Test

Wanbo T2R Max Full HD-Beamer – kleines Upgrade zum Vorgänger

Die günstigen Beamer von Wanbo kamen bei uns immer ziemlich gut an. Nach dem Wanbo T2 Max und dem später erschienenen Wanbo T6 Max ist nun der Wanbo T2R Max erschienen. Mehr als ein leichtes Upgrade zum T2 Max scheint er aber auf den ersten Blick nicht zu sein. Wir haben ihn mal ausprobiert.

Wanbo T2R MAX 5 1

Technische Daten

ModellWanbo T2R Max
TypLED
AuflösungFull-HD / 1080p
Bildformate16:9
max. Bilddiagonalebis zu 40-120“
Helligkeit350 ANSI Lumen
Kontrastk.A.
Stromverbrauchk.A.
AnschlüsseHDMI, USB, 3,5 mm Audio
Maße10,5 x 13,5 x 16 cm
Gewicht907 g
Lautsprecher2x 3 Watt
WLAN2,4 GHz und 5 GHz

Wanbo Nr. 3?

Wie zuvor handelt es sich auch beim Wanbo T2R Max um einen LED-Beamer mit einer Auflösung von 1920 x 1080p. Zwar gibt es auch 4K-Beamer, die sind aber erstens noch deutlich teurer, zweitens reicht Full HD in den allermeisten Szenarien vollkommen aus.

Wichtiger ist da eher die Helligkeit der Projektion. Man gibt hier 350 ANSI Lumen an, dieser Wert ist immerhin um 150 höher als beim T2 Max, insgesamt aber immer noch relativ gering. Damit ist der Beamer eher etwas für den Einsatz im Dunkeln, wobei ich auch mit dem T2 Max tagsüber bei abgedunkelten Fenstern (Vorhänge) noch ein brauchbares Bild bekommen habe. Ein K.-O.-Kriterium ist die Helligkeit hier definitiv nicht.

Verpackung und Versand

Der Wanbo kam in unserem Fall von Banggood. Wenn man hier bestellt, wartet man am besten auf ein Angebot in einem EU-Lager, das verkürzt die Wartezeit enorm und garantiert Zollfreiheit (auch wenn Banggood das auch beim Versand aus China verspricht).

Wanbo T2R Max Beamer Box Fernbedienung

Verarbeitung und Design

Mein erster Gedanke, als ich den Beamer aus der Box nahm: „Verdammt fühlt der sich billig an.“ (Als ich Fabian den Beamer in die Hand gegeben habe, waren seine ersten Worte übrigens exakt die gleichen.) Das hatte gleich mehrere Gründe. Zum einen ist der T2R Max mit 907 g relativ leicht und kann mit Abmessungen von 10,5 x 13,5 x 16 cm auch locker in einer Hand gehalten werden. Hauptgrund ist aber das Material.

Besonders die Teile in Chrom-Optik fühlen sich einfach „billig“ an, auch der Rest der Verkleidung besteht aber aus dem gleichen Plastik. Unsaubere Spaltmaße tragen zusätzlich zum nicht wirklich überzeugenden ersten Eindruck bei, und auch der Powerbutton und der Regler für die Bildschärfe sind nicht gut verarbeitet. Die Gumminoppen auf der Unterseite sind hingegen gut und verhindern zuverlässig ein Verrutschen des Beamers.

Hinzu kommt das Design, das einige als charmanten Retro-Look feiern mögen, das bei mir aber nichts auslöst. Dabei mag ich diese Stil grundsätzlich schon (ich habe zum Beispiel diesen Speaker von Divoom alleine wegen des Designs gekauft), aber hier gefällt er mir einfach nicht. Warum bleibt man nicht einfach beim Design des T2 Max, der mit gerade wegen seiner Schlichtheit gefiel?

Auf der Rückseite finden wir die Anschlüsse: USB, HDMI und Kopfhörerausgang sowie Anschluss für das Stromkabel. Darunter der Ausgang für den Lüfter, während sich die beiden Lautsprecher an den Seiten befinden.

Hell und Scharf – so soll es sein

Mit 350 ANSI Lumen ist der Beamer wie gesagt deutlich heller als der Vorgänger. Für den Einsatz bei hellem Tageslicht reicht es damit zwar immer noch nicht, aber in „normalen“ Verhältnissen, bei abgedunkelten Räumen oder ohne direkte Sonneneinstrahlung ist das Bild voll in Ordnung. Gerade bei kleinerer Projektionsfläche ist der Beamer wirklich hell, das hat mich dann doch überrascht. Erst bei Werten deutlich über 100 Zoll lässt das merkbar nach.

Wanbo T2R Max Projektion YouTube

Auch die Bildschärfe ist sehr gut. Sie muss hier zwar noch manuell eingestellt werden (viele Modelle haben Sensoren dafür), ist aber ebenfalls selbst bei großer Projektion noch gut. Über das Menü des Beamers kann man verschiedene Einstellungen vornehmen, so gibt es etwa eine Trapezkorrektur und einigen Einstellungen für den Ton.

Insgesamt bin ich positiv überrascht; dafür, dass der T2R Max nur etwa 40€ teurer ist als der T2 (je nach aktuellem Angebot) bietet er doch ein deutlich besseres Bild, gerade in Kombination mit den Einstellungen und dem „neuen“ Betriebssystem.

Betriebssystem

Beim Betriebssystem gibt es immerhin ein kleines Update. Anstatt Android 6 wie im T2 Max gibt es hier nun Android 9. Immer noch nicht ganz aktuell, aber schon mal besser. Hier hat man dann auch Zugriff auf den Playstore und entsprechend viele Anwendungen, vor allem natürlich Video-Apps. YouTube und Disney+ sind vorinstalliert, Prime Video kann man einfach herunterladen. Eine Netflix-App ist zwar installiert, im Playstore findet man sie aber nicht.

Wanbo T2R Max Projektion 30

Bei all diesen App muss man außerdem beachten, dass der Beamer Widevine Level 1 nicht unterstützt, es können also keine Inhalte in HD oder Full HD abgespielt werden. Dafür braucht es ohnehin ein externes Gerät, was die Frage nach sämtlichen Apps auf dem Beamer eigentlich überflüssig macht.

Lautsprecher und Lüfter

Als Lautsprecher sind zwei 3W-Speaker verbaut. Deren Klang ist okay, gerade in Anbetracht des Preises kann man hier nicht meckern. Umhauen tut mich der Klang aber nicht und ich empfinde ihn auch als etwas leise.

Wanbo T2R Max Beamer rechte Seite

Für den Lüfter fehlt wieder eine Angabe der Lautstärke. Das war in der Vergangenheit schon ein Problem bei Wanbo und erklären kann man das wohl einfach damit, dass die Lüfter eben nicht besonders leise sind. Der T2R Max ist definitiv leiser als seine Vorgänger und es wäre auch unfair, ihn mit doppelt so teuren Modellen zu vergleichen, daher empfinde ich die Lautstärke hier als akzeptabel. Von manchen könnte der Lüfter dennoch als störend wahrgenommen werden.

Fazit – Hin- und Hergerissen

Als ich die Ankündigung und das Datenblatt des T2R Max gelesen hatte, war ich zunächst relativ unbeeindruckt. Zu ähnlich die technischen Daten, zu uninteressant das Design. Nachdem ich ihn jetzt eine Weile ausprobieren konnte, hat sich eine Meinung nur geringfügig geändert. Einerseits ist die Verarbeitung schlechter als zuvor und wer Wert auf einen auch optisch schönen Projektor legt, sollte sich meiner Meinung nach woanders umschauen. Besonders in Sachen Helligkeit allerdings ist der Beamer deutlich besser als der T2 Max. Insgesamt muss man einfach auch auf den Preis schauen, und für 170€ oder darunter ist die Bildqualität insgesamt wirklich gut.

Wer sich dann am Design nicht stört und ein externes Gerät wie einen TV-Stick oder Laptop anschließen kann, der bekommt hier einen vor allem sehr kompakten Full HD-Beamer mit in seiner Preisklasse guten Videoeigenschaften.

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (10)

  • Profilbild von lyan221m
    # 09.06.22 um 17:11

    lyan221m

    cool

  • Profilbild von Deafmobil
    # 09.06.22 um 18:17

    Deafmobil

    Solange es kein 1800 ANSI Lumen ist dieser neidrige wie 250 ANSI Lumen eh nutzlos. Da bringt die dunkelstem Räume auch nicht viel. Falsche Farbraum, falsche Kontrast. Beispiel Wiese grün wird neongrün leuchtend und Himmel komplett blau ohne Wolken. Habe bisher 3 verschiedene günstige LED Beamern gekauft und war nie zufrieden. Weil das Ergebnis nicht so gut ist.
    Habe eine Epson EH-TW740 gekauft und die hat 3300 Lumen. Klare Helligkeit und Farbraum wie der FullHD Fernseher. Damit kann ich leicht abgedunkeltem Raum sehr gut sehen.
    Lieber 600€ ausgeben und damit ist man am Ende zufrieden.

  • Profilbild von gordnshumway
    # 09.06.22 um 18:20

    gordnshumway

    der t2r ist schon relativ lange draußen. also in Übersee… der soll aber mit starker Unschärfe zu den Rändern hin zu kämpfen haben. ich hatte ihn eigentlich auch als Nachfolger zum t2max aufm Schirm.
    na mal abwarten. wenn der Preis cool ist dann ist der bestimmt was für den Hobbykeller….. denn aus'm Schlafzimmer ist mein kleiner t2max nicht mehr wegzudenken. (meiner ist übrigens mega leise, ich weiß nicht was ihr habt)

  • Profilbild von gordnshumway
    # 09.06.22 um 18:42

    gordnshumway

    ach komm schon… immer dieses "es müssen 50000000 ANSI Lumen sein". das ist völliger Quatsch. natürlich sind 250 ANSI nix fürs Wohnzimmer, aber auch damit bekommt man ein ganz normales Bild hin in leicht abgedunkelten räumen….. zumal und ich wünsche dir schon mal viel Spaß, die dlp Chips auch leider nicht fehlerfrei sind. viel Spaß wenn die ersten kleinen Spiegel festklemmen und sich als weiße Pixel bemerkbar machen. und dann noch alle 4000 Stunden ne neue Lampe und die Stromrechnung bei den teuren bulb Beamern.

    ne, da bleibe ich lieber bei günstigen 400 ansi Lumen LCD/LED Technik und brauche mir keine Sorgen machen. dann muss ich halt ein wenig abdunkeln, aber zu sagen der farbraum dabei wäre falsch halte ich für nicht richtig.

  • Profilbild von Gast on
    # 09.06.22 um 18:42

    Gast on

    Sie Geräte sind doch alle crap. Wenn ich schon lese:man kann die meisten Streaming Dienste nutzen, Netflix und Prime genannt. Heisst in echt vermutlich mit 540×320 weil keine Videvine Zertifizierung, von Netflix Zertifizierung ganz zu schweigen.

    • Profilbild von gordnshumway
      # 10.06.22 um 06:52

      gordnshumway

      ja, da haste natürlich völlig Recht mit. das nervt mich auch an den ganzen China Beamern. sollten das Android echt weg lassen und n rudimentäres OS drauf und billiger verkaufen. ist ja auch bei vielen anderen so, aber die Keystone Funktion haste dann leider nicht mehr. die gibt's meist nur bei den Android Versionen.

    • Profilbild von TakeMyMoney
      # 10.06.22 um 14:25

      TakeMyMoney

      Also ich habe den t6 max. Besonders für das Geld aber auch allgemein betrachtet ist der echt in Ordnung! Steht im Schlafzimmer. Tagsüber wenn's richtig hell ist taugt er nix aber Abends macht der viel Sinn und ein wirklich anständiges Bild. Ich nutze ihn mit Fire TV Stick. Geht auch ohne aber mit ist einfach besser. Man muss wie bei einfach allem wissen was man erwarten kann. Meine Erwartungen und die meiner Partnerin sind klar übertroffen worden!

  • Profilbild von Randomblame
    # 10.06.22 um 07:59

    Randomblame

    Schon witzig, dass auf dem ersten Werbebild im Artikel sogar steht, dass er "350 Ansilm" haben soll …
    Als kleiner Schlafzimmer-Beamer sicher nicht schlecht, aber dafür reicht dann auch der günstigere Vorgänger.

  • Profilbild von Randomblame
    # 10.06.22 um 08:32

    Randomblame

    Für Netflix in FullHD/4k braucht es btw. Android TV10 + Widevine Level 1 + separater Zertifizierung von Netflix, ansonsten gibt es nur 480p. Wenn das System nur auf normalem Android 9, 10 oder 11 basiert, dann sowieso nicht!
    Deshalb laufen die TV-Geräte von LG, Sony oder Phillips alle mit Android TV10 und Android TV11 Updates sind bisher nicht mal ausgerollt worden.
    Das gleiche Problem wie die Beamer haben auch die meisten günstigen Android-Mini-PC's; nur die mit Android TV10 sind für Netflix zertifiziert, zB. die alte Xiaomi S1 Box, aber die laufen alle mit veralteter Hardware (Quadcore 2gHz, 2GB Ram, 8GB ROM). Das reicht gerade so zum Filme schauen, Spielen geht nur sehr eingeschränkt.
    Wer Netflix in HD will, sollte darauf achten, dass mindestens Android TV10 installiert ist und am besten auch noch in die von Netflix veröffentlichte Liste schauen, denn auch mit Android TV10 haben einige keine Netflix Zertifizierung (zB. die Mecool KM6 Deluxe, die werben aber auch nur mit Prime Video, Youtube und Google Play).

  • Profilbild von Gast
    # 09.08.22 um 12:40

    Anonymous

    Wieviel Watt braucht der?

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