News

Steam Machine schockt beim Preis und enttäuscht in Benchmarks – Schwerer Start für Valves Konsole

Steam_Machine_mit_Controller

Valve bringt endlich seine lang erwartete Konsole, die Steam Machine, auf den Markt. Die kompakte Box kann ab dieser Woche vorbestellt werden; erste Testberichte bescheinigen ihr aber eine nur mäßige Leistung. Außerdem fallen die Preise, wie von vielen befürchtet, deutlich höher aus als ursprünglich angenommen.

  • Steam Machine bei Valve
    • 512 GB ohne Controller für 1039€
    • 512 GB mit Controller für 1108€
    • 2 TB ohne Controller für 1359€
    • 2 TB mit Controller für 1428€

Technische Daten

CPUModifizierter AMD Zen 4 mit 6 Cores/12 Threads
Bis zu 4,8 GHz, 30 W TDP
GPUModifizierter AMD RDNA 3 mit 28 CUs
2,45 GHz maximale Taktfrequenz, 110 W TDP
RAM16 GB DDR5 + 8 GB GDDR6 VRAM
Speicher512 GB NVMe-SSD
oder
2 TB NVMe-SSD
AnschlüsseDisplayPort 1.4 (Unterstützt HDR, FreeSync und Daisy Chain)
HDMI 2.0 (Unterstützt HDR, FreeSync und CEC)
2 USB-A 3.2 Gen 1-Anschlüsse vorne
2 USB-A 2.0‑Anschlüsse hinten
1 USB-C 3.2 Gen 2-Anschluss hinten
BetriebssystemSteamOS 3 (auf Basis von Arch)
Maße15,2 x 16,24 x 15,6 cm
Gewicht2,6 kg

Hat sich das Warten gelohnt?

Wie Leaks bereits nahelegten erschienen in dieser Woche erste Testberichte zur angekündigten Steam Machine. Gleichzeitig listet Valve den Hybrid aus Konsole und Gaming-PC auf der eigenen Webseite zur Vorbestellung und gibt auch die offiziellen Preise bekannt. Da wir nun sowohl erste Erfahrungsberichte haben und wissen, was man für die Steam Machine ausgeben muss, kann man sich einen guten, ersten Eindruck verschaffen. Die große Frage, die alle beschäftigt: Lohnt sich die maximal mittelmäßige Hardware zum mittlerweile stark gestiegenen Preis noch?

Preise, die vielen die Sprache verschlagen

Schaut man in die Kommentarspalten online, ist die häufigste Reaktion, dass Nutzer die Preise schlicht für überteuert halten. Die Basisversion der Steam Machine mit 512 GB (und wohlgemerkt ohne Controller) kostet 1039€, damit knackt selbst das günstigste Modell die Tausend-Euro-Marke. Die 2-TB-Version liegt sogar bei 1359€ und mit Steam Controller zahlt man bei beiden Modellen nochmal 69 Euro dazu.

Steam Machine Preise bei Valve

Dass die Preise so hoch ausfallen, liegt natürlich auch an den gestiegenen Kosten für Speicher, was wiederum am anhaltenden KI-Boom liegt. Kurz nach der Ankündigung der Steam Machine stiegen die Preise für viele Komponenten teils um mehrere hundert Prozent. Wer sich aktuell selbst einen Gaming-Rechner zusammenstellen will, merkt das. Valve hat angedeutet, dass man wohl lieber bei 800 Euro gestartet wäre, den Preis aber nun anpassen musste. Das deckt sich damit, dass auch das Steam Deck, der Handheld-PC des Herstellers, vor wenigen Wochen über 200 Euro teurer geworden ist.

Ernüchternde Benchmarks

Die Hardware im Innern der Steam Machine war bereits lange bekannt. Viele verorten sie leistungstechnisch auf der Höhe einer Playstation 5 – oder leicht darunter. Entsprechend schneidet Valves Mini-PC in Benchmark-Tests ab. In kaum einem aktuellen und grafisch halbwegs anspruchsvollen Titel werden 60 fps bei UHD-Auflösung erreicht. Teils liegen die Werte sogar deutlich darunter und selbst in WQHD sieht es nicht viel besser aus.

Zwar gibt es Ausnahmen und allgemeingültige Aussagen lassen sich nicht für alle Spiele treffen. Es ist aber bereits klar, dass Spielen auf hohen Einstellungen bei aktuellen Titeln schlicht nicht möglich sein wird. Mittlere Einstellungen bei WQHD ist vermutlich der Go-To-Standard, wobei man auch hier lieber mit 30 fps zufrieden sein sollte, als auf 60 fps zu hoffen, glaubt man den Benchmark-Ergebnissen vieler Tester. Ein Update auf FSR 4 ist angeblich in Aussicht gestellt und könnte an einigen Stellen nochmal minimal nachbessern.

Klar ist aber auch: Nachrüsten kann man das System nicht oder nur mit Aufwand. Vor allem die 8 GB VRAM sind jetzt schon wenig und selbst, wenn man möchte, kann man hier nicht einfach in einem Jahr nochmal Geld in die Hand nehmen und upgraden. RAM und SSD sind theoretisch aufrüstbar, aber ein Knackpunkt dürfte die GPU bleiben.

Kleiner Würfel, große Steam-Bibliothek

Die Vorteile der Steam Machine liegen in ihrer Größe und der Einfachheit der Inbetriebnahme und Nutzung. So wird sie von Valve auch vermarktet. Ob die Zielgruppe, die genau danach sucht, aber angesichts der Preise noch groß genug ist, wird sich zeigen müssen.

Valve Steam Machine 2026 2

Was man nicht abstreiten kann, ist, dass Valve mit der Kompaktheit der Konsole ein kleiner Kunstgriff gelungen ist. In einen „Würfel“ von knapp 16 cm Kantenlänge kriegen selbst die meisten Bastler keine vergleichbare Hardware verstaut. Damit passt sie in jedes Regal und auf jede TV-Bank. Hinzu kommen der anpassbare LED-Streifen und die austauschbare Front, die ein gewisses Maß an persönlicher Anpassung ermöglichen, wenn man darauf denn Wert legt.

Dass auf dem Gerät Steam OS läuft, überrascht natürlich nicht. Wer bereits eine ausgiebige Steam-Bibliothek besitzt, kann hier einfach direkt auf alle Titel zugreifen. Außerdem profitiert man von Valves regelmäßigen Sales, wodurch man bei Spielen oft nur einen Bruchteil des eigentlichen Preises zahlt, wenn man etwas Geduld mitbringt.

Man möchte gezielt die Gamer ansprechen, die die Einfachheit einer Konsole wünschen (kaufen – anschließen – losspielen) und gleichzeitig die Vorteile eines PCs – oder zumindest der Plattform Steam. Dass man sich nicht über die einzelnen Hardware-Komponenten Gedanken machen muss, ist für viele eben auch ein großer Vorteil.

Start mit Lotterie für Vorbestellungen

Erhältlich ist die Steam Machine exklusiv beim Hersteller Valve. Bis zum 25. Juni kann man sich auf der Webseite eintragen, dafür ist ein Steam-Account notwendig. Am Stichtag kommen dann alle eingetragenen Accounts in eine Lostrommel und es wird ermittelt, wer zum Marktstart eine der Konsolen bestellen kann und wer vorerst auf eine Warteliste kommt.

Steam Machine Vorbestellung

Insgesamt bleibt festzuhalten, dass eigentlich nichts am Launch der Steam Machine wirklich überrascht. Wir kannten die Hardware und wussten, dass sie nicht mit einem neuen Gaming-PC und gerade so mit der aktuellen Konsolengeneration mithalten kann. Wir wussten, dass sie aufgrund der Speicherkrise teurer werden würde – nur nicht, um wieviel. Und man konnte auch annehmen, dass die Nachfrage zu Start trotzdem hoch sein wird. Die Warteschlange ab dem 25. Juni dürfte wohl trotz allem voll sein.

Dennoch bleibt festzuhalten, dass die Steam Machine zu diesen Konditionen wohl nicht die Revolution wird, die sich viele erhofft haben. Mindestens 1000 Euro für die Leistung einer Playstation und ohne die Möglichkeit der Aufrüstung wird viele PC-Spieler abschrecken. Allen anderen reicht alleine der Preis, um sich die Anschaffung nochmal gut zu überlegen.

Kauf ihr euch die Steam Machine?

Quellen:

85984a0fd41b40b98a0d8328eddc576b Hier geht's zum Gadget

Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, erhalten wir oftmals eine kleine Provision als Vergütung. Für dich entstehen dabei keinerlei Mehrkosten und dir bleibt frei wo du bestellst. Diese Provisionen haben in keinem Fall Auswirkung auf unsere Beiträge. Zu den Partnerprogrammen und Partnerschaften gehört unter anderem eBay und das Amazon PartnerNet. Als Amazon-Partner verdienen wir an qualifizierten Verkäufen.

Profilbild von Jens

Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Diese E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen. Halte dich für ein wertschätzendes Miteinander an unsere Community-Guidelines.