Test

Oukitel K6000 Plus Test: Akku-Monster Smartphone für 125,05€

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Das Oukitel K6000 Plus ist, wenn man sich nach den Spezifikationen auf dem Papier richtet, das aktuelle Top-Modell des Herstellers. Neben dem 5,5 Zoll Full HD Display, 4GB RAM und einem Octa-Core Prozessor (1,0 & 1,5 Ghz) bietet es vor allem einen massiven 6.080mAh Akku und steht damit in direkter Konkurrenz zum UleFone Power 2. Das K6000 Plus ist bei uns eingetroffen und wir haben das Oukitel Flagship auf Herz und Akku getestet.

Display5,5 Zoll 1080P Full HD LTPS LC Display
ProzessorMediaTek MT6750T 1,5 GHz Octa Core Prozessor mit
zwei ARM Cortex-A53 (jeweils 1,0 & 1,5 GHz)
GrafikchipMali T860 MP2 @ 680MHz
Arbeitsspeicher4GB LPDDR3
Interner Speicher64GB erweiterbar via SD-Karte mit bis zu 256GB
Hauptkamera16MP mit f/2.0 Blende & PDAF
Frontkamera8MP mit f/2.4 Blende & 80° Objektiv
Akku6.080mAh | Aufladen in 1Std. 40 Min. mit bis zu 12V/2A
KonnektivitätFDD LTE Band 1/3/7/8/20 | Hybrid-SIM | WLAN 802.11b/g/n |
Bluetooth 4.1 | Kopfhöreranschluss | GPS
FeaturesFingerabdrucksensor | OTG | Benachrichtigungs-LED
BetriebssystemAndroid 7.0 Nougat
Abmessungen / Gewicht157,1 x 76,8 x 9,8 mm / 208g

Design und Verarbeitung

Das Design des K6000 Plus ist schlicht gehalten und sticht kaum aus der Masse an Smartphones heraus. Es sieht natürlich nicht schlecht aus, versucht aber eben auch nichts Neues. Auch die Maße (157,1 x 76,8 x 9,8 mm) sind Durchschnitt für ein 5,5 Zoll Smartphone. Bei Gewicht (208g) und Dicke (9,8mm) macht das K6000 Plus allerdings einen Ausreißer nach oben, was beides dem 6.080mAh Akku geschuldet sein dürfte.

Oukitel K6000 Plus Design
Schlichtes Design – Leider zwei verschiedene Silbertöne auf der Rückseite

Als Gehäuse-Material wurde überwiegend eine Aluminiumlegierung verwendet – nur „überwiegend“ weil oben und unten Kunststoff eingesetzt, um die Antennen nicht zu stören. Diese Kunststoffteile haben leider nicht genau den gleichen Farbton und schließen auch nicht bündig mit dem Metallteil ab, sodass man die Übergänge deutlich an einer Kante Spüren kann. Auch Lautstärkewippe und Powerbutton an der rechten Seite wackeln ein wenig, haben aber einen guten Druckpunkt. Links findet man den Hybrid-SIM-Slot, welcher glatt im Gehäuse verschwindet.

Oukitel K6000 Plus Spaltmaße
Die Verarbeitungsqualität ist nicht mehr zeitgemäß

Auf der Oberseite ist der Kopfhöreranschluss platziert. Unten findet sich ein Micro-USB-Anschluss, der auf beiden Seiten von Löchern flankiert wird. Jedoch ist nur rechts ein Lautsprecher verbaut. Links sind die Löcher wahrscheinlich für das Mikrofon sowie ein symmetrisches Design. Die Front ziert ein 5,5 Zoll Display mit Full HD Auflösung. Unter diesem findet man zwei Sensortasten (beleuchtet) und mittig einen Fingerabdrucksensor. Dieser ist sogar eine echte Taste, was heutzutage ja eher ungewöhnlich ist. Oberhalb sitzt die 8 MP Frontkamera, die Ohrmuschel, sowie eine Benachrichtigungs-LED (RGB) und ein Näherungssensor.Oukitel K6000 Plus Frontkamera, LED, Ohrmuschel, NäherungssensorDas Oukitel ist in Grau mit schwarzer Front oder Gold mit weißer Front erhältlich. Insgesamt lässt die Verarbeitung leider etwas zu Wünschen übrig, durch das hohe Gewicht und Aluminium fühlt sich das K6000 Plus aber trotzdem wertig in der Hand an.

Display

Das 5,5 Zoll Full HD LTPS LC Display bietet eine Pixeldichte von 401 PPI und ist somit ausreichend scharf. Das 2,5D Dragontrail Glass ist an allen Seiten leicht abgerundet. Davon spürt man aber leider nicht viel, da der Bildschirm von einem Kunststoff-Rahmen umgeben ist. Das Dragontrail Glass von Asahi hat auch nach Abnehmen der Schutzfolie keine Kratzer bekommen. Leider nimmt es sich aber recht schnell euren Fingerabdrücken an. Die Ränder links und rechts vom Display könnten auch etwas kleiner sein, fallen aber bei der schwarzen Front nicht zu sehr auf. Oukitel K6000 Plus Display

Die Reaktionsschnelligkeit und Genauigkeit sind gut und es werden bis zu 5 Finger gleichzeitig erkannt. Die maximale Helligkeit ist hoch, sodass auch im direkten Sonnenlicht keine Probleme entstehen. Farben werden nach etwas MiraVision-Kalibrierung intensiv dargestellt und auch der Kontrast ist gut.

Leistung

Im Inneren des K6000 Plus arbeitet der Acht-Kern Prozessor MT6750T von MediaTek. Dieser verfügt über zwei Cluster die mit jeweils 1,0 GHz und 1,5 GHz takten. Als Grafikeinheit kommt die Mali-T860 MP2 mit 650 MHz zum Einsatz. Diese Kombination kommt oft zum Einsatz und liefert auch hier gute Performance bei Alltagsaufgaben und der Navigation im Betriebssystem. Spiele laufen flüssig, solange sie nicht zu grafikintensiv sind. Bei Asphalt 8 musste zum Beispiel auf die mittlere Einstellung ausgewichen werden, um flüssige Framerates zu erreichen. Auch die Ladezeiten können hier schon mal etwas länger ausfallen.

Die verbauten 4GB LPDDR3 Arbeitsspeicher sind zwar genug, mit 4GB/s aber nicht besonders schnell. Multitasking (auch im Splitscreen) funktioniert dank der Menge an RAM trotzdem gut. Als Hauptspeicher kommen 64GB zum Einsatz. Die Lesegeschwindigkeit von 114MB/s und Schreibgeschwindigkeit von 135 MB/s sind durchschnittlich. Reichen einem die 64GB nicht, kann man eine SD-Karte einsetzen. Dafür muss allerdings ein SIM-Slot geopfert werden.

Benchmarktestergebnisse

Oukitel K6000 Plus Benchmark Ergebnisse
Geekbench 4.1, AnTuTu 6.2.7. PCMark Work 2.0, A1 SD Bench 2.5

Betriebssystem

Oukitel setzt die aktuelle Android Version 7.0 ein. Diese kommt auf Deutsch und mit dem Play Store vorinstalliert. Ein paar Einträge im Einstellungsmenü sind leider nur auf Englisch verfügbar. Diese sind für die Extra-Funktionen, die Oukitel eingebaut hat. Dazu gehören: ein schwebendes Menü (wie AssistiveTouch beim iPhone), ein Eck-Menü (wie Omni Swipe), Gesten durch den Näherungssensor (funktionieren nicht zuverlässig), Bewegungsgesten (z.B. Handy umdrehen zum Stummschalten), Touch Gesten (Double Tap to Wake usw.) und ein praktischer Ein-Hand-Modus zur Verkleinerung des Displays.Oukitel K6000 Plus Software Als Launcher kommt ein weiters Mal der NeLauncher zum Einsatz. Dieser bietet Einstellungsmöglichkeiten für die Übergänge beim Wechseln der App Seiten, andere Themes, das Verstecken von Apps und noch einige andere nützliche Funktionen. Wem der NELauncher nicht zusagt kann natürlich einfach zum Launcher seines Vertrauens greifen. Updates hat unser Testgerät schon zwei Stück erhalten und verfügt jetzt auch über den aktuellen Mai 2017 Sicherheitspatch. Bloatware ist keine vorhanden.

Kamera

Die Hauptkamera arbeitet mit 16MP, einer f/2.0 Blende, Phasenvergleich-Autofokus (PDAF) und einem einfachen Blitz. Während der Fokus ausreichend schnell arbeitet, ist die Auslösezeit leider sehr lang. Gerade bei semi-optimalen Licht lässt sich das K6000 Plus Zeit und verwackelt dadurch einige Bilder, obwohl ein elektronischer Bildstabilisator (EIS) eingesetzt wird. Bei gutem Licht sind die Aufnahmen jedoch schön kontrastreich und farbtreu. Die Kamera App bietet neben dem Standard Panorama Feature auch noch einen Pro Modus, in dem ihr genauere Bildeinstellungen vornehmen könnt. Videos werden mit maximal 1080P aufgenommen, die leider recht verwackelt sind.

Hauptkamera

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Frontkamera / Selfie Kamera

Die Frontkamera löst mit 8MP auf, hat eine f/2.4 Blende und ein 80° Objektiv. Videos werden nur mit maximal 480P aufgenommen. Die Fotos sind beim guten Lichtverhältnissen ok, haben aber immer ein leichtes Rauschen. Für ein einfaches Selfie zwischendurch reicht die Kamera, für mehr aber auch nicht. Gerade im (Halb-)dunklen sollte man nichts erwarten.K6000 Plus Selfie

Akku und Laufzeit

Der fest verbaute Akku ist mit 6.080mAh überdurchschnittlich groß und kann die Erwartungen voll und ganz erfüllen. In einem Tag ist dieser Akku einfach nicht klein zu kriegen. Zwei Tage sind absolut kein Problem und selbst drei Tage sind mit etwas leichterer Nutzung (zB. keine aufwendigen Spiele) möglich. Generell würde ich aber 2 komplette Tage mit starker Nutzung als den Durchschnittswert bezeichnen. Im PCMark Work 2.0 Battery Life Test erreichte das K6000 Plus bei uns eine Zeit von 10 Std. 46 Min. Andere Tests hatten beim gleichen Test aber auch Ergebnisse von bis zu 13,5 Stunden.

Oukitel K6000 Plus Akku
Lange Akkulaufzeit bei kurzer Akkuladezeit

Geladen wird der Akku mit bis zu 12V/2A. Der passende Ladeadapter liegt natürlich bei. Dieser schafft es dann tatsächlich das Smartphone in der versprochenen 1 Stunde und 40 Minuten komplett aufzuladen. Das ist gerade in Anbetracht der Akkugröße bemerkenswert. Somit reichen 20 Minuten Ladevorgang für ca. einen Tag Nutzung. Es sei noch angemerkt, dass das Gerät beim Laden recht heiß wird, aber auch schnell wieder abkühlt.

Konnektivität: Anschlüsse und Verbindungsmöglichkeiten

Das wichtige LTE Band 20 wird unterstützt sowie die anderen in Deutschland verwendeten Frequenzen. Dies geschieht über einen Hybrid-SIM Slot bei dem ihr euch zwischen Speichererweiterung und zwei SIM Karten entscheiden müsst. Empfangsprobleme hatten wir im Test keine und auch die Sprachqualität war gut, wenn auch etwas blechern.

Bei der übrigen Konnektivität merkt man, dass der Fokus wohl eher auf Akku und Display lag, denn es kommen nur ältere Standards zum Einsatz. So wird zwar Dual Band WLAN unterstützt aber nicht der AC Standard, Bluetooth ist in der Version 4.1 vorhanden und auch der USB-Anschluss ist noch micro-USB. Hier muss aber auch nochmal erwähnt werden, dass das K6000 Plus mit ca. 150€ natürlich irgendwo Abstriche machen muss. Die Positionsbestimmung läuft über GPS sowie GLONASS und ist schnell und genau. NFC wird leider nicht unterstützt.

Oukitel K6000 Plus Lautsprecher, Micro-USB, Mikrofon
Lautsprecher, Micro-USB & Mikrofon befinden sich an der Unterseite

Der verbaute Mono-Lautsprecher auf der Unterseite ist leider selbst für diese Preisklasse schlecht. Er übersteuert schon sehr früh und klingt generell nicht sehr ausgewogen. Auch der Kopfhöreranschluss enttäuscht etwas, da die Ausgabe über diesen selbst auf maximaler Lautstärke nicht wirklich laut ist.

Extras und Zubehör

Der Fingerabdrucksensor arbeitet schnell und zuverlässig. Nur ganz selten wird der Finger nicht beim ersten Mal erkannt. Leider wurde sonst an Sensoren gespart, denn es finden sich nur ein Licht-, Beschleunigungs- und Annäherungssensor im Oukitel. Ein Gyroskop, welches eigentlich Standard ist,  fehlt zum Beispiel. Die Benachrichtigungs-LED kann in Rot, Grün und Blau leuchten.Oukitel K6000 Plus Lieferumfang

Im Lieferumfang ist einiges enthalten: Ladeadapter, USB-Kabel, OTG-Kabel, Bildschirmschutzfolie (1 vorinstalliert) und ein Silikon Case. OTG funktioniert und ist wie immer eine nützliche Dreingabe, besonders weil so auch andere Geräte geladen werden können.

Fazit

Das Oukitel K6000 Plus macht insgesamt einen gemischten Eindruck. Besonders der Akku sticht hervor, der das Haupt-Verkaufsargument des Smartphones ist und sowohl mit unglaublicher Lauf- sowie schneller Ladezeit überzeugen kann. Auch beide Speicherarten sind gut bemessen und das Display überzeugt ebenso.

Negativ aufgefallen ist die schlechte Verarbeitung, der miserable Lautsprecher (und Kopfhöreranschluss), die vielen fehlenden Sensoren und die schlechte Kamera-Performance bei (Halb-)Dunkelheit.

Wer aber ein Akku-Monster mit aktueller und flüssiger Software sowie gutem Fingerabdrucksensor will, kann wahrscheinlich über diese Schwächen hinwegsehen.
Was haltet ihr vom Oukitel K6000 Plus?

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Alex

Begeistert von den stets innovativen Smartphones aus Fernost. Neben Smartphones teste ich auch Smartwatches & Fitnesstracker und bin oft für unseren YouTube-Kanal vor der Kamera.

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Kommentare (41)

  • Profilbild von ukdo
    # 14.09.17 um 14:51

    ukdo

    Ich habe das Oukitel K10000….noch mehr Akku……gabs vor 4 Wochen im Sale für 129,00 Euro incl Versand

  • Profilbild von Marty
    # 15.09.17 um 02:07

    Marty

    @Béla:

    "quicktel hält 3 Mal so lange"
    "Ich finde es von der Leistung genauso wie das Note 4"
    "Nur die 4GB RAM sind zu wenig"
    Vielen Dank, das reicht mir schon um deine Aussage richtig zu bewerten.

  • Profilbild von Die Wahrheit ist...
    # 15.09.17 um 17:26

    Die Wahrheit ist...

    Im Laufzeit work 2.0 Battery Benchmark (der auch hier im Artikel verwendet wird) übertrumpft das Note 4 das Ouitell um 2 Stunden.
    Im allen verfügbaren Benchmarktests lässt das Note 4 das 6000 plus teils deutlich hinter sich.
    Bessere CPU, GPU nd schnellerer RAM machen sich auch beim Öffnen der Apps bemerkbar.

    Kamera des Oukitel ist gähnend langsam bei der Auslöseverzögerung und erzeugt mit Blitz verwackelte Bilder.

  • Profilbild von Ichi
    # 19.12.17 um 11:18

    Ichi

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