Vivo NEX Ultimate im Test – Das Smartphone der Zukunft für 554,88€

Bestpreis! Aktuell beommt ihr das Vivo Nex Ultimate (Global Version) für 554,88€ bei GearBest. Um den Preis zu erhalten muss der Gutschein: GBMBPNEX während des Bestellvorgangs eingelöst werden. ACHTUNG! Er ist nur 100x einlösbar und sollte schnell vergriffen sein.

Das Vivo NEX Ultimate sorgte bei uns und Smartphone-Enthusiasten weltweit für Aufsehen. Es bietet einen Fingerabdrucksensor im Display, eine aus dem Gehäuse ausfahrbare Frontkamera und ein Display (ohne Notch!), welches die Bezeichnung „randlos“ so sehr verdient wie kein zweites. Aber ist so viel Innovation auch alltagstauglich?

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Technische Daten

  Vivo NEX Ultimate Vivo NEX
Display 6,59″ sAMOLED Display (2316 x 1080p) 19.3:9 Seitenverhältnis (388 PPI) 6,59″ sAMOLED Display (2316 x 1080p) 19.3:9 Seitenverhältnis (388 PPI)
Prozessor Qualcomm Snapdragon 845 @2,8 GHz & 1,8 GHz Qualcomm Snapdragon 710 @ 2,2 GHz & 1,7 GHz
Grafikchip Adreno 630 @710 MHz Adreno 616 @ 500 MHz
Arbeitsspeicher 8 GB LPDDR4x RAM 6 GB LPDDR4X RAM
Interner Speicher 128/256 GB UFS 2.1 64/128 GB UFS 2.1
Hauptkamera 12 MP Sony IMX363 Weitwinkel (OIS) mit ƒ/1.8 + 5 MP mit ƒ/2.4 12 MP Sony IMX363 Weitwinkel (OIS) mit ƒ/1.8 + 5 MP mit ƒ/2.4
Frontkamera 8 MP mit f/2.0 Blende 8 MP mit f/2.0 Blende
Akku 4.000 mAh mit 10V/2,25A Quick Charge 4.000 mAh 10V/2,25A Quick Charge
Konnektivität LTE Band 1,3,5,7,8, 20 WLAN ac, GPS/BDS/GLONASS, Bluetooth 5.0, Dual SIM LTE Band 1,3,5,7,8, WLAN ac, GPS/BDS/GLONASS, Bluetooth 5.0, Dual SIM
Features Fingerabdrucksensor im Display | USB Typ-C | Kopfhöreranschluss Fingerabdrucksensor | USB Typ-C | Kopfhöreranschluss
Betriebssystem Android 8.1 Oreo, Funtouch OS 4.0, Sicherheitspatch Juni 2018
Android 8.1, Funtouch OS 4.0
Abmessungen / Gewicht 162 x 77 x 7,98 mm / 199 g 162 x 77 x 7,98 mm / 199 g

Vivo NEX Ultimate Unboxing

Das Vivo NEX ist bei Technikfans wohl eines der meist erwarteten Smartphones dieses Jahr. Deswegen macht so ein Unboxing eines solch spannenden Gadgets gleich noch einmal doppelt so viel Spaß. Was bekommt man denn für einen solch stolzen Preis? Liefert der Hersteller auch passendes Zubehör? Unseren Ersteindruck haben wir in einem Unboxing-Video für euch aufgenommen.

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Die zwei Versionen des Vivo NEX

Wie in der Tabelle schon zu sehen, gibt es zwei Versionen des Vivo NEX. Wir testen das Vivo NEX Ultimate (auch NEX S genannt), welches, wie der Name schon sagt, die ultimative Version des Vivo Nex ist und alle Innovationen mitbringt. Die leicht abgeschwächte Variante heißt einfach Vivo NEX (auch NEX A) und verzichtet auf den In-Display-Fingerabdrucksensor und leider auch LTE Band 20. Des Weiteren kommen „nur“ ein Snapdragon 710 Prozessor (bekannt aus dem Mi 8 SE) und 128 GB Massenspeicher zum Einsatz. Das randlose Display und die ausfahrbare Frontkamera und alle anderen Features bleiben einem aber erhalten. Wer also mit diesen Einschränkungen leben kann, spart mit dem normalen Vivo NEX ca. 100€.

Vivo NEX Ultimate vs. Vivo NEX A
Sowohl das normale Vivo NEX als auch das NEX Ultimate gibt es in diamant-schwarz und rubin-rot.

Gehts noch randloser? Ja!

Das dachte sich wohl Vivo, als es all die Smartphones mit Notch oder Frontkamera im „Kinn“ gesehen hat. Das Vivo NEX besteht auf der Vorderseite zu stolzen 91,24% aus Display (iPhone X: 81,49%). Ein Wert, der bisher nur beim ersten Xiaomi Mi Mix im Raum stand, den die beiden Nachfolger allerdings auch nicht ganz erreichen konnten. Dank den quasi nicht vorhandenen Rändern konnte der Hersteller die Displaygröße etwas ausreizen. Vivo verbaut ein Super AMOLED Ultra Full View Display mit einer Bildschirmdiagonale von 6,59 Zoll. Die Auflösung kann man als Full HD+ betiteln, genauer gesagt handelt es sich dabei um ungewöhnliche 2316 x 1080p mit einem Seitenverhältnis von 19,3:9. Lediglich die Unterseite offenbart einen kleinen Bildschirmrand.

Vivo NEX Ultimate Design Front
Ohne Notch ist doch schöner! Das kann gerne der zukünftige Standard werden.

Auch die Glas-Rückseite der diamant-schwarzen Version ist trotz dem „Schwarz“ im Namen sehr farbenfroh, wenn man sie im richtigen Winkel betrachtet. Die Dual-Kamera ragt etwas aus dem Gehäuse heraus, aber weniger als dies bei einem Mi 8 der Fall ist. Dadurch liegt das NEX sehr flach auf einem Tisch auf und wackelt auch beim Tippen von Nachrichten nicht. Aber auch in der Hand macht das NEX trotz seiner Größe von 162 x 77 x 7,98 mm eine gute Figur. Das liegt zum einen an der geringen Breite von 77 mm (19,3:9 Seitenverhältnis sei Dank), und zum anderen an den schön abgerundeten Ecken und Kanten und den glatten Übergängen von Glas zu Metallrahmen. Natürlich ist das NEX Ultimate kein Ein-Hand-Handy, aber es fällt so kompakt aus wie das bei einem 6,59-Zoll-Display möglich ist.

Vivo NEX Ultimate Diamant Rückseite
Durch de Kamera- und Blitz-Platzierung erinnert das NEX ein wenig an das Huawei P20.

Rechts am Smartphone befinden sich der Power-Button und die Lautstärkewippe, während links ein geriffelter AI-Button platziert wurde, der bei langen Drücken den Assistenten „Jovi“ aktiviert. Dieser spricht aber leider nur Chinesisch. Oben befindet sich der Kopfhöreranschluss (danke Vivo) und die versteckte Frontkamera. Unten gibt es dann den lauten Mono-Lautsprecher, einen USB-C-Anschluss und den Dual-SIM-Slot (ohne Möglichkeit zur Speichererweiterung). Der Fingerabdrucksensor ist natürlich unter bzw. im Display und von außen nicht erkennbar.

Vivo NEX Ultimate AI Button
Der AI-Button sieht zwar schick aus, bringt aber nur denjenigen etwas, die Chinesisch können.

Die Verarbeitung ist beim Vivo NEX Ultimate auf erwartetem Top-Niveau und kann sich locker mit den Flagships von Xiaomi oder Schwesterunternehmen OnePlus vergleichen lassen. Das Design spielt dann, meiner Meinung nach, nochmal in einer anderen Liga. Zumindest von vorne ist das Vivo NEX Ultimate das beeindruckendste Smartphone, das ich bisher testen durfte. Und auch die Rückseite muss sich mit dem besonderen Regenbogeneffekt nicht verstecken. Ein Wow-Effekt ist beim ersten Halten des NEX auf jeden Fall vorprogrammiert.

6,59 Zoll pures Vergnügen

Der verbaute Super AMOLED Bildschirm macht der Herstellerbezeichnung „Ultra FullView Display“ mit seinen kaum vorhandenen Rändern und der Größe von 6,59 Zoll alle Ehre. Trotz dieser Phablet-Maße bekommt man hier „nur“ eine FullHD+ Auflösung von 2.316 x 1.080 Pixeln geboten. Die Pixeldichte liegt daher mit 388 PPI leicht unter dem gewohnten Standard von 403 PPI. Das Panel ist aber ausreichend scharf, sodass man mit bloßem Auge keine einzelnen Pixel erkennen kann.

Vivo NEX Ultimate Display

Die Farbsättigung ist ähnlich wie bei Samsung Smartphones sehr stark, wodurch das Display recht farbenfroh wirkt. Das resultiert zwar nicht in der naturgetreuesten Farbdarstellung, unterstreicht aber nochmal den Wow-Effekt des Displays und dürfte vielen gefallen. Weiße Anzeigen haben in der Standardeinstellung einen leichten Blaustich. Diesen kann man jedoch mit der Option „Global Eye Protection“ (Nacht-/Lesemodus) wieder ausgleichen. Mehr Einstellungsmöglichkeiten für die Farbdarstellung gibt es aber leider nicht.

Vivo NEX Ultimate Bildschrim vs OP5T
OnePlus 5T vs. Vivo NEX S: Der leichte Blaustich des NEX ist erkennbar, aber zu verkraften.

Diese Kritikpunkte lassen das Display des Vivo NEX insgesamt schlechter klingen, als es in Wirklichkeit ist. Der Kontrast ist dank AMOLED-Technik und dem damit einhergehenden echten Schwarz unendlich hoch und die Helligkeit reicht für den Außeneinsatz problemlos aus. Wer also über die starke Farbsättigung hinwegsehen kann oder diese sogar mag, wird mit dem Bildschirm insgesamt zufrieden sein. Eine Schutzfolie ist übrigens sowohl auf dem Display als auch auf der Rückseite vorinstalliert.

Starke Performance dank Snapdragon 845

Wer bei dieser Überschrift ein Déjà-vu erlebt, hat dieses Jahr wohl schon einige Tests von Flagship-Smartphones gelesen. Denn wie auch beim OnePlus 6, Mi 8, Mi Mix 2s und Black Shark kommt hier der aktuelle Spitzenprozessor aus dem Hause Qualcomm zum Einsatz. Der Snapdragon 845 bietet acht Kerne von denen jeweils vier mit 2,8 GHz und 1,8 GHz laufen. Im Ergebnis bekommt man als Nutzer eine absolut ruckelfreie Bedienung und sehr schnelle Reaktion auf Eingaben.

Vivo NEX Ultimate Benchmarks
Die Benchmarkergebnisse könnten genauso gut vom OnePlus 6 stammen, was als Kompliment zu verstehen ist.

Auch der Massenspeicher (128 oder 256 GB) nach neustem UFS 2.1-Standard ist mit einer Lesegeschwindigkeit von 723 MB/s sehr schnell aber leider nicht erweiterbar. Persönlich brauche ich bei mindestens 128 GB Speicher zwar keine Erweiterung, aber die Möglichkeit wäre trotzdem schön gewesen. Dank sehr schnellen 8 GB LPDDR4X Arbeitsspeicher ist auch Multitasking eine Freude.

Bei Spielen arbeitet dann die Adreno 630 GPU mit 710 MHz, die auch die anspruchsvollsten mobile Games ohne Probleme meistert. Asphalt 9 und PUBG Mobile laufen auf höchsten Grafikeinstellung absolut flüssig und machen auf dem riesigen Bildschirm nochmal ein bisschen mehr Spaß.

Vivo NEX Ultimate PUBG Mobile

FunTouch OS bietet mittelmäßigen Spaß

Wie auch Xiaomi arbeitet Vivo mit einer eigenen Oberfläche, die auf Android 8.1 basiert. Die trägt den Namen Funtouch OS 4.0 und wurde anscheinend sehr stark von Apples iOS „inspiriert“. So befindet sich links vom Home Screen der sogenannte Smart Launcher, der dem „Heute“-Tab von iOS zum Verwechseln ähnlich sieht. Wer also an „normales“ Android oder MIUI gewöhnt ist, muss sich hier erst einmal zurechtfinden. Die Schnelleinstellungen sind bei Vivo am unteren Bildschirmrand und das Einstellungsmenü ist recht unübersichtlich und bietet keine Suchfunktion, um schnell einzelne Einstellung zu finden.

Vivo NEX Ultimate FunTouch OS Software
Apples iOS scheint bei Vivos Software-Designern sehr beliebt zu sein.

Hat man sich einmal eingewöhnt, bietet FunTouch OS sehr viele Personalisierungsmöglichkeiten und smarte Features. In iTheme könnt ihr massig Themes, Hintergründe, Icons, Schriftarten und Klingeltöne finden. Mit iManager verwaltet ihr App-Berechtigungen und -Benachrichtigungen bis ins kleinste Detail. Smarte Gesten gibt es z.B. für einen Drei-Finger-Screenshot, das schnelle Öffnen der Kamera und natürlich Double-tap-to-wake um nur ein paar zu nennen.

Vivo NEX Ultimate Software

Der Play Store ist zwar nicht direkt vorhanden, aber sehr einfach zu bekommen. In den Einstellungen ein Google-Konto hinzufügen und schon bekommt man die Google Services zum Download angeboten, Top! Deutsch ist sogar direkt vorhanden und kann ganz normal als Sprache eingestellt werden. Bis auf einzelne Systemapps ist dann auch alles übersetzt, sodass man das NEX gut auf Deutsch nutzen kann. Der smarte Assistent Jovi kann aber leider nur Chinesisch und ist damit recht nutzlos.

Vivo NEX Ultimate Launcher ersetzen

Nutzlos sind auch die vielen guten Launcher, die man im Play Store findet. Wer nämlich z.B. Nova Launcher auf dem NEX nutzen möchte wird merken, dass dafür ein Vivo-Account notwendig ist. Diesen bekommt man aktuell jedoch nur mit chinesischer Handynummer. Somit kann man auf dem Vivo NEX zurzeit keine anderen Launcher nutzen! Das ist eine starke Einschränkung, die ich so noch auf keinem Android-Smartphone erlebt habe, auch nicht auf chinesischen.

Das beschriebene Launcher-Problem besteht laut einigen Usern bei der Global Version von GearBest nicht. Auch der smarte Assistent Jovi wird bei der Version wohl durch den Google Assistent ersetzt. Damit wird das NEX noch ein gutes Stück besser.

Starke Farben, aber es fehlt an Schärfe

Das Highlight (neben dem Bildschirm) dieses Smartphones dürfte wohl die heraus fahrbare Frontkamera mit 8 Megapixel sein. Ein ähnliches Konzept hat auch Oppo mit dem Oppo Find X vorgestellt. Aber auch die Rückseite kommt natürlich mit einer Kamera aus, die in diesem Fall aus zwei Linsen besteht. Der primäre Sensor ist dabei der Sony IMX363, der mit einer 12 Megapixel Auflösung und f/1.8 großen Blende auch im Xiaomi Mi Mix 2S schon für gute Fotos sorgt. Zusätzliche Bildinformationen für Portraits liefert der sekundäre 5 Megapixel Sensor.

Vivo NEX Ultimate Frontkamera

Gute Low-Light Performance

Da die Hauptkamera „nur“ 12 Megapixel bietet, fallen die einzelnen Pixel mit 1.40 μm recht groß aus und können dadurch mehr Licht aufnehmen. Das merkt man gerade in Low-Light-Situationen, in denen das NEX noch viel Licht aus den Szenen holt. Klar gibt es das bekannte Bildrauschen, aber dafür überzeugen Details, die man mit anderen Kameras nicht sehen würde.

Vivo NEX Ultimate Low Light

Bei normalem Bedingungen können sich die Fotos auch sehen lassen, aber die Farben sind je nach Szene sehr stark, sodass Bilder übersättigt wirken können. Das ist jedoch eher Geschmackssache, da die „poppigen“ Farben auch vielen gefallen. Die Details und der Dynamikumfang wissen zu überzeugen und dank optischer Bildstabilisierung muss man sich nicht mit verwackelten Bildern herumärgern. Auch bei Videoaufnahmen (bis zu 4K) hilft die Stabilisierung.

Der automatische HDR-Modus (rechts) ist insgesamt gut, aber manchmal verschlimmbessert er ein Foto eher.Vivo NEX Ultimate Kicker

Auch eine AI-Szenenerkennung gibt es natürlich, welche das Bild je nach fotografiertem Objekt optimiert. 17 verschiedene Szenarien wie z.B. Pflanzen, Personen, Essen und Gebäude werden aktuell erkannt. Die Verbesserungen sind jedoch kaum bis garnicht bemerkbar. Vielleicht reicht Vivo da noch ein passendes Softwareupdate nach, immerhin hat unser Testgerät jetzt schon drei Updates bekommen. Das AI-Foto ist übrigens das linke, aber das sieht man doch, oder? 😉
Vivo NEX Ultimate AI links

Portrait Modus

Die sekundäre 5 Megapixel Kamera wird leider nur für den Portrait-Modus genutzt, produziert aber hier mit der Hauptkamera gute Fotos. Die Kantenerkennung leistet sich kaum Fehler und die Farben stimmen auch. Ein bisschen mehr Schärfe würde den Bildern aber nicht schaden.

Die Stärke der Unschärfe kann man schon vor dem Abdrücken live einstellen und so genau den gewünschten Effekt erzielen. Oftmals gibt es diese Einstellungsmöglichkeit erst im Nachhinein beim fertigen Foto.

Die herausfahrbare Frontkamera

Die Frontkamera fährt bei Bedarf an der Oberseite des Gehäuses heraus und fährt wieder rein, sobald die Kamera-App geschlossen wird. Mal davon abgesehen, dass es jedes mal cool ist, wenn die kleine Kamera herausfährt, ist so eine im Gehäuse versteckte Kamera auch ein großer Pluspunkt für den Schutz der Privatsphäre. Vivo gibt an, dass der kleine Motor mindestens 50.000 Lifts schafft. Solltet ihr also pro Tag 50 einzelne Selfies machen, hält der Motor mindestens 2,7 Jahre.

Vivo NEX Ultimate Frontkamera

Die 8 Megapixel Kamera mit einer f/2.0 großen Blende sieht leider etwas besser aus, als sie knipst. Bei Gegenlicht ist das NEX schnell überfordert, sodass helle Flächen überstrahlen. Der HDR-Modus löst dieses Problem zwar, gibt Farben aber sehr unnatürlich wieder. So könnte man im unteren Bild denken, dass ein Unwetter bevorsteht, obwohl es ein sehr sonniger Tag war. Der mit Software erreichte Bokeh-Effekt ist in Ordnung.

Vivo NEX Ultimate Selfies Vivo NEX Ultimate Selfies HDR

Sehr gute Akkulaufzeit

Ein so großer Bildschirm verbraucht natürlich einiges an Energie, da ist es gut, dass Vivo einen 4.000 mAh Akku einbaut. Der bringt das NEX in Kombination mit dem energiesparenderen AMOLED-Display (gegenüber LCD) auf eine sehr gute Screen-On-Time von 8 Stunden und 23 Minuten. Nutzt man das Vivo dann etwas sparsamer, kommt man damit auch mal zwei Tage ohne Aufladen aus.

Vivo NEX Ultimate Akku GeekBench

Dank der neuen Quick Charge 4+ Technik geht auch das zwischenzeitliche Aufladen sehr schnell vonstatten. Mit bis zu 22,5 Watt wird das NEX Ultimate in nur 30 Minuten auf 40% gebracht und nach 90 Minuten ist der Akku dann ganz voll.Vivo NEX Ultimate Aufladen

LTE Band 20 & Kopfhöreranschluss aber kein NFC

Das NEX Ultimate unterstützt 16 LTE-Bänder und zum Glück ist auch Band 20 dabei. Das mobile Surfen geht schnell und der Empfang im O2-Netz war ebenfalls sehr gut. Telefonieren ist dann wieder etwas Besonderes, da Vivo keinen normalen Lautsprecher als Ohrmuschel verbaut, sondern einen piezoelektrischen Lautsprecher, welcher hinter dem Display sitzt. Dieser funktioniert auch wie man es erwartet, der Gegenüber hört sich aber die ganze Zeit so an, als hätte man ihn auf Lautsprecher geschaltet. Nichtsdestotrotz konnten sich beide Seiten gut verstehen. Der echte Lautsprecher wird sehr sehr laut, produziert dabei aber nicht den klarsten Mono-Sound.

Vivo NEX Ultimate USB-C Lautsprecher

Neben dem Speaker befindet sich der USB-C-Anschluss und der Dual-SIM-Slot, der leider keine Möglichkeit zur Speichererweiterung bietet. Auf der Oberseite ist dann der Kopfhöreranschluss, den ihr mit den mitgelieferten In-Ears nutzen könnt. Diese klingen, für beigelegte Kopfhörer, überraschend gut und bieten sogar drei verschieden große Ohrpolster. Die Ortung und das ac-WLAN könnten beide etwas schneller arbeiten, sind aber insgesamt ok.

Vivo NEX Ultimate Kopfhörer

Vivo macht also bei der Konnektivität vieles richtig, erlaubt sich aber einen Fehler, der gerade nach dem Deutschland-Start von Google Pay schmerzt. Denn NFC fehlt einfach ohne ersichtlichen Grund. Bei einem Handy für über 600€ war ich doch etwas überrascht, dass diese Funktion hier weggelassen wurde.

Bildschirmentsperrung war noch nie so cool

An dieser Stelle müssen wir auch über den Fingerabdrucksensor reden. Denn dieser befindet sich im Display! Diese Technologie kennen wir bereits von dem Vivo X20 UD, mit dem diese  eingeführt wurde. Auch Xiaomi hat dieses Feature ihrer Xiaomi Mi 8 Explorer Edition spendiert. Beim NEX Ultimate handelt es sich schon um die dritte Generation dieser Technologie, die die Geschwindigkeit des Entsperrens nochmal etwas erhöht haben soll. Das Entsperren geht auf jeden Fall schneller, als man es noch bei den Videos des Vivo X20 UD beobachten konnte.

Vivo NEX Ultimate Fingerabdrucksensor

Die Technik ist aber immer noch recht neu und etwas langsamer als ein „normaler“ Fingerabdrucksensor, wie ihr auch im Video sehen könnt. Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es einfach Spaß macht, so eine „futuristische“ Technik zu nutzen. Face Unlock gibt es aufgrund der versteckten Kamera nicht und auch eine Benachrichtigungs-LED hat es nicht in den schmalen Rand geschafft. Als „Ersatz“ gibt es aber immerhin die Möglichkeit eines Always-On-Displays.

Vivo NEX Ultimate Sensor
Der kleine rote Punkt ist lediglich der Näherungssensor.

Der Lieferumfang fällt recht üppig aus. Neben den bereits erwähnten In-Ears gibt es ein Silikon-Case, Ladegerät und Kabel ist auch eine Schutzfolie vormontiert.

Das Smartphone der Zukunft

Eins ist sicher: das Vivo NEX bietet wohl genau das Design, das diverse Hersteller momentan verfolgen. Ich denke auch, dass das NEX in gewisser Weise eine Blaupause für zukünftige Flagships darstellt. Die Lösungen für Frontkamera und Lautsprecher funktionieren und sind kein Hindernis in der Praxis. Der Fingerabdrucksensor im Display ist jetzt schon besser als erwartet und auch die restliche Hardware liefert ab. Wirklich negativ fällt für mich nur das Betriebssystem mit Launcher-Sperre (nicht bei der Global Version), das fehlende NFC und der Preis auf. Die von uns getestete Ultimate Variante kostet gut 630€, die normale Version gut 530€.

Jeder, der das Geld hat und technikbegeistert ist, wird mit dem Vivo NEX sehr viel Freude haben und kann eins der innovativsten Smartphones der letzten Jahre sein Eigen nennen. Wer allerdings nach dem besten Preis-/Leistungsverhältnis sucht, findet das eher bei einem Mi 8 oder OnePlus 6.

Alex

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39 Kommentare

  1. Profilbild von tooomm

    Nett aber zu teuer. Find das honor10 derzeit P/L am Besten. Da kann auch kein Mi8 mithalten.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  2. Profilbild von Simplicissimus
    Simplicissimus

    "“Um starkem Verschleiß entgegen zu wirken verbaut Vivo Mikromotoren und sehr präzisen Algorithmen."“ hört sich ein wenig an wie der Übersetzungsfehler bei den Bluesbrothers: "“Das ist ein Modell das von katalytischen Konvertern gemacht worden ist, läuft also mit Normal-Benzin."“

    Aber zur Sache: Randlose Smartphones haben m.E. eine Designschwäche, was die – im wahrsten Sinne des Wortes – Handhabung angeht und die Kamera stellt trotz "“Mikromotoren und sehr präzisen Algorithmen"“ eine unnötige Schwachstelle dar. Weniger technikverliebt hätte man die auch manuell zum Rausschieben machen können, immernoch anfällig, aber nicht so sehr wie das automatische Ausfahren. Ich warte da weiter auf die Kamera im Display…

  3. Profilbild von Simplicissimus
    Simplicissimus

    Was ist eigentlich SoundCasting?

  4. Profilbild von pinball

    Da baut ein Hersteller endlich mal ein Smartphone mit wirklich tollen technischen Innovationen, und jeder nörgelt wieder nur rum, ohne so ein Teil in der Hand gehabt zu haben.

    • Profilbild von Simplicissimus
      Simplicissimus

      Hallo pinball,
      ich finde den schmalen seitlichen Rand meines iPhones schon oft zu schmal und gerade wenn ich es irgendwo herausfische (und das Display zum Beispiel bei einem ankommenden Anruf an ist) bemühe ich mich schon es an den Rändern oben und unten anzufassen. Telefone, die noch schmalere Ränder haben, hatte ich auch schon von Kollegen in der Hand ("“Hier, möchte dich mal sprechen…"“) und da komme ich nicht mit klar. Zu dicke Finger vielleicht, mag an mir liegen, ist aber nix für mich.

      Ja und das mit der Motorkamera… Frag dich mal, was als erstes an dem Smartphone kaputt ist. Bei diesem hier mal nicht der USB-Anschluss.

      Bei jeder Innovation sollte man sich doch überlegen, ob man sie braucht (gut, ein Nur-Display-Handy braucht man auch nicht, aber das wäre schon einfach megacool!)

      Beamer im Handy? Ja, braucht nicht jeder, kann aber für bestimmte Anwendungsfälle interessant sein. Zusätzliches eInk Display auf der Rückseite? Braucht auch nicht jeder, aber Leute die viel darauf lesen oder auf lange Akkulaufzeit aus sind, finden sowas gut. Integrierter Flaschenöffner oder überhaupt das 328-in-1-Werkzeug-Handy? Von mir aus.

      Aber die ausfahrbare Kamera, die macht einmal "“Ohhh"“ bei deinen Kumpels und dann ist die durch….

  5. Profilbild von Bowserzz

    Das Gerät hat echt was auf dem Kasten… gefällt mir

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  6. Profilbild von Dave

    Gute Idee mit der ausfahrbaren Frontkamera. Da brauchen sicherheitsverliebte Menschen die Kamera nicht mehr abkleben. Ich persönlich benötige die Frontkamera nicht so oft, daher glaub ich schon, dass die Kamera ein Handyleben lang übersteht.

    Das wird jetzt belächelt, aber in ein paar Jahren wird es Apple "“erfinden"“ und patentieren und dann sind alle hellauf begeistert. 😉

  7. Profilbild von Wolfgang D.

    Von der Hardware her klasse, endlich den Fingerscanner vorne + maximales Display.

    Bei diesem Preis erwarte ich dann aber einen deutschen Play Store, Google zertifiziert + Dienste, mindestens zwei Jahre Android Updates + 2 OS Upgrades, alle europäischen LTE Frequenzen, Ersatzteilversorgung, Reparaturen und natürlich einen funktionierenden Herstellersupport, wenigstens auf Englisch.

  8. Profilbild von weitergedacht

    Das Ausfahr-Dings ist ja wirklich nur dafür da die verrückten Selfies zu knipsen – LOL

  9. Profilbild von honey & rape

    Fingerabdruck Sensor mit Wurst, das regelt das Mi Band.
    Für das Mehr an Ausstattung bzw. den Unterschied zu einem Redmi Note 5 zahle ich keine 400€ mehr.
    Gut, wenn einem das Wert ist…

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  10. Profilbild von Schwoob

    Das Teil ist riesig. Über 160 mm lang.

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  11. Profilbild von thi

    Mir reicht mein bluboo S3 vollkommen. Ich würde NIEMALS mehr als 200,- Euro für ein Handy ausgeben.

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  12. Profilbild von Chinaböller

    Gerade wegen der niedrigen Preise hat man in der Vergangenheit auf China-Smartphones gesetzt. Mittlerweile sind sie fast genauso teuer. Lohnt sich kaum noch.

  13. Profilbild von Perverd

    @Chinaböller:
    Blödsinn!
    Es gibt mittlerweile Smartphones auf ähnlichen Preislevel aber du bekommst ein Redmi Note 5 für 180€, zeig mir etwas vergleichbares der Etablierten.

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  14. Profilbild von Ebola

    Nicht doch! Was soll da die Generation Selfie sagen???

  15. Profilbild von netzakku

    Wie gut ist die Hauptkamera

  16. Profilbild von rosib

    Cool, beim gearbest ausverkauf wird gekauft…

  17. Profilbild von Jonathan

    Es ist echt beeindruckend was für eine respekt und maßlose mecker Kultur mittlerweile auf dieser Seite herrscht.
    Ich weiss nicht ob ich noch lust hätte Artikel zu schreiben wenn ich an euerer Stelle wäre.
    An alle die ständig was zu meckern haben, diese Seite kostet euch nichts, also habt ihr auch nichts an der Qualität zu motzen. Der Einzige Einfluss den ihr habt ist sie nicht mehr zu nutzen.

    Es geht irgendwie nurnoch darum das die konsumverwöhnte erlebnisgesellschaft möglichst abwechslungsreich von euch bespaßt werden möchte, achso und natürlich umsonst.
    Und das alles aus China immer teurer wird nennt sich Globalisierung und Kapitalismus die mal nicht nur zu unseren Gunsten verlaufen. Das wird noch viel "“schlimmer"“.

  18. Profilbild von netzakku

    Also ich habe das Vivo NEX Ultimate 128 GB vor paar Tagen erhalten und bin begeistert. Ist ein super Handy High lite ist der Fingerabdruckscanner. Die ausfahrbare Kamera werde ich nicht viel benutzen aber auch ganz nett. Die Hauptkamera macht sehr gute Fotos wie ich finde. Sie ist besser als das oneplus 6. Sonst läuft auch alles flüssig und FunTouch OS 4.0 gefällt mir sehr gut. Die Akkulaufzeit ist auch richtig stark. Ich finde es besser als das oneplus 6

  19. Profilbild von netzakku

    Also ich habe meins von Gearbest und da war der Playstore schon installiert also direkt vorhanden. Musste nichts downloaden.

  20. Profilbild von marqs

    "“Das Vivo NEX ist wohl eines der meist erwarteten Smartphones dieses Jahr."“
    Wo?
    Noch nie was von gehört.

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  21. Profilbild von Reas

    Wollte mal fragen wie es bei dem Gerät mit VoLTE u. VoWiFi aussieht, da dies doch auch sehr oft bei anderen Herstellern bemängelt wird. Steht diese Funktion zur Verfügung? Danke

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  22. Profilbild von netzakku

    Beim Jovi Button startet bei mir übrings google Lens bei längeren druck den google Assistent. Also doch nutzbar bei mir, habe die nex Ultimate globale Version von Gearbest. Vielleicht könntet ihr das ja im Artikel ergänzen.

  23. Profilbild von netzakku

    Vivo Konto geht bei mir auch und anderer launcher müsste auch gehen. Auch ist unter Sicherheit gar kein punkt System launcher ersetzen.

  24. Profilbild von qwopqwop

    Super geile Specs, aber 6,59 Zoll?!? Das ist ja ein Tablet!

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  25. Profilbild von qwopqwop

    Fällt bei mir leider durch, wegen der Größe und der Kamera 😣

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  26. Profilbild von netzakku

    PD1805f_EX_A_1.7.18 ist meine aktuelle Version.

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  27. Profilbild von die_hand

    …und die Selfies sind wirklich spiegelverkehrt. (Aufschrift T-Shirt und gleich zwei Linkshänder an der TT-Platte)
    😉

  28. Profilbild von edgun

    Was genau ist ein NFC?

  29. Profilbild von airliner

    Schade, das Telefon macht vieles richtig, aber leider so vieles falsch.
    Warum ist da kein NFC verbaut? Wozu diese iOS-Oberfläche, die sich nur mit Hängen und Würgen ändern lässt? Warum eine so empfindliche Oberflächen, dass man Vorder- UND Rückseite mit Folien schützen muss?
    Sicher, das Display ist randlos, der Fingerabdrucksensor unterm Bildschirm. Das sind sicher Killerfeatures, die mich aber nicht über die Alltagsschwächen hinwegsehen lassen.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.

39 Kommentare

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