Xiaomi schickt YU7 GT ohne Fahrer auf die Jagd nach Rundenrekorden
Bereits seit dem Xiaomi SU7 heizt man bei Xiaomi die eigenen Autos über den Nürburgring und konnte sich bisher auch einige Rekorde sichern. Der neueste Rekord im Portfolio benötigte dabei noch nicht mal mehr einen Menschen, denn der Fahrersitz blieb leer.
Bereits der 3. Rekord für Xiaomi auf dem Nürburgring
Rundenrekorde auf dem Nürburgring sind für viele Autohersteller eine Möglichkeit Daten zu sammeln und sich mit den Konkurrenten zu messen. Auch Xiaomi hielt bereits zwei Rekorde mit dem YU7 GT als schnellsten E-SUV und dem SU7 Ultra als schnellstes Oberklasse-Elektrofahrzeug. Letzteren mussten sie aber mittlerweile an den Porsche Taycan Turbo GT abgeben. Dazu kommt jetzt ein weiterer hinzu, der Xiaomi YU7 GT ist das schnellste E-Fahrzeug, welches autonom über den Ring gefahren ist. Das war auch gar nicht so schwer, denn sie haben die Kategorie jetzt quasi eröffnet.
In 10:29,483 ist er am 08.06.2026 über den Nürburgring gefahren und beweist damit schonmal, ein echter Rennfahrer ist schneller. Denn die schnellste Rundenzeit des Xiaomi YU7 GT liegt weiterhin bei Vincent Radermecker als Fahrer, der nur 7:22,755 gebraucht hat.
Braucht es überhaupt einen autonomen Rennfahrer?
Schnell stellt sich dann auch noch die Frage: Wozu das Ganze? Im ersten Moment scheint es erstmal nicht so sinnig, hier einen virtuellen Rennfahrer zu trainieren. Auf das Thema geht man auch direkt in einem chinesischen Blogbeitrag auf Weibo ein. Man erhofft sich durch die autonome Fahrten auf dem Nürburgring dem System mehr über extreme Situationen beizubringen. Wie reagiert das Auto auf schnelle Änderungen der Reifentemperatur und drohenden Kontrollverlust durch Über- oder Untersteuern. Diese Erkenntnisse möchte man dann in die Entwicklung der normalen Straßenfahrzeuge mit einfließen lassen.
Autonomes Fahren ist schon lange nichts mehr Neues, dennoch finde ich es immer noch etwas ungewohnt, den YU7 GT ohne Fahrer auf der Rennstrecke zu sehen. Auch die Unterschiede zwischen normaler und autonomer Runde sind ganz interessant, wo der richtige Rennfahrer über 200 km/h beschleunigt, wurde autonom bei gerade mal 150 km/h abgeriegelt. Könnte aber sicherlich auch mit den Streckenbedingungen zu tun haben, da es während der autonomen Runde geregnet hat. Sind wir mal gespannt, ob noch wer anbeißt und sich mit dem YU7 GT autonom messen möchte.
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