Test

OneOdio Fusion A70 Bluetooth Over-Ear Kopfhörer für 35,99€

Der OneOdio Fusion A70 Bluetooth Kopfhörer verfügt über Bluetooth, eine 3,5 mm Klinke und eine 6,3 mm Klinke. Das besondere: Beide Klinkeneingänge können gleichzeitig genutzt werden, um beispielsweise ein Instrument und einen Song gleichzeitig auf dem Kopfhörer wiederzugeben. Zudem kann auch ein Audio-Signal vom OneOdio Fusion A70 per Kabel an ein weiteres Ausgabemedium weitergeleitet werden – klingt spannend! Mit (4,6 von 5,0 Sternen) in 1305 Rezensionen, steht er zudem gerade ganz oben in den Amazon Bestsellerlisten.

Die in Deutschland noch recht unbekannte Marke OneOdio sammelt bereits seit 10 Jahren Erfahrungen in der Audioproduktion und hat sich vor allem im Bereich DJ-ing bei jungen Künstlern mit schmalem Budget etabliert.

Technische Daten

NameOneOdio Fusion A70
Treiber40 mm dynamische Treiber
Frequenzbereich20-20.000Hz
Impedanz32 Ohm
KonnektivitätBluetooth 4.1; 3,5 mm Klinke; 6,3 mm Klinke
Akkukapazität430 mAh
Gewicht220g
Maße
IP Schutzklasse
Empfindlichkeit
Bluetooth-ProfileHFP v1.6, AVRCP v1.4, A2DP v1.2, DI v1.3, HSP v1.2
Audio CodecSBC

Verpackung & Lieferumfang

Der OneOdio Fusion A70 Over-Ear kommt in einem schwarzen, bedrucktem Karton. Unserer war nach dem Versand etwas ramponiert, was passieren kann. Dennoch ist der Inhalt intakt und hat keine Versand-Schäden. Neben dem Kopfhörer befindet sich im Karton eine Bedienungsanleitung, ein Micro-USB Ladekabel, ein 3,5 mm Klinkekabel und ein 6,3 mm zu 3,5 mm Klinkenkabel. On-Top bekommt ihr noch eine Transporttasche aus Kunstleder, welche auf der Vorderseite mit dem OneOdio-Logo gebrandet ist.

Design und Verarbeitung

Der Fusion A70 ist fast vollständig in Schwarz gehalten, lediglich auf der Oberseite des Kopfbügels gibt es zwei rote Ziernähte, welche optisch zu der Schnur der Tragetasche passen. In Sachen Material setzt der chinesische Hersteller auf leichten Kunststoff, so sieht der Kopfhörer deutlich schwerer aus, als er tatsächlich ist.

Mit dreh- und klappbaren Scharnieren, welche vergleichsweise groß ausfallen, erinnert er an einen Studio- oder DJ-Kopfhörer. Dabei lassen sich die Hörer-Bügel jeweils um etwa 3 cm ausziehen, hier kommen Metallstreben für eine bessere Stabilität zum Einsatz.

Auf den Hörerrückseiten gibt es eine schicke Rundschliff-Optik, jedoch kommen auch hier nur Kunststoffblenden zum Einsatz, kein Metall. Auf den Hörer-Halterungen darüber ist das OneOdio Logo abgedruckt.

OneOdio Fusion A70 Hoerer Blenden

Der verwendete Kunststoff an sich, welcher mich an das Material der TaoTronics Soundliberty 53 erinnert, ist nicht der hochwertigste, dem Preis aber entsprechend. Die Verarbeitung ist aber insgesamt gut, es gibt keinerlei Material- oder Produktionsfehler – gefällt mir!

Sound des OneOdio Fusion A70

Wie in den meisten günstigen Over-Ear Kopfhörern, kommt auch beim OneOdio Fusion A70 ein Ø 40 mm dynamischer Lautsprecher zum Einsatz. Im Test hat mir dieser im Rahmen des Preis-/ Leistungsverhältnisses ganz gut gefallen.

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Auffällig ist die relativ starke Betonung des Tieftons. Hier liegt die Stärke des günstigen Over-Ear Kopfhörers, je nach Musikrichtung könnte der Bass allerdings etwas zu dominant ausfallen, in diesem Fall schaffen leichte Modifikationen in den Equalizer-Einstellungen Abhilfe.

OneOdio Fusion A70 Design Hoerer

Der Mittelton gefällt mir hingegen gut, der Kopfhörer bringt Stimmen kraftvoll rüber und deckt in diesem Bereich ein großes Frequenzspektrum ab. In Richtung der höheren Frequenzen, im oberen Teil der Mitteltöne und im Hochton hat er jedoch wie die meisten günstigen Kopfhörer seine Schwächen.

Leider schafft es der OneOdio Fusion A70 nicht hohe Töne so präzise wiederzugeben. Gerade wenn hohe Töne in Kombination mit tiefen Tönen wiedergegeben werden, sind die Schwächen hörbar.

Insgesamt erinnert mich der Klang des OneOdio Fusion A70 an den Klang des TaoTronics SoundSurge 85, welcher jedoch einen etwas gedämpfteren Bass hat. Für seinen Preis ist die Klangqualität sicherlich in Ordnung. Der Fokus ist hier aber ganz klar auf die Konnektivität gesetzt.

Bedienung

Der OneOdio Fusion A70 ist mit insgesamt drei Bedienknöpfen ausgestattet, welche am rechten Hörer sitzen.

Knopf1x drückenlang drücken
MultifunktionsknopfPlay/Pause; Anrufe annehmen/beendenEin-/ Ausschalten
„Lauter“Lautstärke erhöhennächster Titel
„Leiser“Lautstärke verringernvorheriger Titel

Konnektivität

Hier kommen wir zum spannenden Teil des OneOdio Fusion A70! Dieser ist, wie eingangs bereits erwähnt, mit einem 3,5 mm Klinkeneingang und einem großen 6,3 mm Klinkeneingang ausgestattet. Die Besonderheit: schließt man an beide Eingänge ein Wiedergabemedium an, werden diese beide gleichzeitig auf dem Kopfhörer wiedergegeben. Außerdem kann der Kopfhörer auch ein Eingangssignal an ein zweites Wiedergabemedium – wie Kopfhörer oder Lautsprecher – weitergeben.

Das 3,5 mm zu 6,3 mm Klinkenkabel…

… kann eingerastet werden

Dies bringt im Test einige tolle Möglichkeiten mit sich. Beispielsweise kann so eine E-Gitarre oder ein Keyboard mit dem Kopfhörer verbunden werden und gleichzeitig kann man mit einem Handy oder ähnlichem ein Playback abspielen. Zum Üben halte ich dies für eine gute Sache, die mir bislang noch bei keinem China-Kopfhörer untergekommen ist.

Ist der Kopfhörer per Bluetooth verbunden, kann auch hier über den 6,3 mm Stecker ein zweites Audiosignal hinzugefügt oder weitergeleitet werden. Mit dem 3,5 mm Klinkenanschluss funktioniert dies im Bluetooth-Modus leider nicht. Auch bei Hinzunahme der drahtlosen Verbindung bleibt es also bei maximal zwei Signalen.

Apropos Bluetooth, bei dem verbauten Modul handelt es sich leider um ein älteres Bluetooth Modul mit 4.1 Standard. Schade, hier hätte OneOdio ruhig einen aktuelleren, stabileren Standard verwenden können! Im Test blieb die Verbindung unterdessen auf eine Reichweite von etwa 9 Metern stabil. Da der Kopfhörer meiner Meinung nach primär für die kabelgebundene Nutzung gedacht ist, ist es für mich okay, aber ausbaufähig.

Im Lieferumfang liegt ein gewöhnliches 3,5 mm Klinkenkabel und ein längeres 3,5 mm zu 6,3 mm Klinkenkabel bei. Für die meisten Anwendungsmöglichkeiten ist also kein weiteres Zubehör vonnöten – gefällt mir!

Akku

Im Inneren des OneOdio Fusion A70 ist ein 430 mAh großer Akku verbaut. Im Vergleich zu den meisten günstigen wireless Over-Ear Kopfhörern liegt die Kapazität etwas unter dem Durchschnitt. Da hier aber kein Active Noise Cancelling verbaut ist, wird im Alltag aber auch weniger Strom benötigt.

Im Test, bei einer Lautstärke von 50-70% konnte ich eine Akkulaufzeit von etwa 22 Stunden erreichen. Ein solider Wert meiner Meinung nach. Natürlich kann der Kopfhörer im Anschluss auch weiterhin kabelgebunden genutzt werden – ohne Akku!

Fazit

Der OneOdio Fusion A70 Bluetooth Kopfhörer reiht sich optisch und klanglich in die lange Liste von Amazon Mittelklasse Kopfhörern ein. Dabei verzichtet der Hersteller (zum Glück) auf ein mittelklassiges ANC, welches im Falle des Falles eh nur zu Werbezwecken gedient hätte. Auch in Sachen Bluetooth hält der Hersteller die Kosten gering und setzt auf ein bereits leicht angestaubtes 4.1-Modul.

OneOdio setzt mit dem Fusion A70 Kopfhörer voll auf kabelgebundene Konnektivität, welche dank der 3,5 mm + 6,3 mm Klinkenbuchse, welche gleichzeitig nutzbar sind, kreative Nutzungsmöglichkeiten erlaubt.

Gerade jetzt, wo wir alle viel zu Hause sind, könnte der OneOdio Fusion A70 eine gute Möglichkeit sein, um sein Instrument mit entsprechendem Playback zu üben, ohne das die Nachbarn einem aufs Dach steigen. Da ich selbst leider kein Musiker bin, interessiere ich mich dafür, ob ihr diesen Mehrwert genau so seht wie ich oder gibt es hier vielleicht sogar bessere Lösungen, die ich nicht kenne?

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Tim

Als Teil des China-Gadgets Team knipse ich seit 2015 die meisten Gadget-Fotos und bin immer auf der Suche nach günstigen, hochwertigen Audio-Alternativen.

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Kommentare (7)

  • Profilbild von t.T.
    26.04.20 um 22:57

    t.T.

    Hatte die in diesem braun-silber und ja, guter Klang, gute Akkulaufzeit, aber die Qualität ist einfach nur der billigste Mist. Da sehen die billigsten Silvercrest von Lidl hochwertiger aus. Hier in schwarz mag es nicht sofort auffallen, aber bei silber sind die billigsten Plastikteile absolut schlecht verarbeitet mit extremen Spaltmassen.
    Bei meinen war es sogar so, dass der USB-Stecker nicht auf Anhieb geladen hat und man nachdrücken musste. Bei dieser Aussicht und der sonstigen Verarbeitung sollte man die Finger davon lassen.
    Habe danach welche bestellt die sich Eksa S5 nennen, die waren sogar noch "billiger", mit Gutschein keine 17€. Bessere Akku-Laufzeit, USB-C Anschluss zum Laden und als Audiokabelverbindung und sogar das ANC ist brauchbar. Gut, nicht perfekt, aber für 17€? Die Baumschnittarbeiten hinterm Haus hats gut ausgeblendet. Dazu eine sehr gute Verarbeitung und ein Hardcase zum Verstauen und kein Beutel aus Lederimitat. Der einzige Nachteil, will man einen Titel vorskippen, dann wird es lauter. Kann ich bei diesem Preis jedoch auch mit leben.

  • Profilbild von Suaron
    26.04.20 um 23:23

    Suaron

    Tjo, nun boykottiere ich seit über 4 Jahren Amazon. Also ist Eure Seite für mich quasi gar nichts mehr Wert…

    • Profilbild von Tim
      27.04.20 um 14:44

      Tim CG-Team

      Hi Suaron ich will da ganz transparent zu dir sein. Das Ding ist wie folgt es gibt, gerade im Audio-Bereich kaum gute Alternativen in den China-Shops, die wenigen empfehlenswerten Lautsprecher und Audio-Gadgets in den China-Shops sind die von Xiaomi.

      Die gesamten anderen chinesischen Audio-Hersteller, die sich seit 2014/2015 zu ernsthaften Konkurrenten von den etablierten Herstellern gemausert haben, vertreiben ihre Waren fast ausschließlich über Amazon.

      – Aukey
      – TaoTronics
      – Soundcore/Anker
      – Tronsmart
      – Tribit
      – EarFun

      Davon gibt es lediglich Tronsmart bei Geekbuing. Der Rest wird wie gesagt per Amazon vertrieben. Allerdings haben auch einige Hersteller mittlerweile keine Lust mehr sich so stark von Amazon abhängig zu machen. Soundcore und Aukey betreiben daher mittlerweile auch eigene Web-Shops, die nach Deutschland, bzw. aus Deutschland versenden. Soundcore Produkte sind mitterweile sogar bei MediaMarkt und Saturn angekommen! ICh denke da solltest du Alternativen finden.

      Und ja wir bringen aktuell auch etwas mehr Sachen von Amazon, aber auch einfach aus dem Grund, weil aufgrund der aktuellen Situation der Versand direkt aus China Schwierigkeiten mit sich bringen kann, da ist Amazon einfach zuverlässiger. Ich verspreche dir, dass auch wieder bessere Zeiten kommen, bleib gesund!

      LG Tim

  • Profilbild von _Andreas_
    29.04.20 um 13:41

    _Andreas_

    Habe den Kopfhörer auch seit ca. einer Woche.
    In dieser Preiskategorie ist er meiner Meinung nach klanglich "nur" durchschnittlich, die Möglichkeit mit dem Shared Port ( auch über Bluetooth ) waren für mich ausschlaggebend

    Wir verwenden ihn um E-Gitarre zu spielen, und über den 2. Anschluss werden Samples mit eingespielt.

    Zusätzlich verwenden wir ihn, um über den Beamer mit einem FireTV Stick (Bluetooth) Filme zu schauen, mein ältester Sohn kann seinen Kopfhörer dann an den SharedPort anschließen.
    Gerade hier gefällt mir die Klangliche Abstimmung gut ( FireTV hat keinen Equilizer ) und um Musik zu hören, kann man die tiefen Töne/Bässe etwas Herunterregeln.

    Mit anderen Kopfhörern wäre in diesem Fall ein Angeben der tieferen Töne über einen FireTv Stick nicht möglich gewesen.

    Wichtige Info:
    Wenn man sich zwecks Garantieverlängerung bei OneOdio registriert, erhält man entweder 40% Rabatt auf den nächsten Einkauf, oder einen gratis OneOdio Studio Kopfhörer.
    Der Rest ist im Review gut und passend beschrieben

    • Profilbild von Tim
      04.05.20 um 12:55

      Tim CG-Team

      Hallo Andreas, danke für deinen Erfahrungsbericht! Freut mich, dass ich den Kopfhörer deiner Meinung nach passend bewertet habe, das freut mich sehr zu Hören 🙂 LG Tim

  • Profilbild von MrG
    30.04.20 um 09:25

    MrG

    Moinsen,
    ich überlege mir gerade, mir den Kopfhörer für meinen E-Bass anzuschaffen. Stellt sich nur noch die Frage: Kann ich das Aux Kabel direkt mit dem E-Bass verbinden oder benötige ich zusätzlich noch einen Verstärker? Weiß das jemand?

    • Profilbild von Tim
      04.05.20 um 12:57

      Tim CG-Team

      Dazu kann zumindest ich dir leider nichts sagen, vielleicht kann dir aber _Andreas_ was dazu sagen? Ob man nun E-Bass oder E-Gitarre anschließt sollte doch keinen großen Unterschied machen, oder?

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