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Highlights der Nothing Ear(2):

  • Guter Klang
  • Umfangreiche App mit vielen Einstellmöglichkeiten
  • Multipoint erlaubt duale Geräteverbindung

Mit den Nothing ear(1) fing alles an, jetzt ist mit den ear(2) der Nachfolge In-Ear des neuen Unternehmens von OnePlus-MitgrĂĽnder Carl Pei erschienen. Kann man sich mit den neuen Funktionen durchsetzen?

Nothing Ear(2) in der Hand mit Blumen

Technische Daten der Nothing Ear (2)

NameNothing Ear (2)
Treiber11,6 mm dynamischer Treiber
KonnektivitätBluetooth 5.3
Akkukapazität485 mAh in Ladebox; 33 mAh pro Hörer

Ohne ANC: 6 Stunden Laufzeit Hörer, insgesamt 36 Stunden Laufzeit

ANC: 4 Stunden Laufzeit Hörer, insgesamt 22,5 Stunden Laufzeit

Gewicht4,5 g pro Hörer; mit Ladebox 51,3 g
MaßeHörer: 29,4 x 21,5 x 23,5 mm groß; Gehäuse:  55,5 x 55,5 x 22 mm
IP SchutzklasseIP54 Hörer; IP55 Case
Audio-CodecSBC, AAC, LHDC 5.0

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Lieferumfang

Neben den Kopfhörern befinden sich im Lieferumfang der Ear(2) zwei weitere Paare an Ohrpolstern, die das Set aus S, M und L vervollständigen. Ebenso vorhanden ist ein USB-C-Ladekabel und eine Anleitung.

Nothing Ear(2) Lieferumfang

Design & Verarbeitung

Nothing legt viel Wert auf Design und schickt jetzt den dritten Kopfhörer mit der transparenten Gestaltung auf den Markt. Vom Vorgänger sind sie quasi nicht zu unterscheiden, außer man achtet auf die aufgedruckte Zahl. Man hat aber sie ein wenig verkleinern können, einen riesigen Unterschied macht das aber nicht.

Nothing Ear(2) Case nebeneinander

DafĂĽr hat sich am Ladecase etwas getan. Hier hat man nach eigener Aussage einen robusteren Kunststoff verbaut. Daher soll das Case nicht so sehr verkratzen und resistenter gegen Vergilbung sein. Am Boden der HĂĽlle hat man zudem jetzt das Innere herausragen lassen, weswegen der Boden jetzt auf nicht transparenten Kunststoff sitzt. So vermeidet man vermutlich Kratzer, die man zum Beispiel auch bei unserem Ear(1) Modell sehen kann.

Nothing Ear(2) Unterseite Case

Allgemein wirkt der Ear(2) vom Design und der Verarbeitung her, wie eine Neuauflage von einem guten Konzept.

Tragekomfort

Die Kopfhörer sind leicht und bequem, während sie zeitgleich auch gut in den Ohren halten. Ich kann sie ohne Probleme stundenlang tragen, ohne Druckstellen oder ähnliche Störungen wahrzunehmen.

Nothing Ear(2) im Ohr

Aber jedes Ohr ist anders und hier hilft meist nur selber Probetragen. Zum Anpassen gibt es insgesamt Ohrstöpsel in den Größen S, M und L.

Sound der Nothing ear(2)

Beim Klang liefern die Kopfhörer ein solides Klangbild ab. Dabei fällt nichts wirklich störend auf, so richtig einen Fokus auf etwas kann man aber auch nicht feststellen. Man merkt, dass man hier die typische Abstimmung hat, wo die Tiefen und Höhen angehoben wurden, während die Mitten eher weniger Beachtung bekommen. So bekommt man hier eine ähnliche Abstimmung wie bei vielen Kopfhörern.

Die Nothing ear(2) sind aber kein Bassmonster; ob man dies jetzt positiv oder negativ empfindet, kommt sehr auf den eigenen Geschmack an. Ob es jetzt HipHop, EDM oder Pop war, man kann mit den ear(2) so ziemlich alles gut hören. In den Höhen bekommt man keine schrillen Zisch-Laute, wie man es bei den Soundcore Top-Modellen leider hat. Hier kommt es aber auch auf die eigene Empfindlichkeit an; mich stört diese Eigenschaft sehr, während Tim da kein Problem mit hat.

Nothing Ear(2) nebeneinander

Es gibt aber auch hier wieder einen Equalizer, mit dem man den Klang anpassen kann und so auf seinen eigenen Geschmack anpassen kann. So kann man hier zum Beispiel durchaus nochmal mehr Bass herauskitzeln. Über einen Test könnt ihr ein personalisiertes Klangprofil erstellen lassen.

Aktive Geräuschunterdrückung

Ohne ANC kommt heute fast kein kabelloser In-Ear aus und ist für viele ein sehr wichtiges Feature. Daher gibt es auch bei den ear(2) die aktive Geräuschunterdrückung. Hier liegt aber enttäuschenderweise eine der größten Schwächen der Kopfhörer. Auch mit Personalisierung und höchster Stufe bekommt man hier nur eine Unterdrückung, die in Ordnung ist. Einen Busmotor oder eine Kreissäge von draußen bei offenem Fenster nimmt man noch wahr. Natürlich ist das Geräusch gedämpft, aber hier gibt es weitaus bessere Lösungen, die man im Bereich über 100€ findet. Auch Stimmen sind keine Stärke, man kann noch durchaus verstehen, wenn Leute um einen sprechen.

Nothing Ear(2) auf der Hand mit Pflanze

Beim Transparenzmodus bekommt man eine solide Performance. Außengeräusche und Stimmen sind deutlich verständlicher, aber auch hier haben wir bei Modellen wie den Galaxy Buds 2 schon einmal bessere Ergebnisse gehört.

Headset / Mikrofon

Die Aufnahme der Mikrofone ist in Ordnung, man ist verständlich und hört sich auch relativ natürlich an. Hintergrundgeräusche könnten noch etwas besser gefiltert werden, Tastaturklicken und leichtes Rauschen schafft es immer noch mit in die Aufnahme hinein.

Bedienung

Eine der größten Neuerungen ist die geänderte Eingabemethode. Während die ear(1) noch auf Touchflächen auf den Hörern setzten, kommt bei den ear(2) Druckknöpfe zum Einsatz, welche man durch Zusammenkneifen des Kopfhörerstamms betätigt. Egal ob man sich am Ohr kratzt, auf einem Kissen liegt oder eine Mütze aufhat, so kommt keine falsche Eingabe zustande. Auch ist die Eingabe zuverlässig und man kann sie sehr intuitiv ausführen.

Nothing Ear(2) Bedienung

Über die Kopfhörer kann man so gut wie alles einstellen, was man benötigen kann. Das einmalige Drücken ist auf Wiedergabe/Pause oder Anruf annehmen/ablehnen festgesetzt, jedoch kann man den Rest in der App anpassen. Zu den Optionen gehört Überspringen/Zurückspringen, Lautstärke anpassen, Geräuschunterdrückung/Transparenz einschalten und der Sprachassistent. Nett finde ich auch die zusätzliche Steuerungsmethode, wo man zweimal drückt und hält, welche standardmäßig nicht belegt ist.

Verbindung & App

Mit den Nothing ear(2) unterstützt man nur Bluetooth 5.3. Als Codec bietet man SBC, AAC und LHDC 5.0 an. Erstere absolute Standardkost, während LHDC 5 schon eher ein Exot ist. Mit dem eigenen Nothing phone(1) unterstützt man diesen und ansonsten findet man ihn bei OPPO, Huawei und teils bei Xiaomi. Damit hat man dort dann einen hochauflösenden Codec mit niedriger Latenz, jedoch wäre LDAC oder aptX deutlich breiter unterstützt. Ebenfalls fehlt der neue LC3-Codec, den man aber durchaus noch in einem Update nachliefern kann.

Die größere Neuerung ist aber Multipoint, welches einem zum Beispiel ermöglicht gleichzeitig mit dem Smartphone und dem Laptop verbunden zu sein. So kann man Musik am Notebook hören und wenn ein Anruf hereinkommt, schnell wechseln. Ein super nützliches System, das nun endlich mehr verbaut wird.

Erneut gibt es die UnterstĂĽtzung der Nothing X App, welche fĂĽr iOS und Android verfĂĽgbar ist. Sie dient als Zentrale zum Anpassen der Bedienung, hat einige Einstellungen & Personalisierungen und stellt Updates bereit.

Akkulaufzeit

Etwas enttäuschend ist die Akkulaufzeit, welche mit 4 Stunden bei eingeschaltetem ANC echt nicht berauschend ist. Ohne aktive Geräuschunterdrückung sind es immerhin 6 Stunden, welche manch andere Kopfhörer aber auch mit ANC schaffen. Das Dilemma erinnert mich etwas an Huawei und ihre FreeBuds 3. Gute Kopfhörer, die einfach durch ihre Akkulaufzeit einfach nicht ganz die Checkliste abhaken. Wenn man hier, vielleicht auch durch etwas größere Hörer, nachbessern kann und auf die 6 Stunden mit ANC kommen könnte, kann man hier konkurrenzfähig werden.

Nothing Ear(2) mit Pacman

Beim Laden macht man hier alles richtig und bietet sowohl kabelgebundenes USB-C Laden als auch kabelloses Qi-Laden an.

Fazit

Die Nothing ear(2) sind eine gute Weiterentwicklung des Erstlingswerk des Unternehmens. Man hat wieder das einzigartige Design und hat ein wenig an der Größe eingespart. Den Wechsel von Touchtasten auf eine Drucksteuerung finde ich gut und sie funktioniert sehr gut. Beim Klang hauen sie mich nicht um, liefern aber durchaus ein gutes Klangbild ab, was zum Geschmack der Masse passt.

Auch die Anpassungsmöglichkeiten über die App sind vorbildlich und die duale Verbindung mit Multipoint eine gern gesehene Ergänzung. Mit dem LHDC bietet man einigen einen weiteren Codec, auch wenn dieser nicht die gleiche Verbreitung wie aptX oder LDAC hat. Es gibt aber auch zwei klare Bereiche, wo Nothing in einem ear(3) nachbessern sollte. Das ANC ist nicht der Hit und die Akkulaufzeit akzeptabel, aber definitiv unter dem Durchschnitt.

  • Guter Klang
  • Umfangreiche App mit vielen Einstellmöglichkeiten
  • Multipoint erlaubt duale Geräteverbindung
  • Hochauflösender LHDC-Codec
  • Aktive GeräuschunterdrĂĽckung nicht allzu stark
  • Akkulaufzeit gerade noch akzeptabel

Ursprünglich sind die Nothing ear(1) mal für 99€ erschienen, bis man die UVP wenige Monate später auf 149€ ansteigen lassen hat. Damit starten die ear(2) natürlich jetzt auch bei 149€, womit sie sich im vollen Haifischbecken der In-Ear Kopfhörer befinden. Sony, Soundcore, Huawei, Samsung und viele mehr gibt es in diesem Bereich.

An die aktive Geräuschunterdrückung von Sony oder Soundcore kommen sie nicht heran und klanglich bekommt man im Gesamten auch mehr bei Huawei geboten. Letztendlich ist eine UVP aber auch oft nicht der Marktpreis, die ear(stick) sind bei 119€ gestartet und jetzt teilweise für ~80€ erhältlich. Mit einem Preis, der sich den 100€ nähert, sind sie definitiv konkurrenzfähiger und können mit ihrem einzigartigen Design und Funktionsumfang sicher einige überzeugen.

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Profilbild von Fabian

Fabian

Besonders interessieren mich Kopfhörer, aber auch alles rund um Computer & Laptops kann mich begeistern.

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Kommentare (13)

  • Profilbild von Numinex
    # 22.03.23 um 18:15

    Numinex

    momentan nur in weiĂź erhältlich … ?

    • Profilbild von Fabian
      # 23.03.23 um 09:27

      Fabian CG-Team

      Ja, auch wenn da viele schwarze Elemente dran sind, das ist die weiße Version bei Nothing. Bei der schwarzen wird dann vermutlich auch der vordere Teil eingefärbt.

  • Profilbild von Lekomio
    # 04.04.23 um 19:48

    Lekomio

    LHDC gibt's auf vielen Smartphones leider nicht. Die Pixel Smartphones können es auf jeden Fall nicht. LHDC ist meist auf China Smartphones verbreitet. Somit eigentlich unnötig. Hier hätte ich mir eher Aptx oder LDAC gewünscht. Vielleicht kommt Aptx ja auf dem Ear (3)

  • Profilbild von jammerweide
    # 04.04.23 um 19:48

    jammerweide

    Multipoint ist echt mal n Gewinn đź‘Ť

  • Profilbild von lächerlich
    # 04.04.23 um 22:11

    lächerlich

    ach kommt ey. das ist no name bis letztes jahr gewesen und nun 150€

    die leute reden von inflation …
    das ist doch hausgemacht wenn ihr sowas unterstĂĽzt bewerbt und am ende kauft.

    für 150€bekommt man echt geile teile bei shure die 100 mal besser abgestimmt sind.

    und wer nur die features will der kann auch bei den 50€ dingern zuschlagen.

    anc ist eh fürn hintern und läuft grade mal so bei sony gut und das iist dann ab 300 on ear.

    lasst euch doch nicht verarschen von technik features.

    • Profilbild von T-Bone
      # 05.04.23 um 10:27

      T-Bone

      Hier wird auch fĂĽr die Optik bezahlt.

      Eine Nachbarin ist Regionalleiterin bei Takko. Die haben auch Jeanshosen die so aussehen wie eine Diesel und die werden sogar im selben Werk gefertigt, aber auf der einen steht halt dick und fett DIESEL drauf und die eine kostet unter 30€, die Marke halt mindestens 100€.

      Würde sogar wetten, dass einige "NoName" T-Shirts mit Biobaumwolle in vernünftiger Qualität für unter 10€ bei C&A, H&M und anderen locker mit einem adidas Shirt mithalten können, aber da steht dann halt groß adidas auf der Brust und schon kosten die locker das Doppelt und da ist nichts mit fairer Bezahlung, Nachhaltigkeit und trotzdem, da kaufen Kunden das extra teuer und sind noch stolz drauf mit Werbung auf der Brust herumwatscheln zu können.

      So funktioniert es auch bei Technik. Warum wurde viel von Apple im Design kopiert? Warum setzt auch Sony darauf, dass man ihre Modelle schon im Vorbeigehen an Trägern ohne Mühe erkennt? Wie oft hat ein Discounter Kopfhörer von Silvercrest im Angebot und ich weiß es nicht, vielleicht sind die sogar zu gebrauchen, aber in freier Wildbahn habe ich noch nie jemanden gesehen der damit unterwegs ist. Habe gestern zum ERSTEN Mal ein Mädel gesehen was mit Over-Ear von Aukey im Kaufland unterwegs war. Sogar das sind Exoten. Bosse, Apple, Beats, die bekannten Marken, die sehe ich ständig.

      Technik Features sind meistens zweitrangig, der Mensch kauft auch Image und Ansehen. Wobei mir gerade auch einfällt, habe noch nie jemanden mit transparenten Stäbchen im Ohr gesehen, weiße und schwarze Stäbchen und Buds sämtlicher Marken und NoName´s ja, aber Nothing? Nein.
      Da scheint auch das Prinzip der Marke zu zählen. Der Preis ist doch zu heftig, etwas mehr und man bekommt sogar vernünftige von Sony, diese Wuchtigen, komme gerade nicht auf den Namen, also diese, die so wuchtig im Ohr sind und wo man sofort jedem zeigen kann, it´s a Sony.

      • Profilbild von Moepper
        # 19.05.23 um 03:42

        Moepper

        Hände weg von Silvercrest !
        Das ist übelster Schrott.🧨

        • Profilbild von Jörg
          # 19.05.23 um 10:30

          Jörg

          Blödsinn. Mein altes Silvercrest Radio im Golf 4 läuft immer noch einwandfrei.

  • Profilbild von Pitoer
    # 09.04.23 um 19:03

    Pitoer

    leider aktuell nur in weiĂź erhältlich… echt schade.. und leider noch keine Deals..

  • Profilbild von Firo
    # 06.07.23 um 15:01

    Firo

    Ich habe das Gefühl, dass man hier auch durchaus für das Design draufzahlt. Ich persönlich finde das Design nur leider echt nicht schön. Grade das Case sieht in meinen Augen total billig aus.

  • Profilbild von Herby_B
    # 06.07.23 um 21:05

    Herby_B

    Viel zu teuer !

  • Profilbild von t06145t3
    # 10.07.23 um 20:20

    t06145t3

    Gibt ea das Ganze auch, nicht in einer In Ear Version ?

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