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DESGEO Aquarium: Weiteres smartes Aquarium aus dem Xiaomi-Universum

Nachdem wir bereits über das Xiaomi Aquarium vor ein paar Jahren geschrieben haben, scheint es nun ein neues Modell aus dem Xiaomi-Universum zu geben, welche zunächst über die hauseigene Crowdfundingplattform gepusht wurde, jetzt aber auch unter entsprechender Untermarke (DESGEO) bei AliExpress zu finden ist.

DESGEO Aquarium Beitragsbild

Design & Material – Alles in einem Guss

Optisch bleibt sich Xiaomi bzw. die Partnermarke DESGEO treu: Clean, weiß und minimalistisch – gegensätzlich zum ersten Aquarium. Das Smart Aquarium M1 (Modell HF01B) setzt auf ein Gehäuse aus robustem ABS-Kunststoff und – was Aquarianer freuen dürfte – auf UHA-Glas. Dieses „ultra-klare“ Glas soll eine besonders hohe Lichtdurchlässigkeit bieten, damit die Farben der Fische und Pflanzen ohne Grünstich zur Geltung kommen.

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Mit Abmessungen, die es klar als Desktop-Aquarium positionieren (44,6 x 24,6 x 31,8 cm), ist es nur für eine sehr begrenzte Anzahl kleiner Fische oder für Garnelen geeignet. Beliebte Arten wie Goldfische oder auch viele Zierfische benötigen deutlich mehr Platz, um artgerecht gehalten zu werden. Das „All-in-One“-System stößt hier also sehr schnell an seine biologischen Grenzen und ist eher als stylisches Garnelen-Becken oder für die Haltung von Nano-Fischen zu sehen.

Xiaomi DESGEO Aquarium Dimensionen

Das Aquarium zieht bis zu 24W und wird über ein 12V-Netzteil betrieben. Die AliExpress-Angebote kommen oft mit einem chinesischen Flachstecker. Ein passender Adapter liegt zwar oft bei, schöner wäre aber natürlich ein direktes EU-Netzteil. Wir empfehlen generell diese Adapter gegen beständigere auszutauschen.

Ein halbes Jahr Ruhe dank Filtersystem?

Das Herzstück ist die 5-stufige Rückenfiltration. DESGEO wirbt mutig mit einem „halbjährigen wasserwechselfreien System“. Aber Vorsicht: Auch wenn die Technik viel wegfiltert, ist ein kompletter Verzicht auf Wasserpflege bei 20 Litern biologisch immer ein gewagtes Versprechen. Die verbaute Tauchpumpe ist laut Hersteller eine Eigenentwicklung und besonders schlank, um im Becken kaum aufzufallen.

Xiaomi DESGEO Aquarium Filtersystem e1771517087149

Smarte Features: Füttern per App (mit einem Haken)

Wie es sich für ein Gadget aus dem Xiaomi-Ökosystem gehört, ist das Aquarium WLAN-fähig (2,4 GHz) und muss über Homeland China installiert werden. Über die Mi Home App könnt ihr dann aber einige smarte Funktionen nutzen.

Xiaomi DESGEO Aquarium Standbeine e1771517113835

Es lässt sich zum Beispiel über die Lichtsteuerung das Vollspektrum-Beleuchtungssystem mit 16 Millionen Farben anpassen.

Xiaomi DESGEO Aquarium automatische Fuetterung

Zudem die bereits bekannte Fütterungsautomatik, die dank integriertem Futterautomaten eure Lieblinge automatisiert versorgt. Besonders praktisch, wenn man für ein paar Tage nicht Zuhause ist.

Xiaomi DESGEO Aquarium Wasserablauf e1771517148475

Praktisch auch der Wasserwechsel-Light: Dank „One-Touch-Drainage“ lässt sich das Wasser leichter ablassen, ohne dass man viel mit Eimern und Schläuchen hantieren muss wie bei einem klassischen Becken. Dafür muss der Ablaufschlauch am Filtersystem angeschlossen werden und dieses auf Wasserwechsel eingestellt werden, schon wird automatisch gepumpt.

Xiaomi DESGEO Aquarium front e1771517179364

Damit das Aquarium in der App auftaucht, müsst ihr die Region in der Mi Home App zwingend auf „Mainland China“ stellen. Wer bereits deutsche Smart-Home-Geräte von Xiaomi nutzt, muss sich hier ggf. mit einer Zweit-App oder einem Clone behelfen. Die Sprachsteuerung via Xiao AI versteht zudem nur Mandarin – für die meisten von uns also eher ein nettes Gimmick ohne Nutzwert.

Einschätzung: Für wen ist das DESGEO M1?

Das DESGEO Smart Aquarium M1 ist ein schickes Stück Technik für alle, die Design und Smart Home lieben. Die Größe grenzt die Auswahl an Bewohnern leider stark ein, andererseits soll es auch nur ein „Desktop“-Aquarium sein. Dafür ist der Preis aber auch noch etwas sehr hoch. Was haltet ihr von diesem Modell?

abd8e2c147fa4079b629ed5ee7a53943 Hier geht's zum Gadget

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Maike

Mein Herz schlägt für alle Arten von DIYs, smarte und technische Spielereien. Der Spaßfaktor darf dabei natürlich nicht fehlen.

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Kommentare (8)

  • Profilbild von Gast aus HAJ
    0 # 20.02.26 um 08:05

    Gast aus HAJ

    Ob man sollte oder nicht…
    Im Text hat er es auch geschrieben, Garnelen und dafür reicht es auch wirklich aus.
    Was der Hersteller da zeigt ist natürlich Wahnsinn. Schwarmfische in so einem Becken ist Tierquälerei.
    Aber ein paar Garnelen und ein paar Schnecken, das passt.
    Viel schlimmer finde ich, dass auf Plattformen wie Amazon und Ali immer noch Goldfischgläser verkauft werden und das ist ohne Filter und Sauerstoffversorgung zusätzlich zur Größe noch viel schlimmer.

  • Profilbild von Kakue
    0 # 20.02.26 um 00:29

    Kakue

    Kampffisch (einzeln) sollten mindestens 30–54 Liter zum Leben haben. Die Außenmaße führen zu etwa 34 Litern Volumen, das tatsächliche Becken ist kleiner, also wirklich unterhalb der Untergrenze.
    ABER: ich könnte mir vorstellen, dass das ein ganz gutes Becken für die Jungfische ist, die man vor den Artgenossen retten möchte.
    Außerdem ist es als Wassergarten, ohne Fische, eigentlich auch ganz nett

  • Profilbild von Heinz Spack
    0 # 19.02.26 um 21:19

    Heinz Spack

    Bitte setzt keine Fische in eine solch kleine Pfütze. Allein die Empfehlung – auch für sehr kleine Fische – ist in meinen Augen falsch.

    • Profilbild von elconte
      0 # 20.02.26 um 00:04

      elconte

      Du kannst hier ohne weiteres einen Kampffisch einsetzen.

      • Profilbild von el burrito
        0 # 20.02.26 um 10:46

        el burrito

        meiner Meinung nach sind die speziell für die Sushifischanzucht designt.

      • Profilbild von Heinz Spack
        0 # 20.02.26 um 06:57

        Heinz Spack

        @elconte: Du kannst hier ohne weiteres einen Kampffisch einsetzen.

        Ja, man kann. Aber sollte man auch? Artgerechter wird es erst mit größeren Becken, in denen er nicht nur apathisch auf der Stelle schwimmt, sondern sein Revier erkunden kann.
        Häufig sieht man die Kampffische bei Händlern in solch kleinen Aquarien, und meist auch noch spärlich bepflanzt und ohne Komplexität. Das ist aber mMn alles andere als artgerecht. Nur, weil es machbar ist, ist es noch lange nicht gut für die Fische.

  • Profilbild von NameIstGeheim
    0 # 19.02.26 um 20:42

    NameIstGeheim

    Ich hätte mir eine Salzwasser-Version des ersten gewünscht…

  • Profilbild von Gast aus HAJ
    0 # 19.02.26 um 19:52

    Gast aus HAJ

    Ich finde den Preis jetzt nicht wirklich zu hoch. Wenn man bedenkt was ein Nanobecken von Dennerle 20 Liter ohne smarte Funktionen kostet… Dafür werden laut Idealo auch 120€ fällig.
    Aber keine smarte Funktionen, kein Futterautomat und ein sehr sichtbarer Filter.

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