Lego-Klone: LEPIN, LOZ, LELE & Co – sind sie legal?

Viele, die schon mal etwas mit Lego-Steinen zu tun hatten, kennen auch die teilweise gesalzenen Preise. Von Starter-Sets mit 1.000 Teilen für knapp 40€, bis hin zu lizenzierten Produkten wie dem 4.000 teiligen Todesstern aus Star Wars für 500€. Muss das wirklich sein? Das haben sich auch (vorwiegend chinesische) Nachahmer gedacht und bieten 1:1 Kopien, aber auch Eigenkreationen an. Spielt ihr mit dem Gedanken Lego-Klone zu holen, solltet ihr jedoch vor der Bestellung einiges wissen – wir zeigen euch hier was genau!

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Hast du schon mal etwas von „Lepin“, „GUDI“ oder „Q Bricks“ gehört?

Krasse Preisunterschiede von 70-80%

Und diese Lösung besteht nicht etwa aus schlechten Nachbildungen, sondern aus oft völlig baugleichen Teilen – die gut und gern an die 80% günstiger sein können. So bekommt man beispielsweise den Todesstern für rund 130€ anstatt der originalen 500€ – und das mit nicht einmal so signifikanten qualitativen Einbußen. Vor allem auf AliExpress gibt es eine Vielzahl von Anbietern. Was ihr bei diesen beachten solltet, findet ihr hier

Originalpreis Amazon Vergleichs-Preis Ersparnis
Slave 1
Slave 1
224,90€ z.B. 68,90€
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~70%
Batman Scuttler
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63,99€ z.B. 32,74
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Ninja Tempel
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234,70€ z.B. 55,06€
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88,89€ z.B. 34,27€
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Doch wie kann es sein, dass diese 1:1 Kopien so viel günstiger sind? Die Antwort darauf ist wie bei vielen nachgeahmten Produkten einfach beantwortet:

  • Da die Produkte nicht lizenziert sind, fallen keine Lizenzgebühren an (im Fall Star Wars z.B. an Disney)
  • Durch exakte Kopien haben die Hersteller keinerlei kreative Arbeitsleistung
  • Die Lohnkosten sind extrem niedrig
  • Die Materialien sind meist minderwertiger
  • Es muss kein Marketing betrieben werden
  • Tests zur Sicherheit oder Konformität werden selten durchgeführt

Lego Clones: Wie stehts um die Qualität um Lepin & Co.?

Wir können natürlich nur unsere eigenen Erfahrungen und Recherchen wiedergeben und keine hundertprozentigen Aussagen treffen, da jeder Lego-Clone anders ist und sicherlich selbst innerhalb der einzelnen Klon-Hersteller nicht jedes Produkt qualitativ unbedingt gleichzusetzen ist.
Unsere Recherchen haben so ziemlich alles ergeben – von kaum vom Original zu unterscheidenden Nachahmungen welche sich in nur wenigen Details unterscheiden, bis hin zu signifikanten Unterschieden in Qualität, Optik und Haptik.

Zugegeben: Wir waren am Anfang schier erschlagen von der Masse an Klonen und konnten nicht wirklich sagen, wo wir überhaupt anfangen sollten. Um euch das ganze ein wenig zu erleichtern und euch einen besseren Überblick über den momentanen Markt zu geben, möchten wir euch mal die bekanntesten chinesischen Anbieter vorstellen:

GUDI
GUDI
Der Anbieter GUDI scheint das zu liefern, was der Hersteller der eigentlichen Steine bis heute vermissen lässt: Hier finden wohl die größeren Kinder mehr als die kleinen; denn wo sich andere Anbieter an Architektur und kindgerechten Themen orientieren, scheint GUDI den Fokus auf Panzer, Jets und Kriegsszenarien zu legen.
KAZI
KAZI
KAZI wird oft als einer der chinesischen Marktführer genannt, erntet aber auch international immer mehr Anerkennung. Diese wachsende Anerkennung ist wohl nicht zuletzt durch die vielen Sets und Themen begründet, die nicht dreist aus Europa kopiert sind. Ganz vorn mit dabei ist KAZI aber vor allem bei Militärischen Nachbildungen; bei historischen Kriegs-Sets aber wohl führend. Ob man es nun verwerflich findet oder aus der Sicht eines historisch affinen Sammlers betrachtet; eine Bismarck aus Steckbausteinen macht im Regal wohl auf jeden Fall etwas her.
LELE
LELE
LELE ist einer der Hersteller, die sich gut und gern an mehr als nur Ideen der namhaften Konkurrenten orientieren, sondern kräftig nachahmen. Von Lizenzierten Produkten über Architektur, bis hin zum Ninja-Thema findet sich hier einiges wieder – einzig die “Modern Combat”-Reihe scheint nicht kopiert zu sein.
LEPIN
LEPIN
 Die Produktpalette von LEPIN scheint nichts als Kopien zu besitzen; oftmals sogar so dreist, dass komplette Namen übernommen werden. Nur die Lizenzierten Produkte scheinen mit leichten Unterschieden benannt zu werden, so zum Beispiel Star Wnrs.
Dabei konzentriert sich LEPIN darauf, vor allem teurere, seltene oder bereits vergriffene Sets zu kopieren – und das sogar ziemlich gut. Qualitativ unterscheiden sich die Steine zwar leicht vom offensichtlichen Vorbild, die aufgebauten Sets selbst haben aber meistens sogar die gleichen Funktionen.
LOZ
LOZ
 Auch LOZ ist auf dem chinesischen Markt führend. Das liegt vermutlich vor allem daran, dass sie keine direkten Kopien herstellen und mit ihren Diamond Blocks (die viel kleiner sind, daher aber auch nicht mit anderen Steinen kombinierbar sind) ein Alleinstellungsmerkmal ihren Konkurrenten gegenüber haben. Im Gegenteil, oft orientieren sich andere chinesische Hersteller sogar an ihren Produkten.

Waffen, Kommunisten & komplexere Technik

Dass man aus Stecksteinen so ziemlich alles nachbauen kann, ist wohl schon lange kein Geheimnis mehr. Doch wusstet ihr, dass man mit den kleinen Klötzchen sogar Waffen nachbauen kann? Und das nicht etwa nur zur Deko – mit dem richtigen Equipment ausgestattet lassen sich sogar funktionsfähige, wenn auch selten wirklich gefährliche, Waffen herstellen. Und das auch noch in einem völlig legalen Rahmen, solange man sich an ein paar einfache Regeln hält.

Funktionsfähige Waffen

Funktionsfähig? Ist das denn überhaupt erlaubt!?
Laut des deutschen Waffengesetzes ist alles, was unter 0,5 Joule Mündungsenergie liegt, ein Spielzeug. Demzufolge dürfen sogar Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren beispielsweise Softair-Pistolen besitzen, die keine größere Mündungsenergie haben. Das klingt eigentlich ganz harmlos, oder? Wer aber in der Jugend selbst mal eine solche “Spielzeug”-Pistole hatte, wird schnell festgestellt haben, dass auch das ziemlich ziehen und unschöne blaue Flecken hinterlassen kann.

Ist man bereits über 18 Jahre alt, darf man ohne Waffenschein sogar Air-Soft-Pistolen mit bis zu 7,5 Joule erwerben, welche sogar Holzplatten durchdringen können. Diese darf man dann zwar nicht mit sich führen, aber zumindest Zuhause und auf Privatgelände nutzen, bzw. fest verschlossen transportieren.  
Schafft man es also, eine Steckklotz-Waffe mit der richtigen Feder, oder einem elektrischen Motor zu versehen – vorausgesetzt, die Steine sind stabil genug verbastelt – kann man durchaus schmerzhafte Waffen basteln. Diese Disziplin ist aber wohl eher etwas für echte Bastler, die ein wenig Ahnung von Mechanik und Druckluftsystemen mitbringen.

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Also doch lieber „Deko“-Waffen?
Die Light-Versionen ohne Schusskraft gefallen uns da schon besser und das schlimmste was bei solchen Waffen passieren kann, ist wohl, auf eins der Klötzchen zu treten – und ich denke wir wissen alle, dass das schon schlimm genug ist. Vielleicht erinnert ihr euch; wir haben euch bereits Deko-Waffen aus Steckbausteinen vorgestellt und eine davon für euch getestet.

Bei den meisten Modellen kann man allerdings schon nicht mehr nur von reiner Deko sprechen: Bei dem von uns getesteten Modell kann beispielsweise ein Magazin eingesetzt werden und der Schlitten kann, ebenso wie der Abzug, wie beim originalen Abbild bewegt werden – was die eigentlichen Spielzeugwaffen gleich viel realer wirken lässt. Alles in allem ist ein Pistolen-Bausatz aber allein schon mit dem Spaß des Zusammenbauens verbunden, was sie vielleicht sogar zu einer guten Faschings-Alternative macht – nach Lego-Bausätzen sehen sie nämlich nicht aus. Aber auch genau der Punkt könnte kritisch bedacht werden: Es ist in Deutschland gesetzlich verboten, Anscheinswaffen – also Replikate, die dem Original täuschend ähnlich sind – offen mit sich zu führen.

Steckbaustein-Pistole
Die Replika-Pistole besitzt sogar Kugeln – welche aber lediglich als Deko dienen

Rechtliches: Einführung, Zoll & eventuelle Probleme

Die generelle Frage, wie denn überhaupt erst so viele Nachbauten zustande kommen können, ist schon mit einem kurzen Blick in die Vergangenheit beantwortet:

Im Jahre 1958 hatte Lego seine Bausteine zum Patent angemeldet, welches 30 Jahre später, im Jahr 1988, auslief und den Weg für neue Anbieter freigemacht hat. Einige Jahre später, im Jahr 1996, hatten die Dänen ihre Steine zwar offiziell als Marke eingetragen; diese Eintragung wurde aber noch bis 2009 gerichtlich angekämpft und führte letztlich zur Löschung der Eintragung: Eine Form könne nicht markenrechtlich geschützt werden, wenn sie primär technische Funktionen erfülle – so, wie es bei der Bauform der Steckbausteine der Fall ist.

Aus diesem Grund ist es also zumindest gestattet, die Form der Klötze nachzubilden – auch in exakter Form, Größe und Farbe. Viele Klone gehen aber noch ein ganzes Stück weiter und haben direkt ganze Themenwelten und sogar Produkte, bzw. Sets kopiert. Oftmals geizen chinesische Hersteller nicht mit Ähnlichkeiten; weder im Design der Produkte, Bau-Anleitungen oder Verpackungen, noch in der Ähnlichkeit der Logos – und genau das kann ihnen zum Verhängnis werden.

Laut geltendem Recht ist der Zweck einer Marke nämlich der Wiedererkennungswert für den Kunden. Dieser soll nämlich für eine Garantie der Herkunft sorgen; also dafür, dass der Kunde entscheiden kann, von welchem Anbieter er sein Produkt beziehen möchte. Sehen sich Marken auf den ersten Blick also durch Farben, Logos oder Schriftzüge zu ähnlich, oder haben sogar einen identischen Namen, so kann der Kunde die Marken nicht mehr voneinander trennen. Dies kann zum Beispiel dann problematisch werden, wenn er gewisse Qualitätsstandards mit einer Marke verbindet und diese durch ein Plagiat oder eine unmittelbare Nachahmung nicht bekommt; wodurch sich die individuelle Wahrnehmung der Marke negativ verändern kann.

Vergleich einer BELA und einer LEPIN-Verpackung
Die wirklichen AFOL, ELFs, ALEs und AFOLB unter euch werden hier die ein oder andere gravierende Ähnlichkeit zum Original finden

Für den Fall der Steckbausteine sind aber wohl vor allem Lizenzen interessant und wichtig: Während die Form und Funktion der Steine wie beschrieben nicht geschützt und daher frei nutzbar sind, hat vor allem Lego eine Vielzahl von Lizenz-Partnern, die ebenfalls das ein oder andere Wort mitzureden haben, wenn es um die Kopie der Produkte geht.

Lizenzverletzungen durch Lepin
Hersteller wie LEPIN kopieren Sets, die durch 3. lizenziert sind

Die Frage danach, wie legal die Steckbaustein-Klone sind, ist aber dennoch nicht pauschal beantwortbar: Nicht alle Klone sind gleich; manche bieten eigenständigen Kreationen, manche sind an ‘originale’ Themenwelten angelehnt, wiederum andere kopieren von Modell bis zum Logo eins zu eins. Ein weiteres Problem bei der Einschätzung, ob die Klone beispielsweise durch den Zoll kommen, ist der Rechteinhaber selbst.

Nach einem Telefonat mit dem Zoll konnten wir aber zumindest an folgende Informationen kommen:

  • Nicht alle offensichtlichen Plagiate werden einbehalten
  • Der Rechteinhaber, sprich die Firma, muss einen Antrag an den Zoll stellen
  • In diesem Antrag müssen alle möglichen Fälle genannt werden:
    • Wie ähnlich muss ein Logo sein, um einbehalten und vernichtet zu werden?
      • Nur einen Buchstaben in einem Schriftzug zu ändern wäre zum Beispiel ein klarer Verstoß gegen das Markenrecht
    • Sind Alleinstellungsmerkmale geschützt?
      • z.B. AirMax-Sohlen 
    • Sollen nur exakte Kopien einbehalten werden?
      • völlig anders aussehende Modelle oder Produkte müssten dann individuell geprüft werden

Und während ein Mitgebrachtes Plagiat aus dem Urlaub kein Problem darstellt, sieht die Lage bei einem Versand aus dem Ausland anders aus. Hier gibt es keine Freigrenzen und keine Ausnahmen für die persönliche Nutzung: Wird ein Plagiat in einer Bestellung entdeckt und eindeutig als ein solches identifiziert, so kann es gut sein, dass ein Rechteinhaber einen Antrag auf die Zerstörung solcher Produkte gestellt hat und euer Produkt somit einbehalten und letztendlich zerstört wird.

Wir empfehlen euch also, eure Bestellungen auf Produkte zu beschränken, die keine direkten Plagiate darstellen. Vorsichtig solltet ihr vor allem bei LEPIN sein: Seit 2016 steht der Chinesische Anbieter in einem ziemlich ernsten Rechtsstreit mit den Dänen. Noch dürfen die Produkte zwar vermarktet und verkauft werden, zu einem Ergebnis kann es aber jederzeit kommen. Zoll-Beamte könnten deswegen noch einmal genauer hinsehen und entsprechende Produkte schärfer überwachen, vor allem, wenn es zu einem Urteil kommt. Marken wie KAZI und LOZ hingegen machen einen weitaus positiveren Eindruck, weil sie mit bestimmten Produkten ein klares Alleinstellungsmerkmal besitzen. Ihr erinnert euch vielleicht, wir haben euch schon die deutlich kleineren Diamond Block-Sets von LOZ vorgestellt:

LOZ Diamond Blocks vs. Cent-Münze
Wie klein die Diamond Blocks wirklich sind, wird erst klar wenn man eine Cent-Münze daneben legt

Wir haben uns beim Schreiben dieses Ratgebers jedenfalls mächtig in die Kindheit zurückversetzt gefühlt und mussten sofort nachschauen, was für Artikel wir euch in der Vergangenheit vorgestellt haben. Und ja, vielleicht finden sich zumindest meine Stifte von nun an auch in einem Bauklötzchen-Becher wieder…

Hier unsere 5 Favoriten:

  • Dieser ewige Kalender zum selbst zusammenstecken
  • Diese iPhone-Hülle, die du ganz individuell gestalten kannst
  • Diese Wanduhr in Pixel-, bzw. Brick-Optik
  • Diese Lampe, die ihr völlig nach Belieben verändern könnt
  • Dieser MP3-Player, mit denen du deine Liebe auch unterwegs zeigen kannst

Als Extra: Der LEPIN STAR WNRS SLAVE 1 im Test

Eines konnten wir uns als Experten aber natürlich nicht nehmen lassen: Einen Slave 1 aus dem Franchise, das unser komplettes Büro zu beherrschen scheint, für euch zu testen. Wir haben uns also daran gemacht und ihn für euch ein wenig genauer unter die Lupe genommen:

Der Slave 1
Boba Fetts Slave 1 in seiner vollen Pracht auf einer 58cm x 40cmgroßen Unterlage – insgesamt ist er ca. 45cm lang

Haptik
Der auffälligste Unterschied zwischen Original und Fälschung ist wohl die Prägung der Noppen. Ist auf jeder einzelnen Noppe eines Lego-Steins das Logo der Firma zu erkennen, so sind die Noppen des Lepin-Klons, bis auf einige Ausnahmen, glatt. Die entscheidende Ausnahme ist hier die eine Noppe an jedem Stein, an welcher der Guss-Ansatz zu sehen und zu fühlen ist. Leider ist dieser Ansatz auch nicht immer ganz gut verarbeitet: Manchmal schaut er stärker hervor, manchmal findet man einfach nur eine Kuhle im Pin. Für die Laien unter uns fühlen sich die Teile insgesamt trotzdem ganz gut an. Wir sind uns aber einig, dass sich die Originalen Steine qualitativ hochwertiger anfühlen.

Die Haptik der Slave 1 Teile
Die Gussansätze jedes einzelnen Stücks sind leider nicht immer gut verarbeitet

Optik
Optisch scheint der Lepin Slave 1 auch ziemlich nah ans Original – ans Baustein-Original – heranzukommen. Zwei Grüntöne, viel grau, rot und hier und da ein bisschen gelb und beige. Alles in allem fallen keine großen Unterschiede zu den originalen Shop-Bildern auf – bis auf einige Platten an der Seite, die in einem völlig anderen Rot gehalten sind, als der Rest. Und während die Teile im, sagen wir mal, richtigen rot, matt und leicht angeraut sind, sind die helleren Teile glatt und hochglänzend. Das einzig Positive an diesen anderen Teilen ist die Symmetrie, denn so wirkt das ganze wenigstens nicht wie ein schlechtes Ersatzteil.

Die Optik der Slave 1 Teile
Gut zu erkennen: Manche Teile sind in einem anderen Rot geliefert, welches sich stark abhebt

Details
Wenn wir über eines überrascht waren, dann über die Detailtreue; besonders im Cockpit. Das Innere rotiert ebenso wie das Original, sodass die Boba Fett Minifigur sowohl im Flug- als auch im Landemodus aufrecht sitzt. Mehrere Teile im Cockpit sind außerdem mit Control-Panels bedruckt, oder lassen sich entsprechend bekleben.

Auch die beweglichen Teile sind recht detailgetreu ans Original angepasst. So lassen sich die zwei Zwillingsblasterkanonen an der Spitze des Slave 1 um 360° drehen, während man in den zwei seitlich ausklappbaren Werfern allerhand TorpedoGeschosse und versteckte Waffen findet. Die Ionentriebwerke sind ebenfalls beweglich und passen sich von allein an die nötige Position für Start und Landung an.

Close Up des Slave 1
Gut zu erkennen: Versteckte Torpedo-Klappen. Außerdem sind manche Teile des Slave 1 in einem anderen Rot gehalten

Zubehör
Insgesamt kommt das Set mit 2067 Teilen daher, was sogar 71 Teile mehr sind, als im Original. Neben den Teilen zum Bau des Raumschiffes gibt es auch vier Minifigs mit Zubehör:

  • Ein Stormtrooper mit Helm und Waffe
  • Eine BespinWache
  • Han Solo mit zugehörigem CarbonitGuss
  • Und Boba Fett mit Umhang und Helm,

sowie einen Präsentationsständer mit dazugehörigem Datenblatt, welches, bis auf den ein oder anderen Rechtschreibfehler, zumindest die gleichen Daten im gleichen Design zeigt, wie das Original – und die Daten sind sogar korrekt.

Die Minifiguren des Slave 1
Der Slave 1 kommt mit den gleichen Minifigs daher, wie sein Vorbild – doch vor allem Han Solos Gesicht verrät, dass es sich nicht um das Original handelt

Versand

Das Set kam problemlos und sogar innerhalb einer Woche an, ohne, dass der Zoll die Pakete geöffnet hat – aber Achtung, das ist natürlich keineswegs als Garantie zu verstehen. Der Zoll kann eure Pakete jederzeit öffnen und kontrollieren. Es kam in einem neutralen Karton ohne OVP (wenn man es bei einem Clone überhaupt so nennen mag) an; die einzelnen Teile waren ordentlich in Tüten verpackt. Hier eröffnete sich aber eine erste Herausforderung: Ist die Originalware Kundenfreundlich in nach Aufbau sortierten Tüten verpackt, kam das Lepin-Set in nach Farben geordneten Tütchen an, was vermutlich die wenigsten wirklich weiter bringt, auch nicht mit der wirklich ausführlichen Bauanleitung.

Der Lieferumfang des Slave 1
Der Slave 1 kam ohne Verpackung, doch mit farblich sortierten Beuteln an

Fazit
Alles in allem scheint es sich bei dem vorliegenden Set um einen ganz guten Ersatz zu handeln, zumindest, wenn man es nur im Regal ausstellen und nicht unbedingt intensiv damit spielen möchte. Zwar ist der Slave 1 nicht unbedingt schlecht verarbeitet, wirklich stabil und unempfindlich scheint er aber nicht zu sein. Vorallem die Detail-Treue hat uns überzeugt, da viele Teile voll beweglich sind und der Lieferumfang sogar Han Solos Carbonit-Block umfasst, sowie die wirklich ausführliche Anleitung.

Der Slave 1 mit Anleitung
Insgesamt macht der Slave 1 einen sehr soliden Eindruck und besticht vor allem durch seine Details und seine Größe

 

Habt ihr schon Erfahrung mit Steckbausteinen aus China gemacht? Probleme mit dem Zoll oder sonstiges? Lasst es uns wissen uns wir erweitern unseren Ratgeber gern. 

Kristian

Ich bin 31 Jahre jung, aber gefühlt ziemlich oft noch wie ein großes Spielkind. So habe ich Ende 2010 (endlich) "CG" ins Leben gerufen. Besonders haben es mir z.Z. die Drohnen angetan.

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