Test

Black Shark Lucifer T6 wireless Gaming In-Ear Kopfhörer für 29,99€

Die Black Shark Lucifer T6 sind ein weiterer Gaming-In-Ear Kopfhörer von Xiaomis Gaming-Sparte. Mit Bluetooth 5.2, niedriger Latenz und überraschend wuchtigen Bässen.

Black Shark Lucifer T6 Hoerer auf Tisch

  • Black Shark Lucifer T6
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Verpackung & Lieferumfang

Zwischen den einzelnen Black Shark Lucifer Modellen tut sich nicht viel. Das trifft auch auf die Verpackung zu. In dem kleinen überwiegend schwarzen Karton findet man die Hörer samt Case, drei Paar Ohrpolster, ein USB-C Ladekabel und eine mehrsprachige Bedienungsanleitung.

Black Shark Lucifer T6 Lieferumfang

Ähnliches Design zu T2 und T10

Die Hörer der Black Shark Lucifer T6 haben praktisch dasselbe Gehäuse wie die T2. Sogar die beiden leuchtenden Pfeile auf der Hörer-Rückseite wurden hier übernommen, während sie bei den T10 durch ein leuchtendes Black Shark Logo ersetzt wurden. Wie schon bei den T2 leuchten die Pfeile im Musik-Modus in Weiß, im Gaming-Modus in Giftgrün. Die Hörer selbst gibt es nur in Schwarz und bestehen aus einem leichten Kunststoff. Schade, eine ähnlich große Farbauswahl wie bei den Lucifer T10 hätte meiner Meinung nach nicht geschadet.

Black Shark Lucifer T6 und T10 Hoerer
T2 im Vordergrund, T10 im Hintergrund

Das Ladecase sieht dem der T2 zwar ähnlich, wurde aber leicht modifiziert. Die grünen LEDs auf der Vorderseite haben grundsätzlich eine ähnliche Anordnung, sind aber in mehrere kleine LEDs unterteilt. Sie sehen aber nicht nur nett aus, sondern haben auch die Funktion eine Aussage über den aktuellen Ladestand zu geben.

Black Shark Lucifer T6 Hoerer Innenseite

Das Design gefällt mir insgesamt gut. Der Gaming-Fokus wurde optisch meiner Meinung nach gut getroffen. Dabei sind die Hörer gut verarbeitet, Material oder Produktionsfehler konnte ich keine finden. Wie die Black Shark T10 sind auch die T6 mit IPX5 vor Wasser geschützt.

Sound der Black Shark T6 Gaming In-Ears

Wie auch die T2 und die T10, sind auch die Lucifer T6 mit dynamischen Treibern mit einem Membran-Durchmesser von 10 mm ausgestattet. Auch der Klang ist ähnlich, weswegen ich mich frage, ob die T6 neben den T2 und T10 überhaupt nötig sind.

Im Test sind die Black Shark Lucifer T6, ebenfalls gut basslastig. Dabei gibt der Gaming In-Ear im Musik-Modus den Tiefton kräftig und dominant wieder. Auch tiefe Subbassfrequenzen deckt der verbaute Treiber ab. Fans basslastiger Musik kommen hier definitiv auf ihre Kosten.

Black Shark Lucifer T6 Treiber
Der Werbetext schießt hier etwas über das Ziel hinaus

Durch den stark betonten Bass sind leider auch Mitteltonfrequenzen, wie beispielsweise Stimmen, etwas unnatürlich bassig, was dem einen gefällt, dem anderen nicht. Im Hochton muss man hier definitiv Abstriche machen, denn der Bass übertönt feine Nuancen komplett und durch die starken Bass-Schwingungen der Membran ist der Kopfhörer auch nicht dazu in der Lage Hochtonfrequenzen sauber wiederzugeben. Durch Equalizer-Einstellungen lässt sich dies etwas korrigieren, dennoch liefern beispielsweise die SoundPEATS Free2 Classic ein deutlich neutraleres Klangbild.

Gaming-Modus

Der Gaming-Modus verringert die Latenz, was nicht nur beim Gaming von Vorteil ist, sondern durchaus auch während des Video-Streamings. Im Test wird der Klang im Hochton dadurch nochmal etwas schlechter. Allerdings ist er wiederum deutlich besser als bei den Lucifer T2 und einen Hauch schlechter als bei den T10. Allerdings ist die Latenz mit 35 ms laut Hersteller hier aber auch noch mal geringer als bei den T10.

Headset

Das Headset der Black Shark Lucifer T6 ist leider nicht so gut, wie es bei einem Gaming In-Ear sein müsste. Im Test werden Hintergrund und Störgeräusche bedauerlicherweise nicht gut gefiltert, sodass sie sich eigentlich nur in ruhigen Umgebungen zum Telefonieren oder für einen Sprachchat, beispielsweise via Discord, eignen.

Tragekomfort

Mit den großen Ohrpolstern halten die Black Shark Lucifer T6 im Test gut in meinen Ohren und isolieren gut von der Außenwelt. Wie immer sei jedoch gesagt, dass Passform und Halt von Ohr zu Ohr unterschiedlich ausfallen.

Black Shark Lucifer T6 Tragekomfort

Bedienung via Touchsensoren

Die Black Shark Lucifer T6 sind mit Touchsensoren auf den Hörer-Rückseiten ausgestattet und unterstützten mehr Gesten, als die Lucifer T2 und T10.

Geste: 1x berühren2x berühren3x berührenlang berühren
rechter HörerLaustärkre erhöhenPlayPause; Anruf annehmen/beendenGame/Musik Modusnächster Titel
linker HörerLautstärke verringernPlayPause; Anruf annehmen/beendenSprachassistentvorheriger Titel

So ermöglichen die Black Shark Lucifer T6 Gaming In-Ears eine vollständige Bedienung – sehr gut! Im Test haben die Gesten zuverlässig funktioniert, nur sehr selten tut der Kopfhörer etwas anders, als man eigentlich möchte.

Bluetooth Reichweite

Die Black Shark Lucifer T10 sind mit einem Bluetooth 5.2 Modul ausgestattet. Dieses unterstützt den AAC- und SBC-Codec. Ein hochauflösender Codec wäre hier wohl auch pure Geldverschwendung, da der Unterschied aufgrund der Treiber-Leistung wohl nicht wirklich hörbar wäre.

Im Test bleibt die Verbindung auf freier Fläche auf eine Distanz von rund 12 Metern stabil, ein solider Wert. In einer Wohnung ist es entsprechend weniger, hier wird die Reichweite meist von Betonwänden weiter beschränkt. Innerhalb eines Raumes hat man aber definitiv keine Probleme.

Akkulaufzeit

Wie auch in den T2 und den T10 sind auch hier 40 mAh große Akkus in den Hörern verbaut. Ebenfalls gleich groß ist der Akku in der Ladebox, mit einer Kapazität von 400 mAh. Black Shark gibt die Laufzeit hier mit 6,5 Stunden an, im Test konnte ich bei gemischter Lautstärke von 50%-70% eine Laufzeit von rund 5 Stunden erreichen, weniger als der Hersteller verspricht, aber immer noch solide.

Black Shark Lucifer T6 USB C Port

Mit der Ladebox können die Hörer rund viermal erneut aufgeladen werden. Ist die Box leer, dauert ihr Ladevorgang rund zwei Stunden. Kabelloses Laden der Ladebox ist nicht möglich, was in der Preisklasse ohnehin eher die Seltenheit ist.

Fazit

Die Black Shark Lucifer T6 Gaming In-Ear Kopfhörer lösen in mir gemischte Gefühle aus. Grundsätzlich ist der Kopfhörer für den Preis ganz okay, allerdings sind die Unterschiede zu T2 und T10 so gering, dass man ihn sich fast hätte sparen können.

Schön ist hier natürlich die vollständige Bedienbarkeit, gute Bluetooth Reichweite, ein Gaming-Modus der ganz gut klingt und das Gaming-Design, für den der es mag.

Schade ist jedoch, dass sich ein ausgewiesener Gaming-In-Ear nicht als Gaming-Headset eignet. Hier hätte Black Shark mehr liefern müssen, dann gerne auch für einen etwas höheren Preis. Ich persönlich würde mich nach den Tests von T2, T6 und T10 wohl für den T10 entscheiden, da er im Gaming-Modus noch etwas besser klingt, im Angebot schon etwas günstiger war und eine größere Farbauswahl bietet.

Wer mit diesem ganzen Gaming Hokuspokus nichts anfangen kann und einfach nur auf der Suche nach einem möglichst günstigen In-Ear ist, dem kann ich die SoundPEATS Free2 Classic ans Herz legen. Alternativ wären auch die Earfun Free 2 mit aptX eine Option.

5eb81c74ce0f415295d7986ef7c4a0a8 Hier geht's zum Gadget
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Tim

Gadget-Nerd bei China-Gadgets seit 2015 und immer auf der Suche nach günstigen, hochwertigen Audio-Alternativen.

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Kommentare (3)

  • Profilbild von Jens
    # 24.08.22 um 00:52

    Jens

    Ohne mitgelieferten Blauzahn Dongle bekommt man die doch nicht an den PC angeschlossen oder irre ich mich?

    • Profilbild von Uwe
      # 24.08.22 um 13:36

      Uwe

      Also die meisten PCs haben heute schon BT am Mobo.

    • Profilbild von Tim
      # 29.08.22 um 08:57

      Tim CG-Team

      Und wenn nicht gibt es ja BT Sticks.. 🙂 Allerdings kann ich dir nicht beantworten, ob das mit der Latenz am Rechner so funktioniert, wie du es dir vorstellst

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