Arpara VR-Headset mit 5K Micro-OLED Display ab 499€

Der chinesische Hersteller arpara bringt in Kürze ein VR-Headset mit einem 5K Micro-OLED Display heraus. Dabei gibt es eine All-in-one-Lösung mit Snapdragon Prozessor, aber auch ein Gerät für den Gaming-PC. Einen Blick wert?

Arapara 5K VR-Headset Vergleich

Wie immer bei Crowdfunding Kampagnen ist auch etwas Vorsicht geboten. Bei dem arpara VR-Headset gibt es bereits Modelle im Umlauf. Damit scheint schon einmal ein funktionierendes Produkt zu existieren. Jedoch habt ihr sicherlich die Logistik- und Produktionsprobleme in der Technik mitbekommen und angepeilte Veröffentlichungstermine können schnell verschoben werden.

Ein weiteres VR-Headset aus China

Um ehrlich zu sein, sind die Entwicklungen im VR-Bereich in China bei uns etwas unter dem Radar geblieben. Neben dem Headset von Pico, welches zum Tiktok Konzern ByteDance gehört, gibt es mit arpara noch einen weiteren interessanten Hersteller.

Arapara 5K VR-Headset auf dem Sofa

Diese starteten Ende letzten Jahres eine erfolgreiche Kickstarter-Kampagne und bieten jetzt über Indiegogo das Headset nochmal zu einem reduzierten Preis vor dem Verkaufsstart an.

Verkaufsargument: 5K Micro-OLED Display

Unterscheiden möchte sich das Headset durch seinen Bildschirm. Hier nutzt man ein 5K Micro-OLED Display, wodurch man eine Auflösung von 2560 x 2560 Pixel pro Auge erreicht. Die Bildwiederholrate kommt auf die gewählte Version an, die All-in-one Variante bietet 90 Hz, bei der Tethered Variante gibt es bis zu 120 Hz.

Arapara 5K VR-Headset Benutzung

Gleich sind aber die restlichen Displayspezifikationen wie eine Pixeldichte von 3514 ppi, 95° Field of View und einen 90% DCI-P3 Farbraumabdeckung. Hier hebt man sich von etablierten Headsets wie der Oculus Quest 2, aber auch PC-Headsets wie Vive Pro 2 oder Valve Index, ab.

Tethered-Variante für den Gaming-PC

Fangen wir mit der Tethered-Variante an. Bei der braucht man ein weiteres Gerät, um diese zu betreiben. Dafür kann ein Notebook, PC oder sogar ein Smartphone herhalten. Bei den Smartphones werden zum Beispiel das OPPO Find X3 Pro, das OnePlus 9 Pro oder das Samsung S21 als kompatibel angegeben. Aber vermutlich wird eher ein Gaming-PC hier der Hauptanschlusspunkt sein.

Arapara 5K VR-Headset Tethered

Ihr braucht zur Benutzung auch eine Base Station, wie die Valve Index oder VIVE Geräte. Diese liegen auch nicht bei, sondern müssen separat gekauft werden. An Anschlüssen gibt es einen USB-C 3.2 Anschluss, einen Kopfhöreranschluss und noch einen Micro-USB-Anschluss. Aufgrund der höheren Bildwiederholrate ist die Tethered-Version natürlich interessant, jedoch auch aufwändiger zu nutzen.

All-in-one Variante für schnellen Einsatz überall

In Richtung Oculus Quest 2 geht es mit der All-in-one Variante. Hier nutzt man mit dem Snapdragon XR2 denselben Prozessor wie die Oculus Quest 2 oder das Pico Neo 3 Link Headset.  Auch die Speicherausstattung ist mit 8 GB Arbeitsspeicher und 128 GB Speicher recht ähnlich. Hier funktioniert das Tracking dann auch über vier Kameras, weswegen man keine zusätzliche Base Station benötigt. Software und Spiele gibt es hier auch über mehrere Wege.

Arapara 5K VR-Headset AIO

Zu einem kann man das Headset mit oder ohne Kabel mit einem Gaming-PC verbinden und so Steam VR nutzen. Alternativ gibt es einen hauseigenen Store, aber auch der VIVEPORT Store soll zu Beginn verfügbar sein. Mit den über den Store erworbenen Spielen braucht man dann natürlich keinen PC und spielt direkt auf dem Gerät. Hier spart man sich den Micro-USB-Anschluss, sondern verbaut nur einen USB-C 3.2 Anschluss und einen Kopfhöreranschluss. Zusätzlich gibt es kabellos die Möglichkeit Wi-Fi 6 und Bluetooth 5.2 zu nutzen.

Let’s go to the Metaverse

Genauso wie Meta bzw. Facebook hat man eine eigene Metaversewelt namens arparaland, wo man sich mit anderen Leuten treffen kann und deren Besitztum über NFTs geregelt wird 🤦.

Arapara 5K VR-Headset Metaverse

Das GIF fasst es für mich eigentlich ganz gut zusammen und ich spar mir weitere Kommentare zum Metaverse und wie doof ich die Idee finde.

Einschätzung: das Display muss es richten!

Aufgrund der höheren Auflösung setzt sich das Headset im Gegensatz zur Pico Neo 3 Link etwas von anderen Headsets ab. Die Tethered-Variante gibt es aktuell mit dem nötigen Zubehör als Deep Gaming Kit für umgerechnet 622€. Etwas teurer ist die All-in-one-Lösung, welche umgerechnet 688€ kostet. Im Vergleich ist die All-in-one-Lösung teurer als ihre Konkurrenz von Oculus und Pico. Hier muss die Verbesserung des Displays sich schon signifikant auswirken, denn in Sachen App Store liegt man hier sicherlich zurück. Gleiches gilt für die Tethered-Variante, auch hier ist das Display das Hauptargument.

a347f3210fb645439a9261a6d942fc48 Hier geht's zum Gadget
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Fabian

Besonders interessieren mich Kopfhörer, aber auch alles rund um Computer & Laptops kann mich begeistern.

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Kommentare (3)

  • Profilbild von Phat
    # 04.05.22 um 16:05

    Phat

    LOL wer bei indiegogo.com irgendwas zahlt dem ist echt nicht mehr zu helfen. Ich war so blöd und hab 400 Euro verloren – never again crowdfunding oder besser crowdscamming. Und es war ja alles sooooo real.

    Und selbst wenn es das Produkt geben sollte, was soll man damit ohne vernünftige Apps und da kommt ja aus Asien immer was ganz besonders tolles….

    Aber muss jeder selbst wissen.

  • Profilbild von Jonas
    # 04.05.22 um 20:20

    Jonas

    Es muss halt Spiele/Apps dafür geben. Ohne die ist das ding schon tot.
    Bei Kickstarter haben sie ja schon: 728.139 $ eingesammelt.

    Die Anzahl der Kommentare spricht Bände: über 2800 Stück. Lieferdatum war März 2022.
    Gut, da rechnet man 4-8 Monate drauf.
    Aber wer da Geld reinstecken sollte, sollte sich auf einen Verlust einstellen. Alternativ eine Oculus 2 holen.

  • Profilbild von johnbob
    # 09.05.22 um 07:28

    johnbob

    indigogo ist schon nicht schlecht … habe dort einmal was gekauft über 300 Euro und es hat super geklappt. Aber wie meine Vorgänger schon gesagt haben ohne Spiele ist das leider eineTotgeburt

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