Midea PortaSplit: Diese Alternativen gibt es (eigentlich)

Midea PortaSplit Alternativen

Der Sommer bringt zuverlässig zwei Dinge mit sich: schweißtreibende Temperaturen in den eigenen vier Wänden und einen regelrechten Hype um mobile Klimageräte. Ganz vorne mit dabei ist die Midea PortaSplit. Als mobile Split-Klimaanlage verspricht sie die Effizienz einer fest installierten Anlage, lässt sich aber ohne Kältetechniker und Bohrhammer im Handumdrehen selbst installieren – ein Traum für jede Mietwohnung.

Doch die Realität im Sommer sieht oft ernüchternd aus: Das Gerät ist praktisch überall restlos ausverkauft oder wird auf Marktplätzen zu absurden Wucherpreisen angeboten. Wer nicht auf dubiose Fake-Shops hereinfallen möchte, stellt sich zwangsläufig die Frage nach Alternativen.

Midea PortaSplit Trend Suchverlauf
Der Anstieg des Suchinteresses zur „Midea PortaSplit“ im letzten Monat in Deutschland.

Die ehrliche Antwort vorweg: Den einen, exakten Zwilling zum Schnäppchenpreis gibt es nicht. Aber es gibt Optionen. Wir haben uns die gängigen Auswege angeschaut und bewertet, was sie im Alltag wirklich taugen.

Eine richtige Split-Klimaanlage installieren lassen

Wer im Eigenheim wohnt, keine Kompromisse eingehen möchte und das nötige Budget besitzt, landet am Ende meist bei der klassischen, fest installierten Split-Klimaanlage. Hier wird das Innengerät fest an der Wand montiert, während der Kompressor draußen an der Fassade oder auf dem Boden platziert wird.

Klimaanlagen Einbau
Hinweis: Dieses Bild ist KI-generiert.

In Sachen Kühlleistung, Energieeffizienz und Lautstärke ist dieses System im Grunde unschlagbar. Da der laute Teil der Anlage draußen arbeitet, bleibt es drinnen angenehm ruhig. Allerdings ist die Installation gesetzlich zertifizierten Fachbetrieben vorbehalten, weshalb man nicht einfach selbst Hand anlegen kann. Zudem bewegen wir uns finanziell in einer völlig anderen Liga: Unter 2.000 Euro ist inklusive fachgerechter Montage selbst bei kleineren Räumen kaum etwas zu machen, und je nach Komplexität können die Kosten schnell auf 5.000 bis 8.000 Euro ansteigen. Hinzu kommt, dass Handwerkertermine im Sommer ähnlich schwer zu bekommen sind wie die PortaSplit selbst, und Mieter scheitern ohnehin meist am Veto des Vermieters, da eine Kernbohrung durch die Außenwand nötig ist.

Monoblock-Kühlgerät: Günstiger, aber Kompromisse nötig

Der absolute Klassiker, den man sonst an heißen Tagen in fast jedem Baumarkt hinterhergeworfen bekommt, sind Monoblock-Geräte von bekannten Marken wie De’Longhi oder auch Midea selbst. Alles steckt in einem einzigen Kasten, und die warme Luft wird über einen dicken Abluftschlauch aus dem Fenster gepustet.

Midea Silent Cool 26 Pro WF Klimaanlage Thorben Buero
Ganz im ernst: Hilft auch schon ungemein bei uns im Büro!

Mit Anschaffungskosten zwischen 300 und 500 Euro sind diese Geräte vergleichsweise erschwinglich und selbst in der Hochsaison meist noch irgendwo aufzutreiben. In der Juni-Hitzewelle waren aber auch sie fast überall vergriffen und in Elektronikmärkten findet man maximal noch Modelle deutlich über 1000 Euro.

Die Effizienz sieht physikalisch gesehen allerdings anders aus als bei Split-Klimageräten: Dadurch, dass das Gerät warme Luft durch den Schlauch nach draußen befördert, entsteht im Raum ein Unterdruck, wodurch warme Außenluft durch jede Ritze und Dichtung wieder in die Wohnung gezogen wird. Man kühlt also und heizt gleichzeitig nach. Da zudem der Kompressor direkt im Raum steht, muss man mit einer ordentlichen Lautstärke leben. Wer empfindliche Ohren hat, lernt im Homeoffice oder Schlafzimmer schnell den Wert von guten Noise-Cancelling-Kopfhörern zu schätzen.

MideaPorta Split Cool & andere Split-Klimageräte

Wer intensiv nach der PortaSplit sucht, stolpert gelegentlich über die Midea PortaSplit Cool, die oftmals auch als Aktionsware bei Discountern wie Lidl zu finden ist.

Es handelt sich hierbei um die kleine Schwester des gehypten Flaggschiffs. Während die große PortaSplit mit 12.000 BTU/h kühlt und im Winter auch als Wärmepumpe heizen kann, liefert die „Cool“-variante lediglich 8.000 BTU/h und verzichtet komplett auf die Heizfunktion. Für kleinere Räume bis circa 25 bis 30 Quadratmeter ist sie dennoch eine hervorragende und meist günstigere Option, die das gleiche praktische Zwei-Komponenten-Prinzip nutzt.

Split Klimaanlage
Dieses NoName-Gerät wird von Trotec oder BeCool vertrieben.

Auf Plattformen wie Alibaba oder über freie Importeure tauchen zudem immer wieder ähnliche Modelle unter verschiedenen Markennamen wie Be Cool, Trotec oder Fischer ClimaButler auf. Ein echtes Schnäppchen macht man hier jedoch selten, da diese Nachbauten auf den Import-Plattformen oft teurer als das Original von Midea sind und nicht selten die 1.000-Euro-Marke knacken.

Split-Geräte für Wohnmobil wie Medion P502

Auf der Suche nach dem Prinzip einer mobilen Split-Anlage landet man unweigerlich in der Camping-Ecke bei Geräten wie der Medion P502 oder ähnlichen Modellen von Herstellern wie Eurom, die speziell für Wohnwagen und Reisemobile entwickelt wurden.

Medion P502 Split Anlage

Das Konzept basiert auf zwei kompakten Einheiten, die über ein flaches Bandkabel miteinander verbunden sind und einfach in das Fenster eingehängt werden. Allerdings sind diese Geräte für sehr begrenzte Raumvolumina konzipiert, weshalb die Kühlleistung mit oft nur 2.400 bis maximal 5.000 BTU/h extrem überschaubar bleibt. Versucht man damit, ein durchschnittliches Wohnzimmer oder eine Dachgeschosswohnung zu kühlen, läuft das Gerät im Dauerbetrieb am Limit, ohne dass sich die Temperatur spürbar senken lässt. Hinzu kommt eine Montage-Hürde: Die Halterungen sind für die dünnen Wände von Wohnwagen ausgelegt, weshalb man im Lieferumfang eine passende Universalhalterung für normale Hauswände vergebens sucht und selbst eine sichere Konstruktion basteln muss. Bei kleinen Räumen kann das aber schon eine ausreichende Alternative sein, obwohl auch diese in etwa 500€ kosten.

Die Midea PortaSplit ist konkurrenzlos

Die Wahrheit ist schmerzhaft: Wer die Effizienz und die geringe Lautstärke eines mobilen Split-Systems sucht, muss entweder tief in die Tasche greifen oder sich mit den bekannten Schwächen eines klassischen Monoblocks arrangieren. Alternativ hilft manchmal nur eine Tugend, die im Hochsommer besonders schwerfällt: Geduld, bis die Nachfrage sinkt und die Preise sich wieder normalisieren.

Wir prüfen den Bestand der Midea PortaSplit täglich und informieren euch, falls es wieder eine größere Verfügbarkeit für die PortaSplit zu einem normalen Preis gibt. Um das nicht zu verpassen, könnt ihr natürlich unsere China-Gadgets-App nutzen und euch per Push-Nachricht benachrichtigen lassen.

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Thorben

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Kommentare (1)

  • Profilbild von David M
    0 # 04.07.26 um 13:03

    David M Gadget-Nerd

    Konkurrenzlos sind diese Geräte auf keinen Fall. Es gibt sie schon ewig von Remko, hier ist sogar Innengerät vom Außengerät trennbar.

    Midea baut es einfach nur nach.

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