 08:18

    Canon-boy

    Sehe die Innovation nicht.
    Der Grund, warum die Mirrorless / Systemkameras immer seltener zu sehen sind, ist doch, dass die Lücke bezüglich Bildqualität zwischen diesen Kameras und Smartphones immer kleiner geworden ist und der Anreiz flöten gegangen ist.
    WO glänzen Profikameras bis heute noch?
    Nicht nur beim Zoom, sondern besonders bei der Optik von hochwertigen Linsen mit Offenblende, z.b. Festbrennweiten.
    Jetzt bringt man einfach wieder klobige, unpraktische Objektive, diesmal für das Smartphone… und der ganze Vorteil des Smartphones ist dahin.
    Da kann man auch gleich zur Systemkamera greifen.
    Machen aber die meisten nicht, weil keiner Lust hast, immer die Objektive mitzuschleppen.
    Wer aber wirklich maximal hochwertige Fotos macht, der wird weiterhin zu Mirrorless / Systemkameras greifen und nicht zu solchen Lösungen.

    • Profilbild von Frank10117
      0 # 02.10.26 um 09:13

      Frank10117

      Das sehe ich ähnlich. Ist für mich mehr ein Marketing-Ding. Warum benutze ich das Smartphone so haufig zum Fotografieren? Weil ich es dabei habe, wenn ich meine "richtige Kamera" zuhause gelassen habe, weil sie mir gerade zu globig und zu schwer war. Tendenziell wird das nit dem Zusatzobjektiv ähnlich werden. Ich werde es im entscheidenden Moment nicht in der Hosentasche haben. Und dabei haben wir noch nicht über Kosten/Preise gesprochen.

  • Profilbild von Michael Frencken
    0 # 30.09.26 um 21:11

    Michael Frencken

    Der 10x optische Zoom ist ja nun mal nix neues, den hatte mein Huawei P40 pro+ vor 6 Jahren auch schon

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