ZimaCube – Das perfekte NAS-System?

Wir hatten bereits das Storaxa NAS, wir hatten bereits die LincStation N1. Nun schlägt auch der ZimaCube in die Kerbe performanter NAS-Systeme. Was das schicke NAS-System genau drauf hat, klären wir in dieser Vorstellung.

ZimaCube Beitragsbild e1701426145594

Disclaimer: Kickstarter / Indiegogo = Wagnis

Bei Kickstarter oder Indiegogo handelt es sich um keine Online-Marktplätze, sondern Crowdfunding-PlattformenJede Privatperson kann sich nach Registrierung auf der Plattform an der Finanzierung neuer Produkte beteiligen. Damit wird Unternehmen bei der Realisierung neuer Produkte via Kickstarter geholfen. Anspruch darauf, diese Produkte dann auch tatsächlich nach Kampagnenende zu erhaltenbesteht allerdings nicht. Es stellt also grundsätzlich ein Wagnis dar, sich an einer Produktfinanzierung via Kickstarter zu beteiligen.

ZimaCube Aufmacher e1701426160597

Technisches: Legen…wait for it…dary?

Hersteller/ ModellZimaCubeZimaCube Pro
Anzahl Schächte (Bays)6 (2,5“/ 3,5“ SATA/ SSD, 2x M.2 2280 NVMe SSD, HotSwap fähig)6 (2,5“/ 3,5“ SATA/ SSD, 2x M.2 2280 NVMe SSD, HotSwap fähig)
ProzessorIntel N100Intel Core i5-1235U
Arbeitsspeicher8 GB DDR416 GB DDR5
Anschlüsse:2x 2,5 GbE Ethernet, 4x USB 3.0 Gen 1, 2x USB 2.0 Gen 1, 1x USB-C, 1x HDMI, 1x DisplayPort, 1x PCIe4x 2,5 GbE Ethernet, 6x USB 3.0 Gen 1, 1x HDMI, 1x DisplayPort, 2x Thunderbolt 4, 2x PCIe
BetriebssystemZimaOS V1.1 / True Nas / unRAIDZimaOS V1.1 / True Nas / unRAID
Gerätespeicher256 GB SSD256 GB SSD
Maße | Gewicht240 x 221 x 220 mm | 5,4 kg240 x 221 x 220 mm | 5,4 kg

Design: stylischer Würfel

Ein schicker Quader, der dazu noch funktional und kompakt ist. So lässt sich der ZimaCube des chinesischen Herstellers Zimaboard beschreiben. Es handelt sich um ein via Kickstarter finanziertes NAS-System mit insgesamt 6 Hot-Swap fähigen Schächten. Unterstützt werden 6 2,5 Zoll oder 3,5 Zoll SATA HDDs oder SSDs. Zwei der Schächte sind zudem kompatibel mit M.2 2280 NVMe SSDs.

ZimaCube 6Bays e1701426316533

Zwei Versionen stehen mit dem ZimaCube und dem ZimaCube Pro zur Verfügung. Beide Modelle messen 240 x 221 x 220 mm bei 5,4 kg Gewicht und haben einen 80mm Gehäuselüfter integriert. Beim Zimacube gibt es zwei 2,5 GbE Ethernet-Schnittstellen, 6 USB-A-Buchsen (4x USB 3.0 Gen 1, 2x USB 2.0 Gen 1) und einen USB-C-Port. 1 HDMI-Port, ein DisplayPort und ein PCIe Slot runden die Anschlussvielfalt ab.

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Beim Zimacube Pro werden hingegen gleich 4 GbE Ethernetports geboten. Warum der Hersteller hier nicht gleich auf 10 GbE geht, sei dahingestellt. Die Pro-Version bietet ebenfalls 6 USB-A-Ports (alle jedoch als USB 3.0 Gen 1) und zwei USB-C-Ports mit Thunderbolt 4. Ein HDMI und ein DisplayPort sind ebenfalls vorhanden. Statt einem werden 2 PCIe Slots geboten.

Features: bis zu 164 TB, GPU u.v.m.

Der ZimaCube nutzt einen Intel N100 Prozessor und bietet 8 GB DDR4 Arbeitsspeicher. Deutlich mehr Leistungsreserven bietet hingegen der ZimaCube Pro mit integriertem Intel Core i5-1235U und 16 GB DDR5 RAM, welcher auf bis zu 32 GB erweiterbar ist.

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Die Pro-Version bietet mit vier 2,5 GbE Ethernet Anschlüssen in Kombination mit zwei Thunderbolt 4-Ports für z.B. externe GPUs oder die Beschleunigung von AI-Modellen weitaus mehr Anwendungsmöglichkeiten. Sowohl Zima Cube als auch ZimaCube Pro unterstützen PCIe-Erweiterungskarten. Satte 164 TB Speicherkapazität sind maximal möglich.

ZimaCube ZimaOS

Auf beiden Modellen sind jeweils 256 GB Gerätespeicher vorzufinden, auf denen als Betriebssystem ZimaOS vorinstalliert ist. Dabei handelt es sich um eine Cloud-Softwarelösung, die auf CasaOS und damit auf Linux basiert. Der RAID Support ist mit JBOD, RAID 0, 1 und 5 angegeben. Apps, Docker-Container und natürlich Auto-Backups inklusive ChatGPT Support sind u.a. möglich. Alternativ zu ZimaOS sollen auch True NAS oder unRAID problemlos installierbar sein.

ZimaCube Geschwindigkeit

Einschätzung: gewaltig, aber teuer

ZimaCube und ZimaCube Pro sind ohne Frage interessante Alternativen zu bestehenden Netzwerkspeichern. Mit ihrer Erweiterbarkeit, den leistungsstarken Prozessoren und der Vielfalt an Anschlussmöglichkeiten könnten sie besonders für Performance-Enthusiasten interessant sein. Das gilt insbesondere für die Pro-Version mit ihrem potenten Prozessor und eGPU Support. Das hat dann aber auch direkt seinen Preis – und der fällt mit um die 930€ für die Pro-Version eben auch alles Andere als günstig aus.  Was denkt ihr über den ZimaCube? Habt ihr weitere spannende Alternativen zu Synology & Co auf dem Schirm? Sagt uns gerne Bescheid.

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (12)

  • Profilbild von poppulus
    # 02.12.23 um 20:35

    poppulus

    Wenn ich knapp 1.000 EUR in ein NAS investieren wollte, würde ich sicher nicht zu einem auf Kickstarter greifen 😂 Synology oder Qnap vertraue ich da mehr, auch wenn die sicher auch nicht perfekt sind.

    • Profilbild von Sven3d
      # 02.12.23 um 21:51

      Sven3d

      Ja, bei einer komplett neuen Firma wäre Ufo auch skeptisch, aber das ist inzwischen ein Produkt von mehreren die die Entwickelt haben (Zomaboard, Zimablade), wurden glaube ich auch über Kickstarter gelaunched, haben immer geliefert, die Tests und reviews sind ebenfalls sehr gut.

  • Profilbild von peefes86
    # 03.12.23 um 09:06

    peefes86

    naja umso teurer das ganze wird desto mehr alternativen hat man… bei 1000€ wäre ich auch eher bei einem anderen system oder einfach selber eins bauen… mein unraidsystem hat auch um die 1000€ gekostet, aber deutlich potenter. allerdings auch hungriger im Standby um ehrlich zu sein.

  • Profilbild von Matthias
    # 03.12.23 um 10:15

    Matthias

    Der Pro ist aus professioneller Sicht kaum sinnvoll, hier nimmt man doch eher 2 getrennte Geräte: eins für die Datenspeicherung, und einen oder mehrere Server für die echte Action.

  • Profilbild von Daniela
    # 03.12.23 um 16:35

    Daniela

    Ich war schon vor einem Monat an deren Umfrage beteiligt. Klipp und klar. Was uns da geboten wird in dieser Preiskategorie ist total veraltet und total überteuert. Das kauft sich in dieser Preisklasse nur noch der ahnungslose Consumer. Netzwerk von 2,5 gbe habe ich schon vor Jahren mit 40gb getauscht und bin dabei es auf 100gbe zu erweitern. Für ambitioniertes Audio und Video im Hobby Bereich tue ich mir sowas nicht an. Der China Kram gehört zu den Kriegsfreunden der chinesischen Regierung nach Russland. Anbei mein Hobbystudio und der Storageserver. Das Teil in der 1000.- Euro Proversion kann 300.- Euro kosten. Für nen alten Server zahl ich 40.- Euro und rüste auf und baue um. Das einzige wo ich das Teil gebrauchen könnte ist als Notfallgerät und zum Strom sparen.

    Bild gibt’s auf Anfrage

    Kommentarbild von Daniela
  • Profilbild von Kakue
    # 03.12.23 um 19:54

    Kakue

    Ich wüsste nicht, was mich davon abhalten sollte, eine Synology NAS zu kaufen oder gar von einer Synology auf dieses Gerät umzusteigen.
    Es kommt mir nicht durchdacht vor. Hier nur zwei Argumente, aus vermutlich einer langen Liste:
    – Warum ist das Gerät stylisch und hat sechs USB-Ports? Es wird vermutlich laut sein oder gar sehr laut. So etwas stellt man sich nicht auf den Schreibtisch, sondern man versucht, es möglichst gut durchlüftet unterzubringen, wo einen der Lärm nicht stört.

    2.5gbe Ethernet ist nicht sinnvoll in einem solchen Gerät.

  • Profilbild von Egal123
    # 03.12.23 um 21:31

    Egal123

    Schöner kompaktere Kasten, wäre nur auch mal fein wenn ein Hersteller im Einsteigersegment ECC-RAM Kompatibilität bietet würde, So teuer ist AMDs AM4 Pro Reihe nun auch nicht "mehr".

  • Profilbild von Jemand
    # 04.12.23 um 00:59

    Jemand

    Also da wo 10GBE oder mehr gebraucht/benutzt werden hat man auch ordentliche Server bzw. NAS weil auch Netzwerktechnik.
    Für den Hobby/Heimbereich sind 2.5GBE noch nicht SO verbreitet also schon sinnvoll…
    Aber auch ich würde mir für 900€ eher selbst etwas aus gebrauchten Teilen zusammenstellen, obwohl das Gehäuse nicht schlecht ausschaut.
    Nen altes Serverchassis ist halt mit Sicherheit lauter… und in älteren (oder sogar Silent) Desktopgehäusen 6-8 24/7 3,5" Platten gekühlt bekommen ist auch nicht soo leicht.

  • Profilbild von Chris
    # 05.12.23 um 19:00

    Chris

    ich hab Mal die Software getestet. Es fehlen, zumindest in der Beta von ZimaOS, essentielle Dinge wie SMB User. SMB wäre quasi für alle frei zugänglich. ZimaOS ist eine Weiterentwicklung von CasaOS. an und für sich macht die Software aber ein guten Eindruck.

  • Profilbild von Herby_B
    # 05.12.23 um 20:16

    Herby_B

    Wer braucht so ein Gerät wenn man eine ausgereifte Synology NAS kaufen kann.

  • Profilbild von Stefan
    # 06.12.23 um 05:49

    Stefan

    Mach doch bitte keine Tippfehler in den Titel!

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