Keramik 3D-Drucker Tronxy Moore 2 Pro: Auf den Ton kommt es an

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Ein 3D-Drucker, mit dem ihr quasi töpfern könnt? Ja, so etwas gibt’s. Und zwar den Tronxy Moore 2 Pro, mit dem ihr Ton verarbeiten könnt. Wie das Ganze funktioniert und was damit konkret möglich ist, schauen wir uns nun einmal genauer an.

Moore 2 PRO 3D Printer D 02

Technisches: mal anders

Hersteller | ModellTronxy | Moore 2 Pro
DrucktechnologieLiquid Flow Stacked Molding (LDM)
Fördereinheitelektr. Putter
Druckgeschwindigkeitmax. 40 mm/s (20 mm/s empfohlen)
Bauraum255 x 255 x 260 [mm]
Druckdicke0,3-3 mm
Düsengröße1 – 3 mm
Materialien (flüssig)Ton, Porzellan (max. 500 ml)
KonnektivitätUSB-Kabel, microSD
Features
  • Touchscreen
  • 32-Bit-Board
  • OSG Linearschienen
  • Powerloss-Recovery
Gesamtmaß | Gewicht410 mm x 414 mm x 510 mm | 15 kg

Lieferumfang: interessant

Im Lieferumfang befindet sich der Moore 2 Pro genauso wie der Druckkopf, der Feeder bzw. die Transmissionseinheit und der Zuführschlauch inkl. 2 Pushfits. Gleich zwei Fiberglas-Boards werden als Druckbettauflagen mitgeliefert. Ein Kaltgerätekabel ist natürlich auch dabei.

Moore 2 PRO 3D Printer 03

Neben Schrauben, Werkzeug und MicroSD inkl. Adapter gibt es dazu einen Materialhalter mit zwei Materialröhren. Die könnt ihr dann auch gleich mit den mitgelieferten 2 kg Keramikschlamm befeuern und euch dafür eine von insgesamt 12 mitgelieferten Düsen aussuchen.

Moore 2 PRO 3D Printer D 06

Design: üblich?

Äußerlich sieht der in weiß gehaltene Tronxy Moore 2 Pro mit seinem praktischen Tragegriff auf den ersten Blick aus wie viele andere i3-basierte 3D-Drucker: Es gibt eine Basis, auf der ein Rahmen inklusive X-Achse (und Riemenspanner) verschraubt ist. OSG Linearschienen finden sich auf allen Achsen.

Moore 2 PRO 3D Printer 01

Die Maße betragen 410 x 414 x 510 mm bei 15 kg Gewicht. Weitere typische Merkmale sind etwa das Touchdisplay an der Front oder die Levelräder unterhalb des Druckbettes. Letzteres misst 255 x 255 mm. Modelle können bis zu einer Höhe von 260 mm gedruckt werden. An der rechten Seite der Basis befinden sich ein MicroSD-Slot, ein USB-A- und ein USB-B-Anschluss. Das war es dann auch schon mit den „üblichen“ Designelementen. Ins Auge stechen hier nämlich das Zuführsystem an der Seite und der doch deutlich anders aussehende Druckkopf.

Moore 2 PRO 3D Printer 06

Funktionsweise: simpel

Der Tronxy Moore 2 Pro wird manuell gelevelt. Dann nutzt man eine Art überdimensionale Spritze, mit der man den Tonschlamm aufzieht, um ihn dann passgerecht in eine der beiden Materialröhren zu bringen, welche dann in den Materialhalter an der Seite eingesetzt wird. Mithilfe eines Nema-Motors wird dann der Tonschlamm nach vorne in den Schlauch Richtung Druckkopf gepresst. Daraufhin entsteht Schicht für Schicht mit einer Druckdicke wahlweise zwischen 0,3-3 mm das 3D-Modell.

Moore 2 PRO 3D Printer 07

Geduld solltet ihr dabei definitiv an den Tag legen, sollen sich die besten Ergebnisse doch mit 40 mm/s oder darunter erzielen lassen. Sollte der Strom währenddessen wegbleiben, nimmt der Drucker dank Powerloss-Recovery-Funktion den Druckvorgang wieder auf, sobald er wieder bestromt wird. Normalerweise müsste man das fertige Produkt aus Ton im Anschluss brennen. Das Aushärten soll aber zumindest beim mitgelieferten Ton wohl ähnlich wie bei einer bekannten Modelliermasse im Backofen bei 110°C funktionieren.

Moore 2 PRO 3D Printer D 04

Einschätzung: spaßige Drecksarbeit

Töpfern 2.0. Den Eindruck macht das Werkeln mit dem Tronxy Moore 2 Pro auf mich. Spaßig ist die Drecksarbeit – wir hantieren hier mit Schlamm – sicherlich alle Male. Ich frage mich aber, ob und inwieweit die Druckergebnisse dabei taugen, zumal das System nicht ganz kostengünstig ist. Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob einer von euch im Hinblick auf das Drucken mit Ton(ähnlichen)Materialien schon Erfahrungen hat und uns hier einmal genauer aufklären kann. Eines weiß ich aber jetzt schon: Herkömmliche FDM-3D-Drucker werden bei mir wohl weiterhin den Ton angeben.

68eaa21b248243d9831b44d36ff962be Hier geht's zum Gadget

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (1)

  • Profilbild von laudry
    # 16.07.23 um 10:08

    laudry

    den Preis von 44$/kg beim Verbrauchsmaterial kann ruhig erwähnt werden.

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