Anbernic RG353M Handheld-Konsole mit Dual-Betriebssystem und TV-Multiplayer

Anbernic hat eine neue Konsole gelauncht. Der Anbernic RG353M ist (natürlich) wieder ein Handheld, hat ein 3,5 Zoll großes Display und kommt mit dualem Betriebssystem in Form von Android und Linux.

Anbernic RG353M Handheld Konsole 1

Was ist schon eine Konsole mehr?

Anbernic geizt nun wirklich nicht mit Releases und hat eine schon unübersichtliche Anzahl an verschiedenen Handhelds auf dem Markt. Den RG351, der dem RG353M äußerlich sehr ähnlich sieht, gab es in vier oder fünf Versionen, und auch einen RG353VS und RG353P gibt es bereits. Alle unterscheiden sich geringfügig durch andere Hardware oder Designelemente und es ist offensichtlich, dass man hier möglichst viele Kombinationen aus einem bestimmten Prozessor, Display und Form abdecken möchte. Das mag verwirren, aber immerhin kann man sich genau heraussuchen, was man selbst braucht.

So sieht der RG353M aus…

Aber zur neuen Konsole: Der RG353M ist 14,5 x 7 cm groß, knapp 1,6 cm dick (durch die herausstehenden Tasten und Sticks) und bringt 232 Gramm Gewicht auf die Waage. Das Gehäuse besteht aus einer Aluminium-Legierung und in der Mitte auf der Vorderseite (äh, logisch) befindet sich ein 3,5 Zoll großes IPS-Display mit einer Auflösung von 640x480p.

Anbernic RG353M Handheld Konsole 1

Beim Design geht man bekannte Wege; die Konsole sieht dem schon zwei Jahre alten RG351 zum Verwechseln ähnlich. Was will man aber auch machen, die Anordnung der Tasten ist über alle Hersteller hinweg weitestgehend identisch und Experimente mit ungewöhnlichem Controller in Sachen Komfort und Bedienfreundlichkeit selten erfolgreich (looking at you, Nintendo). Wenn ich hier eine Sache auszusetzen habe, dann die Schultertasten, die nebeneinander und nicht hintereinander liegen.

Anbernic RG353M Handheld Konsole 3

…und das steckt drin

Ein 3.500-mAh-Akku soll für bis zu 7 Stunden Laufzeit sorgen, was aber auch von den gespielten Spielen abhängen wird. Die Konsole unterstützt Bluetooth 4.2 (naja, okay) und 2,4/5GHz WiFi und kann über ihren HDMI-Ausgang auch an einen Fernseher angeschlossen werden. Dann kann etwa durch einen per Bluetooth oder Kabel verbundenen Controller auch am großen Bildschirm gespielt werden, und das theoretisch auch zu zweit im Multiplayer. Wer alleine im Handheld-Modus spielt, kann auch Kopfhörer an den 3,5-mm-Klinkenanschluss anschließen. Ohne Kopfhörer gibt es immerhin Stereo-Sound aus zwei Speakern.

Anbernic RG353M Handheld Konsole 2

Im Innern arbeitet ein RK3566 Quad-Core-Prozessor mit bis zu 1,8GHz. Dazu gibt es 2 GB LPDDR4 Arbeitsspeicher, 32 GB Speicherplatz (eMMC 5.1) und eine beiliegende 16 GB Speicherkarte, auf der unter anderem das Linux OS liegt. Womit wir auch beim Betriebssystem wären, von dem es hier gleich zwei gibt. Auf dem internen Speicher ist Android 11 installiert. Das gab es bei Anbernic erstmals beim größeren RG552, den wir auch schon getestet haben. Wie dort auch dürfte es auch hier so sein, dass man beim Einschalten der Konsole entweder Android oder Linux bootet, je nachdem, ob man die Speicherkarte einsetzt.

Anbernic RG353M Handheld Konsole 4

Je nach Betriebssystem stehen unterschiedliche Emulatoren zur Auswahl, die Liste ist wie immer lang. Anbernic nennt folgende Systeme: PSP, DC, SS, PS1, NDS, N64, CPS1, CPS2, FBA, NEOGEO, GBA, GBC, GB, SFC, FC, MD, SMS, GG, MSX, PCE, WSC, WIN, NGG. Unter Android können grundsätzlich auch Handy-Games gespielt werden wie auf einem Android-Smartphone.

Vermutlich werden hier wieder ROMs mit auf der Speicherkarte dabei sein. Alternativ muss man sich seine Spiele-ROMs selbst besorgen. Da man Speicherkarten mit bis zu 512 GB einsetzen kann, wird man hier auf keine Beschränkungen treffen. Als die meisten der aufgezählten Konsolen erschienen, hat in Gigabyte noch niemand gerechnet. Rechtlich bleibt es eine Grauzone, (Raub-)Kopien von Spielen sind in den meisten Fällen nicht legal.

Preis und Verfügbarkeit

Der RG353M ist vorerst nur bei Anbernic selbst erhältlich. Wie alle anderen Konsolen wird man ihn aber später über Plattformen wie AliExpress oder auch Amazon sowie weiteren Händlern beziehen können. Der Preis liegt bei knapp 145€, damit ordnet sich die Konsole zwischen der alten 351-Generation und dem RG552 ein, wo sie auch leistungstechnisch ungefähr liegen dürfte, wenn man sich die verwendete Hardware und insbesondere die CPUs anschaut.

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (8)

  • Profilbild von Max Mustermann
    # 08.11.22 um 20:07

    Max Mustermann

    Es heißt Urheberrechtsverletzung. Kein Mensch wird beim Kopieren bedroht. Bitte nicht diesen Falschsprech übernehmen.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Urheberrechtsverletzung

  • Profilbild von e1687
    # 09.11.22 um 07:09

    e1687

    für aussagekräftige tests der handhelds kann ich taki udon und etaprime auf yt empfehlen. der rg353 kommt da bei beiden nichr gut weg. der odin lite hingegen in etwa der gleichen preisklasse bekommt fast nur lob…
    @cg gerne mal testen falls ihr einen odin lite bekommt.

  • Profilbild von Hessi
    # 09.11.22 um 17:17

    Hessi

    Der RK3566 ist einen Hauch schlechter als ein S905x3. Letzterer ist nicht übel, aber viel mehr als DC ist mit so einem SoC eben nicht drin.
    Die GPU des RK3566 ist hingegen halbwegs in Ordnung, aber die bringt es bei Emulationen eben nicht, wie bei nativen Spielen.

    Die Leistung einer 49 EUR TV-Box nur als Handheld? 145 EUR für so eine Scherbe würde ich niemals ausgeben, sorry. Da juckt bei mir nichts.

    Ein bezahlbarer Handheld mit S922x, das wäre mal ne Ansage.

    Den SoC kann (konnte) man nur als Fire TV Cube 2 für einen guten Kurs (70 EUR) schießen. Und das Ding ist leider nicht zu hacken. Sehr schade, Leistung wie eine Nvidia Shield.

  • Profilbild von Thorsten
    # 11.11.22 um 17:15

    Thorsten

    Ich hab den 353m bestellt. Tatsächlich kommt er in den Tests die ich gesehen habe ganz gut weg. Bis auf die Leistung halt, aber dafür ist er deutlich transportabler. Und mit einem 4:3 Bildschirm ist er Ideal für die meisten Retrosysteme. Alles was signifikant schneller ist, ist auch größer undoder mit 16:9. Dafür hab ich dann ein SteamDeck.

  • Profilbild von chris
    # 13.11.22 um 21:16

    chris

    Ist der nach Steuern und Versand nicht deutlich teuer als 145?

  • Profilbild von Rick
    # 23.11.22 um 06:37

    Rick

    wann folgt ein richtiger Testbericht eurerseits?

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