LCD vs AMOLED – ist eins wirklich besser als das andere?

Kaum eine Frage wird in den Kommentarspalten unter Smartphone-Neuvorstellungen öfter diskutiert: LCD vs AMOLED-Displays – was ist besser? Beide Display-Typen werden aktuell in Android-Smartphones verbaut, wobei AMOLED-Panels eher den teureren Modellen vorbehalten sind. Ist LCD deswegen unbedingt schlechter oder bietet es sogar ein paar Vorteile? Da eins der heißesten Smartphones zur Zeit, das Poco X3 NFC, zur Zeit auch auf ein LCD Display setzt, wollen wir beide Displaytechnologien miteinander vergleichen.

LCD vs AMOLED

Was ist LCD?

LCD steht für Liquid crystal display und kann mit „Flüssigkeitskristallanzeige“ ins Deutsche übersetzt werden. Dabei handelt es sich also um Kristalle, die sich in einer Flüssigkeit befinden und beleuchtet werden. Wenn etwas angezeigt werden soll, muss das LC-Display somit immer komplett beleuchtet werden. Dabei kontrollieren die Kristalle in der Flüssigkeit die Beleuchtung, je nachdem wie viel Spannung vorhanden ist.

LCD screen pixels triads closeup

LCD ist aber nicht gleich LCD. Bei vielen Mittelklasse-Smartphones kommt in der Regel ein IPS LCD zum Einsatz, IPS steht dabei für In-Plane Switching. Das heißt, dass die Elektroden sich auf einer Ebene befinden und parallel zur Oberfläche des Displays angeordnet sind. Sobald Spannung vorhanden ist, drehen sich die Moleküle in der Bildschirmebene. Darüber hinaus gibt es noch TN und VA-LCDs, die zum Beispiel in Gaming-Monitoren zum Einsatz kommen.

Apple iPhone XR Display
Auch Apple setzt bei ihren beiden erfolgreichsten Modellen auf ein LC-Display.

Dass LCDs aber längst nicht ausgestorben sind, beweist Apple mit dem iPhone 11. Das meistverkaufte Smartphone 2019/2020 arbeitet ebenfalls mit dieser Display-Technik, in einem sogenannten Liquid Retina-Display, wobei es sich aber nur um einen reinen Marketingbegriff handelt. Apples Retina-DIsplay unterscheidet sich aber nicht von einem handelsüblichen IPS LC-Display.

Die Vorteile von LCD

Nicht nur, dass LCDs in der Produktion etwas günstiger sind, sie bieten darüber hinaus auch eine oft etwas natürlichere Farbdarstellung. Auch ist die Farbgenauigkeit insgesamt etwas höher. Speziell für IPS LCDs gilt außerdem, dass die Blickwinkelstabilität insgesamt besser ist. Das heißt, dass man das Display auch aus spitzeren Betrachtungswinkeln, zum Beispiel wenn das Handy auf dem Tisch liegt, noch gut und ohne starke Farbveränderungen ablesen kann.

Extreme magnification - RGB, IPS and AMOLED screen comparison at 10x

Bei einem LC-Display besteht ein Pixel aus drei Sub-Pixeln (Rot, Grün, Blau; RGB), während viele moderne OLED Displays auf eine PenTile-RGBG-Pixel Anordnung setzen. Durch die PenTile-RGBG-Pixel Anordnung teilen sich die einzelnen Pixel quasi die roten und blauen Subpixel, sodass man weniger Subpixel verbauen muss und so Kosten sparen kann. Dadurch fehlen bei der RGBG-Anordnung jedoch auch ein Drittel der Subpixel gegenüber der klassischen RGB-Anordnung, weshalb LCDs im Vergleich zu OLED-Displays bei eigentlich gleicher Auflösung etwas schärfer erscheinen können.

Die Nachteile von LCD

Da man bei LCDs immer eine aktive Hintergrundbeleuchtung benötigt, um etwas anzeigen zu können, kann man mit LCDs nicht so ein perfektes, echtes Schwarz erzeugen wie mit einem AMOLED-Display. So wirkt Schwarz bei LCDs im direkten Vergleich etwas ausgewaschen.

Was ist AMOLED?

Das D in AMOLED steht nicht für „Display“, wie man zunächst vermuten könnte. Die Active Matrix Organic Light Emitting Diode-Technik wurde vor allem von Samsung vorangetrieben, die heute selbst in günstigeren Samsung Galaxy Modellen AMOLED-Displays verbauen. Oft verwenden Hersteller den Begriff AMOLED oder OLED synonym, wobei der ausschlaggebende Punkt hier die Aktivmatrix ist. Über diese TFT-Matrix wird jeder Pixel einzeln angesteuert, wodurch sich der wichtigste Unterschied zwischen einem LC-Display ergibt. Schließlich sind die OLEDs selbstleuchtend, so dass keine zusätzliche Hintergrundbelichtung benötigt wird und jeder Pixel kann einzeln ein und ausgeschaltet werden.

Xiaomi Mi 10 Lite 5G Display Farbeinstellungen
Viele Hersteller bieten viele Farbeinstellungen bei ihren AMOLED Displays.

Die Vorteile von AMOLED

AMOLED Displays bieten oft kräftigere und sattere Farben. Natürlich kann das rein subjektiv auch schon ein zu starker Effekt sein, die Hersteller lassen in der Software aber Raum für eigene Farbeinstellungen. Die kräftigen Farben sind möglich durch das starke Kontrastverhältnis von AMOLED Displays. Dadurch, dass die Pixel einzeln ein- und ausgeschaltet werden können, bleiben Pixel, die schwarz sein sollen, einfach aus. Somit spricht man von einem „natürlichen oder echtem Schwarz“. Die meisten OLED-Displays, wie zum Beispiel bei einem Oppo Find X2 Pro, bieten somit ein Kontrastverhältnis von 5.000.000:1, während die LCD-Technik oft nur ein Kontrastverhältnis von 1.500:1 bietet.

Poco F2 Pro Always On Display
Aufgrund des AMOLED Displays hat man bei einem Always-On Display ein „perfektes“ Schwarz.

Durch die AMOLED-Technik ergeben sich zudem andere technische Möglichkeiten. Viele Smartphones mit AMOLED Panel ermöglichen ein Always-On Display, bei welchem nur einige Informationen wie die Uhrzeit, das Datum und Benachrichtigungs-Icons angezeigt werden. So bekommt man auch relevante Infos, wenn sich das Smartphone im Standby befindet. Außerdem kann aktuell nur mit einem AMOLED Panel der Fingerabdrucksensor im Display umgesetzt werden, den wir z.B. aus dem Poco F2 Pro kennen.Poco F2 Pro Fingerabdrucksensor im Display

Die Nachteile von AMOLED

Im Gegensatz zu IPS LCD Panels bieten AMOLED Displays oft eine schlechtere Blickwinkelstabilität, zumindest wenn es um die Farbtreue aus spitzeren Blickwinkeln geht – man spricht hier von einem „Color Shift“. Das heißt, dass das Display aus spitzen Blickwinkeln Farben nicht richtig darstellt und zum Beispiel einen Grünstich aufweist. Ein weiterer Nachteil ist die Möglichkeit des Burn-Ins, bei dem sich statische Bilder wie die Icons in der Benachrichtigungszeile oder die Navigationstasten am unteren Bildschirmrand dauerhaft in den Bildschirm „einbrennen“.

Pixel 2 XL Burn In AMOLED
Burn-In bei einem Google Pixel 2 XL. Quelle: Alex Dobie Twitter

Letztlich gibt es noch ein mögliches Problem mit Pulsweitenmodulation oder PWM. Diese Technik wird genutzt, um die Helligkeit des Bildschirms in den bekannten Prozentschritten regulieren zu können. Die einzelnen Dioden werden dafür sehr schnell an und ausgeschaltet, sodass das Display bei 20% Helligkeit quasi auch nur 20% der Zeit wirklich eingeschaltet ist, 80% der Zeit ist es aus. Um nun zu vermeiden, dass man dieses Flackern wahrnimmt, müssen die Dioden über 200-mal pro Sekunde ein und ausgeschaltet werden. Trotzdem nehmen einige Menschen dieses Flackern wahr, entweder da sie sehr empfindlich dafür sind oder weil die hohe Geschwindigkeit vom Display nicht erreicht wird. Bei diesen Menschen kann zu langsame PWM zu Kopfschmerzen, Augenbrennen und sogar Übelkeit führen.

Höhere Bildwiederholrate = höherer Stromverbrauch?

Einer der aktuellen Smartphone-Trends ist eine erhöhte Bildwiederholrate. Diese gibt an, wie oft sich das Displaypanel pro Sekunde aktualisiert und beträgt in den meisten Geräten 60 Hz. Mit dem ersten Razer Phone wurde aber eine erhöhte Bildwiederholrate, in diesem Fall 120 Hz, beliebter und so findet sich mittlerweile kaum noch ein Flagship-Smartphone ohne 90, 120 oder sogar 144 Hz Display. Durch diese erhöhte Bildwiederholrate ergibt sich eine flüssigere Bedienung des Smartphones: Gesten und Eingaben werden schneller umgesetzt, Scrollen ist flüssiger und man hat den subjektiven Eindruck, dass alles etwas „schneller“ ist.

Xiaomi Mi 10 Ultra 120 Hz

Aber verbraucht ein Handy mit einem 90 oder 120 Hz Display auch automatisch mehr Strom? In der Regel ja wobei der Unterschied oft nicht so gravierend ist. Schließlich bieten Smartphones wie das Poco X3 NFC mit 120 Hz Display eine automatische Anpassung der Bildwiederholrate. Da nicht jede Anwendung die 90 oder 120 Hz Rate unterstützt, kann das Handy per dynamic switch die Rate in eben solchen Situationen anpassen, wodurch man den Energieverbrauch etwas anpassen kann. Der Stromverbrauch hängt zudem von weiteren Faktoren wie der Helligkeit oder dem Displaymodus ab.

Was ist jetzt besser?

Welche Displaytechnologie jetzt besser ist, lässt sich pauschal nicht beantworten, da kommt es auf individuelle Präferenzen an. Mit einem AMOLED Panel hat man insgesamt mehr technische Möglichkeiten und das bessere Kontrastverhältnis, man muss aber mit einer schlechteren Blickwinkelstabilität für Farben und eventuell etwas „unnatürlichen“ Farben leben. Diese kann man in der Regel aber per Software an seine Vorlieben anpassen. Dass LCDs weiterhin relevant sind, beweisen nicht nur das iPhone 11, sondern auch starke Mittelklasse-Smartphones wie das Poco X3 NFC. Schließlich gibt es nicht nur die Unterschiede zwischen den beiden Technologien, sondern auch Qualitätsunterschiede bei dem Display selbst. Und ein gutes LCD Panel ist sicherlich besser als ein schlechtes AMOLED. Letztlich sind LC-Displays auch günstiger in der Produktion. Geht es einem z.B. um höhere Bildwiederholraten, kommt man wesentlich günstiger an ein Smartphone mit einem 120Hz LCD , als an eines mit 120Hz AMOLED-Display.

Wie wichtig ist euch die Displaytechnologie in eurem Smartphone? Ist das ein ausschlaggebendes Kaufkriterium für euch? Lasst es uns in den Kommentaren wissen!

Wenn du über einen Link auf dieser Seite ein Produkt kaufst, werden wir oft mit einer kleinen Provision beteiligt. Für dich entstehen dabei keine Mehrkosten. Wo du ein Produkt kaufst, bleibt natürlich dir überlassen.
Danke für deine Unterstützung.

Warum beeinflusst das in keinster Weise unser Testurteil?
Profilbild von Thorben

Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

Sortierung: Neueste | Älteste

Kommentare (25)

  • Profilbild von Max Mustermann
    # 17.09.20 um 19:29

    Max Mustermann

    Amoled verbraucht einfach weniger Strom wenn man es richtig nutzt. daher ist der nutzen bei Smartphones oder anderen akku abhängigen geräten schon durchaus groß.
    Ganz davon abgesehen sieht es einfach besser und natürlicher aus.

    Wer noch überlegt ob LCD besser ist sollte evtl mal zum Elektrofachgeschäft gehen und die oled tv's mit regulären vergleichen….

    Wer behauptet amoled hätte noch einen blaustich wie vor 8 jahren, hat wohl nie ein neueres gerät in der hand gehabt.

    • Profilbild von Christian Wöhrle
      # 17.09.20 um 20:00

      Christian Wöhrle

      Ein Smartphone mit einem TV zu vergleichen ist jetzt aber nicht dein Ernst, oder? Farben sind mir auch am Handy wichtig aber eben nicht so sehr wie am TV. Zumal bei einem größeren Bildschirm das ganz anders zur Geltung kommt

    • Profilbild von Gast
      # 17.09.20 um 22:33

      Anonymous

      "wenn man es richtig nutzt" = wenn man dauerhaft den Darkmode benutzt.

      Ich gehöre da vielleicht zu einer Minderheit, aber ich kann Darkmodes einfach nicht ausstehen. Weiße Schrift auf schwarzem Grund ist einfach fürchterlich. Werde wohl nie verstehen, was daran alle so geil finden.

      Ohne Darkmode bietet AMOLED genau 0 Vorteile gegenüber LCD am Smartphone.

      • Profilbild von mw
        # 18.09.20 um 09:04

        mw

        Es geht hier nicht um 'Geilheit', sondern vornehmlich um die NOTWENDIGKEIT, zB bei Augenleiden, 'floaters' etc. die Helligkeit von Anzeigen auf ein Minimum reduzieren zu können, um das Arbeiten an Bildschirmen erträglich zu gestalten.
        Ich musste vor 25 Jahren alle möglichen Tricks anwenden, um das störrische Windows (95ff) in einen 'Dark Modus' zu versetzen, weil mich die weißen/hellblauen Hintergrundfarben bei der Bildschirmarbeit als Programmierer maßlos überforderten.
        Und selbst in 2020 ist es immer noch keine Selbstverständlichkeit, solche Modi bei PCs, Tablets oder Smartphones sauber zu integrieren; Browser scheitern weiterhin kläglich bei der Umsetzung. Wer das neue "Cubot Quest" beim Systemstart beobachtet hat, weiß vermutlich, wovon ich rede.. (100% grelles Schneeweiß)

        Nicht jeder der 'schwarz sieht', will das unbedingt, er MUSS es. Da sind solche AMOLED-Schirme durchaus ein nützlicher Fortschritt.

      • Profilbild von James Etrok
        # 18.09.20 um 10:49

        James Etrok

        Ich bin jetzt längst in Rente, habe aber vor fast 20 Jahren die Internetseiten meines Arbeitgebers schon im "Darkmodus" angelegt. Immer wieder kam die Frage auf warum?
        Ganz einfach. Schwarz auf weiß ist bei Papier absolut ok. Das Papier leuchtet nicht.
        Beim Bildschirm ist das anders. Jede weiße Stelle leuchtet enorm. Das führt, besonders bei älteren Leuten, zu Blendungen und Augenschmerzen weil die Blende im Auge nicht mehr schnell genug ist oder nicht mehr genug schließen kann. Schwarze Schrift auf weißem, leuchtendem Bildschirm ist für Auge und Hirn einfach unnatürlich. Es ist als wenn man dauerhaft in eine helle Lampe schaut.
        Im Darkmodus kommt insgesamt viel weniger Licht ans Auge, da die Buchstaben aber selber leuchten, genug um sogar bei reduzierter Helligkeit bzw. reduziertem Kontrast, alles sehr scharf zu sehen.
        Je nach Bildschirm wird ausserdem Strom gespart (z. B. bei Oled) da weniger Lichtquellen (Pixel) eingeschaltet sind.
        Jüngere Leute sehen das u. U. anders, aber die Einsicht kommt noch.

        • Profilbild von Gast
          # 18.09.20 um 12:56

          Anonymous

          Wenn man so doof ist ein #FFFFFF als Hintergrund zu nehmen, dann ist klar, dass manche über Augenschmerzen klagen. Man sollte stets leicht ins gelbliche gehen und die RGB-Helligkeit reduzieren, dann ist alles bestens.
          Ich kenne auch genug Leute, die diese Augenschmerzen vom Darkmode bekommen, eben weil die weiße Schrift so heraussticht. Wenn man dort jedoch genauso das Weiß anpasst, dann ist das Schriftbild einfach nicht mehr schön klar. Im Brightmode hingegen hat man sein sattes #000000 Schwarz.

        • Profilbild von Naich
          # 18.09.20 um 19:39

          Naich

          Darkmode ist einfach schöner als das altmodische weiss. Thema abgeschlossen 😁

    • Profilbild von René Bauer
      # 18.09.20 um 08:47

      René Bauer

      Na ja,wenn ich mein Note 10 Lite neben mein Note 9 pro lege und einen weissen Hintergrund habe wie hier,dann ist auf dem 9 pro im Gegensatz zum 10 Lite ein richtig reines weiss,das ist schon ein Unterschied.

  • Profilbild von Pir4niA
    # 17.09.20 um 19:35

    Pir4niA

    #offtopic: Danke für eure Arbeit!!! Ich würde mich aber nach wie vor auch riesig freuen, wenn ihr mal so eine Übersicht für Beamer machen könntet ♥ schönen Gruß, der Flo 🙂

  • Profilbild von Christian
    # 17.09.20 um 19:41

    Christian

    Wo bleibt in dem Zusammenhang eigentlich der Dark Modus eurer Homepage? 🙂

  • Profilbild von Schmitt
    # 17.09.20 um 19:43

    Schmitt

    Ein weiterer Pluspunkt zumindest nach meinem Standpunkt, für lcd ist, dass die displays oft günstiger zu kaufen sind, falls diese kaputt gehen. Ich besitze ein Poco F1 und dort kostet ein Austauschdisplay nur um die 20€ wohingegen Amoleddisplays gerne mal das 10 fache kosten im Tausch

  • Profilbild von qwertz
    # 17.09.20 um 19:50

    qwertz

    Zum Thema Blickwinkelstabilität:
    Mein altes iPhone 8 ist eindeutig nicht besser als mein Oneplus 7t pro

  • Profilbild von Maxi
    # 17.09.20 um 20:24

    Maxi

    Ich bin amoled Fan aber: Ersatzdisplays für mein mi 9t kosten einfach 60€ und da kommt dann noch Zoll und so dazu. Das zahlt sich fast nicht aus.

  • Profilbild von Caralisa
    # 17.09.20 um 21:14

    Caralisa

    Danke für diesen tollen Vergleich 👍! Ich mag OLED von Farben und Darstellung her deutlich lieber! Außerdem mag ich InScreen-Fingerprintscanner.

  • Profilbild von Olaf
    # 17.09.20 um 22:00

    Olaf

    AMOLED ist nett, kannte ich nur von Samsung mit dem üblichen Grün- oder Blaustich. Bekanntlich kann Samsung Hardware, aber von Software verstehen die nicht viel.

    Habe seit einiger Zeit mein erstes AMOLED-Teil, Mi9T. Was soll ich sagen? Bestes… Display… aller Zeiten. Natürliche Farben, Always-On-Display, und die Helligkeit reicht sogar für die Juli-Sonne locker aus. Einziger Nachteil: zieht dann bei hoher Helligkeit Strom wie nix gutes.

    Wenn's dunkel wird, spart es Strom. Z.B. mit der Navi-App Sygic mit HUD-Display. Wenige Pixel beleuchtet heißt: 400 km lang nur auf Akku navigieren.

    Von daher: AMOLED.

  • Profilbild von Petunia
    # 17.09.20 um 23:39

    Petunia

    Ich persönlich hab das Gefühl, dass ich bei einem AMOLED-Display mehr Probleme beim Einschlafen hab als bei LCD. Eventuell hängt das mit dieser Pulsweitenmodulation zusammen? Nachtmodus hab ich sogar auf auf höchster Stufe.
    Der geringere Kontrast bei LCD find ich nicht so schlimm. Akkuratere Farben sind mir persönlich wichtiger. Die neue NxtPaper-Technologie von TCL könnte allerdings alle Probleme lösen, da es auf Hintergrundbeleuchtung verzichtet.

  • Profilbild von M77
    # 18.09.20 um 00:41

    M77

    Finde jetzt wirklich keine großartigen Unterschiede, abgesehen vom Schwarz in der Darstellung. Ob nun das Samsung S10, das Xiomi Mi9, Motorola Z Play, Z 2 Force, alles Amoled und genauso gut wie mein altes Motorola X Play mit LCD. Krass wird der Unterschied zu meinem uralten Motorola G1. Das Display sticht in Darstellung und Farbe andere aus, wird aber wohl einfach an der kleinen Größe liegen.
    Was mir sehr negativ aufgefallen ist, was Sony beim Xperia X verbrochen hat, ein TFT-Display. Habe bei keinem Gerät Probleme wie bei Sony gehabt. Erstens sah das nach 3 Wochen schon schlimmer aus als das alte Motorola G1, das hat immer noch kaum Kratzer, das Sony, aber angeblich Gorilla Glas 😂 Aber auch das war nicht das schlimmste, das hätte eigentlich einen Bildschirmschoner gebraucht. 10-15 Minuten ein Spiel gemacht und die festen Elemente, also Optionen und ähnliche Symbole waren eingebrannt. Dabei ist TFT doch eigentlich auch LCD, halt nur dünner und auch anfälliger fürs einbrennen.

    Habe persönlich nur eine Vorliebe für Amoled, da da der Fingerabdruckscanner im/unterm Display sitzen kann. Finde das gerade auf dem Fahrrad halt praktischer. Fest in der Halterung eingedreht nutzt der an der Seite einfach nichts und somit ist LCD für mich für die Zukunft keine Option mehr. Ansonsten sind beide Varianten aber ungefähr gleich. Liegt aber auch immer an Größe, Auflösung, Helligkeit und Qualität.

  • Profilbild von Nadir
    # 18.09.20 um 14:12

    Nadir

    Wenn du dein Amoled Display hast, kommt von den Schwarzen stellen/Hintergrund praktisch gar kein Licht. Und selbst wenn man dann die Schrift leicht gelblich macht, sollte man durch den sehr hohen Kontrast die Schrift immer noch gut lesen können.

    • Profilbild von Nadir
      # 18.09.20 um 14:13

      Nadir

      Das sollte eigendlich wo anders hin, hatte auch eigendlich auf Antworten gedrückt. Komisch

  • Profilbild von Manuel
    # 18.09.20 um 22:05

    Manuel

    Ich melde mich hier auch zu Wort, weil hier das Poco X3 NFC als Referenz genommen wurde. Das 120 Hz LCD Display ist super schön und die Vor- und Nachteile wurden erläutert, aber was mir beim Poco enorm auffält, dass hier viel durch die Software heruntergeregelt wird. Wenn man zB im Browser schnell scrollt, dass kommt es einem teilweise so vor, als würde das Display nicht immer richtig reagieren. Bei meinem Redmi Node 8 Pro erscheint mir das deutlich schneller. Habt ihr auch das Gefühl?

  • Profilbild von Gast
    # 22.09.20 um 11:07

    Anonymous

    Ich mag generell keine OLEDs, weil mir Kontrast und Farbdarstellung zu aggressiv sind. Insbesondere reine Rot-, Grün- oder Blautöne stechen unnatürlich hervor und wenn es dafür eine angenehme Einstellung für gibt, dann lag sie bei allen von mir genutzten Geräten weit außerhalb der Skala. Ich empfinde die mitleuchtenden Schwarzbereiche von LCDs einfach als angenehmer.

    Als ich mich beim Stromverbrauch schlau gemacht habe, kam heraus, dass die damaligen OLED-Displays generell einen höheren Stromverbrauch hatten und auch der "Darkmode" keine Einsparungen brachte, die an die damals sparsameren LCDs herangereicht hätten. Das ist lange her und mag sich inzwischen vielleicht geändert haben. Finales KO-Kriterium für OLED sind für mich Alterung und Einbrennen.

    Ich persönlich empfinde hellen Text auf dunklem Grund ohnehin als schlecht lesbar, auch auf Papier. Um sowas gescheit lesen zu können muss ich bei LCDs eigentlich Kontrast rauf und Helligkeit runter drehen. Aber in der Regel gibt es dafür nur einen einzigen Regler, den ich dann soweit rauf drehen muss, bis der Text unangenehm und anstrengend grell wird. Bei OLEDs ist mir bislang noch kein Gerät begegnet, bei dem es eine Einstellung gegeben hätte, bei der mir der Text nicht zu grell (d.h. deshalb schlecht lesbar) gewesen wäre; und ja, ohne Darkmode empfinde ich OLEDs als noch unangenehmer.

    Ich habe früher LCD und OLED in niedrigen Pixeldichten genutzt und OLED (in dem Fall sogar Samsungs Super AMOLED) war einfach nur unpräzises Geschmiere. Wenn die Displays Unter der Lupe immer noch so aussehen, wie in der obigen Abbildung, ist das für mich nur ein weiterer Grund, niemals OLED zu kaufen. Ich brauche meine präzisen quadratischen Pixel, damit ich bei etwaiger App-Entwicklung auch erkennen kann, wenn etwas nicht zu 100% stimmt.

    Wenn ich die Wahl habe, greife ich definitiv zu einem Gerät mit IPS-LCD, vorzugsweise mit deutlich weniger als 6".

  • Profilbild von Florian Böhmer
    # 26.09.20 um 23:08

    Florian Böhmer

    Also ich bin ein Fan von Amoled Displays und wen mein Mi9 vergleiche, mit einem Redmi Note 9 Pro Display, sind da Welten dazwischen. Beim Redmi ist alles nur Standart, nix besonderes und beim Mi9, macht es einfach nur Spaß, aufs Display zu schauen und auch die Farben sind mega schön. Ich möchte kein Smartphone mehr, mit einem LCD Display, das Display ist in meinem Augen, mit das wichtigste unteranderem, ich finde das Display vom Mi9 einfach nur spitze 👍 es rockt ❤️

Kommentar schreiben

Name
E-Mail
Diese E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht

Mit Absenden des Formulars akzeptiere ich die Datenschutzerklärung und die Nutzungsbedingungen.