Test

3D-Drucker im Test: ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 für 414€ (Nicht kaufen!)

Manchmal wird uns ja unterstellt, wir würden hier der Community etwas aufschwatzen, weil wir hier (fast) jedes China-Gadget für „OK“ bis „sehr gut“ bewerten. Der Hintergrund ist aber eigentlich ein ganz anderer: Die meisten China-Schrott-Produkte schaffen es erst gar nicht hier auf CG: Entweder bestellen wir erst gar nicht, oder entscheiden uns während des Testens keinen (Test-)Artikel zu schreiben. Denn unsere Testprozedur ist dann doch relativ aufwändig und auf der anderen Seite gibt es viel zu viele wirklich gute China-Gadgets die einen Testbericht auch wirklich verdient haben. Zeit ist auch bei uns ein wertvolles Gut.

Der ANYCUBIC 4Max Pro 2.0, obwohl er nicht einmal „OK“ ist, soll es trotzdem auf China-Gadgets.de schaffen, quasi als Repräsentant für all die gescheiterten China-Gadgets, oder Gadgets bei denen man sich denkt: „Naja, ist ganz nett, aber irgendwie … ne“ ;-). Alle die gerne einen 3D-Drucker kaufen möchten sollten jetzt z. B. zum Artikel über den Creality3D CR-10 V2 wechseln, alle die nur etwas Unterhaltung suchen, können weiterlesen. Ich präsentiere: Den (kurzen) ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 Test!

anycubic 4max pro 2.0

  • ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 für 414€
    • Druckraum: 270mm (L) × 210 (B) × 190mm(H)
    • Nozzle-Durchmesser: 0,4mm / 1,75 mm Filament
    • Max. Temperaturen: 260°C Hotend / 100°C Hotbed
    • „fertig zusammengebaut“: Aufbauzeit etwa 15min
    • Extras: Gehäuse, Touchscreen, Filament-Sensor, …

Die Frage die ich mir, auch vom CG-Team, gefallen lassen musste: „Warum hast du dir den ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 überhaupt geordert? So richtig spektakulär ist er jetzt ja nicht?“ Das stimmt. Aber für mich waren zwei Gründe ausschlaggebend: Erstens sind 3D-Drucker im Gehäuse hier eher unterrepräsentiert und zweitens waren die letzten 3D-Drucker von Anycubic so „meh, naja geht so„, so dass ich die Hoffnung hatte: Wir haben hier wieder ein richtig tolles Modell – wie damals der sehr beliebte Anycubic I3 Mega. (Spoiler: Ne).

Die(?) Besonderheit: Das geschlossene Gehäuse

Meist teste ich hier die offenen 3D-Drucker, was rein physikalisch bedingt zwei Nachteile mit sich bringt. Die Wärme des Heizbetts entweicht, insbesondere wenn keine Wärmeisolierung an der Unterseite verwendet wird, schnell (= Kostentreiber beim Stromverbrauch) und die Lautstärke der Stepper ist ungedämmt zu vernehmen. Wer also mit ABS, ASA, etc. drucken möchte ist mit einem eigenen Schrank, Zelt und Co. gut bedacht.

Dennoch möchte ich euch direkt gleich einen Zahn ziehen: Während in meinen Tests durchaus die 260/100 Grad erreicht werden konnten, so war die Drucklautstärke schon recht hoch. Nicht unangenehm hoch, aber für 2020 einfach dann doch zu laut. Der Grund? Keine gut verbauten Steppertreiber (eigentlich sind die beliebten TMC2208 Schrittmotorentreiber am Start) und das Billig-Plastikgehäuse funktioniert, quasi wie eine Gitarre, als Klang- bzw. Resonanzkörper.

Eine weiter Besonderheit des Cubes wäre noch die Architektur: Meist wird die Prusa i3 Bauart verwendet, hier jedoch die Core-Bauart. D.h. das Druckbett wird hoch- bzw. meist runtergefahren und der Druckkopf bleibt in der Höhe. Das hat 1-2 Vorteile, aber auch einige Nachteile. Aber fangen wir jetzt mal vorne an.

Versand, Verpackung & Aufbau

Wer so viel Geld ausgibt, will sein China-Gadget auch gut behütet erhalten. Das etwa 20kg schwere Paket ist nach 17 Tagen bei uns gut verpackt angekommen.

anycubic-4max-pro-2.0-verpackung
Gut verpackt kam der Brocken bei uns an.

Entfernt man den dicken Schaumstoffpanzer an den Außenseiten, so kommt der eigentliche 3D-Drucker zum Vorschein.

anycubic-4max-pro-2.0-verpackung-offen
Gut eingetütet.

Das Zubehör liegt für den Versand gut gesichert in Schaumstoffummantelungen im Inneren des 3D-Druckers.

anycubic-4max-pro-2.0-verpackung-ausgepackt
Das Zubehör und eine 0,5kg-Filament-Rolle liegt im Inneren. (Das Filament musste ich gleich wegwerfen)

Beim Entfernen sollte man definitiv aufpassen, den Schaumstoff nicht zu aggressiv aus dem 3D-Drucker zu reißen. Auf dem Bild unten seht ihr nämlich z. B. schon das erste „herumfliegende“ Kabel.

anycubic-4max-pro-2.0-verpackung-safe
Schaumstoff bitte vorsichtig entfernen. Da wurde schon gut „gestopft“

Die beweglichen Teile, insbesondere der Druckkopf wurde zudem durch diverse Kabelbinder fixiert. Wandert also mit eurem Auge unbedingt alle Achsen ab, damit ihr keine Beschädigungen riskiert.

anycubic-4max-pro-2.0-verpackung-kabelbinder
Achtung: Alle Kabelbinder vor dem Druck suchen und entfernen.

Das Zubehör ist „klassisch gehalten“. Bisschen Werkzeug, USB-Kabel, Ersatz-PTFE-Schlauch und Hotend (das gibt Bonuspunkte). Das beigelegte weiße Filament (eigentlich nett!) ist qualitativ jedoch leider für die Tonne (schreibe ich später was zu), sodass die Bonuspunkte wieder flöten gegangen sind.

anycubic-4max-pro-2.0-verpackung-zubehoer
Das Zubehör: Es liegt alles bei.

Der eigentliche Aufbau gestaltet sich entspannt. Der Filamentsensor wird mit zwei Schrauben auf die Rückseite geschraubt und die Filamentrollenhalterung in die Rückwand gesteckt.

Filament-Sensor Anbau
Filament-Sensor Anbau: Zwei Schrauben eindrehen und Stecker einstecken.

Ein erster flüchtiger Blick ins Gehäuse lässt, abgesehen von den etwas zu locker liegenden Kabeln, auch auf Spaß hoffen. So weit, so gut.

anycubic-4max-pro-2.0 explosionszeichnung
Der Würfel zerlegt: Ich hätte mir Alu-Profile als Rahmen gewünscht. Damit ist man flexibler.

Also schnell die beigelegte SD-Karte eingelegt und den 3D-Drucker angemacht.

Drucken mit dem ANYCUBIC 4Max Pro 2.0

Sicherlich der wichtigste Part in diesem Bericht und ich kann es mit „naja“ abkürzen. Jetzt nicht wirklich schlimm, aber auch echt nicht toll. Beim ersten Anschalten und Homing (d.h. das Fahren zu den 0,0,0-Koordinaten) wurde ich direkt negativ von der lauten Z-Achse (immerhin 62dB!) überrascht. Einen Autolevel-Sensor gibt es nicht (finde ich nicht „schlimm“, aber erwarte ich irgendwie in einer „Pro 2.0“-Version) und so musste ich händisch leveln.

Immerhin kann man über die Firmware die Nozzle automatisch an die vier Ecken fahren lassen. Da das Heizbett seinen Nullpunkt oben besitzt, ist es etwas fummelig, insbesondere die hinteren Levelräder zu bedienen. Egal. Geschenkt. Der Touchscreen reagiert flüssig und genau, bietet auf englisch die üblichen Menüpunkte. Das Aufheizen geht mit dem 350W Meanwell Netzteil zügig vonstatten.

ui-anycubic
Das Userinterface funktioniert gut. Hier der 100°C-Heizbett-Test. Nach knapp 10 Minuten erreicht.

Nun zum Druck: Die ersten drei Drucke wurden dann mal direkt allesamt beim ersten Layer vom Heizbett gerissen. Warum? Weil der Luftauslass des Bauteilkühlers sich durch die Hitze verformt und durchhängt und den Druck vom Heizbett „schiebt“. WOW. Das erinnert mich an die Glanzleistung von JGAURORA, allerdings vor 3 Jahren, als dort standardmäßig die „Fan Ducts“ weggeschmolzen sind, weil sie zu dicht an der Nozzle waren. Also auch hier noch einmal: 3D-Drucker aus China gibt es jetzt schon seit Jahren, Anycubic ist lange im Spiel und es handelt sich um die „Pro 2.0“-Version. Man ey.

Nachdem ich also einen neuen Fan Duct ausgedruckt habe (aus ABS – GCODE liegt bei) und diesen bisschen mit einer Feile zugeschliffen habe (ist halt nicht optimal designed) habe ich nun die klassische, als GCODE beigelegte Eule gedruckt. Das Resultat ist „OK“, Überhänge sehen allerdings nicht so prall aus.

eule-anycubic
Die bekannte Eule sieht „OK“ aus – mehr aber nicht.

Und es werden Fäden gezogen. Also direkt mal Benchy gesliced und gedruckt.

benchy anycubic
Auch Benchy ist maximal „OK“.

Auch hier erkennt man (extrem) die Fäden. Wie sich im späteren Verlauf gezeigt hat, ist das beigelegte Filament leider nicht wirklich geil. Sparen da in letzter Zeit die Hersteller? Gleiches ist mir zumindest auch vor kurzem beim Creality3D CR-6 SE passiert. Immerhin teste ich eh immer mit mehreren Filamenten, aber der Einsteiger wäre vielleicht schon an dieser Stelle frustriert und vermutet den Fehler am 3D-Drucker.

Mittendrin musste ich auch immer wieder Drucke abbrechen und neu starten. Den Fehler habe ich bis jetzt noch nicht gefunden und ehrlich gesagt habe ich auch nicht die Lust dazu. Warum auch? Andere 3D-Drucker sind da einfach besser.

ja-geil
„Och guck ma! Ne wie schön ist das denn?“ Wieder einmal ein Griff ins Klo. Passiert leider häufiger …

Nach dem Filamentwechsel und der Ermittlung der perfekten Temperatur (über einen Temptower) sah das Druckbild schon besser aus, aber eben halt noch deutlich schlechter als bei anderen 3D-Druckern in der Preisliga. Selbst der Creality3D Ender-3 für ~150€ liefert ein besseres Druckbild ab.

benchy anycubic
Layer sind nicht sauber, Überhänge sehen immer noch sehr unschön aus.

Auch größere Drucke mit entsprechend erhöhter Layerheight sehen leider auch nicht schön aus.

anycubic-captain-america
Captain America!

Um meinen Frust hier ein bisschen abzumildern vielleicht noch etwas Positives: Das „Auto Turn Off“-Feature klappt gut und schaltet den 3D-Drucker aus, wenn der 3D-Druck finalisiert wurde. (Aber nicht, wenn z. B. das Filament leer ist und der 3D-Drucker dann stundenlang so da steht. Ach und ja: Die LED-Beleuchtung lässt sich zwar im Userinterface an/aus-schalten, aber nicht während des Drucks. Yaaay!)

Ich könnte jetzt noch auf den Feeder, die Ultrabase, oder den Filter eingehen, aber sind wir mal ehrlich: Runtergebrochen ist der 3D-Drucker einfach zu teuer für die Druckqualität. Man kann einfach einen anderen 3D-Drucker nehmen. Fertig. Dennoch: Falls euch noch ein Detail besonders interessiert, kann ich euch die Infos in den Kommentaren liefern. Jetzt teste ich in meiner knappen Zeit aber erst einmal einen wirklich tollen 3D-Drucker!

Fazit: ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 kaufen?

Wow, du hast immer noch bis hier gelesen? Na was denkste? Kann man den ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 kaufen? Klar kannste das. Ist dann halt nur echt nicht klug. Die Druckqualität ist, gemessen am Preis, einfach zu schlecht. Das Gehäuse hilft zwar beim Erreichen und Halten von hohen Temperaturen (können andere 3D-Drucker auch), allerdings ist er viel zu laut.

Die Bauweise macht es schwierig, im Nachgang Verbesserungen vorzunehmen, bzw. anzubringen. Leider wurden auch keine Aluminiumprofile als Rahmen verwendet. Eine richtige Community hat sich bisher nicht gebildet und wird sich vermutlich auch nicht bilden. (Dennoch lassen sich bei Thingiverse einige, auch wirklich nötige Mods finden). Der Name ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 fühlt sich einfach wie eine kleine Verarsche an, denn viele der o.g. Probleme – oft sind es ja nur Kinderkrankheiten – gab es bereits in den vorherigen Versionen.

Ich kann an dieser Stelle drei Alternativen vorschlagen, auch wenn sie nicht ganz auf den Use-Case des ANYCUBIC 4Max Pro 2.0 zutreffen:

  1. Creality3D CR-6 SE für ~300€ aus DE. Sehr viele coole Features, sehr gutes Druckbild
  2. Lotmaxx SC-10 Shark für ~300€. Mit Dual-Extruder- oder Laser-Engraver-Addon.
  3. Creality CR-10 V2 für ~320€ aus EU. Einfach eine Arbeitsmaschine.

Schade Anycubic. Das war – schon wieder – nichts. Ich wünsche mir die guten alten Anycubic-i3-Mega-Zeiten zurück – so verliert ihr den Anschluss!

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Profilbild von Kristian

Kristian

Ich bin 32 Jahre jung, aber gefühlt ziemlich oft noch wie ein großes Spielkind. So habe ich Ende 2009 (endlich) "CG" ins Leben gerufen. Besonders haben es mir z.Z. die 3D-Drucker angetan.

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Kommentare (23)

  • Profilbild von Gast
    # 12.10.20 um 21:12

    Anonymous

    Wie kommt man eigentlich darauf, etwas mit einer "Pfeile" zu bearbeiten?

    • Profilbild von Christian
      # 12.10.20 um 21:46

      Christian

      @Anonymous: Wie kommt man eigentlich darauf, etwas mit einer "Pfeile" zu bearbeiten?

      DABEI habe ich auch aufgehört zu lesen.

      Liest bei denen keiner mehr gegen? Da sind ja bis zu der Sache mit der Armbrust schon einige Fehler drin.

      • Profilbild von Kristian
        # 13.10.20 um 08:21

        Kristian CG-Team

        Jeeeens? Du wolltest doch noch gegenlesen? Guck mal, jetzt ist die Empörung groß und wir haben den Salat! Danke für die Meldungen 🙂

        LG

      • Profilbild von Jens
        # 13.10.20 um 08:44

        Jens CG-Team

        Mea Culpa, hab ich übersehen, kommt leider schon mal vor. Dass der Text dadurch jetzt unlesbar geworden wäre halte ich zwar für übertrieben, aber gut. Wir geloben Besserung. 🙂

    • Profilbild von Senf
      # 13.10.20 um 16:38

      Senf

      Das kommt davon, wenn man "Feile" schreiben möchte und an "solche Pfeifen!" denkt 🙂

  • Profilbild von Thommy
    # 12.10.20 um 23:29

    Thommy

    Vivedino Troodon wäre mal spannend! Der soll ja wirklich klasse sein…

    • Profilbild von Kristian
      # 13.10.20 um 08:22

      Kristian CG-Team

      Ja, ist leider aber halt eine ganz andere Preisliga. Auf so eine Kiste hätte ich aber wirklich mal Lust …

      LG

  • Profilbild von __geloeschter_nutzer__
    # 13.10.20 um 00:34

    __geloeschter_nutzer__

    Ist Kristian wirklich noch 32? 😀

    Der Anycubic I3 Mega war im nachhinein auch nicht gut, Lüfter tauschen = 50€.Die Ultrabase ist was Haftung angeht, naja noch erträglich.

    Gebt mehr Geld aus, habt einen Drucker mit guten Lüftern, Lagern und Hotend. Daraus – und mit den richtigen Einstellungen – habt ihr deutlich weniger Probleme. Mal eben was drucken, ist eben mit keinem günstigen China Drucker so wirklich möglich.

    Und ja wir brauchen mehr Mist Berichte, Produkte testen die es auf Youtube haufenweise gibt und dann Affiliate Links, ne das ist nicht so meins.

    • Profilbild von Kristian
      # 13.10.20 um 18:25

      Kristian CG-Team

      Hey! Schön mal wieder was von dir in "meinen" Artikeln zu lesen 😉

      @Uupssiiiii: Schuldig. Vielleicht 34 ;-).

      @Anycubic I3 Mega: Ja im Nachhinein def.. Aber für "damals" war der schon, insb. durchs Hotbed und die "Genauigkeit" der Hammer. Heute gewinnt der keinen Blumentopf mehr.

      @Zuverlässigkeit: Also der CR-10 V2, CR-6 SE haben z. B. bis jetzt noch nie Probleme gemacht. Guter Preis (natürlich nicht geschenkt), "leise" und einfach Arbeitsmaschinen.

      @Mist-Berichte: nehme ich mir mal mit, aber am Ende müssen wir uns ja auch irgendwie (ehrlich!) finanzieren 😉

      LG!

      • Profilbild von PirX
        # 19.10.20 um 22:39

        PirX

        Hallo,

        ich bin totaler 3D Druck Anfänger und bin auf Eure Seite hier gestoßen.

        Ein wenig irritiert bin ich nu über diese Aussage hier von Dir:

        > @Anycubic I3 Mega: Ja im Nachhinein def.. Aber für "damals" war der schon, insb. durchs Hotbed
        > und die "Genauigkeit" der Hammer. Heute gewinnt der keinen Blumentopf mehr.

        Warum irritiert? Na, weil der hier von Dir unter empfehlenswert steht:

        https://www.china-gadgets.de/themenwelt/3d-drucker/

        Es ist schon schwer genug, sich in die Thematik einzuarbeiten. Ja, ich weiß- wenn man so in der Materie drinnen steckt wie Du hier, ist das schwer nachzuvollziehen, über welche Dinge man als Anfänger so stolpert.
        Aber ist es denn tatsächlich so schwer, solche eigentlich tollen Eingangsseiten aktuell zu halten?

        Hat mich jetzt einiges an Zeit gekostet herauszufinden, wieso Du so viel Lob für den Creality3D CR-6 SE über hast, aber trotzdem lieber den Anycubic I3 Mega empfiehlst…

        Nichts für ungut- und danke für die vielen sonstigen Informationen hier 🙂

        vg,

        • Profilbild von Kristian
          # 20.10.20 um 09:23

          Kristian CG-Team

          Hey PirX,

          danke für dein Feedback und das ist ein guter Punkt. Ich werde das mal aktualisieren. Und ja, das ist wirklich relativ schwer hier alles aktuell zu halten, aber wir geben uns die beste Mühe!

          LG Kristian

  • Profilbild von Kakue
    # 13.10.20 um 02:05

    Kakue

    Hallo Kristian,

    ich teile Deine Einschätzung, bin jedoch mit einigen Details Deiner Darstellung nicht ganz einverstanden.
    Den von Dir getesteten Drucker besitze ich nicht, ich habe mir aber vor ziemlich genau einem Jahr den Vorgänger Anycubic 4Max Pro beschafft und kurz nach Weihnachten den zweiten.
    Der erste hat leider zwei Druckaufträge von ca. 40h kurz hintereinander und meine anschließenden Reparaturversuche nicht überlebt. Fairerweise muss ich sagen, dass ein besser trainierter Bastler als ich den Drucker hätte vermutlich retten können.

    Ich möchte Folgendes zu Deinem Kurztest ergänzen:
    – Anycubic 4Max, 4Max Pro und vermutlich auch 4Max Pro 2.0 haben durchaus eine stabile Fanbase. Der Drucker findet offensichtlich Anklang bei Profis als Heimgerät. Bei https://www.3d-druck-community.de gibt es einen Einstell-Fahrplan, welchen abzuarbeiten, einige Tage dauern kann, aber die Ergebnisse können sich nachher sehen lassen! Der Ton bei diesem Forum ist ein bisschen rau und ruppig, aber bitte davon nicht abschrecken lassen.

    – Der Ausschalt-Automatismus ist wirklich gut. Der Drucker geht nach Beendigung des Druckes wirklich komplett aus. Anders als z. B. der i3 Mega oder auch der Flashforge Adventurer, bei welchen die Lüfter laufen und laufen…

    – Die von Dir vorgeschlagenen Alternativen sind m. E. nicht ganz passend. Direkt vergleichbar ist der Creality Ender 5. Dieser kostet dann auch 492 EUR auf https://www.creality3dofficial.com/de/
    Ich habe meinen 4Max Pro vor einem Jahr für 320 EUR erhalten und so um die 300 EUR würde ich für einen fairen Preis halten.

    -Ich habe Probleme mit dem Filamentsensor hinten. Der ist bei mir anscheinend verbogen oder verstopft. Ich führe das Filament am Sensor vorbei durch das andere Loch.

    – Es ist ein Direct-Extruder, daher kann er TPU out-of the box ganz gut. (Besser als i3 Mega und Mega X)

    – Beim 4Max Pro lässt sich die Beleuchtung über die Einstellungen während des Drucks ausschalten. Es ist quasi der letzte Menüpunkt. Geht das beim Pro 2.0 tatsächlich nicht mehr??

    – Die Warnung vor den Schaumstoffteilen kann nicht deutlich genug ausfallen. Auch beim 4Max Pro war das alles sehr gequetscht. Also wirklich Vorsicht!

    – der Drucker ist (deutlich) kleiner als ein i3Mega oder Mega X. Einhausungen aus Ikea-Möbeln sind zudem viel größer! Mein i3 Mega steht im IKEA Stuva Schrank, der Mega X steht drauf. Der 4Max Pro ist so groß, wie ein Farblaserdrucker. Das kann bei interfamiliären Diskussionen durchaus ausschlaggebend sein.

    Interessant wäre aus meiner Sicht ein direkter Vergleich mit dem Vorgänger und mit dem Ender 5 und richtig toll wäre ein Vergleich mit dem Flashforge Guider II (den es kürzlich bei Aldi-Süd als bresser Rex II gab).

    • Profilbild von Kristian
      # 14.10.20 um 10:03

      Kristian CG-Team

      Hey Kakue,

      so! Jetzt kann ich dir hier auch antworten – habe mir extra ein Todo angelegt, damit ich es nicht vergesse :-). Als erstes: Danke für deinen sehr ausführlichen Kommentar – sowas hilft hier allen wirklich weiter!

      In dem Forum bin ich auch unterwegs <3. "Anklang" finde ich allerdings etwas zu extrem formuliert, er bedient halt eine Nische und so groß ist der Austausch da jetzt nicht. Natürlich im Vergleich zu anderen Modellen.

      Das Ausschalten finde ich auch wirklich toll. Bisher habe ich mit Octoprint, Relais oder smarten Steckdosen arbeiten müssen. Der Qidi X-Max macht das auch gut. Das kommt hoffentlich auch bald bei den anderen Herstellern an.

      Stimmt, ich hätte auch den Ender 5 erwähnen können. Ist immerhin auch ein Core, wenn auch nicht geschlossen. Ich persönlich sehe bei den bisherigen Cores aus China aber (leider) noch wenig Vorteile: Zu groß, oft (erheblich) teurer, etwas komplexer (mehr Fehlerquellen) und letztlich ist das Druckbild nicht wirklich besser. Aber ja! Danke für den Hinweis!

      Ich kann leider die Beleuchtung nicht deaktivieren. Ich frage ggf. Anycubic noch nach einem Firmware-Update (wobei die generell recht buggy ist – man munkelt der Entwickler ist weg, weil es da auch seit dem Mega X kaum Bewegung gibt).

      Und noch einmal zum Abschluss: Vielleicht ergänze ich den Artikel generell mal. Hab auch TPU und Co. gedruckt, aber es erfordert halt dann doch viel Arbeit. Das hat man bei anderen 3D-Druckern halt nicht.

      LG

  • Profilbild von R4pt0r
    # 13.10.20 um 08:39

    R4pt0r

    Hallo CG Team,

    ich würde mich sehr über mehr Artikel von Euch freuen, die auch durchgefallene Gadgets betreffen.

    Warum?

    Man zappt ja auch selbst mal durch AliExpress, Gearbest und Co. und findet dann etwas, wo man denkt: "Das ist doch interessant!". – Und nach dem Kauf stellt es sich als absoluter Müll heraus.

    Und das wäre nicht passiert, wenn Ihr so einen Gegenstand schon getestet und etwas dazu veröffentlicht hättet.

    Muss ja nicht mal ein ausführlicher Test sein, wie wäre einmal wöchentlich eine Bilderserie ähnlich wie Eure Weihnachtspullover mit den Gadgets, die im Test durchgefallen sind? Einfach nur mit Bildunterschriften, warum das jeweilige Gadgets sein Geld nicht wert ist.

    Wäre meiner Meinung nach interessanter als jedes neue Smartphone-Preisupdate als neuen Artikel zu veröffentlichen und mich würden solche Tests bestimmt vor ner Menge unnütz ausgegebenem Geld bewahren… 😉

    VG, R4pt0r

    • Profilbild von Kristian
      # 13.10.20 um 18:31

      Kristian CG-Team

      Hey R4pt0r,

      da bin ich bei dir! Ich will hier auch wieder viel mehr Kleinkram sehen – wie früher <3.

      Der Mix macht es. @Maike, wie siehts aus? Gogogogoo!

      Danke für den ausführlichen Hinweis!

      LG

      • Profilbild von Maike
        # 14.10.20 um 13:51

        Maike CG-Team

        Mehr Kleinkram ist immer eine gute Idee! @R4pt0r, falls du schon konkrete Ideen hast, gerne her damit 😉

  • Profilbild von Grissom
    # 13.10.20 um 09:26

    Grissom

    Hi,

    also das "(Nicht kaufen!)" würde ich aus dem Artikel-Titel nehmen, das könnte in Form eines Abmahn-Bumerangs wegen Geschäftsschädigung zurückkommen… 😉

    Grüße
    Grissom

    • Profilbild von Kristian
      # 13.10.20 um 18:26

      Kristian CG-Team

      Puh, da müssen wir jetzt einfach mal zusammen durch. Ich hoffe Anycubic hat uns dennoch lieb und stellt uns wieder Hardware.

      Das ist halt das Ding – wir lassen uns nicht im Fazit kaufen (oder die Summen waren bisher noch hoch genug :D). Damit müssen die Hersteller leben.

      Aber ich hoffe Anycubic baut auch mal wieder bessere Modelle …

  • Profilbild von Kaspar
    # 13.10.20 um 09:32

    Kaspar

    Hi! Welcher 3D Drucker mit Gehäuse ist denn empfehlenswert? Offenes Design.kommt nicht in Frage….

    • Profilbild von Gast
      # 13.10.20 um 09:45

      Anonymous

      Selbst bauen? So schwierig ist es nicht.

      • Profilbild von Gast
        # 13.10.20 um 13:54

        Anonymous

        Selbstbau-Gehäuse werden sehr groß.
        Aus meiner Sicht empfehlenswert ist der Flashforge Adventurer 3 (Bresser Rex).
        Er hat allerdings nur einen kleinen Bauraum von 15x15x15

      • Profilbild von Wodan19
        # 13.10.20 um 14:20

        Wodan19

        Qidi X-Plus für Single nozzel

        • Profilbild von Kristian
          # 13.10.20 um 18:28

          Kristian CG-Team

          Puh, nen Qidi habe ich auch hier (X-Max) und kann den auch nicht wirklich empfehlen. Der komplette Druckkopf ist komplett verbuggt, er ist relativ laut, aber ggf. muss ich mehr Zeit (bisher so 3-4 Stunden Frust) reinstecken. Bisher haben wir aber immerhin eine Pizza drin gemacht 😀

          Hast du den X-Plus, Wodan19?

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