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Redmi K90 Ultra: Das Gaming-Smartphone, das eigentlich gar kein Ultra ist

Redmi_K90_Ultra_Produktbild

Ihr hattet noch nicht genug Modelle aus der Redmi K90-Serie in eurem Leben? Sehr gut, denn Xiaomi bringt mit dem Redmi K90 Ultra jetzt doch noch eine weitere Ausführung auf den Markt. Hier legt man den vollen Fokus auf Gaming und stattet das Smartphone dafür mit einer aktiven Kühlung aus. Doch ein genauer Blick auf das Spec-Sheet zeigt schnell, dass der Name hier in die Irre führt. Ein starkes Upgrade für Gamer, das aber auch klare Kompromisse mit sich bringt.

Technische Daten des Redmi K90 Ultra

Display6,83″ AMOLED (flach), 2772 x 1280 px, bis zu 165 Hz (E-Sports)
ProzessorSnapdragon 8 Elite (bis zu 4,32 GHz, 3nm 2. Gen)
Kamera50 MP (Light Hunter 800, OIS) Hauptkamera, 8 MP Ultraweitwinkel
Frontkamera20 MP
Speicher256/512 GB
Arbeitsspeicher12/16 GB
Akku8.550 mAh, 100W Kabel, 22,5W Reverse Charging
FeaturesAktive Luftkühlung (Lüfter) + 6000 mm² Kühlpumpe, symmetrische Dual-Speaker (Dolby Atmos)
Konnektivität5G, Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC
BetriebssystemXiaomi HyperOS 3
Abmessungen / Gewicht162,91 x 77,93 x 8,18 mm / 227 g
FarbenSpace Silber, Sky Blau, Shadow Schwarz
Preis (UVP)ab ca. 387 Euro (China-UVP)

Eher ein Gaming-Max als ein echtes Ultra

Die Modellpolitik von Xiaomi ist mal wieder herrlich verwirrend. Das Redmi K90 Ultra ist im Grunde nämlich ein Redmi K90 Max, bei dem man den Prozessor ausgetauscht hat. Anstelle des MediaTek-Chips setzt man hier auf den Snapdragon 8 Elite, welcher mit bis zu 4,32 GHz taktet. Auf dem Papier ist das sogar ein leichter Rückschritt, denn im Antutu-Benchmark ist der Snapdragon etwa 12% langsamer als der Dimensity 9500 im Max-Modell. Für Gaming ist der Snapdragon aber schlichtweg besser optimiert, was ihn hier durchaus zur sinnvolleren Wahl macht.

Spannend wird es bei der Kühlung im Vergleich zum Pro Max, denn Xiaomi verbaut hier eine aktive Luftkühlung mit einem echten Lüfter. Das Pro Max hat zwar den nominell stärkeren Snapdragon 8 Elite Gen 5, wird aber nicht aktiv gekühlt. Dadurch kann es sein, dass das Ultra bei langen Gaming-Sessions die anhaltende Performance deutlich besser halten kann.

Redmi K90 Ultra Kühlung

165 Hertz AMOLED Display sorgt für den E-Sports-Fokus

Auf der Front sitzt ein flaches, 6,83″ großes AMOLED Display, welches mit 2772 x 1280 Pixeln ordentlich scharf auflöst. Für den entscheidenden Gaming-Vorteil schraubt man die Bildwiederholrate auf satte 165 Hz hoch, was für reaktionsschnelle E-Sports-Titel sicherlich ein echtes Highlight ist. Die Helligkeit gibt man mit einem Spitzenwert von 3500 nits an, wobei das natürlich auch nur der absolute Peak-Wert bei HDR-Inhalten ist.

Redmi K90 Ultra Display

Apropos HDR, hier werden Dolby Vision und HDR10+ vollumfänglich unterstützt. Wer schnelle Finger hat, freut sich beim Zocken über die 3500 Hz an maximaler Touch-Abtastrate und die 480 Hz Multi-Touch-Erkennung.

Riesiger 8550 mAh Akku und schnelles Laden

Im Inneren steckt ein absolutes Monster von einem Akku, dessen Kapazität bei gewaltigen 8550 mAh liegt und somit für ausgedehnte Gaming-Sessions locker reichen sollte. Geladen wird zügig mit 100W per Kabel und auch das Reverse Charging mit 22,5W ist durchaus praktisch, um mal eben Zubehör wie Kopfhörer aufzuladen.

Redmi K90 Ultra Akku

Ein Manko gibt es dann aber doch, denn auf kabelloses Laden muss man hier leider verzichten. Trotz des riesigen Stromspeichers und der aufwendigen Kühlung bleiben die Abmessungen mit 162,91 x 77,93 x 8,18 mm noch halbwegs im Rahmen und das Gewicht von 227 g ist für diese wuchtige Ausstattung eigentlich völlig in Ordnung.

Kamera, Software & Anschlüsse: Solide, aber nicht überragend

Beim Kamera-Setup merkt man dann endgültig, dass der Fokus hier nicht auf der Fotografie liegt. Die 50 MP Hauptkamera mit dem Light Hunter 800 Sensor und optischer Bildstabilisierung geht absolut in Ordnung und knipst sicherlich solide Bilder, aber als Zusatz gibt es auf der Rückseite eigentlich nur noch eine simple 8 MP Ultraweitwinkel-Kamera. Da bietet selbst das normale K90 definitiv das spannendere Setup. Auf der Front sitzt zudem eine 20 MP Selfie-Kamera.

Redmi K90 Ultra Gaming

Bei den Anschlüssen und der Konnektivität lässt man sich dafür nicht lumpen, weshalb hier Wi-Fi 7, Bluetooth 5.4, NFC und natürlich 5G mit an Bord sind. Als Betriebssystem kommt direkt Xiaomi HyperOS 3 zum Einsatz. Den Sound liefern symmetrische Dual-Speaker mit Dolby Atmos, was beim Zocken ohne Headset sicherlich von Vorteil ist. Wirklich beeindruckend ist die weitreichende Gehäuseabdichtung trotz Lüfter, denn das Smartphone ist nach IP66, IP68 und sogar IP69 gegen Staub und Wasser geschützt.

Ein Gaming-Spezialist, der es bei uns schwer haben wird

Xiaomi und seine Modell-Serien sind schon immer verwirrend gewesen, aber selten so stark wie in diesem Fall. Das Redmi K90 Ultra ist eben nicht das absolute Nonplus-Ultra der gesamten Reihe, sondern ein knallhart auf Gaming fokussiertes Gerät mit klaren Abstrichen bei der Kamera. Wer den Allround-Champion sucht, greift besser direkt zum Pro Max Modell, welches ja auch bereits als Poco F8 Ultra bei uns erschienen ist.

Preislich liegen wir in China beim K90 Ultra umgerechnet bei circa 387€ für die Variante mit 12 GB RAM und 256 GB Speicher, was angesichts der Specs schon ein starker Deal für Gamer ist. Das Max-Modell kostet 413€, während man für das Pro Max 542€ auf den Tisch legen muss. Ob das K90 Ultra jemals offiziell hier in Deutschland erscheint, steht allerdings in den Sternen. Das K90 Max hat es bisher nicht zu uns geschafft und der reine Gaming-Fokus zieht auf dem asiatischen Markt halt einfach deutlich besser.

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Fabian

Als Experte für Saugroboter teste ich für China-Gadgets unzählige Modelle auf Herz und Nieren und bin zudem regelmäßig in unserem Podcast "Technisch Gesehen" zu hören. Meine private Leidenschaft gilt neben den smarten Haushaltshelfern vor allem Kopfhörern, Monitoren und PCs.

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Kommentare (1)

  • Profilbild von FaB
    0 # 30.06.26 um 20:13

    FaB Gadget-Nerd

    Bei der Menge an Modellen ist es kein Wunder dass Xiaomi mit Updates nicht mehr folgen kann.

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