Test

Tronsmart Bang Max Lautsprecher mit 3-Wege-Lautsprechern & 130 Watt

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Mit dem Tronsmart Bang Max Bluetooth-Lautsprecher ist das bisher leistungsstärkste Modell des chinesischen Herstellers erschienen. Das Besondere: Er kommt mit dedizierten Tief-, Mittel-, und Hochtönern, also insgesamt sechs aktiven Lautsprechern, die insgesamt 130 Watt leisten sollen.

Tronsmart Bang Max

Lieferumfang & Verpackung

Der riesige Tronsmart Bang Max kommt in einem ebenso riesigen Karton, der mit großen passgenauen Schaumstoffpolstern ausgestattet ist, sodass dem Bang Max Bluetooth Lautsprecher während des Transports nicht wirklich etwas passieren kann.

Tronsmart Bang Max Lieferumfang

Neben dem Lautsprecher selbst findet man in der Verpackung ein Hohlstecker-Netzteil, ein Klinkenkabel und eine Bedienungsanleitung auf mehreren Sprachen.

Altbekanntes Design

Der Tronsmart Bang Max bleibt dem Design der Tronsmart-Bang-Serie treu, was ich gut finde. Im Grunde sieht er aus wie eine JBL Xtreme 3, nur deutlich größer, mit einem Kunststoff-Tragegriff an der Oberseite und den charakteristischen, runden Passivstrahlern an den kurzen Seiten.

Allerdings ist er mit den Maßen von 45 x 25 x 20 cm und einem Gewicht von 5,87 kg größer und schwerer. Die Passivstrahler sind mit RGB-LED-Beleuchtung ausgestattet, auf die wir später noch mal zu sprechen kommen.

Tronsmart Bang Max Party LEDs

Nicht nur Tronsmart hat sich hier von JBL inspirieren lassen, die ein solches Design zuerst hatten, sondern mittlerweile eine Vielzahl von chinesischen Herstellern. Darunter auch Soundcore mit Motion Boom und Motion Boom Plus oder auch Tribit mit der Stormbox Blast.

Statt einem Lautsprecher-Gitter, wie bei Soundcore, ist der Tronsmart Bang mit einem Textilmantel versehen. Dieses schützt den Lautsprecher zwar nicht vor Staub, aber mit IPX6-Zertifizierung ist er immerhin gegen Stahlwasser geschützt. So kann er beispielsweise sorglos neben Pool oder Planschbecken genutzt werden. Um die Anschlüsse vor Wasser zu schützten sind diese hinter einer ziemlich dicken Gummikappe versteckt.

Der Tronsmart Bang Max macht auf mich nicht nur optisch, sondern auch in Sachen Material und Verarbeitung einen guten Eindruck. Zumindest konnte ich keine Material- oder Produktionsfehler finden.

Sound des Tronsmart Bang Max Lautsprechers

Tronsmart hatte bei seinen Bluetooth-Lautsprechern in der Vergangenheit oftmals mit Problemen in der Abstimmung zu kämpfen. So gab es Lautsprecher, deren Klang im Hochton übersteuert, da Tieftöner bei hoher Lautstärke reguliert wurden. Bei späteren Modellen kehrte sich dieses Phänomen um, bei niedrigen Lautstärken war der Tiefton zu schwach und erst bei hoher Lautstärke kamen die Bässe richtig zum Tragen.

Tronsmart Bang Max Treiber

Der Tronsmart Bang Max ist nun der erste Bluetooth-Lautsprecher dieser Preis- und Größenordnung, der mir unterkommt, der nicht nur mit separaten Hochtönern ausgestattet ist, sondern auch mit den Mittel- und Tiefton auf separate aktive Lautsprecher verteilt. So kann man Probleme mit der Abstimmung, vermutlich durch minderwertige DSPs (digitale Signalprozessoren), natürlich auch umgehen. Es sind insgesamt also sechs Lautsprecher im Tronsmart Bang Max verbaut, was für einen sehr detailreichen und differenzierten Klang sprechen könnte. Insgesamt hat das System 130 Watt, wie die Leistung dabei genau aufgeteilt ist, verrät Tronsmart nicht.

Im Test habe ich den Tronsmart Bang Max mit unserem bisherigen Favoriten in dieser Preisklassen, der Tribit Stormbox Blast, verglichen. Dieser Lautsprecher ist mit insgesamt vier Lautsprechern, mit dedizierten Hochtönern und Tief-/ Mitteltönern ausgestattet.

Tronsmart Bang Max und Tribit Stormbox Blast

Im Vergleichstest ist der Klang der Tribit Stormbox Blast, trotz des 3-Wege Systems des Tronsmart Bang Max im Hochton und oberen Mittelton differenzierter. Der Klang ist in diesem Bereich präziser, für mich ist der Frequenzumfang bei Tribit hörbar größer.

Im unteren Mittelton und Tiefton ist der Klang gleichwertiger, aber nicht gleich. Der Tronsmart Lautsprecher hat im Mittelton etwas die Nase vorne, im Tiefton ist der Tribit bei einigen Subbass-Frequenzen deutlich kraftvoller und lauter rüber.

Bei maximaler Lautstärke spielt der Tronsmart Bang Max die Stärken des 3 Wege-Systems voll aus. Beide haben eine ähnliche Maximallautstärke, der Tronsmart Lautstprecher hat diese aber über das volle Frequenzband, bei Tribit spürt man ab etwa 85% Lautstärke, dass einige Frequenzen etwas gedrosselt werden, um ein Übersteuern zu vermeiden.

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So liefert der Tronsmart Bang Max bei maximaler Lautstärke im Rahmen seiner Möglichkeiten den konstanteren Sound, während mir das Klangbild der Tribit Stormbox Blast insgesamt besser gefällt. Da ich persönlich die meiste Zeit keinen Bluetooth-Lautsprecher bei 100% Lautstärke höre und so bleibt die Tribit Stormbox Blast dank differenzierterer Höhen und mehr Volumen in einigen Tieftonfrequenzen, mein Favorit.

Konnektivität & Bedienung

Der Tronsmart Bang Max hat nicht nur Bedienknöpfe auf der Oberseite, sondern auch eine App-Einbindung. Der Funktionsumfang ist jedoch übersichtlich. Neben Individualisierungen an der RGB-Beleuchtung, kann man hier lediglich den Equalizer verändern, aus Presets wählen oder ein individuelles Setup erstellen. Auch Firmware-Updates können per App auf den Speaker geladen werden, das war es dann aber an Funktionen.

Tronsmart Bang Max Bedienelement

In Sachen Konnektivität ist der Speaker mit Bluetooth 5.3 ausgestattet, das Modul unterstützt aber nur den SBC- und AAC-Audiocodec. Darüber hinaus sind auf der Rückseite hinter einer Gummikappe AUX-Anschluss, MicroSD Kartenslot, sowie zwei Anschlüsse für zwei Karaoke-Mikrofone oder wahlweise auch eine E-Gitarre zu finden.

Tronsmart Bang Max Anschluesse

Damit kommt am Lagerfeuer richtig Stimmung auf! Diese Anschlüsse gab es bisher nur bei der Tronsmart Halo-Serie. In der Tronsmart Bang-Serie sind Karaoke-Mikrofone neu! Auch kann der Tronsmart Bang Max als Notfall-Powerbank fungieren, dank USB-A Schnittstelle.

Akkulaufzeit

Viel Leistung braucht viel Energie. Dafür ist der Tronsmart Bang Max mit einem 18.000 mAh Akku ausgestattet. Tronsmart wirbt mit bis zu 24h Spielzeit. Im Kleingedruckten liest man, dass sich dieser Wert auf eine Lautstärke von 50% bezieht, während die LEDs ausgeschaltet sind. Im Test bei einer Lautstärke von 50% – 70%, ebenfalls mit ausgeschalteten LEDs, konnte ich eine Laufzeit von 18 Stunden erreichen. Die LED-Beleuchtung ist zwar ganz nett anzusehen, ich würde die Akkulaufzeit aber immer vorziehen. Leider wird der Lautsprecher via Hohlstecker-Netzteil geladen und nicht per USB-C. So kann er nur an einer Steckdose, nicht aber via Powerbank aufgeladen werden.

Fazit

Mit dem Tronsmart Bang Max bringt der Hersteller den größten und leistungsstärksten Lautsprecher im JBL-ähnlichen Format auf den Markt. Mit fast 6 kg Gewicht ist er aber deutlich schwerer und auch größer. Neu ist, dass hier im Vergleich zu allen anderen Herstellern ein 3-Wege-Lautsprecher-System verbaut ist, bestehend aus separaten Hoch-, Mittel- und Tieftönern. Darüber hinaus gibt es vielfältige und auch exotische Anschlussmöglichkeiten, mit der Möglichkeit Mikrofone und E-Gitarre zu verbinden.

  • Verarbeitung
  • 3-Wege-System
  • Maximale Lautstärke
  • Höhen verwaschen
  • Gewicht
  • Laden per Hohlstecker

Im Test liefert er dank der 3-Wege-Lautsprecher einen gleichbleibenden Klang bis zur maximalen Lautstärke. Das ist bei den wenigsten Lautsprechern der Fall, meist wird zumindest der Tieftonbereich ab einer gewissen Lautstärke gedrosselt. Gegen meinen bisherigen Favoriten, die Tribit Stormbox Blast, kommt er für meinen Geschmack aber nicht heran, da mir die Höhen und die Tiefen hier weiterhin besser gefallen. Wenn es aber darum geht, mit maximaler Lautstärke zu beschallen, dann ist der Tronsmart durchaus geeigneter, was zumindest in meinem Fall aber selten vorkommt.

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Tim

Gadget-Nerd bei China-Gadgets seit 2015 und immer auf der Suche nach günstigen, hochwertigen Audio-Alternativen.

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Kommentare (5)

  • Profilbild von Bastian Schmidt
    # 23.08.23 um 07:30

    Bastian Schmidt

    Ich finde er sieht eher der Boombox 2 oder 3 ähnlich.

    Was mich auch interessieren würde, wäre die RMS Leistung. Und ob er die volle Leistung auch ohne Kabel hat. Bei den Boomboxen hat man ja ohne Kabel immer weniger Leistung als am Kabel angeschlossen.

  • Profilbild von Unbekannt
    # 23.08.23 um 14:34

    Unbekannt

    Oh ja, am Strand gehe ich natürlich immer so wie die Tante auf dem Bild spazieren…

  • Profilbild von someone
    # 23.08.23 um 22:56

    someone

    Bitte unbedingt Testbericht nachliefern! Das ist zwar schon eine einigermaßen ausführliche Vorstellung geworden, aber da ist einfach zuviel Mutmaßung drin für meinen Geschmack.

    Neben der Umsetzung des 3-Wege-Konzepts (da kann man mit den Parametern der Frequenzweiche auch viel versauen – wenn die analog ist, reicht dafür u.U. schon Bauteilstreuung) würde mich insbesondere interessieren, wie schnell man die 18.000 mAh wieder voll bekommt. So 20W Ladeleistung sollten es schon sein, wenn man keinen ganzen Tag drauf warten will.

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