Test

OSOTEK HotWave Wischakkusauger mit Heißwasser-Funktion & Heißluft-Trocknung

Mittlerweile bieten die meisten Hersteller neben Akkusaugern auch Wischakkusauger an. Besonders beim OSOTEK HotWave ist die Heißwasser-Funktion. Aber auch die Reinigungsfunktion mit Selbsttrocknung findet man nicht überall. Eine ganz heiße Angelegenheit?

Osotek HotWave an der Couch

Den OSOTEK HotWave aka H100 Pro könnt ihr zuerst nur im Crowdfunding bei Kickstarter bekommen. Bitte beachtet, dass Crowdfunding zwar ein Risiko bietet, es hier aber sehr unwahrscheinlich ist, dass solch ein großer Hersteller mit eurem Geld verschwindet. Erste Modelle sind auch schon produziert und das Produkt existiert definitiv. Was aber immer bleibt, ist die Verschiebung des Lieferzeitraums. Die Massenproduktion soll bereits laufen und der angepeilte Lieferzeitraum liegt im Juni.

Technische Daten des Osotek HotWave

Osotek HotWave
Saugkraft7500 pa
Displayja
WischfunktionGleichzeitig saugen und wischen mit Heißwasser
App
Lautstärkeminimum 66 dB Auto / 72 dB Max
Akku4000 mAh
SaugstufenAuto/Max/Wasserabsorptionsmodus
Arbeitszeitbis zu 35 Minuten (je nach Verschmutzung & Saugstufe)
WassertankFrischwasser: 750 ml | Schmutzwasser: 640 ml
Gewicht6,2 kg, mit gefülltem Tank
CE-Kennzeichenja

Das Unternehmen

Vielen wird die Marke Osotek noch nichts sagen. Nicht verwunderlich, denn es handelt sich um eine neue Marke von Shunzao. Von denen kennen wir bereits Akkusauger wie den Z11 Max, welcher im Test bereits überzeugen konnte.

Osotek HotWave Wischakkusauger Logo

Mit der neuen Marke scheint man sich jetzt auf den westlichen Markt zu fokussieren und bietet zum Beispiel ein eigenes Service Center in Polen und den USA. Der Hersteller ist also kein Unbekannter, sondern ein bereits erfahrener Hersteller.

Lieferumfang

Keine Überraschungen findet man beim Lieferumfang, aber dafür ist dieser durchaus umfangreich. Neben dem eigentlichen Wischakkusauger und der Station liegt auch noch ein weiterer Filter und eine Ersatzwalze im Paket. Zur Dosierung der mitgelieferten Reinigungsflüssigkeit bekommt man auch einen Messbecher. Die obligatorische Anleitung ist natürlich auch dabei. Über Adapter für das Stromkabel müsst ihr euch auch keine Gedanken machen, hier liegt bereits ein passendes Kabel für deutsche Steckdosen bei.

Osotek HotWave Wischakkusauger Zubehoer

Auch wenn die beiliegende Reinigungsflüssigkeit sicherlich für einige Zeit reicht, möchte man ja auch auf lange Sicht mit dieser reinigen. Im Crowdfunding kann man bereits zusätzliche Flaschen dazu bestellen, laut dem Hersteller soll diese aber im Nachhinein auch zum Kauf verfügbar sein.

Design und Verarbeitung

Grundsätzlich ist das Design des Osotek HotWave jetzt nichts Neues, denn die Besonderheit liegt hier in der mitgelieferten Station. Ihr bekommt den Wischakkusauger in Schwarz oder in Weiß. An der Oberseite haben wir einen Griff mit vier Knöpfen für die verschiedenen Funktionen, direkt darunter am Gerät selbst sitzt das Display. Darunter befindet sich der Frischwassertank, welchen man nicht manuell herausnehmen kann, das ist aber auch nicht nötig, da der Osotek sich selbst wieder befüllt. Herausnehmbar ist aber der Abwassertank, wo sich das eingesaugte Wasser ansammelt. Dieser liegt direkt unter dem Frischwassertank.

Osotek HotWave Wischakkusauger am Tisch

An der Unterseite haben wir das Wisch- und Saugelement, welches eine geschlossene Bürste beherbergt. Nachdem man die Kunststoffabdeckung gelöst hat, kann man diese herausnehmen und austauschen.

Osotek HotWave Wischakkusauger Saugelement

In Sachen Verarbeitung ist man hier auf einem hohen Level. Teile sind wertig verarbeitet und bewegliche beziehungsweise herausnehmbare Teile sitzen fest, lassen sich aber gleichzeitig gut lösen.

Display & Sprachansage

Auch mittlerweile Standard ist das Display, welches sich direkt oben auf dem HotWave befindet. Hier findet man Informationen zur Saugstufe, Fehlermeldungen oder den Akkustand. Außerdem darf sich Osotek den Preis fürs Mitdenken abholen. Zeigt die Konkurrenz in der Ladestation den aktuellen Akkustand falsch herum an, dreht Osotek hier einfach die Anzeige um und man sieht sie richtig. Es ist ein absolut minimales Ding, aber so zeigt man, dass man hier wirklich nachgedacht hat beim Entwickeln. Allgemein ist das Display gut, praktisch und erfüllt voll seinen Zweck.

Osotek HotWave Wischakkusauger Akku e1650019395318

Fest zum Funktionsumfang vieler Wischakkusauger gehört die Sprachansage. Diese gibt während der Reinigung oder in der Station über einen Lautsprecher entsprechende Statusmeldungen. Persönlich finde ich diese meist etwas nutzlos, jedoch hat diese ausnahmsweise mal ihre Daseinsberechtigung. Da durch die Heißwasser-Funktion und das Abpumpen ab und zu durchaus nützliche Hinweise darüber ausgegeben werden. Zudem ist sie laut und verständlich. Neben einer deutschen Sprachansage gibt es auch noch die Möglichkeit eine Vielzahl an anderen Sprachen wie Englisch oder Französisch auszuwählen. Wer sich jedoch an das Gerät gewöhnt hat oder die Sprachansage nervig findet, kann diese an der Rückseite über einen schwarzen Knopf deaktivieren.

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Hier sitzt der Knopf für die Sprachansage.

Reinigung mit dem Osotek HotWave

Handhabung

Eines der ersten Dinge, die einem auffallen, wenn man den HotWave benutzt, ist das Gewicht mit vollem Wassertank. Unaushaltbar schwer ist er definitiv nicht, aber ein gewisses merkbares Gewicht ist schon da. Dadurch wirkt er ein wenig wuchtig und er steuert sich auch ein wenig schwerfälliger als die Konkurrenz. Wenn man genauer darüber nachdenkt, nimmt hier natürlich das Heizelement Platz und Gewicht ein, wodurch dieser Unterschied zustande kommt.

Osotek HotWave Wischakkusauger auf den Rollen

Er hat aber auch einen gewissen Zug bei der aktiven Reinigung, weswegen zumindest in dieser Hinsicht das Gewicht etwas egal ist. Im ausgeschalteten Zustand kann man ihn über seine Rollen schnell und einfach bewegen. Bei Modellen wie dem Jimmy HW8 Pro sorgte dieser Zug dafür, dass man den Wischakkusauger nur schwer wieder nach hinten ziehen konnte. Hier ist das aber kein Problem, er lässt sich ganz einfach wieder zu sich ziehen. Bei der Handhabung könnte man sich insgesamt zwar noch verbessern, sie ist aber durchaus in Ordnung.

Vor der Reinigung

Zuerst muss natürlich einmal der Wassertank aufgefüllt werden. Dazu nimmt man den Wassertank einfach aus der Station und entriegelt den Deckel am Wasserhahn. Ein grauer Punkt und ein Schlosssymbol geben an, wie ihr den Deckel verriegeln oder entriegeln könnt.

Osotek HotWave Wischakkusauger Verriegelung

Ist das nicht eure erste Reinigung, solltet ihr gut 1/4 von der Gesamtkapazität freilassen, da er eventuell noch einen Rest vom Frischwasser von der vorherigen Reinigung abpumpt und dann anschließend sich wieder voll auftankt. Habt ihr das Wasser nachgefüllt, könnt ihr noch eine entsprechende Dosierung der Reinigungsflüssigkeit hinzugeben. Zum Start der Aufheizung reicht ein Knopfdruck und die Sprachansage gibt den aktuellen Stand dieser wieder.

Osotek HotWave Wischakkusauger Knoepfe oben

Hier wird diese sogar einmal praktisch, denn hier informiert sie euch, falls der Wassertank zu voll für das Abpumpen ist. Auf dem Display ist dann eine steigende Gradzahl zu sehen, wobei es sich um die Wassertemperatur im Gerät handelt. Danach kann man den Osotek HotWave herausnehmen und loslegen.

Osotek HotWave Wischakkusauger Temperatur

Während der Reinigung

Bei der Reinigung möchte man hier ja besonders durch die Heißwasser-Funktion punkten, die hartnäckige Flecken entfernen soll und dabei keine Streifen hinterlässt. Man muss auf jeden Fall sagen, dass der hinterlassene Wasserfilm sehr schnell verschwindet und auch keine Streifen bildet. Hier erfüllt man auf jeden Fall sein Versprechen.

Osotek HotWave Wischakkusauger bei der Reinigung

Auch die Reinigung ist wirklich gut und klebrige Flecken kann der Osotek beseitigen. Ob das Heißwasser hier der ausschlaggebende Faktor ist, ist aber schwer zu sagen. Letztendlich zählt das Ergebnis und das ist gut. Schaut man sich das Abwasser danach an, sieht man auch, wie viel der Wischakkusauger vom Boden schrubbt. Die eher geringere Saugkraft zur Konkurrenz fällt bei der Reinigung nicht wirklich auf und man kann hier mithalten.

Die Königsdisziplin für Wischakkusauger ist die Kantenreinigung, hier kann man sich von der Konkurrenz abheben. Wie jedoch vermutet hat das geschlossene Design des Saugelements den Nachteil, dass man nicht ganz bis zur Kante in einem Rutsch kommt und man von der anderen Seite erneut heranfahren muss.

Osotek HotWave Wischakkusauger kante

Möchte man mal eine Pause einlegen oder muss den HotWave kurz ablegen, kann man ihn einfach nach vorne kippen. Zeitgleich stoppt er die Reinigung. Anschließend steht er sicher frei im Raum und kann auch ganz einfach wieder in Betrieb genommen werden.

Es gibt einen zusätzlichen Modus, welcher Flüssigkeiten vom Boden aufsaugt. Auch andere Modelle wie der Roborock Dyad haben eine solche Funktion und der Osotek HotWave liefert hier ähnlich gute Ergebnisse. Beim Absaugen selbst braucht er ein wenig länger, aber ist immer noch zügig dabei.

Nach der Reinigung

Sobald man fertig ist, setzt man den HotWave wieder in seine Station. Das funktioniert hier einfach und man muss keine speziellen Ladepunkte treffen. Anschließend sollte man die Selbstreinigung starten und danach den Abwassertank entleeren.

Osotek HotWave Wischakkusauger voller Abwassertank

Im Nachhinein sorgt das Heißluftgebläse dafür, dass die Walze trocknet und sich keine Gerüche oder Bakterien dort bilden können. Dadurch muss man auch nicht die Walze nach jeder Reinigung entfernen, um sie an der Luft zu trocknen. Das Gebläse kann aber auch die Bürste und Walze im Staufach in der Station trocknen, dafür befindet sich ein Knopf über der Klappe.

Zur regelmäßigen Wartung sollte aber die Reinigung der Standplatte gehören. Hier sammelt sich Schmutz, der sich z.B. bei der Selbstreinigung löst. Wenn man den Wischakkusauger aus der Station herausnimmt, geht das auch sehr einfach, denn die Platte lässt sich aus der Station lösen. Also einfach zur Spüle mitnehmen und mit einem Tuch abwaschen, dann ist man auch schon durch.

Osotek HotWave Wischakkusauger Platte reinigen

Mithilfe der mitgelieferten Reinigungsbürste sollte man auch in regelmäßigen Abständen die Öffnung zur Abwasserkammer reinigen. Dieselbe Bürste hat im Griff auch noch ein Werkzeug, womit ihr verwickelte Haare von der Walze entfernen könnt.

Fazit

Im Vorhinein sahen das Datenblatt und die Features sehr vielversprechend aus. Jetzt in der Praxis zeigt der Osotek HotWave, dass er hier auch überzeugen kann. Das Reinigungsergebnis ist sehr gut, man reinigt streifenfrei und die Funktionen mit erhöhter Temperatur können glänzen. Besonders muss man das Heißluftgebläse hervorheben, dass man sich nicht um die nasse Walze kümmern muss, ist wirklich praktisch. Jedoch könnte man die Handhabung und die Reinigung bis zur Kante noch verbessern. Man merkt, dass Osotek mitdenkt und sinnvolle kleine Extras wie das Umdrehen des Displays und die Trocknung der zweiten Bürste hinzugefügt hat.

Zur Einordnung eines Produktes gehört aber auch immer noch der Preis und hier liegt man jetzt im Crowdfunding bei umgerechnet 458€ (499$). Schon ein stolzer Preis, man liegt hier über der Konkurrenz, bietet aber auch einen größeren Funktionsumfang. Den UVP Preis von 899$ finde ich überzogen und ich kann mir auch nicht richtig vorstellen, dass die Händler diesen später aufrufen.

  • Sehr gute Reinigung mit heißem Wasser
  • Selbstreinigung + Trocknung
  • Nützliche Extras wie die Zubehörtrocknung
  • Reinigt nicht ganz bis zur Kante
  • Handhabung nicht perfekt

Möchtet ihr einen Wischakkusauger, der sehr gut reinigt und den Wartungsaufwand auf wenige Schritte reduziert, dann seid ihr hier genau richtig.

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Fabian

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Kommentare (6)

  • Profilbild von Kusi85
    # 31.03.22 um 18:06

    Kusi85

    sehe ich es richtig, dass die Wassertemp. Abhänig vom Bodentyp ist?

  • Profilbild von Marc
    # 16.04.22 um 21:45

    Marc

    Ein Satz (Vergleich) zum Roborock Dyad oder tineco wäre wünschenswert

    • Profilbild von Fabian
      # 19.04.22 um 08:37

      Fabian CG-Team

      Beide sind wendiger als der Osotek. Die Tineco Modelle hab ich leider noch nicht ausführlich testen können. Die Reinigungskraft zum Roborock ist schon nochmal besser bei hartnäckigen Flecken, jedoch kann dieser näher zur Kante reinigen. Dann kann man den Osotek schneller und einfacher mal eben wo hinstellen und die Selbsttrocknung ist auch definitiv ein Vorteil. Beim Dyad muss man die Rolle zum Trocknen eigentlich herausnehmen, sonst ist die auch am nächsten Tag noch nass.

  • Profilbild von Markus X
    # 16.04.22 um 23:34

    Markus X

    7500 pa? Selbst ein no-name Akkusauger hat da mehr Leistung.

  • Profilbild von smock
    # 18.04.22 um 13:47

    smock

    Ich freu mich schon drauf, mit sowas Alles in einem Arbeitsgang zu erledigen. Wie sieht's denn mit Teppichböden aus? Ist sie Saugkraft ok, kann man den auch nass reinigen?

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