Test

Der etwas andere Saugroboter – yeedi cube Test

Der yeedi cube ist ein Vielwischer, der dazu aber auch noch punktgenau einsetzbar ist. Das ermöglicht ihm seinintegrierter 1 l großer UFO-Wassertank, der gleichzeitig einen praktischen Tragegriff eingebaut hat. Geht das durchaus interessante Konzept von yeedi auf?

yeedi cube saugroboter in der Station

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Design & Verarbeitung

Mittlerweile sind Saugroboter in ihrem Design eigentlich recht festgefahren. Zwar ist der yeedi cube weiterhin ein kreisrunder Saugroboter, einen Tragegriff sieht man aber eher selten. Dazu kommt der Fokus auf einen großen 1l Wassertank.

yeedi cube saugroboter Wassertank

yeedi-typisch haben wir hier auch keinen herkömmlichen Laserturm. In der Vergangenheit hat man so bei der Höhe einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz gehabt. Hier ist der yeedi cube mit ~10 cm aber ähnlich hoch.

Navigation & Sensorik des yeedi cube

yeedi setzt schon fast traditionell auf eine alternative Navigation zum üblichen Laserturm. Zur eingebauten Kamera stößt hier aber nach eigener Aussage auch ein Lasersystem. Kombiniert sollen diese hier für eine zuverlässige Navigation sorgen. In der Praxis fiel mir auf, dass es hier aber die üblichen Symptome einer kamerabasierten Navigation gibt. Er bewegt sich langsamer und nach einem bestimmten Muster durch den Haushalt. Das funktioniert soweit gut und man hat eine sichere Navigation, dadurch würde ich ihn aber nicht in sehr großen Umgebungen einsetzen.

yeedi cube saugroboter Teppich oben

Unser Büro kommt im Durchschnitt auf ~115 m² Reinigungsfläche. Für eine solche Umgebung würde ich ihn nicht empfehlen, jedoch werden die meisten nicht auf eine solche Reinigungsfläche kommen. (Wohnfläche ungleich Reinigungsfläche) Kombiniert damit, dass man einen Saugroboter sowieso am besten laufen lässt, wenn man gerade abwesend ist, sehe ich die Geschwindigkeit nicht so dramatisch.

Reinigung

Saugfunktion

Mit einer Saugkraft von 5100 pa bietet man hier einiges an Leistung. Das wäre vor kurzem noch ein absoluter Top-Wert gewesen, mittlerweile steigen die Angaben aber immer weiter. Durch diesen Trend wird aber der Wert nicht schlechter und der yeedi cube reinigt Hartböden und Teppiche sehr gut.

yeedi cube saugroboter Pellet

Nur unserem Härtetest musste er sich geschlagen geben, da er die großen und festen Haustierstreu-Pellets zwar einsaugen konnte, dadurch aber die Walze blockierte. Darauf sollte man also achten, abseits davon saugt er aber Verschmutzungen ohne Probleme ein. Wirkliche Maßnahmen gegen Haare hat er nicht, diese muss man hier klassisch abschneiden.

Absaugstation

Integriert in seine Station ist eine Absaugstation mit Beutel. Mit dieser saugt er nach getaner Arbeit den Inhalt der Roboterstaubkammer ab.

yeedi cube saugroboter Absaugstation

Das ganz funktioniert gut und entfernt die Verschmutzungen. Schade ist, dass wie bei den meisten Stationen hier keine beutellose Option zur Verfügung steht.

Wischfunktion vom yeedi cube

Die Wischfunktion des yeedi cube ist einer der Hauptmerkmale des Modells. Dafür hat man hier einen sehr großen 1l Wassertank in den Roboter verbaut. Diesen hat man hier UFO-Wassertank getauft, da er ein wenig mit seiner kreisrunden Form auf der Oberseite daran erinnert. Durch ihn kann er auch längere Strecken wischen, ohne dass ihm das Wasser ausgeht. Im Vergleich haben viele Modelle im besten Fall 500 bis 600 ml Volumen.

yeedi cube saugroboter beim Wischen

Als Wischmethode nutzt man einen Vibrationswischmopp an der Rückseite. Die Intensität kann man in der App einstellen. Diese zählt mit zu den besseren Wischarten und wird eigentlich nur durch die rotierenden Wischmopps geschlagen. Im Alltag entfernt man hier zuverlässig Verschmutzungen, als Gegner stellen sich aber eingetrocknete Flecken heraus. Hierfür braucht der Roboter dann mehrere Anläufe oder man muss selber heran. Das deckt sich mit unseren Erfahrungen und yeedi holt hier durchaus gute Ergebnisse aus der Wischmethode heraus.

yeedi cube saugroboter auf dem Teppich

Damit auch Teppiche während des Wischens überfahren werden können, gibt es eine 8 mm Moppanhebung. Dadurch muss man nicht selber eingreifen und der Roboter hat ein gewisses Maß mehr Autonomie.

Reinigungsstation

Eine Reinigungsstation bietet der yeedi cube auch noch. Diese ist unüblich ohne Frischwassertank ausgestattet, sondern bietet nur einen Schmutzwassertank. Alles, was an Wasser zur Verfügung steht, kommt aus dem 1l Wassertank des Roboters.

yeedi cube saugroboter Abwassertank

Die Station wäscht den Wischmopp nach der Reinigung ordentlich durch und bereitet ihn so für das nächste Mal vor. Anschließend startet eine Heißlufttrocknung mit 40 °C, sodass sich keine Bakterien oder üblen Gerüche bilden können.

yeedi cube saugroboter Reinigungsstation

Punktreinigung: Das macht der yeedi cube anders

Beim yeedi cube haben die Entwickler sich neben der autonomen Reinigung noch etwas anderes überlegt. Im Prinzip ist diese Art einen Saugroboter zu nutzen nicht neu und fast jeder Hersteller hat eine Punktreinigung, hier wird sie aber durch das Design zugänglicher und fordert den Nutzer quasi auf sie zu nutzen. Mittelpunkt dabei ist der Tragegriff an der Oberseite, der das Tragen erleichtert. Einen Saugroboter ist immer irgendwie komisch, da es an der Oberseite eigentlich keinen Haltepunkt gibt. Durch den Griff wird das komfortabler.

yeedi cube saugroboter in der Hand

Damit soll man den Saugroboter also gezielt dort hinsetzen, wo man ihn gerade braucht. Für mich in der Praxis deutlich einfacher, als in der App-Karte fummelig die genaue Zone festzulegen. Lediglich das Herrufen von ECOVACS Saugrobotern mit der Sprachassistentin YIKO ist vielleicht bequemer.

Ein weiterer Aspekt, wo der Griff praktisch wird, sind Haushalte mit mehreren Etagen. Noch können Saugroboter nicht die Treppen hochfahren. So wird einem zumindest mal das Tragen erleichtert.

yeedi cube saugroboter Teppich frontal

Sicherlich eine spitze Zielgruppe an Nutzern, die genau so etwas suchen. Aber das war bisher auch schon die Expertise von yeedi, mit ihren Saugrobotern, welche unter tiefere Möbel fahren konnten. Daher ist es für mich gar nicht verwunderlich, dass genau so etwas von dieser Marke jetzt kommt.

App & Kartenerstellung

Beheimatet ist der yeedi cube in der herstellereigenen App. Dort bindet man ihn über Wi-Fi ein, simple Anleitungen findet man im Lieferumfang und man wird auch in der App an die Hand genommen.

yeedi cube saugroboter App Menü

Während des ersten Reinigungsvorgangs erstellt er auch gleichzeitig eine Karte. Diese ist weniger detailliert als Karten von Robotern mit Laserturm, in realistisch großen Wohnungen, und nicht einem großen Büro, reicht diese aber durchaus aus.

Die App ist deutlich simpler gestaltet als die meisten Versionen der Konkurrenz. Sie ist dadurch sehr übersichtlich, in wichtigen Bereich wird sie dann aber auch detailliert genug.

yeedi cube saugroboter Reinigungseinstellungen

Im unten links auswählbaren „Roboter“ Menü, stellt man die Reinigungseinstellungen ein. Hier kann man nicht nur den Automatik-Modus bearbeiten, sondern auch wie die Punktreinigung arbeiten soll. Letzteres als eigenständiges Profil sieht man jetzt auch nicht wirklich. Unter dem Punkt „Fortgeschritten“ findet man dann weitere Optionen zur individuellen Anpassung und auch der Zeitplan versteckt sich hier.

yeedi cube saugroboter Fortgeschritten

In den Einstellungen unter „Station“ kann man einzelne Funktionen wie das Moppwaschen manuell starten. Man stellt hier aber auch die Trockenzeit und das Intervall des Moppwaschens ein. Ebenfalls lässt sich hier die Absaugstation ausschalten.

yeedi cube saugroboter Stationeinstellungen

Fazit: yeedi cube, der etwas andere Saugroboter

Wenn man sich die Möglichkeiten und Funktionen des yeedi cube anschaut, gibt es einige Dinge, die er sehr gut kann und sogar manches, was fast einzigartig ist. An anderen Stellen hat er aber auch Schwächen. Saug- und Wischkraft sind auf einem erwartbaren Level für den Preisbereich, aber auch nicht das Highlight-Alleinstellungsmerkmal. Die Station macht ihren Job, hätte meiner Ansicht für mehr Autonomie noch einen zusätzlichen Frischwassertank beherbergen können.

Dafür ist der 1l Wassertank im Roboter aber sehr ungewöhnlich, was lange Reinigungsvorgänge ohne Nachfüllen ermöglicht. Bei der Navigation ist er in Ordnung, unterliegt aber bei der Schnelligkeit definitiv Alternativen mit Laserturm.

Was ihn aber ein wenig von der Konkurrenz unterscheidet, ist der Ansatz mit der Punktreinigung und Tragegriff. Normalerweise soll ein Saugroboter am besten alles eigenständig machen, hier ist aber mit dem Griff euer Einsatz mit eingeplant. Definitiv vorteilhaft, wenn man öfter mal einfach bestimmte Stellen reinigen möchte oder eben mehrere Etagen hat. In mehrstöckigen Haushalten ist da auch der große Wassertank von Vorteil. Ein Konzept, welches sicherlich nicht für jeden etwas ist, aber sich mal auf eine andere Weise von der Konkurrenz unterscheidet.

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt bei 699,99€. Bei yeedi gibt es aber durchaus immer mal wieder Angebotsaktionen. Eine Alternative ist hier fast ein wenig schwierig, wenn man das Konzept des Roboters betrachtet. Grundsätzlich kommt aber ein Modell wie der Dreame L10 Ultra in die Gedanken, der aber bei der Wasserversorgung von der Station abhängig ist und auch das Tragegriffkonzept nicht aufgreift.

Ist für euch das gezielte Platzieren des Roboters eine interessante Idee und wie könnte man das Ganze noch weiterdenken?

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Fabian

Besonders interessieren mich Kopfhörer, aber auch alles rund um Computer & Laptops kann mich begeistern.

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Kommentare (1)

  • Profilbild von FremderMann
    # 30.08.23 um 20:03

    FremderMann

    Das Ding sieht aus wie ein nicht fertig Prototyp, also sorry 😂

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