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Schlauer Wohnen auf die Tuya-Art – DAS perfekte Smart Home für wenig Geld? | Bestpreis: Tuya 1080p WiFi PTZ Kamera für 17,14€

Bestpreis: Die hier getestete, wirklich gute Tuya 1080p WiFi IP PTZ Kamera bekommt ihr gerade bei TEMU für nur 17,14€. Es handelt sich um die Version ohne ONVIF-Support.

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Tuya Smart Home Test Kamera Aufstellung

Auf einen Blick:

  • Full HD / 3MP-Version
  • PTZ-Funktion
  • Bewegungserkennung & Auto-Tracking

Ich hab’s geschafft: Die Dame des Hauses hat der schrittweisen Smartifizierung unserer Wohnung grünes Licht gegeben. CG hat mir daher einige Tuya ZigBee 3.0-Komponenten für unser Bad und unser Kinderzimmer zugeschickt. Ist damit ein gutes Einsteiger-Smart-Home möglich? Finden wir’s gemeinsam raus.

Tuya Smart Home Test Aufmacher

Vorwort: Dankeschön

Banggood hat uns freundlicherweise einige der hier aufgelisteten Produkte zwecks Produkttest zur Verfügung gestellt. Dazu gehören das Tuya ZigBee 3.0 Gateway und die 4 ZigBee Heizkörperthermostate im Bundle, die 3 Tuya ZigBee 3.0 Tür-/Fensterkontakte sowie die Tuya ZigBee 3.0 Alarmsirene. Alle anderen Komponenten haben wir selber über AliExpress bezogen.

Vorbedingungen: Kompromisse…

Also wenn Erika Mustermann in unserem CG-Artikel das kann, dann will ich das auch können: ein kostengünstiges Smart Home einrichten und im Idealfall damit auf Dauer bares Geld in Zeiten der Energiekrise einsparen. Bisher scheiterte dieses Vorhaben am Widerstand meiner besseren Hälfte. Jetzt hat sie zugestimmt, aber unter zwei Bedingungen: Erstens (vorerst) nur die Installation in Bad und Kinderzimmer, zweitens der Verzicht auf die Sprachsteuerung, von der unsere Kids zu exzessiv Gebrauch machen würden.

Systemwahl: Warum Tuya, warum ZigBee?

Auf der Suche nach einem smarten Feuermelder bin ich Anfang 2020 auf Tuya gestoßen. Denn die Tuya-Platform mit ihren weit mehr als 410000 IoT-Geräten bietet im Vergleich zu beispielsweise Aqara mit Abstand das Meiste fürs Geld. Damals entschied ich mich für ein Wlan-basiertes Gerät und hatte ZigBee als Kommunikationsprotokoll zwischen IoT-Geräten nicht auf dem Schirm. Dabei ist ZigBee 3.0 heute gerade in Sachen Energieeffizienz und Mesh-Funktionalität (je mehr Geräte, desto stabiler das Smart Home -Netz) ein wirklich gutes System.

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Einziger Haken: Ein Hub/ Gateway als Kommunikationsschnittstelle zwischen IoT-Geräten und Heimnetzwerk muss her. Mit zumeist unter 20€ stellt das aber keine große Hürde dar.

Ob nun aber ZigBee, Z-Wave, Thread oder gar Wi-Fi: es wird in Zukunft wahrscheinlich keine Rolle mehr spielen, welches Protokoll genutzt wird. „Einer für Alle“ lautet nämlich die Losung des übergreifenden Matter-Standards, dem sich etliche Hersteller in der Connectivity Standards Alliance (CSA) verschrieben haben.

CSA

Sollten sich also die Ankündigungen im Kontext des offiziellen Releases von Matter 1.0 bewahrheiten, dann wäre Tuya als CSA-Mitglied sicher im Matter-Club dabei. Ob das dann aber auch für ältere Tuya-Geräte sozusagen abwärtskompatibel gilt, verrät uns die Glaskugel bisher leider noch nicht.

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Bald auf allen kompatiblem Produkt(-verpackungen): Matter-Symbol

Sicherheit: Datenschutz auf die chinesische Art?

Tuya kommt aus China und wir alle wissen: Datenschutz wird dort etwas anders betrachtet als bei uns. Seit 2019 ist die Plattform in regelmäßigen Abständen wegen Sicherheitslücken in der Kritik. Vorteil damals: Tuya-Geräte mit ESP-Chips konnten mit einer Open-Source-Firmware namens Tasmota geflasht werden um das „Telefonieren nach Hause“ zu unterbinden.

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Früher waren Tuya-Geräte mit der cloudfreien Software Tasmota flashbar

Auch wenn Tuya seit Ende 2021 mit dem TÜV SÜD bei der Sicherheitszertifizierung der eigenen IoT-Produkte kooperiert: das Datensammeln ist immer wieder Thema, wenn es um Tuya und den Vorwurf der Spionage durch chinesische Behörden geht. Tuya steht hier aber nicht alleine da – zumal es auch andere chinesische Mitbewerber gibt. Die Bedenken sollten aber in Zeiten vermehrt auftretender Hackerangriffe ganz allgemein für alle cloudbasierten (IoT-)Dienste gelten.

Der folgende Test richtet sich an Anfänger, die genau wie ich endlich einmal mit Smart Home durchstarten wollen. Es geht um erste Erfahrungen, Eindrücke, Lichtblicke und Probleme. Deshalb werde ich ausschließlich die Smart Life App nutzen.

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Vorerst Mittel der Smart-Home-Steuerungswahl: Smart Life App

Um aber gerade wegen der Sicherheitsbedenken alle Tuya-Geräte cloudfrei zu machen, dennoch aber von überall auf sie zugreifen zu können, werde ich diesen Test um die Integration in die Open-Source Software Home Assistant zu einem späteren Zeitpunkt ergänzen. Das ist – das sei schon einmal vorweggenommen – nämlich kein ganz triviales Unterfangen und erfordert mehr Zeit.

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Alles unter einem (Open Source)Dach: Home Assistant

Gerätekopplung: easy & zuverlässig

Jetzt aber genug von Systemwahl und Sicherheitsbedenken. Auf geht’s: Bevor ich eines meiner Tuya ZigBee 3.0-Geräte in mein Netzwerk integrieren kann, muss ich mein ZigBee-Gateway bzw. Hub in Betrieb nehmen. Dahinter verbirgt sich ein weißes 60 x 60 x 15 mm kleines Gerät, welches mich wegen seiner rechteckigen Form an den Aqara Temperatur- und Feuchtigkeitssensor erinnert.

Tuya Smart Home Test Hub
Tuya ZigBee 3.0 Wireless Hub: Erst im Wohnzimmer (Bild), dann im Flur

Die Mini-Gebrauchsanleitung lasse ich außen vor und schließe den Hub mit dem mitgelieferten Micro-USB-Kabel an eine mit USB-Ports ausgestattete Steckdosenleiste in der Nähe unseres FritzBox-Routers an. Ich bin bereits in der Smart Life App registriert (zwingend erforderlich), drücke auf das Symbol zum Hinzufügen neuer Geräte  („+“) und stelle mir nun die Frage: Welches der vielen Gateways muss ich denn nun hinzufügen? Also doch etwas kleinlaut in die Gebrauchsanweisung geschaut und tadaa: ich muss das „Wireless Gateway“ auswählen. Wichtig dabei zu beachten: Diese Art Hub unterstützt nur maximal 50 angeschlossene Geräte und verfügt nicht über Bluetooth.

Tuya Smart Home Test App Geraethinzufuegen

Die Kopplung erfolgt anschließend genauso wie bei jedem anderen Tuya-IoT-Gerät auch: Man legt die Batterien ein (Ausnahmen: Hub und Anwesenheitssensor via USB-Stromkabel), drückt für mehr als 5 Sekunden die Reset-Taste oder in das Reset-Loch bis eine rote LED schnell blinkt. In der App bestätige ich, dass die LED schnell blinkt und kurze Zeit später zeigt mir eine Radar-Animation mit dem gefundenen Gerät, dass die Kopplung erfolgreich war. Das klappt bei jedem ZigBee- und WiFi-basierten Tuya-Gerät schnell, einfach und zuverlässig.

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2x AA-Batterien – aber bitte mit jeweils 1,5V, keine Akkus mit 1,2V

Versuchsaufbau: Was wohin und warum?

Raumsituation: so siehts aus

Wie soll das Tuya Smart Home konkret aussehen? Tatort ist  zuerst einmal unsere Altbauwohnung im Erdgeschoss. Badezimmer (ca. 14 m²) und Kinderzimmer (ca. 25m²) stehen zur Verfügung. Beides sind klassisch rechteckige Räume mit ca. 3 Meter hohen Wänden. Im Bad ist ein großes und darüber ein kleines Dreh-Kipp-Fenster vorhanden, im Kinderzimmer hingegen zwei Doppelkasten-Flügelfenster aus Holz (jeweils ein großes unten, darüber ein kleines oben).

Bad: Kampf dem Schimmel

Im Bad steht die Kontrolle der Luftfeuchtigkeit im Fokus. Denn beim Duschen oder Baden wird es am Fenster und insbesondere darüber so nass, dass wir in der Vergangenheit immer wieder mit Schimmel zu kämpfen hatten. Das Ganze wurde besser, als wir grundsätzlich schon unmittelbar vor dem Duschen das Fenster sperrangelweit offen ließen. Nicht so geil: Im tiefsten Winter konnte man fast nicht heiß genug duschen, damit es nicht zu kalt wurde.

Zuerst einmal sorge ich deshalb für Strom hinten am Fenster und verlege ein Stromkabel mit Kabelkanal bis dahin. Dort installiere ich dann direkt einen Tuya-ZigBee 3.0 Zwischenstecker (84 x 50 x 50mm) um daran unseren neuen Luftentfeuchter anzuschließen. Der kleine Zwischenstecker kommt – wie die meisten anderen Tuya-Geräte auch – in einer unscheinbaren weißen Box, die neben dem Stecker nebst Power-Button nur eine Mini-Anleitung (auf englisch und chinesisch) enthält. Sofern es sich nicht um einen Zwischenstecker, sondern aber um einen Sensor handelt, dann sind im Lieferumfang zusätzlich Klebepads und bisweilen auch ein Micro-USB-Kabel an Bord.

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Standard-Lieferumfang: Gerät, Gebrauchsanweisung, Klebepad, wahlweise Micro-USB-Kabel

Apropos Sensoren: Zwei jeweils 70 x 25 x 20mm messende Tuya ZigBee 3.0 Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren folgen nun: einer oberhalb des oberen Fensters links (hinten im Raum), der andere im wahrsten Sinne des Wortes im „Dunstkreis“ der Dusche (in der Raummitte – ja, ich weiß, eine seltsame Duschenposition).

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Tuya ZigBee 3.0 Temperatur- und Feuchtigkeitssensor in der Nähe des oberen Badfensters

Beide Sensoren nehmen je zwei endverbraucherfreundliche AA-Batterien auf. Im Standby verbrauchen die smarten Temperatur- und Feuchtigkeitsfühler gerade einmal max. 30uA. Ein Xiaomi Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsmonitor 2 mit Display (43 x 43 x 12,5mm) gesellt sich in den vorderen Raumteil neben die Badtür.

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Der Tuya ZigBee 3.0 Tür- und Fensterkontakt besteht aus zwei Teilen, einem kleinen Magnetsensor (34,8 x 10,8 x 12,6mm) und einem größeren Modul samt CR2032-Batterie (54,8 x 24,8  x 12,6mm). Beide müssen mit den richtigen Seiten zueinander (markiert durch einen Pfeil) positioniert werden: Ein Teil am Fenster, der andere am Rahmen. Ich google kurz, wieviel Distanz maximal zwischen beiden Sensoren sein darf und Google sagt mir: 15mm. Also zack: Magnetsensor an den Rahmen und das größere Modul ans Fenster (geht auch anders herum, Hauptsache die Pfeile stehen zu einander).

Neben dem Fenster ist eine Heizung, deren Thermostat ich ohne Probleme mit dem Tuya ZigBee 3.0 Thermostat wechsele. Es handelt sich um ein 52 x 90mm großes Thermostat (Genauigkeit: +- 0,5°C) mit M30 * 1,5 Gewinde und grauer Kunststoffmanschette inkl. Display aber ohne manuellen Drehknopf. Erfreulich: 2 normale AA-Batterien kommen zum Einsatz.

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Schnelle Montage an der Badheizung: Tuya ZigBee 3.0 Heizkörperthermostat

Schließlich installiere ich statt der 10 Halogenspots (GU 5,3) nun 8 LED-Spots. 2 Halogenstrahler bleiben erhalten um die Mindestlast des auf Halogenleuchten ausgelegten Trafos zu erreichen. Sieht ganz gut aus, finde ich.

Tuya Smart Home Test LEDSpots

Kinderzimmer: smartes Leuchten

Im Kinderreich installiere ich zuerst die zweiteiligen Tuya ZigBee 3.0 Tür- und Fenstersensoren an beiden Fenstern, ehe ich dann einen weiteren Tuya ZigBee 3.0 Zwischenstecker nutze, um damit einen LED-Globus zeitgesteuert zu schalten. Danach folgen drei RGB-fähige 18W ZigBee LED-Glühbirnen mit E27-Sockel oben in der Deckenlampe.

Tuya Smart Home Test Zwischenstecker
Dank Tuya ZigBee 3.0 Zwischenstecker jetzt zeitgesteuert: LED-Globus

Nun stellt sich die Frage: Wo genau im Zimmer installiere ich den Tuya ZigBee 3.0 Anwesenheitssensor (58 x 58 x 11mm)? Dieser soll nämlich für drei Dinge sorgen: Erstens das Licht (welches leider ständig vergessen wird auszumachen) im Zimmer ausschalten, sobald niemand mehr anwesend ist, zweitens ein Leselicht abends anlassen, damit die größere der beiden Prinzessinnen noch etwas lesen kann.

Drittens schließlich soll der Presence-Sensor die auf dem Regal (linke Zimmerwand) eines bekannten schwedischen Möbelbauers platzierte Tuya HD Wifi PTZ-Kamera bei der Bewegungserkennung unterstützen. Denn: Dank mmWAVE-Technik ist der Anwesenheitssensor viel genauer als ein PIR-Sensor und nimmt selbst minimale menschliche Bewegungen wahr.

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Schönes Stück Technik: Tuya ZigBee 3.0 Anwesenheitssensor
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Von weitem schwer zu erkennen: Human-Presence-Sensor mit schwarzem USB-Stromkabel zwischen beiden Fenstern (rechts)

Ich entscheide mich nun für den Anwesenheitssensor zwischen den beiden Fenstern an der Zimmerseite, welche genau gegenüber dem Hochbett ist, in dem meine zwei Kids schlafen. Aber: der Anwesenheitssensor kommt ohne Batterien, sondern mit Micro-USB-Stromversorgung (5V, 1A). Das nervt. Glücklicherweise habe ich im Keller aber noch ein knapp 3 Meter langes entsprechendes Kabel. Das ist zwar schwarz, als Provisorium sollte es aber reichen.

Die zwei übrigen smarten Thermostate kann ich im Kinderzimmer leider (vorerst) nicht verbauen; denn die beiden Heizungen dort befinden sich in so verdammt engen Aussparungen der dicken Altbau-Außenwände, dass ich ihre konventionellen Heizkörperthermostate nicht mit einer normalen Rohrzange abmontiert bekomme.

Flur: Alarm

Okay, der Flur war eigentlich nicht Teil des Smart-Home-Deals mit meiner Frau, aber hey, so eine Tuya ZigBee Sirene sollte doch möglichst zentral in der Wohnung installiert werden, finde ich….also psst, bleibt unter uns! Blöd nur: als einzige Komponente verlangt der 68 x 32mm messende Tuya ZigBee3.0 Alarm-Sensor zwei exotische CR123a-Batterien, die ich (ausnahmsweise) mal nicht in meinem Keller vorrätig habe.

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Am nächsten Tag sind die Batterien aber da. Wo kommt das Ding also hin? Neben unser Wohnungseingangstür befindet sich der Sicherungskasten. Gleich daneben ist eine weiße Kunststoffabdeckung angebracht. Darauf passt die Sirene wunderbar.

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Eindrücke: Licht & Schatten

Tuya ZigBee 3.0 Gateway: Einfache Inbetriebnahme, aber…

Die Kopplung des Hubs und aller Untergeräte verläuft problemlos, die Installation vieler Sensoren mittels fast zu gut haltenden Klebepads auch. Kleinere Probleme tun sich dann aber beim ersten Testen aller Komponenten auf.

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Smart Life App: Die Kopplung aller Geräte verläuft schnell und einfach

Tuya Zigbee 3.0 Zwischenstecker: Reichweitenprobleme

Das erste kleine Problem lässt sich einfach lösen: Die Entfernung zwischen Gateway im Wohnzimmer und Zwischenstecker am Badfenster ist zu groß. Die Distanz beträgt ca. 13 Meter. Fairerweise muss man anmerken, dass es sich um einen Altbau mit teils sehr dicken Wänden handelt. Deshalb wandert der Tuya ZigBee 3.0 Hub vom Wohnzimmer in den Flur und das Problem ist gelöst.

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Einzige Komponenten mit Reichweitenproblemen: Tuya ZigBee 3.0 Zwischenstecker

Beide installierten Zwischenstecker lassen sich dann schnell und einfach schalten – damit wird der Luftentfeuchter im Bad smart (dazu später mehr) und der LED-Globus im Kinderzimmer schaltet sich abends zeitgesteuert zwischen 19 und 21:30 Uhr ein und aus.

Tuya ZigBee 3.0 Tür- & Fensterkontakte: gut mit Hindernissen

Problem 1 gelöst, Problem 2 wiegt ein wenig schwerer: Mir fällt nämlich auf, dass die Tür- und Fensterkontakte per se nicht funktionieren. Recht schnell realisiere ich, dass die angegebenen 15 mm Maximalabstand zwischen Magnetsensor und zweitem Modul sich auf den Abstand beider völlig parallel zueinander ausgerichteten Komponenten bezieht. Bei mir sind beide aber in der Tiefe versetzt – einmal um 12,4 mm und einmal um 17,1 mm. Ist ja auch logisch: Ein Fenster schließt für gewöhnlich nicht bündig mit dem Rahmen ab.

Tuya Smart Home Test Fensterrahmenabstand

Ich erinnere mich: Das war bei der Installation einer Alarmanlage in der Praxis meines Vaters damals auch so. Statt aber wie damals selten hässliche Sperrholzerhöhungen zu nutzen, entscheide ich mich diesmal für eine Kombination aus 3D-Scanner und 3D-Drucker.

Tuya Smart Home Test Magnetsensorerhoehung

Ich scanne also den Magnetsensor, der auf eine Erhöhung angewiesen ist, mit dem Revopoint Mini 3D-Scanner ein, bearbeite die Punktewolke und den auf das richtige Maß gestreckten Körper anschließend in Fusion 360 und drucke das nun in weißem PLA-Filament aus. Klar, die recht einfache Form hätte ich auch nachzeichnen können. Mir ging es aber ums Prinzip und eine Erfahrung mehr bei der Integration unterschiedlicher Geräte aus den Disziplinen 3D-Druck und IoT.

Ich klebe die Erhöhungen nun auf den Magnetsensor, der jetzt parallel zum zweiten Modul am Fenster bündig abschließt. Das Ganze sieht aus wie aus einem Guss und funktioniert perfekt. Falls ihr die gleichen Sensoren nutzt und eine Erhöhung braucht, könnt ihr diese hier als STEP-Datei herunterladen.

Tuya Smart Home Test Tuer Fensterkontakt inkl Erhoehung

Tuya ZigBee 3.0 Sirene: Fancy bis witzig

Ohne Probleme verläuft hingegen die Nutzung der Tuya ZigBee 3.0 Sirene. Sie hört auf den Herstellernamen „Neo“ und soundtechnisch ist hier alles dabei: 18 Sounds von der üblichen Haustürklingel oder einem Schul-Pausengong über Evergreens der Klavierklassik bis hin zum kritischen Störfall im Atomkraftwerk oder Hundegebäll ist hier alles dabei.

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Aber: Nicht alle teils fragwürdigen und mit orangenem LED-Blinken begleiteten akustischen Darbietungen sind gleich laut. Ich wähle daher den klassischen Sirenensound mit 88dB (Typ 7). Das ist tatsächlich die lauteste Variante (sorry, liebe Nachbarn).

Tuya ZigBee 3.0 smarte Glühbirne: Highlight 1

Nicht nur witzig, sondern geradezu genial finden ich (und meine Kids) die smarten RGB-fähigen Tuya ZigBee 3.0 Glühbirnen mit einer beachtlichen Leistung von 18W. Sie sind nicht nur zu Google Assistant und Amazon Alexa, sondern auch zu Samsung Smart Things und Philips Hue kompatibel.

Tuya Smart Home Test smarte Gluehbirne

Falls sie nicht schon im Kopplungsmodus sind, lassen sie sich durch schnelles dreifaches Ein- und Ausschalten des Lichtschalters koppelbar machen. Dann sind sie über die Smart Life App steuerbar im Hinblick auf Farbtemperatur, Farbwahl und Dimmbarkeit. Die Funktion, die Lampen über den gewöhnlichen Lichtschalter zu betätigen, bleibt bestehen.

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In seltenen Fällen behalten sie nicht ihre zuletzt gespeicherte App-Einstellung, sondern blinken wie im Kopplungsmodus. Den Lichtschalter aus- und wieder anmachen behebt dann direkt das Problem. Besonders oft haben wir die witzige Musikfunktion ausprobiert: Die Smart Life App hört zu und die Glühbirnen wechseln Rhythmus und Farbe je nach dem, welcher Song gespielt wird. Die nächste Kinderzimmerparty steht damit.

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LED MR16 Spots: Stromspar-Offensive

Perfekt ergänzt werden die smarten Glühbirnen durch ihre leider nicht smarten aber stromsparenden LED-Spots im Badezimmer. Meiner Meinung nach passt die warmweiße 7W-Version (3000k) perfekt zu den üblichen Halogenstrahlern. Leider haben wir Spots mit seltenerem GU 5,3-Sockel verbaut. Ihr könnt mich gerne eines Besseren belehren, aber bisher gibt es ZigBee-fähige LED-Spots nur mit  GU10-Fassung.

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Tuya ZigBee 3.0 Anwesenheitssensor: Highlight 2

Wenn wir schon bei Highlights sind, dann machen wir doch gleich mit dem Anwesenheitssensor  weiter. Denn der Sensor ist dank mmWave-Technik wirklich verdammt genau: Liege ich beispielsweise im unteren Bett des Kinderhochbettes und bewege mich nicht, erkennt mich der Sensor trotzdem („Existence State“).

Tuya Smart Home Test App Steuerung Humane Presence Sensor

Erst, wenn ich aus dem Zimmer herausgehe, schaltet er auf den so genannten „Unmanted State“. Kleiner Tipp am Rande: Die Wandinstallation des Anwesenheitssensors sollte gut überlegt sein – denn die beiliegenden Klebepads sind so stark, dass ihr bei einer Demontage mit einer unfreiwilligen Putz-Entfernung rechnen müsst.

Tuya 1080P WiFi IP PTZ Kamera: Highlight 3

Das dritte Highlight ist für mich definitiv die Tuya  1080P WiFi IP PTZ Kamera. Sie liegt uns in der 3MP-Version vor und hat mich gerade für einen Preis unter 40€ beeindruckt.

Sie liefert nicht nur ein solides Full-HD-Bild bei Tag und dank IR-LEDs auch bei Nacht, sondern überzeugt durch eine zuverlässige und leise PTZ-Funktion (PTZ = Pan – Tilt – Zoom). Sie ist also motorisiert und über die App steuer- bzw. schwenkbar – horizontal um 355 Grad und vertikal um 65 Grad.

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In Objekte lässt sich 4-fach digital hereinzoomen. Die Bewegungserkennung und –benachrichtigung via App klappt nahezu verzögerungsfrei.

Tuya Smart Home Test App Bewegungserkennung

Selbst eine Bewegungsverfolgung von Personen ist vorhanden. Dieses Auto-Tracking ist aber ausbaufähig, funktioniert es doch nur zuverlässig, wenn ihr euch nicht zu schnell bewegt und möglichst nur eine Person im Raum ist.

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Abstriche müsst ihr auch bei der 2-Wege-Audio-Kommunikation machen. Ihr könnt euren Gegenüber damit verstehen – das Ganze ist aber recht blechern.

Tuya Smart Home Test App Kamerasteuerung

Wollt ihr nicht den gebührenpflichten Tuya Cloud – Service für die Speicherung abseits der standardmäßig (auch bei Nicht-Verbindung mit dem Hub) zur Verfügung stehenden Speicherung auf Micro-SD (max. 128GB) nutzen, dann könnt ihr auf ein Alleinstellungsmerkmal in dieser Preisklasse zurückgreifen: ONVIF-Support (Was ist ONVIF? Hier lesen). Damit habt ihr direkten Zugriff auf eure Kamera z.B. über einen Netzwerkspeicher inkl. dortiger Speicherung eurer Aufnahmen. Das funktionierte bei mir ohne Probleme in Kombination mit meiner Synology DS415play.

Tuya ZigBee 3.0 Heizkörperthermostat: Downlight 1

Wo viel Licht ist…..ihr wisst schon. Fangen wir daher mal mit ein „bisschen“ Schatten an: Das smarte Heizkörperthermostat funktioniert, ist aber weder in Design noch Funktion erste Wahl bei mir. Was das Design angeht so gefällt mir zwar der schlichte weiße Zylinder, weniger aber die wirklich billig wirkende graue Kunststoffmanschette. Ich vermisse hier auch ein manuelles Drehrad, wie es bei anderen Versionen verbaut ist. Stattdessen steht hier ein etwas träge und unempfindlich auf Eingaben reagierendes Touchdisplay zur Verfügung.

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Was die Funktion angeht: Ja, die Temperaturanzeige scheint recht akkurat zu sein, zumindest deckt sie sich mit anderen Temperaturfühlern im Badezimmer (Xiaomi  MI Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitor 2, Luftentfeuchter, etc.). Außerdem kann die Temperatur in der App kalibriert werden. Standardmäßig ist sie auf „-1°C“ eingestellt.

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Vergleich Tuya ZigBee 3.0 Heizkörperthermostat und DHT-22 Sensor (via Arduino Nano + Oled-Display)

Aber die Display-Menüführung ist alles andere als intuitiv. Allein für das Koppeln darf ich den Home-Button 3 Sekunden drücken, danach die Plus-Taste solange, bis ich aufs WLAN-Symbol komme. Das muss ich dann nochmal mit einem kurzen Klick auf den Home-Button bestätigen – nur um letzteren dann nochmal 3 Sekunden gedrückt zu halten um überhaupt erst in den Kopplungsmodus zu kommen – äh…WHAT?

Tuya ZigBee Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren: Downlight 2

Eine große Enttäuschung sind für mich die viereckigen Tuya ZigBee 3.0 Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren. Zuerst einmal realisiere ich anhand von „eingefrorenen“ Werten, dass sie nur 2 AAA-Batterien mit jeweils 1,5V mögen und nicht etwa Akkus mit jeweils 1,2V. Dann aber scheinen sie zu funktionieren. Das gilt zumindest für die Temperaturanzeige, die sich mit anderen Geräten im Badezimmer deckt.

Tuya Smart Home Test App Temp Feuchtigkeitssensor

Was hier aber wahrscheinlich nicht stimmt, sind die Luftfeuchtigkeitswerte. Die sind bei beiden Sensoren am Badfenster und in der Nähe der Dusche zwar ähnlich, unterscheiden sich aber um satte 15 bis 20% zu anderen Geräten wie dem Xiaomi Mi Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitor 2, unserem Luftentfeuchter und einem zur Sicherheit nochmal eigens dazu geholten Arduino nebst DHT-22-Sensor (nicht der genaueste) und kleinem OLED-Display.

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Mich würde da interessieren, ob ihr da ähnliche Erfahrungen gemacht habt. Gibt es eine schneller aktualisierende und vor allem präzisere Alternative im Tuya-Universum?

Xiaomi Mi Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitor 2: Schick & genau?

Eine Alternative, die ich selber in Betracht ziehe, wäre der von mir ebenfalls genutzte Xiaomi Mi Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitor 2, welcher gegenüber der Dusche an der Wand neben der Tür installiert ist. Dieser hatte im Vergleich zum Luftentfeuchter und DHT-22-Sensor ähnliche Werte angezeigt, weshalb ich hier davon ausgehe, dass dieser korrekt funktioniert.

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Zwar ist hier Bluetooth an Bord – mein derzeitiger Hub unterstützt jedoch kein Bluetooth. Auch hier würde ich gern auf eurer Expertenwissen zurückgreifen: Habt ihr einen Vorschlag für einen besonders präzisen Temperatur- und Feuchtigkeitssensor, der zukünftig als Referenz herhalten kann?

Stromverbrauch: höher als erwartet

Insgesamt ist der Stromverbrauch aller Tuya-ZigBee-Komponenten natürlich gering – das stelle ich gar nicht in Abrede. Im Vergleich zu WiFi-basierten Tuya-Geräten hätte ich mir aber insbesondere bei den Tuya ZigBee 3.0-Zwischensteckern einen geringeren Stromverbrauch gewünscht.

Denn ähnlich wie bei ihren „Wifi-Artverwandten“ ergeben sich hier im eingeschalteten Zustand ohne Zusatzlast 0,4W. Sind die Zwischenstecker ausgeschaltet, zeigt mein normales Endverbraucher-Messgerät (Bearware Power Meter WDP 302737) 0W an. Da die Werte sich aber ansonsten kaum von denen der WiFi-Version unterscheiden, gehe ich hier auch von ca. 0,15W im ausgeschalteten Zustand aus. Kleine Zwischenfrage: Habt ihr eine Empfehlung für ein hochpräzises Strommessgerät?

Der über Micro-USB bestromte Tuya ZigBee 3.0 Wireless Hub gönnt sich 0,45W bei 5V und 80mAh. Genügsamer ist da der Anwesenheitssensor (5V und 30mAh) bei konstant 0,2W.

Tuya Smart Home Test Strommessung

Sparsam fürs Gebotene ist auch eines meiner Highlights: die Tuya 1080P WiFi IP PTZ Kamera. Im Ruhemodus (Idle) am Tag messe ich 5,25V bei 270mAh und 1,48W. Typischerweise erhöht sich der Verbrauch zur Nacht hin. Im Idle bei Nacht mit aktivierten IR-LEDs liege ich bei 5,31V, 350mAh und 1,85W.

Greife ich tagsüber auf den Videofeed per App zu, komme ich auf 5,29V bei 280mAh und 1,53W. Der Videofeed-Zugriff nachts ergibt dann 5,35V bei 550mAh und 0,91W. Die PTZ-Funktion – also das Drehen/Schwenken der Kamera via App, schlägt bei 5,35V mit 550mAh und 2,93W zu Buche – in der Nacht dann bei 5,36V mit 561mAh und 3,26W. Nutzt ihr also nicht unbedingt ständig nachts die PTZ-Funktion, könnt ihr euch auf eine sparsame Kamera freuen. Zum Verbrauchsvergleich von Sicherheitskameras empfehle ich euch diesen Artikel.

Alle Verbrauchsmessungen von USB-bestromten IoT-Geräten habe ich mit dem X-Dragon USB-Detector gemacht, welchen ich jedem wärmstens empfehlen kann.

App: übersichtlich, aber noch nicht perfekt

Zur Verfügung stehen die  Tabs „Mein Zuhause“, „Szene“, „Smart“ und „Profil“. Der Tab „Mein Zuhause“ spiegelt im Grunde eure Geräteliste wieder. Auch der Hub ist hier aufgelistet. Weil aber zumindest alle ZigBee-Komponenten als Untergeräte des Gateway fungieren, sind sie zusätzlich nochmal unter „Gateway“ aufgelistet – aber mit anderen Funktionen. Das hätte man vielleicht zwecks Übersichtlichkeit besser lösen können. 

Manchmal fehlen mir Dinge wie das Erstellen von Gruppen, was nicht intuitiv gelöst ist. Hier würde ich davon ausgehen ,die Funktion durch langes Drücken auf das jeweilige Device zu bekommen. Dann komme ich nämlich in die „Geräteverwaltung“. Letztere ist aber nur dafür da, um Geräte löschen zu können oder sie in der Liste anders anzuordnen. Stattdessen muss ich innerhalb der jeweiligen Gerätesteuerung das Stiftsymbol auswählen, um dann in die Geräteeigenschaften zu gelangen, wo ich überhaupt erst eine Gruppe erstellen kann. Umständlich.

Tuya Smart Home Test App Gruppe erstellen

Gruppen bedeutet hier Gruppen des gleichen Gerätetyps. Hier können nicht einfach alle Devices eines Raumes zusammengefasst werden. Das geht wiederum nur unter dem meine Kontoeinstellungen betreffenden Tab „Profil“ und dann über die „Familienverwaltung“. Der Tab „Smart“ hingegen verlangt nach der Standortfreigabe für die Smart Life App. Gewährt ihr diese, stehen euch eine Stromverbrauchsübersicht, Wetterdaten und tiefergehende Einstellungen für (Kamera-)Alarmfunktionen zur Verfügung.

Tuya Smart Home Test App Tab Profil

Der Tab „Szene“ beinhaltet dann das, was die Magie des Smart Home ausmacht: Automationen nach dem „Wenn, dann-Prinzip“, wobei sich nicht nur andere Geräte, sondern auch andere Automationen schalten lassen. Wie genau das Ganze aussehen kann, zeigen euch die nun folgenden 4 Beispielautomationen, die ich ausprobiert habe.

Tuya Smart Home Test App Szene Tab

Automationen: (fast) genial

Automation 1: Luftentfeuchter Bad

Theorie: Wenn die Luftfeuchtigkeit des Tuya ZigBee 3.0 Temperatur- und Feuchtigkeitssensors oben am Badfenster mehr als 60 Prozent aufweist, dann soll der Tuya ZigBee 3.0 Zwischenstecker mit dem sich dahinter angeschlossenen Luftentfeuchter angehen. Sobald die Luftfeuchtigkeit weniger als 60 Prozent beträgt, soll der Zwischenstecker bzw. Luftentfeuchter ausgeschaltet werden.

Tuya Smart Home Test nasses Bad
Theorie vs. Praxis: Luftentfeuchter springt wegen träger Tuya ZigBee 3.0 Temperatur- und Feuchtigkeitssensoren zu spät an

Praxis: Der Tuya ZigBee 3.0 Temperatur- und Feuchtigkeitssensor reagiert genauso wie sein nahe der Dusche installierter Kollege zu träge. Das nicht änderbare Updateintervall ist hier zu groß. Lasse ich bei einem 15-minütigem Duschgang das Fenster geschlossen, schnellen die Luftfeuchtigkeitswerte deutlich über 81 Prozent  in die Höhe. Die Wände sind teils nass. Trotzdem krakseln beide Tuya-ZigBee-Sensoren bei ca. 63 Prozent herum. Das reicht zwar, um die oben beschriebene Automation auszulösen, dauert aber viel zu lange.

Automation 2: Lichtsteuerung Kinderzimmer

Theorie: Wenn der Tuya ZigBee 3.0 Anwesenheitssensor  meldet, dass niemand im Kinderzimmer ist, soll das Licht in Form der zu einer Gerätegruppe zusammengefügten ZigBee 3.0 LED-RGB-Glühbirnen ausgehen. Ist jemand im Raum, bleibt das Licht an.

Tuya Smart Home Test App Human Presence Totzeit

Praxis: Es gibt ein Problem mit den Standardeinstellungen des Anwesenheitssensor: Konkret geht es um die „Fading Time“. Damit ist die Totzeit des Sensors – also die Zeit zwischen Bewegungserkennung und erneuter „Sensor-Scharfschaltung“ gemeint. Diese ist zu hoch eingestellt. Ich stelle sie auf den niedrigsten Wert „10“, was ca. 20 Sekunden entspricht. Zuverlässig geht das Licht damit 20 Sekunden nach der letzten Bewegungserkennung („Existence State“) im Kinderzimmer aus. Ansonsten bleibt es an.

Automation 3: Heizungsregulierung beim Lüften

Theorie: Wenn der Tuya ZigBee 3.0 Tür-/Kontaktsensor am Badfenster erkennt, dass dieses zum Lüften geöffnet ist, dann reguliert das smarte Heizkörperthermostat die Heizung auf 5 Grad. Ist das Fenster wieder geschlossen, wechselt das Heizkörperthermostat in den Automatik-Modus (20 Grad morgens und abends, ansonsten 15 Grad).

Tuya Smart Home Test App Automationbeispiel

Praxis: Um es kurz zu machen: Alles hat hier 1 zu 1 so funktioniert, wie es sein sollte – Top!

Automation 4: Alarm im Einbruchs- oder Feuerfall

Theorie: Wenn ein Tuya ZigBee 3.0 Tür-/Kontaktsensor beispielsweise im Kinderzimmer ein offenes Fenster meldet, soll der Alarm in Form der Sirene im Flur losgehen. Wenn mein älterer WiFi-basierter Tuya-Rauchmelder im Keller (wo der 3D-Drucker steht) Alarm schlägt, soll die Sirene ebenfalls angehen.

Praxis: Auch hier war ich erfreut, dass beide Automationen ohne Probleme und mit minimalster Verzögerung klappten. Allerdings überlege ich mir, eine noch lautere Sirene zu installieren.

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Fazit: gut mit Luft nach oben

Ich bleibe vorerst definitiv bei Tuya. Datenschutz hin oder her: Preis-Leistungstechnisch sind die Komponenten einfach unschlagbar. Für den Smart Home Einsteiger sind die App-Funktionen – wenn auch nicht immer ganz intuitiv –  vollkommen ausreichend. Zudem kann ich später mit Home Assistant und Tuya Local auch cloudfrei sein. Von der einfachen Kopplung und Inbetriebnahme war ich überrascht. Mit einer besseren Dokumentation (Bedienungsanleitung) ließen sich kleinere „Missverständnisse“ (Tür-/Fensterkontakte auf selber Höhe) vermeiden. Die riesige Auswahl an Tuya-Geräten ist Fluch und Segen zugleich.

Fluch deshalb, weil hunderte Hersteller jeden Monat dutzende neue Produkte auf den Markt bringen – mit mal besserer, mal schlechterer Qualität. So erkläre ich mir auch meine Highlights (z.B. Kamera, Glühbirnen, Anwesenheitssensor) und meine Downlights (Thermostat & Temperatur-/Feuchtigkeitssensor). Schnell verliert man da jedenfalls den Überblick. Hier heißt es wohl: auf Tests warten oder eben selber ausprobieren. Das bringt der niedrige Preis einfach mit sich.

Aber: Diese Gerätevielfalt ist auch ein Segen, weil damit einfach eine tolle Auswahl besteht: gefällt mir die smarte Kamera A nicht, greife ich zur Version B. Ist mir Produkt A zu teuer, wähle ich besser Produkt B. Mit Matter sollte es hier zudem noch mehr Flexibilität geben. Wer also ein wenig experimentierfreudiger ist und großen Wert auf Preis-Leistung legt, sollte sich genauer mit Tuyas Sortiment beschäftigen. Ich jedenfalls bereite schon die nächste Smart Home-Anschaffung gegenüber meiner Frau in ihrer Funktion als Finanzministerin verbal behutsam vor. Steter Tropfen….ihr wisst schon. Und ihr? Tuya, Aqara, Hue, Bosch oder Fritz? Und wenn ja, warum?

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Warum beeinflusst das in keinster Weise unser Testurteil?
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Thommy

Wenn ich nicht gerade mit Familie und Freunden unterwegs bin, findet man mich im Bastelkeller. Dort tüftele ich zwischen Multiplex Easystar-Klonen, Impeller-Jets, RC-Crawlern und insbesondere meinem geliebten Anycubic Mega S, dem möglichst bald noch weitere 3D-Drucker folgen sollen.

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Kommentare (32)

  • Profilbild von Pigeon
    # 07.02.23 um 19:53

    Pigeon

    Mein Smarthome-Setup hat sehr ähnlich angefangen, und vieles ist auch geblieben. Bei anderen Sachen bin ich aus Gründen gewechselt.

    Meine Empfehlungen dazu:

    1. Home Assistant lieber früher als später. Smarthome ist ja nicht Geräte vernetzen und per Handy steuern, sondern smart ist es nur, wenn man richtig automatisieren kann. Und da ist der Home Assistant schon mit die mächtigste Lösung und wirklich kompliziert auch nicht, da man sich oft spielerisch annähern kann.

    2. Tuya? Dann lieber Zigbee2MQTT als ZHA. ZHA, der in Home Assistant integrierte Zigbee-Koordinator, ist super integriert, hat aber insbes. mit günstigen China-Sensoren und -Aktoren immer wieder mit Inkompatibilitäten zu kämpfen, zudem ist es besser im Firmware-Updaten. Manche WiFi-Zigbee-Bridges kann man auch zu Remote-Zigbee-Adaptern umbauen, aber die beste Wahl für Z2M ist idR ein USB-Zigbee-Stick mit TI CC2652-Chip wie der Sonoff ZBDongle-P, auch wenn der Silabs EFR32MG2x eigentlich die bessere Hardware ist.

    3. Die Xiaomi-BLE-Hygrothermometer sind sehr genau und preislich kaum zu schlagen, und wenn man sie (via Browser) mit einer BTHome-fähigen Firmware wie die von pvvx versieht, hält nicht nur die Knopfzelle signifikant länger, sondern der Home Assistant erkennt die Geräte auch vollautomatisch und bindet sie mit einem Klick ein. Voraussetzung ist entweder ein von HA unterstützter BT-Adapter (das Broadcom-Bluetooth in den Raspberry Pis ist bspw. eine Katastrophe, das Intel-Bluetooth selbst in den günstigsten NUCs hingegen läuft super) oder einen Bluetooth-Proxy wie ein ESP32-Devboard mit ESPhome oder ein Shelly Plus mit aktueller Firmware.

    • Profilbild von Pigeon
      # 07.02.23 um 20:01

      Pigeon

      Zur pvvx-Firmware muss man noch ergänzen, dass sie mehrere Modi unterstützt und BThome einer davon ist, den man auswählen kann. Bei der Konfiguration per Browser lassen sich aber auch zahlreiche andere Parameter einstellen — Datenlogging (ausschalten, um Batterie und Flash zu schonen), Übertragungsinterval, Kalibrierung von Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Anzeige von Uhrzeit im Wechsel mit Temperatur und Luftfeuchtigkeit, auch den blöden Smiley kann man abschalten.

      • Profilbild von jammerweide
        # 08.02.23 um 07:05

        jammerweide

        puh…. das klingt mit zu aufwändig…. Bosch, Hue, Ring und Alexa…. alles was ich brauch und funktioniert einwandfrei zusammen

    • Profilbild von Thommy
      # 08.02.23 um 08:38

      Thommy CG-Team

      @Pigeon: Wow. Danke für den fundierten Input! Wenn ich mich mit Home Assistant näher beschäftige, würde ich da gerne mal auf dich zugehen. Könnte ich den Xiaomi Temperatur- und Feuchtigkeitsmonitor 2 auch über ein Multi-Protokoll-Tuya-Gateway einbinden? Oder ist dafür HA notwendig? Wie ist dein Smart Home denn mittlerweile aufgebaut, wenn du auch mit Tuya angefangen bist?

      Best,
      Thommy

      • Profilbild von Pigeon
        # 08.02.23 um 18:17

        Pigeon

        Hi @Thommy,

        bzgl. des Tuya-Multiprotocol-Gateway bin ich mir nicht sicher, vermute aber, dass das mit Xiaomi-Hardware Probleme machen wird. Der Grund ist, dass es hier kein spezifiziertes Protokoll für den Aufbau der Daten gibt; BLE-Sensoren verpacken ihre Informationen in Advertisement-Pakete, um sie verbindungslos herumfunken zu können. Bis hier ist alles standardisiert, aber anders als bei Zigbee etc. ist der Aufbau des Payloads der Advertisements ist komplett herstellerproprietär, in allen Belangen; Kodierung der Daten, Reihenfolge der Daten, teilweise auch Verschlüsselung der Daten, ggf. vorherige Aktivierung des Sensors über Token,…
        Das muss alles reverseengineert werden, und wenn Tuya hier nicht mit Xiaomi (die ja alles in ihrem eigenen Ökosystem halten wollen…) kooperiert, glaube ich nicht, dass das verfügbar sein wird. Selbst wenn Tuya auf die Reverseengineering-Erkenntnisse der OpenSource-Gemeinde zurückgreifen würde, wäre das ja Integrationsaufwand für Geräte, an deren Verkauf man nichts mitverdient.

        Möchte man die Daten der Sensoren nutzen, ist dazu ja nicht unbedingt Home Assistant notwendig, es gibt ja noch zahlreiche weitere OpenSource-Projekte, die das ermöglichen. Aber auch wenn so an die Sensorwerte heran kommt, hat man sie dadurch ja noch nicht im Tuya-Smarthome. Die größten Erfolgschancen hat man idR, wenn man die Smarthome-Komponenten verschiedener Hersteller per MQTT als universelle und breit unterstützte Schnittstelle mit einander sprechen lassen kann — wenn das Tuya-Gateway das unterstützt, wäre die weiter oben beschriebene Lösung mit einem ESP32 als BLE-MQTT-Gateway wohl die einfachste, günstigste und erfolgversprechendste Wahl. Dafür gibt es verschiedene Software. Ich persönlich bin halt Fan von ESPhome, da es mit vielen Xiaomi-BLE-Geräten ohne Gebastel direkt spricht und perfekt und tief in HomeAssistant integriert ist, aber sich auch standalone nutzen lässt.

        • Profilbild von Thommy
          # 09.02.23 um 09:46

          Thommy CG-Team

          Hey, danke nochmal fürs Fachwissen. Ich lese und staune 🙂 Habe im Keller noch zwei Wemos D1 Minis herumflitzen. Da werde ich beizeiten mal ESPHome ausprobieren. Danke dir!

          Best
          Thommy

        • Profilbild von Pigeon
          # 09.02.23 um 18:16

          Pigeon

          Sehr gut. 🙂 Die D1 Mini sind allerdings ESP8266-Boards, als BLE-Gateway mangels Bluetooth und kleinem Speicher nicht geeignet. Aber ESP32-Boards wie NodeMCU-ESP32 oder die beliebten DoIt ESP32 DevKit V1 werden einem ja fast hinterher geworfen.

        • Profilbild von Pigeon
          # 09.02.23 um 18:18

          Pigeon

          Es gibt auch Wemos D1 ESP32 Mini. Ist nur schade um die vielen GPIOs des ESP32, die man mit dem ESP32 Mini brachliegen lässt.

      • Profilbild von Pigeon
        # 08.02.23 um 20:08

        Pigeon

        @Thommy: Gern erzähle ich Dir etwas über mein Smarthome:

        Ich brauchte auch etwas, um meine Frau von den Vorteilen zu überzeugen. Anfangs war das Mediola, was ich ohnehin brauchte, um meine Internorm SmartWindows zu steuern, ergänzt um Homematic-Komponenten.
        LAN-/WLAN-Komponenten, die für den chinesischen Markt gedacht sind, kommen mir (außer mit neuer Firmware) nicht ins Netz, daher auch kein Tuya-Gateway o.ä..
        Außerdem sollte es komplett lokal bleiben, sodass es keine nennenswerten Einschränkungen gibt, wenn mal Internet tot sein sollte, oder der Hersteller entscheidet, dass ein Dienst nicht mehr profitabel ist oder der Kunde gefälligst mal neue Hardware kaufen soll.

        Aber da ich mit den Automatisierungs- und Visualisierungsmöglichkeiten der Mediola nicht zufrieden war und Homematic bei wachsenden Setups sehr ins Geld geht, bin ich dann zum Home Assistant gekommen — aber auch FHEM und ioBroker habe ich mir näher angesehen.
        Für die Lichter, Sensoren und Aktoren sollte es unbedingt Zigbee sein, um möglichst herstellerunabhängig mit einer möglichst großen Auswahl an Komponenten zu sein. Alle smarte Beleuchtung habe ich entweder mit Zigbee oder mit Shellys (umgeflasht auf ESPhome, aber das ist ja Geschmackssache) umgesetzt, da sich Zigbee-Leuchtmittel (und viele Schaktaktoren) via ZLL auch ohne laufendes Smarthome noch steuern lassen, und hinter Lichtschaltern habe ich Shellys, da ich mir keine Sorgen um Zulassung machen wollte. Durch die Shellys können Lichtschalter weiter wie gewohnt genutzt werden, andere Lichtschalter habe ich durch Taster an Shellys ersetzt, um zusätzliche Tasten für die Bedienung des Smarthomes zu haben und diese mehrfach belegen zu können (doppelt drücken, lange drücken,…). Aber alle fungieren so, dass wenn das Smarthome verfügbar ist, die Tastendrucke an dieses gemeldet werden, und so Automatisierungen komplexe Aufgaben ausführen können und wenn das Smarthome nicht verbunden ist (WLAN down, Smarthome down/kaputt) schalten sie halt einfach nur das Licht.

        Auf Gateways verzichte ich, wo immer möglich. Ich habe nur die Mediola an den HA angedockt, um meine Smartwindows weiter steuern zu können, und einen Rademacher Homepilot für die Rollläden (wobei es hier theoretisch wohl auch ein Duofern-USB-Stick am Home Assistant tun würde).
        Zigbee hatte ich früher auch über eine Sonoff ZBBridge angebunden, die ich auf ESPhome umgeflasht und so den ERF32MG21 Zigbee-SoC über WLAN als Remote-Adapter für den Home Assistant exponiert hatte. Aber hier kann keine Standard-Firmware für den EFR32 genutzt werden, und Sonoff kommt nicht mit neuer Firmware rüber… Daher dann der Umstieg auf Zigbee-USB-Sticks.
        Die Xiaomi-BLE-Hygrothermometer nutze ich weiterhin, eigene Gateways betreibe ich dafür aber nicht, sondern verwende diverse ESP32 mit ESPhome als Bluetooth-Proxys, die ich sowieso im Haus habe — bspw. selbstgebaute Netzwerklautsprecher für Musik, Benachrichtigungen und das Vorlesen von Nachrichten, Wettervorhersage, Statusmeldungen etc…, oder auch ein kleines Devboard im Keller, das meinen Stromzähler, meinen Gaszähler und meine Türklingel an den Home Assistant anbindet, über Klemmentransformatoren an den Phasen der Küchen-Sicherungen den Strom diverser Großverbraucher misst, an die man ohne sie auszubauen nicht für Messsteckdosen heran kommt (Ofen, Mikrowelle, Kühlschrank) oder nicht mittels Messsteckdosen messen kann (Herd), und noch Temperatur und Luftfeuchtigkeit mittels DHT22s in den verschiedenen Kellerräumen erfasst, oder ein Controller, den ich zur Lichtsteuerung, Filterkontrolle und Temperaturüberwachung des Aquariums gebaut habe, oder sogar eine auf ESPhome umgeflashte Xiaomi-Schreibtischlampe.

        Aktuell warte ich darauf, dass die Sonoff ZBMini-L2 (aka ZBMini-L Extreme) besser verfügbar werden. Mit diesen will ich die letzten Lichtschalter hinterfüttern, an denen ich keinen Neutralleiter habe und die Verteilerdosen in der Wand nicht aufmachen will.

        Alle Bewegungsmelder (Sonoff, Tuya, Ikea) sind bei mir Zigbee.

        Ebenso alle Fensterkontakte, von denen ich halt ihrer winzigen Größe und der Möglichkeit, die komplett unsichtbar zu verbauen, die Aqaras bevorzuge, aber ich habe auch Tuyas, aber die sind aufgrund ihrer Optik und Größe von meiner Frau nur für den Keller akzeptiert.

        Steckdosen nutze ich hauptsächlich zur Verbrauchserfassung, und damit nach einem Stromausfall empfindliche Geräte vom Strom getrennt bleiben, hier kommen neben ein paar Sonoff mit ESP8266 auf ESPhome nur Zigbee-Plugs zur Anwendung, fast alle sind wie Deine vom Typ Tuya TS011F verschiedener Hersteller, die sich sowohl in Software als auch Hardware jedoch mehr unterscheiden, als man so vermuten würde (zusätzliche LEDs, unterschiedliches Push-Verhalten und dadurch notwendige Workarounds,…).

        In den Türen für Haus und Garage habe ich sogar mehrere Aqara-Kontakte verbaut, einmal als normaler Öffnerkontakt, und ein zweiter umgebaut zu einem Riegelkontakt, sodass meine Frau auch von unterwegs per VPN nochmal nachgucken kann, dass sie auch wirklich die Haustür abgeschlossen hat. Gleichzeitig nutze ich das bspw. auch, um im Winter meine Heizung in den Absenkbetrieb zu versetzen, wenn man innerhalb bestimmter Zeitfenster die Haustür abschließt und so davon ausgehen kann, dass niemand mehr im Haus ist. Genauso erinnern die Netzwerklautsprecher einen abends wiederholt daran, die Türen abzuschließen, wenn dies noch nicht erfolgt ist.
        Den Öffnungskontakt hingegen nutze ich auch, um beim Öffnen der Tür zu warnen, falls noch ein gefährliches Haushaltsgerät (Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine) läuft — nach einem Flusenbrand durch eine funkensprühende Waschmaschine im Schleudergang und einem Wasserschaden durch eine kaputte Türdichtung der Spülmaschine war das sehr willkommen. Auch vor nicht verriegelten Fenstern wird gewarnt, und bei vorhergesagtem Regen oder Schnee zur Mitnahme eines Regenschirms geraten. Morgens werden Staus auf dem Weg zur Arbeit angesagt, bei entsprechenden Einträgen im Kalender an das Rausstellen der Mülltonnen erinnert,…

        Während die Steuerung meiner Heiztherme auf Basis eines ESP8266 und einer Echtzeituhr für Notzeitprogramm bei Nichtverfügbarkeit von WLAN oder Home Assistant selbst gebaut ist, sind die Heizkörperthermostate Zigbee, werden aber vom Home Assistant in Abhängigkeit der Zimmertemperaturen (gefühlte Temperatur unter Einbeziehung der Luftfeuchtigkeit), Anwesenheitsstatus, Wochentag, Homeoffice-Eintrag im Kalender und Bewegungs-/Okkupanzerkennung direkt gesteuert statt mit vordefinierten Zeitprogrammen. Bei einem Ausfall des Smarthomes muss man halt die Temperatur von Hand einstellen.
        Ich nutze hier die Ventilköpfe von Brennenstuhl, Nedis und essentials, hardwareseitig baugleich mit denen von Aqara, Pearl, Unitec u. v. a..

        Alle Fernbedienungen, sowohl zur Integration ins Lichtschalterprogramm (Friends of Hue) als auch Tisch-Geräte (Ikea 2-Button, Ikea 4-Button, Ikea 5-Button), sind Zigbee. Die Batterielebensdauer dankt es — auch wenn man hier mit Ikea in Verbindung mit ZHA aufpassen muss — oder im Falle von Friends of Hue ist sogar Batterielosigkeit mit Energy Harvesting a la EnOcean allein über den (etwas festeren) Druck auf die Taste ausreichend.

        Neben der ganzen Haussteuerung und Energieerfassung integriert sich mein Home Assistant halt auch mit allen möglichen Geräten im Haus, darunter alle Fernseher sowie die daran angeschlossenen FireTV-Sticks, der LaserTV, der A/V-Receiver, die Kabel-Receiver/-STBs, die Playstation, die Recallbox, der Staubsaugerroboter, die Ventilator, die Überwachung der Zisterne, die Bodenfeuchte der Beete, die Steuerung der Bewässerungsanlage, den Garagentoröffner, Fritzbox zur Ermittlung von Durchsatz oder auch Anruferkennung, ,… und auch Internetdiensten wie Wettervorhersage, HERE Maps für Fahrtdauervorhersage, Tankerkoenig für die aktuellen Spritpreise in der Umgebung,…

        Ich könnte hier noch viel mehr schreiben, aber jetzt muss erstmal gut sein. Ich denke, man kann gut verstehen, weshalb ich auf Home Assistant mit viel Logik und einer zentralen Oberfläche setze, mit dem auch meine nicht so technikbegeisterte Frau gern arbeitet und echten Mehrwert sieht, statt irgendwie bloß auf dem Handy mit 10 Apps für alle möglichen Hersteller zu spielen, bei der jede einzelne für ein angebliches Smarthome trotzdem vergleichsweise dumm bleibt.

  • Profilbild von Pigeon
    # 07.02.23 um 20:19

    Pigeon

    Zwei weiterere Tipps:

    4. Die Aqara Tür-/Fensterkontakte sind zwar eine Ecke teurer, dafür aber winzig klein. Das hat den riesigen Vorteil, dass man sie bei Europäischen Kunststoff- und Alufenstern direkt in der Installationsfalz unterbringen kann. Auch bei vielen Holzfenstern funktioniert das, da kann es jedoch etwas enger werden und idR ist nur am oberen Rand ausreichend Platz, weil dort die Falz für die Drehkipp-Schere größer ausfällt. Auch in die obere Falz von den meisten Haustüren lassen sie sich integrieren. Auf diese Weise lassen sich die Kontakte absolut unsichtbar verbauen.

    5. Viele batteriebetriebene Zigbee-Komponenten sind so leicht, dass man sie problemlos mit wenig Patafix bombenfest montieren kann, die sind dann wiederablösbar und können nach erneutem Durchkneten jederzeit wieder montiert werden. Vorsicht bei Patafix auf Tapete und anderen saugfähigen Untergründen.

    • Profilbild von Mssm
      # 27.03.23 um 17:34

      Mssm

      Pigeon, du schriebst schon öfter, dass die Aqaras so klein seien, dass sie in die Falz passen. Das würde ich unbedingt gerne sehen, kann es kaum glauben. Auf Fotos sehen die Aqaras nur unwesentlich kleiner aus, als die Tuya Sensoren.

  • Profilbild von Gabor
    # 07.02.23 um 23:44

    Gabor

    Was empfiehlt ihr wenn man nur etwa 5 Temperatursensoren verbinden will? Der obige Setup scheint dafür aufwendig.

    • Profilbild von Pigeon
      # 07.02.23 um 23:51

      Pigeon

      Die Xiaomi-BLE-Hygrothermometer?

      Womit genau willst Du die denn verbinden?

      Was sehr gut funktioniert ist bspw. ein ESP32 mit ESPhome. Kostenpunkt liegt da bei ~4 EUR, spricht WLAN-n und Bluetooth inkl. BLE, und ESPhome versteht das Protokoll der Xiaomi-Dinger, sowohl das der Original-Firmware von Xiaomi als auch die alternativen Protokolle der verbesserten ATC- und pvvx-Firmwares, und es versteht sich neben der HA-API für Home Assistant auch auf MQTT oder kann einen Webserver anbieten, von dem man die Daten der per BLE verbundenen Hygrothermometer abfragen kann.

    • Profilbild von Thommy
      # 08.02.23 um 08:43

      Thommy CG-Team

      Wie @Pigeon schon andeutet, kommt es darauf an, welche Temperatursensoren du genau verwenden magst. Planst du keine weiteren Smart Home Geräte zu nutzen und ist dein WLAN in der Wohnung gut "ausgeleuchtet", dann kannst du einfach Wifi-basierte Tuya-Sensoren wie die in diesem Artikel hier nehmen:

      https://www.china-gadgets.de/tuya-temperatur-und-feuchtigkeitssensor/

      Dafür brauchst du dann keinen Hub. Dieser ist erst bei ZigBee notwendig.

      Die ZigBee-Variante dieser Sensoren kann ich aber nicht empfehlen (siehe oben) . Oder man nutzt eben einen anderen Hersteller/Plattform.

      Best,
      Thommy

  • Profilbild von Marius
    # 08.02.23 um 09:26

    Marius

    Zum Thema Reichweitenprobleme:
    Ich gehe davon aus, das die Zwischenstecker als Router / Repeater laufen, daher immer erst diese platzieren und dann die Sensoren / Kontakte koppeln. Dies verbinden sich dann mit dem nächstgelegenem Router / Repeater / Coordinator

  • Profilbild von mw
    # 08.02.23 um 09:32

    mw

    Wenn man sich Dutzende dieser 'Helferlein' im eigenen Haus installiert, läppert sich der Eigenbedarf der netzbasierten WLAN-Dosen und -schalter schon ganz schön zusammen.
    Ich habe verschiedene dieser Dinger (Hama/Intempo=Tuya, Sonoff) probiert, vermessen und dann wieder entfernt. Im Ein-Zustand (also bei gehaltenem Relais) liegen meine Dosen deutlich über 1W, und auch im Aus-Zustand über 0.5W.
    Bei 10 Dosen und 30% Lastbetrieb sind das alleine um die 80kWh pro Jahr nur für die Fernbedienung dieser Geräte. Das mag in den USA bei <15c/kWh unerheblich sein, aber hierzulande bei 'grünen' Rekordstrompreisen ist das alles nicht sinnvoll betreibbar. Ein extra BKW nur für die Nutzung der 'SmartHome'-Technik?

    Tipp zum Ermitteln der zugegeben kleinen Leistungswerte einzelner Geräte, die von den meisten heute angebotenen Energiemessern schlecht erfasst werden. mehrere davon gleichzeitig an einer Stromleiste anschließen und den damit höheren Gesamtverbrauch präziser erfassen, dann kommt die Wahrheit ans Licht.

    Hierzulande heißt es daher besser: Stecker ziehen, auch von elektronischen Expresskochern, Mikrowellen (selbst die mit abschaltbarem Display!), WLAN-Repeatern, Garagenantrieben etc. Traurig, aber leider die Realität in diesem Land.

    Ich habe mit solchen elektronischen ferngesteuerten Helferlein in den USA schon vor 25 Jahren experimentiert ("X10", gibt es heute noch!) – das waren andere Zeiten, Da war viel DIY gefragt, Kreativität, eigene Programm-Entwicklung am PC, bei $0,08 pro kWh! Da hatte ich mehr Spaß daran als heute. Das war damals eher unbekanntes 'Nerd'-Spielzeug für Hobby-Bastler und Ingenieure – mehr Lametta..

  • Profilbild von Michael L.
    # 08.02.23 um 15:08

    Michael L.

    Toller Artikel, der noch um gute weiterführende links ergänzt wurde. Danke.
    Was mich noch interessieren würde ist, wie bei der Kamera das Speichern auf einem Datenträger erfolgen kann, der am Router angeschlossen ist (USB-Stick? ). Der Hinweis "Netzwerkspeicher eurer Wahl" erschließt sich mit nicht wirklich. Vielleicht könnt ihr das noch ergänzen.

  • Profilbild von Jason2866
    # 08.02.23 um 15:23

    Jason2866

    Als langer Mitentwickler von Tasmota ist mein Tipp schlicht und einfach SÄMTLICHE TUYA Geräte zu meiden.

    Folgende Gründe:
    – Schnueffel Software, einfach googeln… es ist erschreckend was alles übertragen wird
    – Viele TUYA Geräte entsprechen nicht den europäischen Normen. Fast alle am Stromnetzbetriebenen haben erhebliche Sicherheitsmängel. Das angebrachte CE Symbol ist nett….
    – TUYA verhunzt den Zigbee Standard mit eigenmächtigen, nicht notwendigen, Erweiterungen. D.h. TUYA Zigbee funktioniert nur korrekt mit einem TUYA Zigbee Hub.

    Also hier stimmt zu 100% Wer billig kauft kauft zwei mal.

  • Profilbild von Jason2866
    # 08.02.23 um 15:30

    Jason2866

    Nachtrag:
    Also für Zigbee ist IKEA eine gute Wahl oder Xiaomi / Aqara. Die halten sich an Standards
    Für an das Stromnetz angeschlossen Geräte, haben wir gute Erfahrungen mit Shelly
    (diese sind auch mit Tasmota firmware zu betreiben).

  • Profilbild von Jason2866
    # 08.02.23 um 15:41

    Jason2866

    Quelle tz

    "Der größte Teil der Verbote betraf den Onlinehandel. Hier wurden mehr als 2.600 auffällige Angebote nachgewiesen und von den Verkaufsplattformen gelöscht. Insgesamt ging es um mehr als 13 Millionen Geräte.

    Brand- und Stromschlaggefahr bei smarten Funksteckdosen

    Zudem überprüfte die Bundesnetzagentur im Jahr 2022 3.296 Gerätetypen im deutschen Einzelhandel. Dabei wurden 23 Verkaufsverbote verhängt, 1.145 Mal wurden Hersteller aufgefordert, Mängel zu beseitigen. Auffälligkeiten gab es bei Batterieladegeräten, die „aufgrund hoher Grenzwertüberschreitungen Störungen bei sicherheitsrelevanten Funkdiensten, militärischen Funkanwendungen sowie IP-Diensten verursachen.“

  • Profilbild von Hessi
    # 08.02.23 um 16:50

    Hessi

    Mal als Tipp an alle, die lokal Tuya-Geräte zum Ali-Preis kaufen wollen: Das LCS SmartConnect-Zeug vom Action taugt was. WLAN-Rauchmelder für 14 EUR geht klar, denke ich. Ist sehr klein und hat einen hohen WAF.

  • Profilbild von Daniel
    # 08.02.23 um 19:32

    Daniel

    Jedem der nicht noch einen Hub rumstehen haben möchte kann ich die Geräte von Shelly sehr empfehlen. Die lassen sich sogar mit der originalen Firmware so einstellen, dass sie lokal betrieben werden können. Sie arbeiten über WLAN und werden ohne basteln direkt im Homeassistant erkannt. Ich habe früher auch Sonoffs benutzt, Tasmota geflasht und dann ohne Cloud benutzt. War ziemlich viel basteln und manchmal echt anstrengend. Mit Shelly geht alles Out of the Box :).

    Besonders cool sind die Unterputzschalter, die man einfach unter bzw. hinter einen vorhandenen Schalter in die Dose baut. Der reguläre Schalter kann dann weiter benutzt werden und man braucht auch keine speziellen Birnen um das Licht smart zu machen.

  • Profilbild von benG
    # 08.02.23 um 20:19

    benG

    nachdem mir 2x mein HASS abgestürzt ist bin ich wieder weg vom Smarthome und was soll ich sagen. es fehlt mir absolut nicht.

    • Profilbild von Pigeon
      # 08.02.23 um 21:37

      Pigeon

      War das eine SD-Card als Datenspeicher, und die hat es durch die vielen Schreibzugriffe für die Zustands- und Statistikdatenbanken zersägt?
      Davor warnt Nabu Casa ja explizit und rät zu SSDs oder wenigstens hochwertigen Karten, aber jetzt in 2023.2 gibt es auch die Neuerung, dass Zustände etc. nicht mehr sekündlich auf Storage ausgeschrieben werden müssen, sondern der HA kann jetzt sammeln und dann aggregiert über mehrere Sekunden die Daten ausschreiben. Standardmäßig wird jetzt immer 5 Sekunden lang gesammelt, was bei Installationen ab einer gewissen Größe die Lebensdauer auch theoretisch fast verfünffachen sollte, aber das Interval ist auch noch anpassbar.

      • Profilbild von Pigeon
        # 08.02.23 um 21:39

        Pigeon

        Zusätzlich gab es irgendwann letztes Jahr auch schonmal irgendwelche Anpassungen, die die Schreiblast massiv reduziert haben. Aber da weiß ich nicht mehr, was genau es war…

      • Profilbild von RB
        # 09.02.23 um 08:45

        RB

        ja oder einfach einen CM4 mit integriertem emmc Speicher nehmen.

  • Profilbild von Mssm
    # 13.02.23 um 15:08

    Mssm

    Mich plagt schon der Gedanke an die vielen Batteriebetriebenen Sensoren, die regelmäßig gewechselt werden wollen. Angefangen von AA Batterien für Heizkörperstellmotoren sowie diverse mehr oder weniger seltene Knopfzellen. Laufzeiten von 5 Jahren sind selten, Lautzeiten unter 1 Jahr eigentlich kaum akzeptabel. Bei kleinen Zigbee 3.0 Sensoren scheint 2 Jahre Laufzeit Standard zu sein. Damit kann man zwar leben. Mich stören jetzt schon unsere 5 Batteriebetriebenen Rolladensteuerungen von Somfy. Wenn man wirklich an weitere ~14 Fenstersensoren, ~6 Temperatursensoren denkt, dann wird man nur am Wechseln sein. Melden sich die Akkus rechtzeitig an, wenn sie leerlaufen? Beim elektronischen Fahrzeugschlüssel (Ford) wiederum weiß ich wiederum, dass ich nach erster Batteriemeldung noch viele Monate weiterfahren kann, bis er anfängt schlechter zu reagieren. Das wäre ein Beispiel, dass die Meldung zu früh kommt.

  • Profilbild von Mssm
    # 14.02.23 um 09:09

    Mssm

    Wird es für die Tuya Webcam einen Einzelbeitrag geben? Es scheint derzeit eine der wenigen ONVIF fähigen Cams im kleinen Preissegement zu sein. Ich wollte für die Zukunft zumindest alles offen lassen und auf offene Standards setzen, da ich auch noch nicht weiß, ob ich das meiste wirklich mit Tuya machen werde, oder doch eher Aqara. Da wir schon einige Xiaomi Geräte haben, hätte ich bei den Cams auch lieber auf eine "Xiaomi Mi 360° Home Security Camera 2K Pro" gesetzt, da ist aber von ONVIF nichts zu sehen. Dafür kann die Xiaomi auch 2,4+5GHz Wifi, was seltsamerweise bei der aktuellen Tuya fehlt.

    Bitte erstellt doch mehr Kategorien oder flaggt zumindest eure Beiträge mit Keywords wie "Xiaomi, Kamera, Tablet, Akkusauger, Sensor etc.", da es alleine in der Rubrik "Wohnen" schon schwer ist, eine Übersicht aller Webcams zu finden.

  • Profilbild von Thommy
    # 14.02.23 um 11:22

    Thommy CG-Team

    Hey Mssm,

    ein Einzelbeitrag ist bisher nicht geplant. Den Vorschlag mit den weiteren Rubriken gebe ich weiter, danke dir.

    Best,
    Thommy

  • Profilbild von mw
    # 03.06.23 um 10:55

    mw

    In der Grabbel-Kiste von AliExpress (3 Artikel für $5,99 frei Haus) findet man eine VIelzahl solcher Tuya/ZigBee-Geräte, Schalter, Lampen, Bewegungsmelder, Türkontakte, alles so um die 2,40 – 4Euro pro Teil.
    Ich selber sehe da keinen Bedarf für mich, bin mir auch nicht sicher, ob diese Dinger mit den wenigen von mir unter INTEMPO (App, basiert auf WLAN) verwalteten Steckdosen kompatibel sind.
    Wenn man seine Bude mit Dutzenden solcher 'Helferlein' und auch noch per Hub ausstattet, geht die elektrische Grundlast schon sichtbar nach oben. Bei Deutschen Strompreisen sind solche dauerhaft laufenden 'Luxus'-Funktionen m.E. wenig rentabel, pure Spielerei,

  • Profilbild von Saam
    # 13.06.23 um 18:39

    Saam

    Achtung der Händler verschickt Kameras ohne ONIF-Unterstützung, obwohl das teurere Modell mit ONIF gekauft wurde.

    Laut den 1-Stern-Bewertungen kein Einzelfall…

  • Profilbild von Mssm
    # 28.06.23 um 13:32

    Mssm

    Gibt es für die ganze Tuya-Welt zusammen mit der Smart Life App ein zentrales Forum irgendwo? Ich habe immense Probleme, einige Bugreports bereits erstellt, ohne dass ich aus China wirklichen Support bekomme. Klar, später möchte ich ein "Local Tuya" mit Home Assistant aufsetzen, möchte aber erstmal den Standard verstehen, bevor ich eine weitere Baustelle anfange.

    Derzeit funktioniert das Zigbee Pairing überhaupt nicht mehr, nichtmal mehr für bereits verbundene, danach wieder Geräte, die entfernt wurden.
    Bei den Cameras gibt es einen Wildwuchs an Hardware-Revisionen, auch wenn sie optisch identisch sind (z.B. U6N, U6P), die ich nach bereits 3 gekauften Modellen anfange zu kategorisieren. Jede Version hat Vorteile, aber auch Nachteile. z.B. können manche Cams nicht gespeicherte Positionen per Szene anfahren, andere können keine Sound Detection etc. Meiner Meinung nach ein reines Softwareproblem, da technisch die Kameras gleich ausgestattet sind. Update gibts aber keine. Die Möglichkeiten der Szenen-Befehle sind von Kamera zu Kamera auch sehr unterschiedlich.

    Nächstes Thema sind die Türsensoren. Hier habe ich es noch nicht geschafft, per Szene alle Sensoren auf Alarm zu schalten oder wieder auszuschalten. Diese Aktion fehlt in der Szenenprogrammierung völlig. d.h. ich muss alle 10-20 Sensoren alle von Hand ein oder ausschalten, wenn man das Haus verlässt. Absolutes Nogo.

    Dann gibt es noch einige Funktionen in Smart Life, die ich wegen schlechter Übersetzung einfach nicht verstehe, wie "Intelligenter Schutz", "Abwesend", "Unscharfgeschaltet", "Entwaffnet von Macau SAR (China)", "Um Hilfe anfragen", "Einstellungen schützen->Zu Hause scharfgeschaltet"…

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