Ninebot ZT3 MAX D – Neuer Offroad-E-Scooter vorgestellt
Segway hatte am 7. Oktober nach Köln eingeladen und dort zwei neue E-Scooter vorgestellt, den Max G3 Pro D und den ZT3 Max D. Während ersterer das Vorzeigemodell für die innerstädtische Fortbewegung ist, ist der ZT3 Max D ganz auf den Einsatz abseits der Straße ausgelegt.
- Ninebot ZT3 Max D
- bei Segway (1099€ | Verkauf nur über Fachhändler)
Inhalt
Technische Daten des Ninebot ZT3 Max D
| Maximale Reichweite | 72 km |
| Maximale Geschwindigkeit | 20 km/h |
| Maximales Transportgewicht | 120 kg |
| Batterie | 717 Wh |
| Motorleistung | 850 W (max. 2200 W) |
| Eigengewicht | 33,6 kg |
| Abmessungen (Länge/Höhe/Breite) | 1271 x 640 x 1372 mm |
| Abmessungen (zusammengeklappt) | 1271 x 640 x 663 mm |
| Preis | 1099€ |
Das Upgrade des Offroad-Scooters
Der ZT3 Max ist für den Offroad-Einsatz konzipiert. Das zeigt schon das Design mit viel Bodenfreiheit und der auffälligen Doppelfederung. Für die Front wurde die Federgabel gegenüber dem ZT3 Pro verbessert, man spricht nun von einer „zweistufigen Doppelhydraulik-Federung“ mit 50 mm Federweg, die sowohl leichte Stöße als auch schwere Erschütterungen abfedern soll.
Die Scheibenbremsen wachsen von 120 auf 140 mm an und die vordere Bremse lässt sich nun als Teil des „intelligenten kombinierten Bremssystems“ ICBS gleichzeitig mit der elektronischen Motorbremse betätigen.
Wie beim Max G3 Pro auch ist beim ZT3 Max das Vorderrad nun größer. Während das einen Durchmesser von 12 Zoll aufweist, sind es beim Hinterrad 11 Zoll. Es handelt sich um schlauchlose Luftreifen, die allerdings ohne automatisch den Reifen verschließende Gelschicht auskommen.
Mehr Leistung und Reichweite
Der Motor hat nun eine Spitzenleistung von 2200 W und ein Drehmoment von bis zu 43 Nm. Mit noch mehr Power bewältigt der Roller nun Steigungen bis zu 30%, was besonders für einen Gelände-E-Scooter natürlich essenziell wichtig ist.
Daneben hat man auch hier den Akku verbessert. Wichtig zu wissen: Segway hat versprochen, bei der Angabe der Reichweite von nun an präzisere Angaben zu machen, die nicht mehr unter idealen Testbedingungen sondern in realistischen Alltagsszenarien ermittelt wurden. Die 72 Kilometer, die hier angegeben werden, sollen ausdrücklich mit 20 km/h im Sport-Modus möglich sein.
Anders als der Max G3 Pro, der unter den Spitzenmodellen schon fast als Leichtgewicht mit knapp 25 kg gilt, fällt der ZT3 Max sehr schwer aus. Das Gewicht beträgt 33,6 kg, womit er sich nicht mehr so leicht tragen und transportieren lässt.
Mehr Sicherheit durch Segride
Segway betonte auf dem Launch-Event in Köln besonders, wie wichtig der Aspekt Sicherheit für die neuen Modelle sei. Unter dem Begriff „Segride“ fasst man mehrere Eigenschaften und Funktionen zusammen. Dazu gehören eine Traktionskontrolle und eine intelligente Fahrassistenz, welche die Motorleistung bei Erschütterungen reguliert und die Geschwindigkeit bei Abwärtsfahrten drosselt.

Auch die Form des Rollers selbst ist auf Stabilität ausgelegt. Der geschwungene Lenker und die geneigte Lenkstange, die außerdem leicht nach vorne versetzt ist, sorgen für einen sichereren Halt. Es gibt nun außerdem auch Blinker am Hinterrad für eine bessere Sichtbarkeit im Straßenverkehr.
Auf der Teststrecke auf dem Launch-Event gab es auch „Hindernisse“ in Form von Schotter- und Sand-Gruben sowie Bodenwellen. Diese lassen sich mit dem ZT3 Max tatsächlich erstaunlich gut befahren. Die Federung macht hier einen merkbaren Unterschied, auch wenn diese kleinen Mini-Hindernisse noch kein Vergleich zur Fahrt im Gelände sind.
Verkauf über Fachhändler
Mit den neuen Funktionen steigt auch der Preis. Der Ninebot ZT3 Max kostet um Start 1099€, ein Anstieg um 250 Euro gegenüber dem Vorgänger. Er ist außerdem Teil von Segways neuer Strategie, die eigenen Roller vermehrt auch über Fachhändler zu vertreiben, die gleichzeitig Service und Reparatur bieten. Die offizielle Webseite bietet keine Kaufoption mehr für den Roller, sondern führt einen zu Händlern in der Nähe.
Als Offroad-E-Scooter erfüllt der ZT3 Max ohnehin eine Nischenfunktion. Dennoch gibt Segway an, in Deutschland über 100.000 Modelle des Vorgängers verkauft zu haben. Einen Bedarf an solchen Rollern gibt es also. Braucht auch ihr einen E-Scooter, mit dem ihr im Zweifelsfall die Schotterpiste bis zum Gipfelkreuz erklimmen könnt, oder seid ihr nur auf der Straße unterwegs?
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