Test

Proscenic P12 Akkusauger Test: Wie schlägt sich der Dyson Detect Klon?

Dieser China-Gadgets-Artikel ist schon über ein halbes Jahr alt. Es kann sein, dass der Preis inzwischen anders oder das Gadget ausverkauft ist. Hier geht es zu den aktuellsten Angeboten. Hole dir unsere App für Android oder iOS, um kein Gadget mehr zu verpassen.

Proscenic bringen einem verschiedenste Haushaltsgeräte, für oft vergleichbar kleines Geld. Der Proscenic P12 Akkusauger hat eine gute Reinigungsleistung, eine LED-Beleuchtung, welche Staub aufdeckt, und nutzt verhältnismäßig gute Materialien. Aber geht man hier doch vielleicht einen zu großen Kompromiss ein?

Proscenic P12 Akkusauger stehend

Lieferumfang

Im Lieferumfang des Proscenic P12 finden wir zwei Aufsätze, einer für Fugen und eine 2-in-1 Multibürste, einen weiteren Filter für die Staubkammer und eine mehrsprachige Anleitung.

Proscenic P12 Akkusauger Lieferumfang

Ebenso liegt eine Wandhalterung ohne die nötigen Schrauben zur Befestigung bei. Das Ladekabel, welches natürlich auch beiliegt, muss in der Halterung aber im manuell in den Akkusauger eingesteckt werden.

Proscenic P12 Akkusauger Zuebhör

Design und Verarbeitung

Der Proscenic P12 ist in Grau, Schwarz und Silber gehalten und spart sich großartig auffallende Akzentfarben. Einige Modelle haben mittlerweile eine bündig verlaufende Staubkammer, hier sitzt dieser unter der Saugöffnung. Mithilfe einer Klappe kann man diese so über dem Mülleimer entleeren.

Proscenic P12 Akkusauger Staubkammer Entriegelung

Günstige Akkusauger und gute Verarbeitung gehen meist nicht einher. Man muss dabei sagen, der P12 ist nicht auf dem Level von Dreame, Dyson oder Tineco, aber das ist hier eigentlich schon ganz in Ordnung. Der verwendete Kunststoff ist stabil und es knarzt auch nichts. Im Preissegment um die 150€ gibt es auch deutlich schlechter verarbeitete Modelle.

Display

Ein Bildschirm am Akkusauger ist ganz nett zu haben, da man so schnell einen Überblick über Akkustand, Saugleistung oder eventuelle Probleme hat. Wirklich gut ist es hier aber nicht. Man kann zwar erkennen, was angezeigt wird, jedoch sind einzelne Inhalte bei Lichteinfall schlecht ablesbar.

Proscenic P12 Akkusauger Display

Gleichzeitig finde ich die Positionierung hier schlecht gewählt, weil man beim Saugen gar nicht vernünftig draufschauen kann. Das wird noch dadurch verstärkt, dass unter dem Bildschirm ein Touchknopf zur Saugleistungsverstellung sitzt. So kann man nicht mal eben mit der Hand, mit der man den Akkusauger hält, die Leistung anpassen.

Dazu kommt dann noch, dass an unserem Gerät ein Teil des Bildschirms konstant „an“ bleibt. Hier fehlt vielleicht etwas die Sorgfalt bei der Qualitätssicherung.

Handhabung

Der Proscenic P12 ist kein Leichtgewicht, aber auch nicht besonders schwer. Er lässt sich leicht über den Boden bewegen und saugt sich auch nicht an Teppichen fest. So fällt das Reinigen nicht schwer.

Proscenic P12 Akkusauger Staub sichtbar

An der Front befinden sich drei grüne LED, die einen kleinen Kegel vor dem Akkusauger ausleuchten. Hiermit möchte man natürlich die Dyson Detect Funktion imitieren. Zwar wirkt das ganze ein wenig wie die DIY-Version der Dyson-Variante, aber man muss ihnen lassen, es funktioniert. Durch das Licht kann man auch bei Beleuchtung oder Sonnenlicht Verschmutzungen erkennen, die man sonst nicht gesehen hätte. Ein breiterer Lichtkegel wäre noch ideal gewesen, aber so erreicht man hier einen besseren Effekt, als ich erwartet hätte.

Proscenic P12 Akkusauger Walze

Bei der Walze spricht man von einer V-Walzenbürste, um die sich keine Haare verheddern können. In der Praxis hilft so eine Walze zwar, komplett vermeiden kann sie das Aufwickeln der Haare aber nicht. Dafür benötigt es dann schon eine Haarzerschneidung, wie es die Shunzao bzw. Osotek Modelle bieten.

Proscenic P12 Akkusauger in der Hand

Als ich den P12 das erste Mal ausgepackt habe, war ich etwas verwirrt, denn der Staubsauger hatte ungefähr die Höhe, die für jemanden mit 1,50 m gerade so geeignet wäre. Auf den zweiten Blick findet man dann aber schnell heraus, dass man hier ein ausfahrbares Saugrohr hat, womit der Akkusauger auf eine angenehmere Höhe kommt. Mit 1,90 m Körpergröße ist er aber auch schon wieder fast ein wenig zu tief, aber durchaus noch im Rahmen.

Leistung

Bei der Saugleistung gibt Proscenic 33.000 pa und 120 AW an. Damit sollte man hier eine durchaus starke Saugkraft bekommen, welche auch Teppiche reinigen kann. In unserem Härtetest auf einem Teppich bestehend aus verschiedenen Tierstreugranulaten und Sand, kann der Akkusauger ohne Probleme die kleinen und mittelgroßen Teile einsaugen. Bei den größeren und härteren Holzpellets verstopft er aber nach kurzer Zeit. In der Praxis wird er vermutlich seltener auf diese Menge größerer Verschmutzungen treffen. Damit hat er zwar seine Schwächen, jedoch konnte er den Teppich letztendlich sehr gründlich absaugen.

Auf der höchsten Stufe hält der Akku nur 6 Minuten durch. Die höchste Stufe ist aber auch nicht wirklich nötig und man kann so deutlich mehr Zeit aus dem Akku herausholen. An die 20 bis 30 Minuten sind da schon realistisch. Den oben abgesaugten Teppich habe ich zum Beispiel auf der zweiten Stufe gesaugt. Alternativ kann man aber auch zweiten Akku kaufen. Diesen gibt es bei Amazon und auf der Herstellerseite für rund 40€. Ein Blick in die Bewertungen bei Amazon offenbart einige Beschwerden über eine schnell schwindende Akkulaufzeit.

Proscenic P12 Akkusauger Akku in der Hand

Bei einem Akkusauger ist oft nicht die Frage, ob der Akku nachgibt, sondern wann er das tut. Fängt dies bereits unmittelbar nach dem Kauf an, ist das natürlich viel zu früh und ihr solltet das Gerät nicht behalten. Hier muss Proscenic vielleicht etwas mehr Mühe in die Qualitätssicherung stecken. Wie auch zum Beispiel beim Smartphone, ist es hier angeraten, den Akku nicht ewig auf voller Ladung am Netzteil zu lassen. Ein Problem bei unserem Gerät ist aber, dass ein Teil des Bildschirms auch nach dem Ausschalten an bleibt. So leert sich der Akku langsam aber stetig.

Fazit

Irgendwie dann doch noch irgendwo im positiven schafft Proscenic oft einen Spagat zwischen Schrott und gutem Einstiegsgerät. Sie sind keinesfalls in der Region von Herstellern wie Dyson oder Dreame, aber bieten dann doch mehr Leistung, als man glauben mag. Die Verarbeitungsqualität ist mittlerweile in Ordnung, jedoch scheint die Qualitätssicherung, besonders im Bereich des Akkus, nicht ganz konsequent zu sein. Der Bildschirm und die Saugkraftanpassung gefallen mir hier eher weniger, bei dem Preis kann man aber vielleicht darüber hinwegschauen. Besonders gut finde ich die grüne LED-Beleuchtung an der Front, von der hab ich viel weniger erwartet und sie bietet einen deutlichen Mehrwert.

  • Gute Saugleistung
  • Praktische grüne LED-Beleuchtung
  • Qualitätssicherung (Beschwerden bei Amazon / Displayschaden Testgerät)
  • Verstopft bei groben Schmutzteilen
  • Positionierung der Saugkraftverstellung suboptimal

Wer wirklich nur einen einfachen Staubsauger möchte und wirklich nicht mehr ausgeben kann oder will, der kann durchaus zum Proscenic P12 greifen. Macht euch aber bewusst, dass das hier wirklich den Einstiegsbereich darstellt und man nicht die Qualität und Leistung von Akkusaugern wie von Dyson & Co. erwarten kann. Den meisten würde ich also eher zum Sparen auf ein besseres Modell raten oder ihr wartet auf passende Angebote.

cf9bbf0692984a0991dc9a26a520c618 Hier geht's zum Gadget

Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Profilbild von Fabian

Fabian

Besonders interessieren mich Kopfhörer, aber auch alles rund um Computer & Laptops kann mich begeistern.

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Diese E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen.