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Medizinisch zertifizierte Langzeit-Blutdruck-Überwachung mit Hilo-Armband

Hilo_Blutdruck-Armband_am_Handgelenk

Gesundheits-Gadgets haben Hochkonjunktur. Egal ob Smartwatch, -band oder -ring, es gibt unzählige Wege, Bewegung, Puls und Schlafqualität zu überwachen. Der Blutdruck als besonders wichtiger Indikator für die Herz-Kreislauf-Gesundheit wird dabei in der Regel nicht erfasst. Das Hilo-Armband ist explizit dafür gedacht, den Blutdruck über einen längeren Zeitraum zu beobachten. Wir haben es über mehrere Wochen ausprobiert und sagen euch, wie gut das funktioniert.

Hinweis zu Gesundheitsthemen: Wir bewerten das Armband anhand unserer Nutzungserfahrung und gemessener Vergleichswerte. Wir sind keine medizinischen Experten und jede Aussage ist entsprechend mit Vorsicht zu genießen. Der Hersteller betont, dass Hilo kein Diagnosegerät ist und niemals die Einschätzung eines Arztes ersetzen kann. Es kann ergänzend zur ärztlichen Diagnose zur Langzeitbeobachtung eingesetzt werden.

Kurzfazit

Das Hilo-Band ist ein medizinisch geprüftes Produkt, das den Blutdruck durchgehend überwacht, dabei präzise Ergebnisse liefert und die Daten ansprechend in der App aufbereitet. Nutzbar ist es aber nur mit einem kostenpflichtigen Abonnement, das jährlich abgeschlossen wird. Andere gemessene Werte wie Herzschlag oder Schlafqualität kommen in der App etwas zu kurz.

  • Medizinisch geprüfte Funktionsweise
  • 24/7-Blutrucküberwachung, mehrere Messungen pro Stunde
  • Einfache Einrichtung und Kalibrierung per Manschette
  • Umfangreiche App mit Notizen, Medikamenten-Erinnerung und Gesundheitshinweisen
  • Blutdruckbericht zur ärztlichen Vorlage lässt sich einfach erstellen
  • Hohe Abokosten von 119,99€/Jahr
  • Zu Puls, Schlaf und Bewegung deutlich weniger Daten als die meisten Fitness-Tracker

Lieferumfang

Das Band selbst ist relativ klein, die Messeinheit – der „Pod“- nur 3,4 Zentimeter lang; die genauen Abmessungen sind 8,5 x 16 x 34 mm. Dafür liegt aber einiges an weiterem Zubehör mit im schlichten, braunen Karton, in dem es ausgeliefert wird. Für den Pod gibt es zwei Armbänder in unterschiedlicher Länge, die einfach durch die beiden Metallschlaufen des Pods gefädelt und per Klettverschluss verschlossen werden können. Auf den Bildern der Anleitung ist ein Band aus Silikon zu sehen, bei unserem Armbändern handelt es sich aber um Nylonarmbänder, die ich persönlich optisch schöner finde.

Es gibt eine Ladestation mit USB-C-Kabel, in die der Pod einfach eingeklemmt wird. Über zwei Kontakte auf der Unterseite erfolgt die Energieübertragung. Dabei zeigt eine rot leuchtende LED in der Ladestation den Status an: Blinken bedeutet, dass geladen wird; ist der Akku voll, leuchtet sie dauerhaft rot.

Noch deutlich größer und für die Benutzung essenziell ist die Manschette für den Oberarm. Diese wird wie eine herkömmliche Blutdruckmanschette per Klettverschluss geschlossen, hat aber eine elektronische Steuerungseinheit inklusive Akku. Es gibt ein extra Ladekabel für die Manschette, die interessanterweise einen alten Micro-USB-Anschluss besitzt.

Zu guter Letzt liegt auch eine Anleitung bei, in der in elf verschiedenen Sprachen die Einrichtung und Benutzung des Bandes erklärt wird. Hier ist auch ein QR-Code abgedruckt, der einen zur für die Benutzung erforderlichen App führt.

Einrichtung des Bandes und der App

Hat man die App installiert, gilt es zunächst, einen Account anzulegen. Wichtig: Für die Nutzung der App ist ein kostenpflichtiges Abonnement erforderlich. Das erste Jahr ist beim Neukauf des Hilo-Bandes kostenlos bzw. im Kaufpreis von rund 200 Euro bereits inbegriffen.

Als erster Schritt werden Band und Manschette mit dem Smartphone gekoppelt. Anschließend wird ein Systemupdate auf die neueste Firmware-Version durchgeführt. Anschließend ist das Armband grundsätzlich einsatzbereit, muss aber zunächst noch kalibriert werden. Das geschieht durch wiederholte Messungen mit der Manschette über einen Zeitraum von vier Tagen.

Hilo Band Einrichtung
Die erste Einrichtung ist schnell abgeschlossen.

So funktionieren Band und Manschette

Ich zitiere hier einmal aus der Beschreibung des Herstellers: „Das Hilo-Band ist ein nicht-invasives Blutdruckmessgerät (BP), das optische Photoplethysmographie-(PPG-)Signale am Handgelenk des Benutzers misst und nach einem Kalibrierungsprozess mit einem oszillometrischen Blutdruckmessgerät Blutdruckwerte mithilfe einer Pulswellenanalysetechnik (PWA) berechnet.“

Das bedeutet, das Band ermittelt euren Blutdruck nur durch am Handgelenk gemessene Signale, muss dafür aber einmal in Kombination mit der Manschette am Oberarm kalibriert werden, damit es das auch zuverlässig tut. Neben der anfänglichen Kalibrierung über vier Tage muss diese mindestens einmal pro Monat wiederholt werden. Empfohlen wird, es sogar häufiger durchzuführen.

Das Hilo-Band ist als Medizinprodukt der CE-Klasse IIa (EU MDR) zertifiziert und validiert gemäß ISO 81060-2. Damit ist es ein medizinisch geprüftes Messgerät ist und kein bloßes Wellness-Gadget.

Die Kalibrierung per Manschette

Zur Kalibrierung muss die Manschette am Oberarm angelegt werden und zwar am dem Band gegenüberliegenden Arm. Rechtshänder tragen das Band am besten links, Linkshänder rechts und die Manschette jeweils am anderen Arm. Die App gibt euch hier genaue Anweisungen und Tipps; sie weist etwa darauf hin, wie ihr euch am besten hinsetzt. Sind Band und Manschette mit der App verbunden, startet die Messung automatisch.

Hilo Band Einrichtung erste Kalibrierung
Schritt für Schritt leitet einen die App durch die Messungen.

Die Manschette bläst sich dann dreimal in Folge auf (mit jeweils einer Pause von 10 Sekunden dazwischen). Der ganze Prozess dauert in etwa zwei Minuten. Wichtig ist dabei, ruhig zu sitzen, nicht zu sprechen und am besten schon seit einer Weile keiner Aktivität mehr nachgegangen zu sein. Die App weist euch hier auch ausdrücklich auf alles Wichtige hin.

Hilo Band Manschette am Arm

Nach dem ersten Tag zeigt euch die App noch kaum Werte an, erst mit der zweiten, dritten und schließlich vierten Messung werden alle Funktionen freigeschaltet. Nach der Messung am vierten Tag ist das Band dann vollständig einsatzbereit.

Hilo Band Einrichtung Abschluss der Kalibrierung
Nach 4 Tagen ist das Band vollständig kalibriert. Den Vorgang sollte man aber mindestens einmal im Monat wiederholen.

Langzeit-Blutdruckmessung mit dem Hilo-Band und App

Wie bei den meisten Fitness-Trackern laufen auch hier alle Informationen in der App zusammen. Auf dem Startbildschirm wird eine kurze Übersicht der wichtigsten Werte angezeigt. In erster Linie ist das der Blutdruck; scrollt man weiter runter, sieht man auch die Schlafdauer, die Anzahl der Schritte und den Tagesdurchschnitt der Herzfrequenz.

Dazu gibt es Gesundheitstipps; die Möglichkeit, eigenen Notizen in der App anzulegen; eine Erinnerungsfunktion zur Einnahme von Medikamenten und die Option, einen vollständigen Blutdruckbericht zu erstellen und diesen auszudrucken oder als PDF zu erhalten, um ihn einem Arzt zeigen zu können.

Hilo Band App Medikamente
Nimmt man regelmäßig Medikamente ein, kann man sich daran durch die App erinnern lassen.

Der Blutdruck

Der Blutdruck ist der wichtigste Wert, den das Hilo-Band misst, und ihm wird mit Abstand am meisten Platz in der App eingeräumt. Die anderen Werte haben hier lediglich eine ergänzenden Funktion.

Der Blutdruck gibt an, wie viel Kraft das vom Herzen gepumpte Blut auf die Innenwände der Blutgefäße ausübt. Er wird in zwei Werten in der Einheit mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) angegeben: Der systolische (erste) Wert beschreibt den Druck in dem Moment, in dem sich das Herz zusammenzieht und das Blut kraftvoll in die Arterien auswirft. Der diastolische (zweite) Wert misst den verbleibenden Restdruck in der Phase, in der sich der Herzmuskel entspannt und wieder mit Blut füllt. Als medizinisch optimal gilt bei Erwachsenen in Ruhe ein Wert von unter 120/80 mmHg (gesprochen: „120 zu 80“). Bis 129/85 spricht man noch von normalem Blutdruck; darüber von „hoch normal“. Von Bluthochdruck spricht man ab 140/90.

Es gibt einen nachgewiesenen „Weißkitteleffekt“, durch den der in der Arztpraxis gemessene Blutdruck bei einigen Patienten höher ist, als er zu Hause eigentlich wäre und man fälschlicherweise von Bluthochdruck ausgeht. Dadurch ist die Langzeitmessung im Alltag in manchen Fällen sogar präziser als die Messung beim Arzt.

Zunächst sieh man den durchschnittlichen Blutdruck des aktuellen Tages. Direkt darunter steht in kleinerer Schrift der Schnitt der letzten Woche. Noch weiter unten steht der Wert der letzten Messung sowie der seit dem vergangene Zeitraum und eine Einordnung, wie viel Zeit der Blutdruck im Zielbereich lag, als unter 120/80.

Hilo Band App Blutdruck Daten
Gut zu sehen: Der Blutdruck steigt unter der Woche und sinkt am Wochenende.

Tippt man auf den durchschnittlichen Blutdruck, gelangt man in eine detailliertere Ansicht. Hier wird der Blutdruck im Tagesverlauf als Graph angezeigt, außerdem kann man sich jede einzelne Messung mit Uhrzeit anzeigen lassen. Die Anzahl der Messungen variiert, was der Grund für mehr oder weniger Messungen sind, kann ich bisher nicht sagen. Der bisher niedrigste Wert waren 32 Messungen an einem Tag; der höchste Wert 57 Messungen, also etwa 2 1/2 Messungen pro Stunde.

Es wird jeweils farblich eingeordnet, wie gut der gemessene Wert ist. Man kann auch die Ansicht wechseln, von der Tageskurve zu einer wöchentlichen oder monatlichen Ansicht. Was man bei mir trotz insgesamt guter Werte gut erkennt: Der durchschnittliche Blutdruck steigt im Wochenverlauf an und sinkt zum Wochenende deutlich.

Anders als der Puls, den man ohne Hilfsmittel jederzeit selbst ausreichend genau messen kann, lässt sich der Blutdruck nicht so ohne weiteres kontrollieren. Zum Vergleich habe ich mit einer elektronischen Blutdruckmanschette gemessen und konnte die von Hilo gemessenen Werte annähernd bestätigen. Der Hersteller selbst gibt eine Toleranz für die Messungen von ±5 mmHg sowohl beim systolischen als auch beim diastolischen Wert an.

Blutdruckbericht erstellen lassen

Habt ihr euren Blutdruck über einen längeren Zeitraum mit dem Hilo-Band beobachtet, dann könnt ihr euch einen Bericht zur Vorlage beim Arzt erstellen lassen. Hier werden euer Name, Geschlecht, Alter und Gewicht vermerkt und alle Einzelmessungen eines bestimmten Zeitraumes aufgelistet. Damit wird ein relativ umfangreiches Bild gezeichnet.

Hilo Band App Monatsbericht Blutdruck 1
Der mehrseitige Bericht listet jede einzelne Messung auf. Über den Monat waren es mehr als tausend.

Zwar ersetzte das Hilo-Band ausdrücklich nicht die ärztliche Diagnose, die Werte können dabei aber potenziell hilfreich sein. Auch hier empfiehlt sich die Absprache mit dem Arzt, ob die eigene Langzeitmessung zur Bewertung genutzt werden kann.

Für die eigene Übersicht gibt es regelmäßige Zusammenfassungen in der App und Hinweise, ob sich der Blutdruck im Vergleich zur Vorwoche verändert hat.

Schlafüberwachung in der App

Die anderen gemessenen oder ermittelten Werte werden unter der Kategorie „Was wirkt sich aus“ aufgelistet und dienen mehr als erklärende Faktoren, die Einfluss auf den Blutdruck haben. Sie sind nicht so detailliert dargestellt und auch nicht so präzise wie der Blutdruck.

So unterscheidet die Schlafüberwachung nicht zwischen verschiedenen Schlafphasen (leichter/tiefer Schlaf; REM-Phase), wie man es von vielen Fitness-Trackern kennt. Hier wird lediglich zwischen „wach“ und „geschlafen“ unterschieden, und das leider nicht zu 100% präzise. So beginnt die Schlaferfassung auch mal am späten Nachmittag, wenn eine kurze Ruhephase fälschlicherweise als Schlaf gedeutet wird. An einem Tag zeigt mir die App eine Gesamtdauer von 17 Stunden an, weil ich angeblich um 21 und 23 Uhr kurz eingenickt bin, gefolgt vom nächtlichen Schlaf, einer Wachphase bis 14 Uhr und wieder einer halbe Stunde Schlaf.

Andere Nächte werden als durchgehende 7 Stunden Schlaf angezeigt, obwohl ich mehrfach wach wurde und definitiv nicht entspannt durchgeschlafen habe.

Hilo Band App Schlafueberwachung
Am 11.9. habe ich kein Nickerchen um halb 10 gemacht und am 18. definitiv nicht durchgeschlafen. Das Band sieht das anders.

Ich habe den Eindruck, dass die Genauigkeit mit der Zeit zugenommen hat. Wirklich hilfreich sind die Daten aber dennoch nicht, zumal sich die Tipps, die einem die App gibt, auf allgemein bekannte Lebensweisheiten beschränken. Ja, regelmäßiger Schlaf ist wichtig und gut für meinen Blutdruck und ein Zeitfenster von 7-8 Stunden ideal.

Schritte in der App

Der Schrittzähler ist genau das. Er erfasst die pro Tag gelaufenen Schritte. Das wird dann im Wochen-, Monats- oder Halbjahresverlauf angezeigt. Es gehört mittlerweile allerdings zum absoluten Standard bei Fitness-Armbändern und Uhren und selbst jedes Smartphone zählt heute Schritte.

Wieder gibt es Tipps, etwa dass Bewegung wichtig für die Gesundheit und auch für den Blutdruck ist: Ein kurzer Spaziergang nach Mahlzeiten stabilisiert den Blutdruck; zu langes Sitzen ist ungesund. Gut zu wissen.

Herzfrequenz in der App

Ohne Puls kein Blutdruck. Der Herzschlag wird mehrfach am Tag gemessen und hier ebenfalls als Durchschnittswert über den Tag angezeigt. Alternativ kann man den Tagesdurschnitt im Monats- oder Halbjahresverlauf ansehen. Anders als beim Blutdruck gibt es aber keine Übersicht über die einzelnen Messungen oder einen Verlauf über einen einzelnen Tag.

Das ist schade, da man so zum Beispiel nicht die Veränderung bei Bewegung und Sport beobachten kann. Ich sehe lediglich, dass mein durchschnittlicher Puls an Tagen, an denen ich Sport gemacht habe, im Schnitt um 10 Punkte höher liegt. Ich sehe aber nicht, wie hoch mein Puls während des Sports war.

Die einzige Möglichkeit, einen aktuellen Wert zu sehen, ist direkt nach einer Kalibrierungs-Messung mit der Blutdruckmanschette. Dann wird mir auch mein Puls angezeigt, der sich immerhin mit einer Kontrollmessung auch bestätigen lässt.

Andere Blutdruck-Gadgets

Die Möglichkeit, den Blutdruck zu messen oder zumindest zu „ermitteln“ bieten auch einige Smartwatches und Fitness-Armbänder. So versprechen sowohl die Apple Watch als auch die Uhren von Samsung und Huawei eine Messung des Blutdrucks.

Besonders präzise ist dabei vor allem die Huawei Watch D3, während Samsung und Whoop genau wie Hilo mit einer Manschette kalibriert werden müssen und per Handgelenkssensor den Blutdruck aus der Messung der Pulswellen ermitteln. Apple „schätzt“ sogar nur anhand der Auswertung anderer gemessener Daten und verzichtet auf die vorherige Kalibrierung.

Bei all diesen Modellen ist der Blutdruck jeweils ein zusätzliches Extra und nicht der Hauptfokus wie bei Hilo. Dafür kostet eine Apple Watch mit 300 Euro und aufwärts oder eine Watch D3 mit über 400 Euro auch mehr als das Hilo Band. Wie verschiedene Modelle von Apple, Samsung und Huawei den Blutdruck ermitteln, haben wir hier genauer erklärt.

Fazit: Ausführliche Blutdruckmessung mit Abo-Kosten

Das Hilo-Band verspricht eine kontinuierliche Messung des Blutdrucks und die wird auch geliefert. Eine hundertprozentige Präzision garantiert man nicht und die ist auch nicht zu erwarten. Dennoch sind die Messungen nach allen Maßstäben und auch im Abgleich mit anderen Blutdruckmessgeräten gut genug für die Langzeitbeobachtung. In meinem Fall decken sich die Werte außerdem mit Messungen beim Arzt, die in der Regel ziemlich im Normalbereich liegen. Das unterstreicht auch die Klassifizierung als Medizinprodukt.

Die Darstellung der Messergebnisse ist ansprechend und übersichtlich. Die Möglichkeit, sogar einen ganzen Bericht zur Weitergabe an einen Arzt erstellen zu lassen, gefällt mir ebenfalls. Die Frage ist eben, was man mit den erhaltenen Daten macht. Wäre mein Blutdruck leicht erhöht, was ich mit dem Hilo-Band feststellen würde, könnte ich mir überlegen, wie ich meinen Alltag anpassen könnte, um den Blutdruck zu senken. Ob ich das durch Bewegung, Ernährung, Schlaf oder Medikamente erreiche, dabei hilft mir aber auch das Band und die App nur bedingt. Umgekehrt kann ich das Band natürlich auch rein dazu tragen, um mich zu vergewissern, dass mein Blutdruck im Normalbereich liegt.

Die zusätzlich gemessenen Werte werden hingegen nicht in einer für mich zufriedenstellenden Weise angezeigt. Eine Anzeige meines Pulses, der ja immerhin regelmäßig gemessen wird, hätte ich mir schon gewünscht. Die Schlafüberwachung ist leider zu ungenau, um wirkliche Schlüsse zuzulassen und würde ohnehin nicht mehr als die reine Schlafdauer anzeigen.

In den Amazon-Rezensionen kommt das Band auf durchschnittlich 3,5 von 5 Sternen , wobei die Mehrheit der Nutzer zumindest mit den Messergebnissen sehr zufrieden ist.

Nun muss man das Ganze mit dem verlangten Preis gegenrechnen. Das Band selbst kostet 79,99€, das Jahresabo für die App 119,99€. Das heißt man zahlt 200 Euro im ersten und 120 Euro in jedem weiteren Jahr, in dem man das Band nutzt. Das empfinde ich ehrlich gesagt als deutlich zu hoch für das Gebotene. Die einzige Ausnahme wäre eine mit dem Arzt abgestimmte Nutzung zur Überwachung eines chronisch zu hohen Blutdrucks; hier wäre mir meine Gesundheit wohl die 10 Euro im Monat wert.

Hilo Band App Mitgliedschaft
Die App ist nur mit Abonnement nutzbar.

Dann sollte man aber auch bedenken, dass etwa eine Galaxy Watch ebenfalls den Blutdruck ermitteln kann. Die Huawei Watch D3 misst ihn sogar dank einer eingebauten Manschette. Und hier hat man zusätzlich eben auch die vielen weiteren Funktionen einer Smartwatch, die das Hilo-Band nicht hat. Zwar sind die Uhren teurer, funktionieren aber ohne Abo und sind ab einer Nutzungsdauer von zwei oder drei Jahren sogar günstiger.

Anders als Smartwatches und Fitness-Tracker würde ich das Hilo-Band daher als absolutes Nischen-Produkt beschreiben. Wer wirklich seinen Blutdruck überwachen will oder vielleicht sogar muss, der bekommt hier ein medizinisch geprüftes und funktionales Gadget, das sich fast unbemerkt am Handgelenk tragen lässt. Wer sich aber mehr Daten erhofft und zusätzlich Puls und Schlaf überwachen und Sport tracken möchte, der bekommt bei anderen Geräten mehr für sein Geld.

e6de18fb489143a5860f3a4eac2e2c28 Hier geht's zum Gadget

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (1)

  • Profilbild von SaBe1958
    0 # 03.10.26 um 21:59

    SaBe1958 Gadget-Nerd

    120€ im Jahr zusätzlich… sonst nicht zu gebrauchen… na klar!👎

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