Test

Trifo Ollie Saugroboter mit Objekterkennung & 3000 pa Saugkraft für 255€ bei Amazon

Der Trifo Ollie möchte nicht nur euer Zuhause reinigen, sondern auch der beste Freund eures Haustiers werden. Man verspricht viel Saugkraft, um auch Fell zuverlässig einsaugen zu können, eine Objekterkennung und einen eingebauten Lufterfrischer.

Trifo Ollie Saugroboter auf dem Teppich

Technische Daten

Trifo Ollie
Saugkraft3000 pa (4000 pa Pet-Edition)
NavigationKamera + TOF-Sensor
AppTrifo Home (Android | iOS)
Lautstärkebis zu 82 dB mit aufsteigender Saugstufe
Akku5200 mAh
Staubkammer/Wassertank600 ml
Arbeitszeit2 Stunden
Maße35 x 35 x 8,5 cm
Steigungen2 cm
Features
  • Mapping mit Kartenspeicherung
  • selektive Raumeinteilung
  • No-Go-Zonen und Zoned Cleanup
  • Fortgesetzte Reinigung
  • Teppicherkennung (erhöht Saugkraft)
  • Laserpointer & Lufterfrischer
  • Kameraüberwachungsfunktion
  • Google Assistant & Amazon Alexa Unterstützung

Lieferumfang

Im Karton des Trifo Ollie finden wir neben dem Saugroboter und seiner Ladestation noch einige weitere Inhalte. Da wären in der Pet-Edition ein Laserpointer, welchen man am Saugroboter befestigen kann, aber auch drei Packungen des Lufterfrischers.

Trifo Ollie Saugroboter Lieferumfang

Dann liegt noch ein Tierhaaraufsatz bei, den man durch die normale Bürste ersetzen kann. So können Tierhaare direkt aufgesaugt werden und es gibt keine Möglichkeit, dass diese sich verheddern.

Design & Verarbeitung

Recht typisch haben wir hier einen kreisrunden Saugroboter. Auf der Oberseite finden wir einen goldenen Deckel, in Form eines abgerundeten Dreiecks. Im Deckel eingelassen sind zwei Tasten, um den Saugroboter zu starten oder zur Ladestation zurückzuschicken. Darunter befindet sich die Staubkammer. Über Design kann man streiten, hier kamen aber einige Kollegen im Flur auf mich zu und meinten, dass der Saugroboter ganz schick sei. Anscheinend trifft Trifo hier den Geschmack von einigen.

Trifo Ollie Saugroboter in der Station

Bei der Verarbeitung kann man jetzt nicht meckern, ich habe jetzt aber auch nicht das Gefühl einen Premium-Saugroboter vor mir zu haben. Dennoch ist er stabil und hält auch Zusammenstößen mit Möbeln gut stand.

Navigation & Sensorik

Trifo setzt bei ihren Saugrobotern ausschließlich auf ein Kamera-System mit einem TOF-Sensor an der Front. Dadurch ist eine Objekterkennung direkt mit vorhanden, der Saugroboter ist allgemein tiefer, aber man verliert auch den zuverlässigen Laserturm. Zusätzlich gibt es an der Unterseite Sensoren, die Teppiche und Abgründe erkennen, sodass die Saugkraft auf Teppichen gesteigert werden kann und der Saugroboter sich nicht die Treppe hinunterstürzt.

Trifo Ollie Saugroboter Frontsensoren
Die frontgerichtete Navigation vom Trifo Ollie.

Eine Navigation ausschließlich über die nach vorne gerichteten Sensoren funktioniert wie bei jedem Modell, welches darauf setzt, es fehlt aber die gewohnte Sicherheit eines Saugroboters mit Laser-Raumvermessung. So war der erste Durchlauf erfolgreich und der Sauger hat seinen Weg durch unser Büro gefunden. Manchmal fuhr er aus seiner Station und musste sich anschließend neu positionieren, ohne dass sich die Position der Station geändert hat. Auf Nachfrage gibt Trifo an, dass man so überprüft, ob sich die Station nicht bewegt hat. Sinnvoll, es wäre aber praktisch, wenn der Vorgang schneller gehen würde.

Auch mit manchen Beinen von Möbeln hatte er Schwierigkeiten und brauchte ungewöhnlich lange, um diese zu umfahren. Hier nutzt der Saugroboter seinen Kontaktbumper um näher heranzukommen und braucht deshalb länger.

Der merkwürdigste Aussetzer war aber seine Wegfindung zurück zur Station. Manchmal, wenn man die Reinigung frühzeitig beendet, fährt er nicht wirklich zur Station zurück, sondern wirkt wie ein Betrunkener auf dem Weg zurück nach Hause. Er fährt in die komplett andere Richtung, dreht sich im Kreis oder dockt nicht richtig an. Zwar fand er letztendlich immer wieder zurück, aber kurios ist das Ganze schon. Ein Grund dafür könnte eine unvollständige Karte sein, die bei unserem Büro wegen vieler Glastüren und Wänden entstanden ist. Habt ihr also eine komplett zugängliche Umgebung, tritt dieser Fehler vermutlich nicht auf.

Trifo Ollie Saugroboter Tiefe

Die Objekterkennung ist in Ordnung, liefert aber auch keine großen Überraschungen. Mittelgroße bis kleine Objekte werden umfahren, bei Kabeln sieht es aber wie gewohnt er schlecht aus. Für den Preisbereich aber auch eher ungewöhnlich zahlt man doch meist mehr für eine Objekterkennung.

Reinigung

In der normalen Version soll der Trifo Ollie 3000 pa Saugkraft bieten, während die Pet-Version nochmal 1000 pa Saugkraft drauflegt. Man muss dem Ollie auf jeden Fall lassen, dass er ordentlich Leistung hat. Auch einen verschmutzten Teppich reinigte er gut, wenn auch die Wegfindung im ersten Durchgang einige Stellen ausließ.

Das ist in diesem Fall aber eher der Auswahl der Zone geschuldet und funktioniert im automatischen Reinigungsmodus besser. Typischerweise ist bei guter Teppichreinigung bei Hartböden die Reinigung sehr gut und dem ist hier auch so.

Trifo Ollie Saugroboter zweiter Durchgang
Zweiter Durchgang

Es ist zwar super, dass die Saugleistung hier sehr hoch ist, jedoch trifft das auch auf die Lautstärke zu. Auf maximaler Stufe kann ich wirklich keinem empfehlen, bei der Reinigung anwesend zu sein. Mit etwas über 80 db ist er wirklich laut, jedoch macht es die Klangfarbe nochmal schlimmer. Man hört einen recht hohen Ton, den ich als sehr störend empfand. Bei Verringerung der Saugleistung ist es im Rahmen, aber auch im Turbomodus finde ich ihn recht unangenehm. Dafür mitverantwortlich soll laut Trifo ein Lüfter zur Kühlung sein, hier sollte man nächstes Mal ein leises Modell wählen.

Mit der Pet-Version bekommt man auch einen zusätzlichen Tierhaaraufsatz. Dieser ersetzt die Walze an der Unterseite und ist quasi ein direkter Saugschacht. Dadurch wickeln sich keine Haare oder Fell um die Bürste, man kann aber auch nicht so gründlich reinigen wie mit Bürste. Hier muss man also abwägen, welcher Aufsatz zum eigenen Haushalt passt.

Trifo Ollie Saugroboter Tierhaaraufsatz

Nicht vorhanden hingegen ist eine Wischfunktion. Normalerweise gäbe es jetzt noch einen simplen Wischaufsatz mit elektronischer Wasseranpassung. Den spart man sich hier, was auch nicht weiter schlimm ist. Wer wirklich seinen Boden gewischt haben will, sollte in einen Saugroboter mit Vibrationswischfunktion oder rotierenden Wischmopps investieren.

Kartenerstellung & App

Zur Einbindung in die App nutzt man eine sehr eigene Form. Man bekommt auf der App einen QR-Code angezeigt, den man dann vor die Kamera des Saugroboters halten soll. Die App dimmt dann den Bildschirm, wodurch auf meinem OnePlus 8T es nicht möglich war den QR-Code zu lesen. Laut Trifo soll dies die Überbelichtung verhindern, in meinem Fall funktioniert es so halt gar nicht. Ich musste stattdessen einen Screenshot der App vor den Saugroboter halten.

Die Kartenerstellung funktionierte gut und die Map ist besser als ich gedacht habe, da ohne Laservermessung hier oft Präzision fehlt. Hier teilt die App eure Karte in verschiedene Räume ein, lässt euch diese aber nicht selber anpassen. In unserem Büro hat der Roboter zum Beispiel den Flur wahllos in Räume eingeteilt, was natürlich nicht hilfreich ist. In einer Wohnung oder einem Haus kann es vielleicht besser funktionieren, jedoch wird es immer Stellen geben, wo man ausbessern will.

Ebenso ist die Anpassung der Karte wirklich nicht optimal gelöst. Es ist nicht möglich reinzuzoomen, weshalb die Erstellung einer No-Go-Zone oder einem Saugbereich je nach Karte schwierig ist.

Trifo Ollie Saugroboter Video
Auch bei Abwesenheit alles im Blick!

Über die Kamera realisiert Trifo auch eine Überwachungsfunktion. Diese könnt ihr wie beim Zeitplan für die Reinigung konfigurieren und so bei eurer Abwesenheit Bewegungen in eurem Zuhause protokollieren lassen. Auch könnt ihr live ein Video starten, dies funktioniert jedoch nur während ein Reinigungsvorgang läuft.

Zusatzfunktionen

In der Pet-Edition gibt es dann auch noch den Zusatz eines Laserpointers und Lufterfrischers. Den Laserpointer kann man an der Seite des Saugroboters befestigen und soll dann euer Haustier unterhalten. Ich bin jetzt kein Tierexperte, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass es sicher ist einen Laserpointer unbeaufsichtigt durch die eigene Wohnung fahren zu lassen. Es ist zwar ein schwacher Laserpointer, aber auch diese können Schäden an Augen von Mensch und Tier verursachen. Ich kann euch also nicht empfehlen, diesen zu nutzen.

Trifo Ollie Laserpointer

Im Karton finden wir dann drei kleine Tüten mit jeweils einem Lufterfrischerstick drin. Hier gibt man keine Erklärung wo und wie man diesen einsetzen soll und ich hab ihn Testweise einfach zwischen Luftausgang und Staubkammer geklemmt. Dann wird der Zitronengeruch in der Wohnung verteilt. Wenn man sowas mag sicherlich ein nettes extra, aber in der Theorie auch bei jedem anderen Saugroboter umsetzbar. Eine Möglichkeit diese von Trifo nachzukaufen gibt es ebenfalls nicht.

Fazit

Der Trifo Ollie hinterlässt bei mir einen gemischten Eindruck. Seine Reinigungsleistung ist echt gut und beim Teppich hat er mich sogar etwas überrascht. Wegen seiner Navigation über eine Kamera und einem ToF-Sensor kann er unter Möbelstücke, wo ein Saugroboter mit Laserturm nicht hinkönnte, man verliert aber die Sicherheit und Zuverlässigkeit dieser Technik. Die Lautstärke ist aber wirklich etwas, was man beachten muss. Hier würde ich den Saugroboter nur in Abwesenheit von Mensch und Tier auf den hohen Saugstufen saugen lassen. Der Laserpointer und die Lufterfrischer sind Gimmicks, wo beim ersteren die Sicherheit nicht gewährleistet ist.

Es ist ein Kompromiss, den man mit dem Trifo Ollie eingeht. Die Stärken liegen hier in der Objekterkennung und der Reinigungsleistung bei Betrachtung des Preissegments. Sind diese Features euch besonders wichtig, ist der Trifo Ollie ein Kandidat für die engere Auswahl.

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Fabian

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