Test

CaDA C64004W – Formula E Race Car für 92€ – Klemmbausteinset mit semi-anspruchsvollem Aufbau

Endlich kamen wir mal dazu, das Formel-E-Auto von CaDA auch mal aufzubauen, nachdem der Karton schon eine Weile bei uns im Büro lag. Es erwies sich als spaßiger Aufbau mit einigen sehr ungewöhnlichen Teilschritten.

Das im Februar 2022 erschienene Set C64004W von CaDA stellt einen Formula E Boliden dar. Das Set besteht aus 1667 Teilen und kann optional auch mit Motor und Fernsteuerung ausgestattet werden.

CaDA C64004W Formel E Rennwagen

Ich muss zugeben: Ich hatte nicht mal eine Ahnung, dass es eine Formel E überhaupt gibt. Abgesehen von Michael Schumachers Hochphase, als wir noch jedes Wochenende mit der Familie Formel 1 geschaut haben, hatte ich mit Motorsport eigentlich immer recht wenig am Hut. Daher bitte ich schonmal alle Fans um Entschuldigung, da ich wirklich nicht weiß, wovon ich hier rede. Für mich ist das einfach erst mal ein interessantes Klemmbaustein-Set. 🙂

CaDA C64004W Formel E 1
C64004W neben dem C63003W

Das Set besteht aus 1.667 Einzelteilen, ist aufgebaut knapp 60 cm lang und hat damit einen Maßstab von 1:8. Die exakten Abmessungen sind 59,6 x 23,6 x 13,8 cm. Die Motoren sind nicht im Set enthalten, es kann aber für rund 40€ mehr eine motorisierte Version bestellt werden. Die Motoren können auch nachträglich eingebaut werden, wer also erst mal die Standardversion ausprobieren möchte, muss später nicht das ganze Fahrzeug auseinandernehmen.

Verpackung und Aufbau

Unseres kam von CaDA selbst aus deren offiziellen Store und damit auch im original Karton. Hier gibt es keine Besonderheiten, er sieht aus wie Kartons von CaDA mittlerweile eben aussehen. Ein paar Abbildungen des aufgebauten Sets mit einigen Detailaufnahmen auf der Rückseite, dazu englischer Text. Auch auf den optionalen Motor wird schon hingewiesen.

Im Karton gibt es eine große Box, in der die etwa 20 verschiedenen Tüten mit Teilen sowie die Anleitung und Sticker liegen. Alle Teile sind vollzählig und wie immer hat man sogar ein paar Teile übrig.

Den Aufbau würde ich als fortgeschrittenes Niveau bezeichnen. Es gibt keine unfassbar komplizierten Schritte, aber ein paar Schritte brauchen schon mal etwas Fingerspitzengefühl und Geduld. Solange man sich Zeit lässt, ist es aber von jedem zu schaffen, auch wenn Kinder je nach Alter stellenweise Hilfe brauchen werden.

Wie immer bei Sets dieser Größer erfolgt der Aufbau in mehreren Teilschritten. Die Tüten sind jeweils nummeriert, Teilschritt A benötigt die Tüten mit der 1, Teilschritt B die mit der 2 usw. Da die Teile sortiert sind, kann man sich den Aufbau sehr viel einfacher machen, indem man den Inhalt der verschiedenen Tüten getrennt hält. Ich habe hier wieder alles auf verschiedene Tupper-Boxen verteilt, ich mag einfach die Übersicht und Ordnung beim Aufbau.

Der Aufbau hat mir hier besonders viel Spaß gemacht, da es einige Bauschritte gibt, die ich so bei anderen Sets noch nicht gesehen habe. Besonders in Erinnerung geblieben ist mit die Radaufhängung. Die ist bei vielen Sportwagen-Sets ähnlich gelöst, hier gibt es – wohl mangels Platz im vorderen Teil des Fahrzeugs – eine ganz andere Variante. Schwer im Detail zu beschreiben, fand ich aber sehr faszinierend.

CaDA C64004W Fahrwerk

Es gibt auch hier wieder viele Sticker, ein Trend, den man bei CaDA ja, so gut die Sets sonst auch sein mögen, leider weiterverfolgt. Bei einem Rennwagen macht es immerhin noch irgendwie Sinn, das er vollgeklatscht mit Schriftzügen ist, in der Realität ist das mit den vielen Sponsoren ja nicht anders. Und die Aufkleber einfach wegzulassen bleibt auch immer eine Option. Ich habe es an anderer Stelle schon gesagt, ich bin gar nicht unbedingt gegen Sticker, solange sie farblich den darunterliegenden Teilen entsprechen. Bedruckte Teile sind einfach deutlich aufwändiger in der Produktion, und ohne Sticker wirkt der Wagen irgendwie nackt.

Wie schon beim Dark Knight GTR hat auch hier die blaue Farbe einen zusätzlichen Vorteil. Da CaDA gerne und viel blaue Pins verwendet, stechen die aus andersfarbigen Modellen optisch oft stark hervor; hier stört das weniger. Dafür gibt es bei diesem Set aber ein paar rote Pins, die dafür umso besser erkennbar sind – von den gelben Elementen im Heck ganz zu schweigen.

Funktionen und optionaler Motor

Die Reifen sind alle separat gefedert. Das ist bei einem so tief liegenden Auto schon fast irrelevant; tatsächlich ist die Front des Fahrzeugs schon fast etwas zu hoch über dem Boden, weil die Federn so stark sind. Das Lenkrad ist mit den Vorderreifen verbunden und man kann den Wagen darüber auch steuern. Dabei ist der Bügel vor dem Cockpit aber leider etwas im Weg.

Das Heck mit den beiden kleinen Spoilern kann man aufklappen, auch hier gefällt mir der Mechanismus sehr gut. Dabei ist diese Funktion gefühlt irgendwie unnötig, denn außer der Aufhängung der Hinterräder sieht man darunter nicht viel. Der sehr interessante, rotierende Motor hingegen befindet sich zentral hinter dem Fahrersitz und ist kaum sichtbar.

CaDA C64004W Elektromotor

Optional sind wie immer die Motoren. Neben einem Servomotor für die Lenkung werden hier zwei Motoren für den Antrieb verbaut, was entsprechend mehr Leistung und Geschwindigkeit bedeutet. Das ist einem Rennwagen ja auch nur angemessen. „Schnell“ ist aber dennoch ein relativer Begriff, auch mit zwei Motoren kann man hier keine rasanten Rennen fahren.

Fazit nach dem Aufbau des CaDA C64004W

Von einem „Test“ muss man hier gar nicht mehr sprechen. Die Qualität der Sets von CaDA ist hinreichend bekannt, hier geht es nicht mehr darum, herauszufinden, ob die Steine aufeinander halten oder alles vollzählig ist. Das alles ist hier selbstverständlich. Vielmehr geht es um die Frage, wie sich das Set im Vergleich zu anderen in der gleichen Preisregion schlägt. Dafür darf man sich gerne mal anschauen, was der Marktführer aus Dänemark für seinen Formel 1-Wagen (mit 200 Teilen weniger) nimmt, nämlich etwa das Doppelte. Andererseits geht es auch günstiger, die Rennwagen von Mork aus knapp 1.100 Teilen kann man für um die 40€ bekommen.

Highlights beim CaDA-Set sind sicherlich das Fahrwerk und auch der („falsche“) Motor, der im Heck des Wagens sitzt. Der Aufbau war so spannend, wie das die Bilder schon versprochen hatten. Der Preis des Sets entspricht in etwa vergleichbaren CaDA-Sets. 100 Dollar bzw. umgerechnet etwa 90€ ist der „normale“ Preis für ein Technik-Set mit 1.600 bis 1.800 Teilen. Finde ich ein bisschen happig, ist aber – gerade wenn man es mit anderen Marken vergleicht – ein angemessener Preis.

Das Set kann über verschiedene Quellen bezogen werden. CaDA verkauft es über den eigenen Store mit Versand aus China für umgerechnet ca. 88€. Bei AliExpress bekommt man es für unter 80€, hier muss man aber auf die Verpackung verzichten. Dafür gibt es für „nur“ 117€ das Set inklusive Motor.

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (6)

  • Profilbild von Sascha
    # 16.02.22 um 18:33

    Sascha

    Cooles Fahrzeug.
    Aber leider ist dieses Design nie auf der Strecke gefahren. Das war die für Saison 7&8 geplante Gen 2.5 EVO Variante. Wurde aber u.a. wegen Corona dann doch nicht gemacht.
    Trotzdem sehr schönes Modell!!!

  • Profilbild von Magneto
    # 07.04.22 um 17:14

    Magneto

    Hallo hat zufällig auch jemand das Problem, dass in der rechten Seite keine Details zum Artikel angezeigt werden? Dieser ist bei mir grau 🙁 Bei andere vergleichbaren Apps funktioniert es.

    • Profilbild von Jens
      # 08.04.22 um 09:02

      Jens CG-Team

      Hey Magneto,
      das ist ein Problem der aktuellen App-Version auf Tablets. Das nächste Update (kommt voraussichtlich Anfang nächster Woche) wird das wieder beheben.

  • Profilbild von Marv
    # 07.04.22 um 20:39

    Marv

    Wie schnell fährt die motorisierte Version denn ca?

    • Profilbild von Jens
      # 08.04.22 um 09:06

      Jens CG-Team

      Ich habe das Set hier noch nicht mit Motoren aufgebaut, aber ich würde vermuten maximal Schritttempo. Das ist kein Ersatz zu einem klassischen ferngesteuerten Auto.

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