Winziger ZigBee Präsenzmelder für Home Assistant: mmWave/Radar mit Batterie für unter 10€
Schonmal passiert? Ihr sitzt irgendwo auf der Toilette, aber das Licht geht aus, weil der klassische Bewegungsmelder (PIR) keine Regung mehr wahrnimmt? Die Lösung für dieses Problem heißt mmWave (Millimeterwellen-Radar), das selbst das Heben und Senken des Brustkorbs beim Atmen registriert. Bisher waren diese Sensoren meist klobig oder auf ein Stromkabel angewiesen. Jetzt gibt es mit einem neuen ZigBee-Präsenzmelder einen winzigen kompakten Sensor, der mit Knopfzelle betrieben wird. Und das Beste: Im Doppelpack kommt ihr auf einen Stückpreis von nur etwas mehr als 7€! Was hat der Winzling drauf?
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Inhalt
ZigBee-Präsenzmelder: Kleiner als eine Streichholzschachtel
Mit Maßen von gerade einmal 33 x 33 x 16 mm ist dieser Sensor absurd klein und lässt sich quasi unsichtbar in jede Ecke kleben. Im Gegensatz zu bisherigen Modellen wie dem Tuya ZY-M100, die meist als runde Pucks mit USB-Kabel daherkommen, setzt dieser Winzling auf eine CR2450 Knopfzelle. Das macht die Installation kinderleicht, da kein Kabelziehen und kein Bohren nötig ist. Ihr klebt ihn einfach an die Wand oder nutzt die optional erhältliche magnetische Halterung.

Die Z2M-Version: Ein Traum für Home Assistant
Der Händler bietet verschiedene Versionen an, wobei für Bastler der Type 3 (bzw. Type 5 mit Halterung) preis-leistungstechnisch das Highlight ist. Diese Version verzichtet zwar auf die Unterstützung der Tuya/Smart Life App, funkt aber via Zigbee2MQTT (Z2M) direkt an euren Home Assistant Server, was den „Cloud-Spam“ im Netzwerk reduziert und für schnelle Reaktionszeiten sorgen sollte.

Der Sensor nutzt 24 GHz Radar-Technologie und soll bis zu 5 Meter Reichweite abdecken. In Z2M lassen sich dann Parameter wie Empfindlichkeit und Totzeit (ab wann der Sensor nach einem Ereignis wieder „scharf“ geschaltet sein soll) einstellen. Wichtig: Da ZigBee hier zum Tragen kommt, braucht ihr einen entsprechenden Hub.

Kritischer Blick: Batterie vs. Physik
Hier müssen wir kurz auf die Bremse treten. Echte Präsenzerkennung sendet permanent Radarwellen aus, was Strom frisst. Der Tuya ZG-204ZM etwa löst das mit zwei großen AA-Batterien, ist dafür aber auch deutlich klobiger. Dass dieser neue Mini-Sensor mit einer einzigen CR2450-Knopfzelle eine „kontinuierliche Überwachung“ bieten soll, ist physikalisch – sagen wir mal – „anspruchsvoll“.

Es ist wahrscheinlich, dass der Sensor ähnlich wie der ZG-204ZM in einen Schlafmodus geht und die Abfragehäufigkeit reduziert, um die Batterie zu schonen. Das könnte zu einer leichten Verzögerung (Latenz) bei der ersten Erkennung führen, was für das Licht im Flur fatal wäre, für die „Anwesenheits-Erhaltung“ im Bad aber völlig ausreicht. Über die Batterielaufzeit macht man keine Angaben.

Vergleich: Wo ordnet er sich ein?
Modelle wie der Tuya ZY-M100 oder Linptech ES3 hängen am Kabel, reagieren extrem schnell und sind ideal für die Hauptbeleuchtung, wo keine Latenz geduldet wird. Der Tuya ZG-204ZM bietet Batteriebetrieb mit AA-Zellen, ist aber groß und auffällig. Dieser neue Mini-Sensor ist der Kompromiss aus Größe und Funktion. Er ist überall dort sinnvoll, wo keine Steckdose da ist und es auf die Optik ankommt, konkurriert dabei aber eher mit klassischen PIR-Sensoren, wobei er den Vorteil der theoretischen Sitz-Erkennung bietet.
ZigBee-Präsenzmelder: Ausprobieren lohnt sich
Machen wir’s kurz: Bei einem Stückpreis von knapp 7 Euro ist das Risiko überschaubar. Wenn der Sensor wirklich zuverlässig statische Anwesenheit mit dem kompakten (halbwegs ausdauernden) Batteriebetrieb vereint, ist er ein Preis-Leistungs-Killer. Wer von euch wagt es und mag hier berichten?
Quelle(n):
- AliExpress
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