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Midea H-Pack: Nach der PortaSplit kommt die Wärmepumpe OHNE Außengerät – der nächste große Wurf?

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Nachdem Midea mit der mobilen Split-Klimaanlage PortaSplit bereits einen echten Volltreffer für Mietwohnungen und Eigenheime gelandet hat, legt der Hersteller im Heizungsbereich nach. Die Midea H-Pack wurde wie die PortaSplit im europäischen Forschungs- und Entwicklungszentrum in Stuttgart speziell für den deutschen Markt konzipiert. Das Versprechen: Eine vollwertige Luft-Wasser-Wärmepumpe für den Innenraum, die komplett ohne Außeneinheit im Garten auskommt und sich hybrid mit bestehenden Gasthermen koppeln lässt.

  • Preis: Offiziell noch „auf Anfrage“ (Vertrieb über den Fachgroßhandel und Installationsbetriebe)
  • Verfügbarkeit: Finaler Marktstart in Europa für 2026 angekündigt

Technisches: Top-Kennzahlen für die Midea H-Pack

FeatureMidea H-Pack
BauartLuft-Wasser-Wärmepumpe zur reinen Innenaufstellung
Heizleistung (A7/W35)Max. 5,0 kW (Nominal: 3,5 kW)
Heizleistung bei Frost (A-10/W35)4,5 kW
Leistungsaufnahme (nominal)0,76 kW (bei A7/W35)
EffizienzwerteCOP 4,6 (A7/W35) | SCOP 4,4 (mittleres Klima, W35)
EnergieeffizienzklasseA+++ (bei 35 °C Vorlauftemperatur)
Max. VorlauftemperaturBis zu 75 °C (auch für bestehende Heizkörper geeignet)
KältemittelR290 (Propan, Füllmenge: 570 g)
BetriebsartenHeizen, Kühlen, Warmwasserbereitung
Hybrid-UnterstützungBivalenter Betrieb mit Gastherme (OpenTherm / 0–10V)
Luftführung2 Kanäle à 250 mm Durchmesser (durch Außenwand oder Dach)
Schalldruckpegel34 dB(A) innen (bei 1 m) | 47 dB(A) am Außenluftauslass (bei 1 m)
Abmessungen & Gewicht837 × 662 × 488 mm | 80 kg

Keine Kiste im Garten: Wie funktioniert eine Wärmepumpe ohne Außengerät?

Klassische Wärmepumpen scheitern in eng bebauten Reihenhaussiedlungen oder Altbauvierteln oft an banalen Hürden: Zu wenig Platz im Vorgarten, strenge Grenzabstände zum Nachbarn oder schlicht die Sorge vor Lärmbelästigung. Genau hier setzt Midea mit der H-Pack an. Das gesamte System wandert als kompaktes Monoblock-Gerät in den Keller, den Hauswirtschaftsraum, die Garage oder direkt unter das Dach. Es gibt schlichtweg kein Außengerät.

Midea H Pack Aufmacher

Die Außenluft wird über zwei rückwärtige Luftkanäle mit jeweils 250 Millimetern Durchmesser transportiert. Ihr benötigt also zwei Kernbohrungen durch die Außenwand oder eine Dachdurchführung. Ein Ventilator saugt die Umgebungsluft an, entzieht ihr die thermische Energie und bläst die abgekühlte Luft wieder nach draußen. Mit einem Schalldruckpegel von 34 dB(A) in einem Meter Entfernung arbeitet die H-Pack im Innenraum vergleichsweise leise.

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COP 4,6 und Vorlauf bis 75 °C: Was bedeuten die Werte für Laien?

Midea gibt für die H-Pack eine nominale Heizleistung von 3,5 kW (maximal 5,0 kW) an. Doch wie effizient wandelt das System Strom in Wärme um? Hier kommen zwei zentrale Kennzahlen ins Spiel: Der COP (Coefficient of Performance) ist der Momentanwert, der den Wirkungsgrad zu einem festen Messzeitpunkt beziffert. Ein COP von 4,6 bei „A7/W35“ bedeutet: Bei 7 Grad Außentemperatur und 35 Grad Vorlauftemperatur im Heizkreis erzeugt die H-Pack aus einer Kilowattstunde Strom sehr gute 4,6 Kilowattstunden Wärme.

Da das Wetter ständig wechselt, beschreibt der SCOP (Seasonal COP) hingegen die durchschnittliche Effizienz über ein gesamtes Heizjahr hinweg. Ein Wert von 4,4 ist für eine rein innen aufgestellte Luft-Wasser-Wärmepumpe beachtlich und sichert dem Gerät das Effizienzlabel A+++.

Spannend für Besitzer von Bestandsimmobilien: Das System nutzt das zukunftssichere, natürliche Kältemittel R290 (Propan) und erreicht Vorlauftemperaturen von bis zu 75 Grad. Damit lassen sich theoretisch auch ältere Radiatoren ohne Fußbodenheizung auf Temperatur bringen.

Midea H Pack

Hybrid-Option: Die clevere Brücke für alte Gasheizungen

Mit einer maximalen Heizleistung von 5,0 kW reicht die H-Pack in einem ungedämmten Altbau an klirrend kalten Wintertagen allein nicht aus. Midea positioniert das Gerät daher bewusst als Hybrid-Lösung.

Die H-Pack lässt sich direkt mit einer bestehenden Gas- oder Ölheizung koppeln. Eine integrierte Regelung entscheidet in Echtzeit, welcher Wärmeerzeuger gerade sinnvoller arbeitet. Das System vergleicht die Außentemperatur mit den aktuellen Strom- und Gaspreisen: In der milderen Übergangszeit heizt primär die sparsame Wärmepumpe, während die Gastherme nur bei extremen Minusgraden als Spitzenlast-Unterstützung anspringt. Über die optionale Midea HydroBox können Hausbesitzer die Anlage später schrittweise auf ein vollelektrisches System umrüsten, ohne das Hauptgerät ersetzen zu müssen.

Midea H Pack Hybridsystem

Was kostet die Midea H-Pack und wer montiert sie?

Einen klassischen Endkundenpreis im Online-Shop sucht man derzeit vergeblich. Erste Fachhändler wie Prosatech führen die H-Pack (Modellnummer HSR50N7-H1) mit dem Status „Preis auf Anfrage“. Da der Vertrieb primär über den Fachgroßhandel an Handwerksbetriebe läuft und für die 250-mm-Luftkanäle sowieso professionelle Kernbohrungen zwingend erforderlich sind, wird das System in der Regel als Komplettpaket inklusive Montage angeboten werden.

Einschätzung: Problemlöser für urbane Lagen

Midea beweist nach der PortaSplit erneut ein gutes Gespür für europäische Sanierungssorgen. Die H-Pack umgeht Abstandsflächen, bauliche Genehmigungshürden im Garten und Nachbarschaftsstreitigkeiten wegen Außengeräusch-Pegeln.

Als 5-kW-Kompaktgerät ist sie kein Allheilmittel für riesige, zugige Altbauten im Alleinbetrieb. Doch als leise Hybrid-Ergänzung zur vorhandenen Gastherme oder für gut gedämmte Reihenhäuser könnte die Stuttgarter Entwicklung tatsächlich der nächste große Wurf werden – vorausgesetzt, der Preis stimmt im Vergleich zu den üblichen Verdächtigen um Viessmann, Vaillant, Buderus und Co.

Was sagt ihr zur H-Pack? Wäre eine Wärmepumpe zur reinen Innenaufstellung für euer Haus interessant? Oder bevorzugt ihr weiterhin das klassische Außengerät? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

Quelle(n):

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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (20)

  • Profilbild von LP
    2 # 13.09.26 um 15:57

    LP

    Das klingt vielversprechend. Entscheidend wird halt der Preis für das Gesamtpaket sein. Bitte dran bleiben mit der Berichterstattung!

  • Profilbild von graeserjan
    0 # 13.09.26 um 17:43

    graeserjan

    ist ungefähr so wie die WEHeat Swift aus Holland.

  • Profilbild von mreis
    0 # 13.09.26 um 18:13

    mreis

    Das bieten doch schon zig etablierte Hersteller an.

  • Profilbild von Gudrun Jung
    0 # 13.09.26 um 18:22

    Gudrun Jung

    ist Midea H verfügbar und zu welchem Preis als alleinige Wärmepumpe, nicht als Zusatzgerät. 220 qm, Fußbodenzeizung.

  • Profilbild von Mrenigma
    0 # 13.09.26 um 20:01

    Mrenigma

    sehr gut, die Technik entwickelt sich weiter. gerade für gut gedämmte Bestandshäuser ist das spannend. das ziel muss sein am Ende die Gastherme durch eine Wärmepumpe zu tauschen ohne den ganzen Garten in eine Baustelle wandeln zum müssen. abgesehen davon ist ein Außengerät halt auch der Witterung ausgesetzt, muss gewartet werden.

  • Profilbild von Turbotaste
  • Profilbild von PBC
    0 # 13.09.26 um 22:17

    PBC

    Wie soll das Duschwasser in dieses System integriert werden? Läuft dann die Ölheizung immer für das warme Brauchwasser? Sehr spannende Lösung für gut gedämmte Reihenhäuser oder Etagenwohnungen.

    • Profilbild von therealsprint
      0 # 14.09.26 um 14:31

      therealsprint

      ich weiß nicht ob ich so ein Ding in meinem Reihenmittelhaus haben wollen würde. meine Gas Therme ist auf dem Dachboden in einer Nische (Dachboden ausgebaut zum Schlafzimmer) und ich denke diese Wärmepumpe wäre ziemlich laut.

  • Profilbild von Alex05
    0 # 14.09.26 um 07:39

    Alex05

    ist ja eigentlich ganz cool als innenliegende Luft Wärmepumpe. Aber als hybrid Lösung ist der totaler Quatsch warum diesen Gaskessel denn weiter behalten und weiterhin Gas Abo Preise Netz entgelte Schornsteinfeger bezahlen, obwohl eine lärme Pumpe das auch alleine schaffen sollte. Dazu kommt das in ein paar Jahren eh alle Gaskessel rausfliegen müssen als Einzelgerät super als hybrid Lösung völlig unnötig.

    • Profilbild von Christian72DD
      0 # 15.09.26 um 07:27

      Christian72DD

      Wieso sollten Gas Thermen in ein paar Jahren raus fliegen müssen?

      • Profilbild von Tobias1
        0 # 15.09.26 um 08:16

        Tobias1

        selbst wenn es dazu keine gesetzlichen Regelungen geben sollte. Die meistverbauten neuen Heizungen sind Wärmepumpen. Das heißt, es wird mittelfristig immer weniger Gasheizungen geben, auf die sich die Netzentgelte umlegen lassen. Der Anteil, den das dann am Gaspreis hat wird in den nächsten 10 bis 15 Jahren derart steigen, das Gasheizungen vollkommen unwirtschaftlich werden.

        Wird Gas teurer, werden auch Wärmepumpen attraktiver und der Kreislauf beschleunigt sich. Dass das Heizungsgesetz gekippt wurde wird sich noch als großer Fehler herausstellen, nichtmal so sehr für die Umwelt, sondern für diejenigen, die sich deshalb zum Einbau einer neuen Gastherme entschieden haben. Die werden den kauf wohl lange vor deren Ableben bitter bereuen. Schade ist das dann für die ganzen Mieter, die keinen Einfluss auf die Heizung haben, aber die Kosteb tragen müssen.

  • Profilbild von Siegfried Strasser
    0 # 14.09.26 um 07:56

    Siegfried Strasser

    Das ist für mich sehr interessant in Kombination mit der vorhandenen Heizung.
    Anstelle des Wanddurchbruchs wäre doch sicher auch der Durchgang durch das Kellerfenster möglich. Bitte dranbleiben!

  • Profilbild von Tobias1
    0 # 14.09.26 um 11:06

    Tobias1

    gibt mittlerweile ein paar Luft Luft / Luft Wasser Kombigeräte bei denen man mit einem Außengerät mehrere Räume über Luft / Luft versorgen (und auch kühlen) kann und gleichzeitig die alten Heizkörperkreisläufe und Brauchwasser über Luft / Wasser versorgen kann. Das dürfte, wenn eine Flächendeckende Umstellung auf Flächenheizung zu teuer/aufwendig wäre eine sinnvolle Lösung mit dem Bonus sein, das im Sommer auch gekühlt werden kann.

    nach einer solchen Lösung schauen wir gerade für ein ca. 100 Jahre altes Reihenhaus, bei dem wegen der vier bewohnten Etagen viele andere Lösungen kompliziert umzusetzen wären.

  • Profilbild von snuppi
    0 # 14.09.26 um 12:20

    snuppi Gadget-Nerd

    Kann nur von Midea abraten Gewährleistung oder Garantie kennt der Hersteller nicht und stellt sich tot.

  • Profilbild von Tobias1
    0 # 15.09.26 um 08:23

    Tobias1

    Wie löst Midea das Lärmproblem? Für einen hohen Wirkungsgrad muss viel Luft bewegt werden. Bei einer klassischen Wärmepumpe passiert das ohne Abluftschlauch ziemlich direkt über einen großen Lüfter = viel Fläche wenig Strömungsgeschwindigkeit.

    Bei diesem Gerät muss das alles durch eine kleine Öffnung durch… klingt für mich nach einer heftigen potentiellen Lärmquelle mit hochfrequent laufendem Rotor und hoher Strömungsgeschwindigkeit.

  • Profilbild von tommiausffb
    0 # 15.09.26 um 09:16

    tommiausffb

    Der Vorteil bei dem Gerät ist, dass es völlig legal ohne Kälteschein/F-Schein selbst montiert werden darf.

    • Profilbild von elconte
      0 # 17.09.26 um 09:31

      elconte Hobby-Bastler

      Du darfst alles selber machen ausser Kältemittelleitungen öffnen, anschließen, evakuieren oder Kältemittel einfüllen.

      • Profilbild von tommiausffb
        0 # 17.09.26 um 21:11

        tommiausffb

        Und genau das muss man bei der Midea, im Gegensatz zu Split Geräten, nicht machen.

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