Test

BlitzWolf BW-XRC600 Saugroboter im Test für 161,78€

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Schon seit langem ist bei uns im Büro das Saugroboter-Fieber ausgebrochen, demnach standen wir mit zitternden Knien vor dem Paketboten, als er uns den BlitzWolf BW-XRC600 Saugroboter überreicht hat. Ob die Firma BlitzWolf mit ihrem ersten Modell dieser Art einschlägt, lest ihr hier:

 Technische Daten

Saugkraft1200 pa (Vergleich: Xiaomi Mi: 1800 pa,  ILIFE A4: 1000 pa)
Lautstärke65 dB
Akku3350 mAh
Arbeitszeit120 Min.
Ladezeit3 h
Staubkammer0,4 L
Maße33,0 x 33,0 x 8,0 cm
Gewicht3,7 Kg
Geschwindigkeit21,5 – 23,5 cm/sec
FeaturesBürstenköpfe, Fernbedienung, virtuelle Wand, App-Steuerung

BlitzWolf-BW-XRC600-Saugroboter-Test

Wir hatten bereits diverse Saugroboter bei uns im Büro im Dienst, dieses Modell von BlitzWolf erhob Anspruch auf den Thron des Xiaomi Saugroboters. Bereits an der Erstplatzierung gekratzt, musste sich der BW-XRC600 trotz des über hundert Euro günstigeren Preises knapp geschlagen geben. Was ihn dennoch zu einem Spitzenmodell macht, haben wir für euch herausgefunden.

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Wie der ILIFE A4 mit zwei rotierenden Bürsten ausgestattet, dank des Vorderrads überwindet er Hindernisse

Lieferumfang

Der BW-XRC600 bringt eine Fernbedienung in edlem schwarz sowie eine virtuelle Wand mit. Mit dieser lassen sich Bereiche abstecken, die der Saugroboter dann nicht abfährt. Falls ihr mehrere Bereiche davon zuhause habt, könnt ihr weitere Wände hier dazu bestellen. Das Ladekabel verbindet man mit der Docking Station und auch Ersatz-Bürstenköpfe sind dabei, für den Fall, dass die bereits angebrachten Bürsten mit der Zeit zuviel Abnutzung erfuhren. Damit der Robosauger in eurer Abwesenheit die Bude in Schuss halten kann, muss der Akku vor der Erstbenutzung etwa 3 Stunden aufgeladen werden.

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Von links: Fernbedienung, virtuelle Wand, Ladekabel, Ersatz-Bürstenköpfe, Docking Station

Die Staubkammer von 0,4 Litern ist etwas klein und somit je nachdem wie staubig die Wohnung ist, schnell voll. Der Saugroboter beginnt in eingeschaltetem Zustand selbstständig mit der Arbeit und lässt sich sowohl über die Fernbedienung als auch über die Docking Station timen. So ist einstellbar, ob der Robosauger beispielsweise nur Montags um 11 Uhr zu saugen beginnt oder auch mehrmals am Tag aktiv wird.

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Mit vier Rollen an Board überquert der Robosauger Hindernisse wie Teppiche grundsolide

Verbindung mit der App

Seinen BlitzWolf mit der App „Blitz Clean“ zu verbinden, stellt sich ohne Anleitung als etwas kompliziert dar, daher haben wir hier die einzelnen Schritte für euch:

  1.  App „Blitz Clean“ von BlitzWolf aus dem Store downloaden
  2. Am Saugroboter erst die „VAC-Taste“, daraufhin „Soft-Touch“ gedrückt halten bis „Cd“ aufleuchtet
  3. Nach Öffnen der App auf „Touch to add a device“
  4. Auf „Wi-Fi Setting“, dann auf „Next“
  5. WLAN-Passwort eingeben
  6. Drücken auf „Confirm“
  7. „Smart Cleaner“ wählen

Steuerung per App

Der Robosauger überzeugt in der App-Steuerung (auf englisch) nicht immer, was die Lenkung über die Pfeiltasten betrifft, sehr wohl aber wenn es an die wählbaren Modi geht. Im „Auto-Modus“ vollrichtet der BW-XRC600 seine Arbeit wie gewohnt automatisch. Bei „Spot“ dreht er sich im Kreis um die eigene Achse, was insbesondere bei größeren Haufen von Vorteil ist. Betätigt man „S-Pattern“, fährt der kleine Sauger Schlangenlinien, bei „Polygonal“ dreht er seine Runde in Form eines Polygons, eines Sechsecks. Besonders ausgefallen: Befindet er sich in der Nähe von Wänden, säubert er über „Wall“ auch in den hintersten Ecken. Und das ohne irgendwo anzustoßen.

Zudem lässt sich über die App auch bei Auswahl von „Non-collision“ vermeiden, dass der Saugroboter gegen Hindernisse fährt. Über seine Sensoren vorne oberhalb der Bürstenköpfe erkennt er diese frühzeitig und weicht aus. Ist allerdings „Collision“ angewählt, lässt sich der ein oder andere Crash vorhersagen. Das einzige Manko an den Einstellungsmöglichkeiten ist, dass diese sich nicht miteinander kombinieren lassen. So lässt sich die Auto-Funktion etwa nicht mit der „Wall-Funktion“ verbinden. Wann der Reinigungsprozess beginnen soll und ob man den Sauger einmal wöchentlich fahren lassen will,  lässt sich wie auch die Größe des zu saugenden Raums (50 m² – 120 m²) einstellen.

Ist eine App-Steuerung für Saugroboter sinnvoll?

Die Fernbedienung

Neben der Steuerung über die LED-Knöpfe auf der Oberfläche des XRC600 oder der App-Steuerung lassen sich auch die Tasten auf der Fernbedienung benutzen.

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Mit einer Länge von 14, 7 cm und einer Breite von 4,1 cm liegt die Fernbedienung gut in der Hand

Die Lenkung des Robosaugers funktionierte im Test einwandfrei und deutlich genauer als mit der App, da der Roboter die Signale schneller empfängt und schneller reagiert. So lässt sich der Sauger dank der mitgelieferten Fernbedienung auch ohne WLAN bedienen.

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Besonders interessant sind die Buttons zur wählbaren Saugstufe und zur Kollisionsvermeidung

Bei der App fehlt die Funktion der wählbaren Saugstufe, wodurch der Sauger in verschiedenen Stärken arbeitet. Ansonsten sind die Bedientasten deckungsgleich.

Der Test

Wir haben wieder mal Papierschnipsel im Büro verteilt um die Saugkraft von 1200 pa des BlitzWolf zu testen. Auf unserem für Saugroboter komplizierten, fuseligen Teppichboden schlug sich dieser nicht allzu gut. Viele Papierschnipsel blieben liegen und wurden nur im Raum verteilt. Den sich darauf befindlichen Staub nahm er aber in seiner Staubkammer mit.

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Auf fiesem, fuseligen Teppichbboden konnte der BW-XRC600 noch nicht glänzen

Ein Saugroboter mit derart vielen Modi hat bei uns aber eine zweite Chance verdient. So durfte er sich nochmal auf dem Fliesenboden an den Schnipseln versuchen. Und konnte überzeugen. Bei einmaliger Fahrt geradeaus durch den Schnipselsalat ließ er bis auf wenige Papierchen nichts liegen. Zack, Rückwartsgang eingelegt, konnte er sich alle unerwünschten Schnipsel einverleiben.

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Auf Fliesen machte der Staubsaugroboter eine deutlich bessere Figur und konnte nahezu alle Schnipsel mitnehmen
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In Abwesenheit säubert der BW-XRC600 eure Wohnung – bei voller Staubkammer verliert er aber etwas an Inhalt

Bei größeren Haufen Müll, bzw. Staub auf einem Fleck könnte der Saugroboter Probleme bekommen. Hier empfiehlt sich die manuelle Bedienung anstelle der automatischen Steuerung, etwa mit der „Spot-Funktion“, wodurch sich der BlitzWolf um die eigene Achse dreht und effektiv größere Haufen aufsaugt. Den Weg zur Ladestation findet er selbstständig, dies gestaltet sich hin und wieder etwas langatmig. Die Arbeitszeit von 120 Minuten ist verglichen mit anderen Modellen etwas knapp bemessen.

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Dank den LED-Lichtern auf der Oberseite lassen sich die vorgenommenen Einstellungen gut nachvollziehen

In unserem Test arbeitete der Sauger trotz der in der Bedienungsanleitung angegebenen Arbeits-Lautstärke von 65 Dezibel sehr leise. Die kleine Staubkammer von 0,4 Litern ist allerdings ein Minuspunkt. Die LED-Lichter auf der Oberseite geben mit wechselndem Leuchten an, wie der Robosauger eingestellt ist. Ist eine Funktion ausgewählt, blinkt diese, nicht ausgewählte Einstellungen leuchten durchgehend.

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Findet den Weg zur Ladestation selbstständig wieder, auch über diese lässt sich der Robosauger timen

Mit einem Gewicht von 3,7 Kilogramm ist die Alltagshilfe schwerer als beispielsweise der ILIFE A4 und lässt sich schwerlich transportieren. Genial funktioniert der „Wall-Modus“, mit dem der BW-XRC600 alle vor ihm auftretenden Hindernisse abfährt und clever säubert.

Fazit

Der hart umkämpfte Markt der Staubsaugerroboter hat definitiv Platz für das BlitzWolf-Modell. Wird der Saugroboter vom Xiaomi-Modell in puncto Saugkraft mit 1200 pa zwar leicht abgehängt, bringt  der BW-XRC600 aber deutlich mehr Einstellungsmöglichkeiten und einen günstigeren Preis mit. Positiv hervorzuheben ist das leise Betriebsgeräusch, die in verschiedenen Stufen einstellbare Saugkraft sowie die 8 verschiedenen Modi, welche das Feintuning nach der automatischen Säuberung des BW-XRC600 extrem erleichtern, sich aber nicht kombinieren lassen. Die Arbeitszeit von 120 Minuten könnte sich je nach Wohnungsgröße als etwas zu kurz darstellen. Ebenfalls ein Minuspunkt ist die mit 0,4 L sehr kleine Staubkammer und die teilweise verzögerten Reaktionen auf die App-Lenkung. Preislich liegt der Sauger im Mittelfeld, ist allerdings auch leistungsfähiger als die günstigeren Modelle.

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Tim

Mich interessiert Technik, die uns die Arbeit im Haushalt abnimmt - ob beim Staubsaugen oder Fensterputzen. So konnte ich bereits über 100 Saugroboter testen, bei mir dreht privat (unter anderem) der Deebot T9+ seine Runden.

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Kommentare (12)

  • Profilbild von bilbo
    # 03.11.16 um 20:24

    bilbo

    Für mich bleibt der ilife5s def der Favorit. Viel günstiger und kann noch wischen. Xiomi und der ergeben für mich keinen erkennbaren Mehrwert, eher noch nen minderwert -> siehe wischen

    • Profilbild von kristian
      # 03.11.16 um 20:58

      kristian CG-Team

      Kann ich nachvollziehen. Der Xiaomi spielt bei größeren Flächen dank Saugkraft und intelligenter Raumerkennung die Stärken aus, sodass er es schneller, oder überhaupt mit großen Flächen aufnehmen kann.

      Ich finde zudem noch nett, dass man den Sauger manuell überall starten (z.B. auf Arbeit) kann – was natürlich nicht nötig ist, wenn man mal die Schichten vernünftig programmieren würde 🙂

      LG

      • Profilbild von Gast
        # 04.11.16 um 10:31

        Anonymous

        Wie habt ihr die Saugkraft bestimmt? Abgeschrieben, oder auch irgendwie gemessen? Datenblätter der Chinesen sind nicht immer das, was man sich an absoluter Ehrlichkeit vorstellen kann.

        Ok, Bei deutschen Firmen auch nicht immer (TV mit 1000Hz)

        • Profilbild von Tim
          # 07.11.16 um 10:32

          Tim CG-Team

          Die haben wir aus der Bedienungsanleitung entnommen und mit der Saugkraft anderer Saugroboter verglichen, die hier bei uns im Büro arbeiten 🙂

    • Profilbild von Gast
      # 04.11.16 um 10:29

      Anonymous

      Das Wischen ist Augenwischerei, das klappt nur, falls der Boden schon relativ sauber ist. Ansonsten wird verschmiert.

      ILife A4 ist ganz nett 😉

  • Profilbild von SfrockZ
    # 03.11.16 um 20:29

    SfrockZ

    Hat der Sauger eine intelligente Raumerkennung (z.b. Kameras) oder fährt er nach dem Zufallsprinzip quer von Wand zu Wand?

    • Profilbild von Tim
      # 07.11.16 um 09:30

      Tim CG-Team

      Der Sauger hat vorne bei den Bürstenköpfen Sensoren mit denen er Wände etc. erkennt. Da er die Räumlichkeiten aber nicht scannt, fährt er die Zimmer ab wie er sie vorfindet.

  • Profilbild von Sören
    # 04.11.16 um 00:23

    Sören

    Schliesse mich Bilbo an. Habe seit nun 4 Monaten auch den ILife V5s und bin immer noch begeistert vom Preis/Leistungsverhältnis und den erzielten Ergebnissen. Für Teppichfreie Räume echt super. Für zwischendurch tut es sogar die Wischfunktion anständig. Also ich brauche kein Wlan, Full Logic zig-zeiliges Oled Display am Gerät oder der Homebase oder was es da sonst noch alles wildes gibt. (2-Zimmer, 55qm, Laminat)

  • Profilbild von Andi
    • Profilbild von Tim
      # 17.08.17 um 11:18

      Tim CG-Team

      Hi Andi, da ist schon eine gewisse Ähnlichkeit gegeben, ist die Frage, wer da von wem geklaut hat oder sich mit wem die Fabrik teilt … 😉

  • Profilbild von kai
    # 31.07.17 um 13:48

    kai

    Hi,

    gibt es eine Möglichkeit das Gerät irgendwie zu testen?
    Da steht was von 1 Jahr Garantie. Habt ihr dazu Infos in wiefern das verlässlich ist? Das Gerät wird schließlich über China geleifert…

    LG Kai

    • Profilbild von Tim
      # 17.08.17 um 11:20

      Tim CG-Team

      Hi Kai, ein Jahr Garantie ist in China so gegeben wie hier. Kann nur sein, dass der Prozess des Umtauschs o. ä. sich etwas komplizierter gestaltet als wenn man das Gerät in Deutschland gekauft hätte.

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