Ninebot ES2 Elektroroller mit 25 km/h Geschwindigkeit für 377€

Kurze Erklärung: Xiaomi hat Ninebot geholfen, Segway zu kaufen. So finden sich alle drei Firmennamen irgendwie auf dem Ninebot ES2 Elektroroller, der den Nachfolger des Ninebot ES01 darstellt. Aber ist neuer auch automatisch besser?

Ninebot ES2 Elektroroller

Technische Daten 

Modell Ninebot ES2
Material Aluminium
Reifen Größe 8 Zoll vorne, 7,5 Zoll hinten
Maximale Geschwindigkeit 25 km/h
Reichweite 25 km; 45 km mit Zusatzakku
Bremssystem vorne & hinten elektrische + mechanische Scheibenbremse
Motorleistung 300 W
Steigung 10 Grad
Maximale Last 100 kg
Batterie 5,2 Ah, 187 Wh
Ladezeit 3,5 Stunden
Größe 102 x 43 x 113 cm ausgeklappt
Gewicht 12 kg
Farbe schwarz, silber

Bewährtes Design

Auf dem ersten Blick scheint man bei Ninebot weiterhin von dem Design des Ninebot ES01 überzeugt zu sein. Denn die zweite Generation unterscheidet sich in puncto Optik kaum von dem Vorgänger. Die größte Variation besteht in der Farbkombination. Während die erste Generation größtenteils in Mattschwarz daher kam, setzt der ES2 auf einen metallischen Grauton. Hauptsächlich die Lenkstange ist von dieser Veränderung betroffen, das Trittbrett ist weiterhin in Schwarz lackiert. Auch die roten Akzente am Übergang zwischen Vorderrad und Trittbrett sowie am Hinterrad finden wieder einen Platz.

Ninebot ES2 Details

Wie bei dem Vorgänger verbaut man ebenfalls zwei unterschiedlich große Reifen. Der Vorderreifen fällt mit einem 8 Zoll Durchmesser minimal größer aus als das Hinterrad mit 7,5 Zoll. An beiden Reifen befinden sich Stoßdämpfer. Ein funktionaler Vorteil bei dem Ninebot ES2 ist die Trittfläche mit Noppen-Muster, die einen besseren Halt auf dem Roller gewähren dürfte. Gerade mit nassen Schuhen könnte das von Vorteil sein. Auch der Ninebot ES2 ist faltbar und damit für den Transport im Kofferraum bestens geeignet.

Wer – wie manch ein CG-Redakteur – Need for Speed: Underground 2 intensiv gespielt hat, freut sich wahrscheinlich über die Unterbodenbeleuchtung. Die lässt sich sogar in der dazugehörigen App einstellen. Die LEDs bieten verschiedene Farben und Modi. Damit wäre man definitiv ein Hingucker auf den Straßen. Natürlich ist der E-Roller auch mit einer brauchbaren 1,5W Vorder- und Hinterleuchte ausgestattet, die euch einen besseren Blick bei Dunkelheit verschafft und dafür sorgt, dass ihr gesehen werdet.

Mehr Power, gleiche Reichweite

Der Unterschied zwischen beiden Generationen liegt also weniger im Design als in der Leistung. Der 300W Motor bringt den Ninebot ES2 Elektroroller auf eine Spitzengeschwindigkeit von stattlichen 25 Kilometern pro Stunde. Das sind immerhin 5 km/h im direkten Vergleich zum Vorgänger und das bei gleich großer maximaler Reichweite von 25 Kilometern. Auch Steigungen kann der Ninebot bewältigen, die dürfen aber nicht größer als 10° ausfallen.

Ninebot ES2 seitlich

Bei beiden sorgt ein 5,2 Ah Akku mit 178 Wh für die Stromversorgung beim Fahren. Einmal Aufladen nimmt 3,5 Stunden in Anspruch. Die Reichweite hängt natürlich auch vom Fahrergewicht (maximal 100 kg) ab, genauso wie von der Strecke und dem Fahrstil. Wer etwas mehr Reichweite rauskitzeln möchte, nutzt die App um zum Beispiel seine Geschwindigkeit mit dem Tempomat-Modus zu begrenzen. Dort kommen dann ebenfalls das Energierückgewinnungssystem und Battery Management System (BMS) zum Einsatz, die eine effektive Nutzung überwachen.

Ninebot ES2 Zusatzakku
Der Zusatzakku kostet zwar fast 200€, bringt aber auch fast doppelt so viel Reichweite.

Wenn man die Reichweite stark erweitern möchte, kann das mit einer externen Batterie. Wie auch bei dem Vorgänger lässt sich für fast 200€ ein zusätzlicher Akku kaufen, den man anschließen kann und somit die Reichweite auf 45 km bringt. Dabei scheint sich sogar die maximale Geschwindigkeit auf 30 km/h zu erhöhen. Da man theoretisch auch mit so einem E-Roller Teilnehmer des Straßenverkehrs ist, muss man natürlich auch schnell sein Tempo reduzieren können. Bei der maximalen Geschwindigkeit gibt Ninebot einen Bremsweg von 4 Metern an.

Ninebot ES2 und die StVO

Wie der Ninebot ES1, der Xiaomi M365 oder sogar das E-Bike FIIDO D1 darf auch der Ninebot ES2 nicht auf den deutschen Straßen fahren. Wenn man ein großes Privatgelände hat, darf man aber problemlos darauf mit dem E-Roller fahren. Wir haben Hoffnung auf einen neuen Gesetzesentwurf, der eventuell eine neue Fahrzeugklasse für solche elektronische Kleinstfahrzeuge kreiert. An der Zeit wäre es, denn schließlich haben da Länder wie Frankreich und die USA uns nicht nur einen Schritt voraus.

Ninebot ES2 Elektroroller fahren

Einschätzung

Xiaomi, Ninebot und Segway: drei sehr große Namen der Branche, die für Qualität stehen. Auch der Ninebot ES2 weiß im Gesamtpaket zu überzeugen und ist, auf den Punkt gebracht, die etwas schnellere, bessere und teurere Version des Ninebot ES01. Welchen von beiden man sich nun zulegen mag, kommt nur darauf an, ob einem die schnellere Geschwindigkeit, das Design und die Unterbodenbeleuchtung die fast 100€ Aufpreis wert sind. Alternativ kann da in Sachen Tempo und Leistung nur der Xiaomi M365 mithalten. Und dann muss man noch wissen, wo man den Roller denn fahren möchte, schließlich ist das Fahren auf deutschen Straßen bisher nicht erlaubt.

Thorben

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16 Kommentare

  1. Profilbild von ctl

    Gibt es eigentlich auch gute und günstige Elektroroller mit 45km/h Zulassung für Deutschland? Ich kenne bisher nur den niu aus dem asiatischen Raum, finde den aber relativ teuer. Kennt jemand gute alternativen, die auch einen Wechselakku haben?

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  2. Profilbild von Meister seines Faches
    Meister seines Faches

    Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen ist teuer.

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  3. Profilbild von ctl

    Die Vorraussetzungen zu erfüllen bei einem Roller wird nicht so teuer sein. Die Gutachten für ein Fahrzeug sicherlich, aber wenn eine Firma viele produziert wird das ja entsprechend verteilt werden können.

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  4. Profilbild von Stefan 124

    Könnt ihr mir sagen seit wann ninebot eine Tochtergesellschaft von Xiaomi ist?

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    • Profilbild von Simplicitas

      Ganz einfach: Ninebot ist keine Tochter von Xiaomi und wurde nie von Xiaomi gekauft.
      Xiaomi ist einer von mehreren Risikokapitalinvestoren gewesen, als Ninebot Segway gekauft hat. Das china-gadgets.de das schon wieder(!) durcheinander bringt ist allmählich hochnot peinlich. Selbst für eine Agentur.

  5. Profilbild von Kürsat

    @ctl: nope gibt es zur Zeit nicht

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  6. Profilbild von Olli

    Von 30km/h auf 0km/h in 4 Metern – das klingt nach Überschlag!

  7. Profilbild von rzb88

    Alles einfach viel zu teuer… Wenn die günstiger wären, hätte jeder so ein teil

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    • Profilbild von Simplicitas

      Guter Scherz, die Dinger kosten nur einen Bruchteil eines vernünftigen Fahrrads. Wer sich so etwas nicht leisten kann, sollte überdenken ob sein Job wirklich das richtige für ihn ist. Oder er sich vielleicht nur als Lohnsklave von einem Großunternehmen ausbeuten lässt und indirekt mit dem zur Verfügung stellen seiner Arbeitsleistung die Existenz des Unternehmen selber stützt. Er also im übertragenen Sinne sein eigenes Grab schaufelt.
      Das nicht „jeder“ so einen Roller hat liegt vielleicht einfach am geringen Komfort, eingeschränkter Alltagstauglichkeit, schlichtweg geringer Verkehrssicherheit und der Tatsache sich nicht legal auf öffentlichen Flächen und Wegen damit bewegen zu dürfen.

    • Profilbild von Gast

      Nö, die sind für das, was sie bieten schon günstig. Die fehlende Zulassung ist zumindest für mich das Problem. Noch mag da ja kaum jemanden interessieren, aber sobald da mehr von den Dingern auf den Straßen zu sehen sind, könnte dsa ganz schnell zum Problem werden (auch ohne Unfall o.Ä.).

  8. Profilbild von Tobi3

    Kommt der Roller aus einem EU Warenlager? Wie viel würde der kosten wenn nicht? Was kommen da noch für Kosten drauf? Könnte mich da jmd aufklären?! Danke

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  9. Profilbild von herby

    Sieht ja fast exakt aus wie der 365

  10. Profilbild von ritchi

    Das scheint hier der Lieblingssatz zu sein: zu teuer. Wenn ich mir ansehe wie viele Luxusautos in Deutschland fahren die dann 23h am Tag rum stehen, frage ich mich was in den Köpfen vorgeht. Ein Egret one Roller kann man mit 1300€ als recht teuer ansehen. Ich fahre schon Jahre damit und kein Polizist interessiert sich dafür. Wenn man mit 2 Bier auf dem Fahrrad einen Unfall verursacht ist man vermutlich in größeren Schwierigkeiten.

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  11. Profilbild von osTblock

    @Tobi3: +19% auf den Rechnungsbetrag, ist Versand mit eingerechnet zahlst du da auch die 19% mit drauf… Kann man auch bei zoll.de nachlesen!

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