Vivo NEX – ist das die Zukunft der Smartphones?

Dieses Smartphone sorgt zurzeit bei Smartphone-Enthusiasten weltweit für Aufsehen. Auf dem MWC schon als Vivo Apex vorgestellt, ist das Vivo NEX das wohl weltweit randloseste Smartphone ohne dabei auf eine Notch zu setzen! Aber wo versteckt sich die Frontkamera?

Vivo NEX Smartphone

Gehts noch randloser?

Das Vivo NEX besteht auf der Vorderseite zu stolzen 91,24% aus Display. Ein Wert, der bisher nur beim ersten Xiaomi Mi Mix im Raum stand, den die beiden Nachfolger allerdings auch nicht ganz erreichen konnten. Dank den quasi nicht vorhandenen Rändern konnte der Hersteller die Displaygröße etwas ausreizen. Vivo verbaut ein Super AMOLED Display mit einer Bildschirmdiagonale von 6,59 Zoll. Die Auflösung kann man als Full HD+ betiteln, genauer gesagt handelt es sich dabei um 2316 x 1080p. Lediglich die Unterseite offenbart einen kleinen Bildschirmrand.

Die Rückseite ist dagegen etwas unspektakulärer und sieht aus wie fast jedes Flagship-Smartphone der letzten Zeit. Die vertikale Kamera erinnert an das iPhone X beziehungsweise Xiaomi Mi 8. Lediglich der Herstellername und die Modellbezeichnung „NEX“ lassen es uns von anderen Smartphones unterscheiden. Das Vivo NEX gibt es übrigens in Schwarz und Rubinrot – sehr schick!

Vivo NEX Rückseite

Bei diesem Design stellt man sich natürlich zurecht die Frage, wo dort die Frontkamera, Fingerabdrucksensor, Ohrmuschel und die Sensoren geblieben sind? Die Sensoren liegen unter dem Display; anstatt der Ohrmuschel gibt es eine Lösung mittels SoundCasting Technologie. Die Frontkamera fährt bei Bedarf an der Oberseite des Gehäuses heraus und fährt wieder rein, sobald die Kamera-App geschlossen wird. Der Hersteller ist sich im Klaren darüber, dass solche beweglichen Teile gerade in einem Smartphone besonders anfällig sind. Um starkem Verschleiß entgegen zu wirken verbaut Vivo Mikromotoren und sehr präzisen Algorithmen.

An dieser Stelle müssen wir auch über den Fingerabdrucksensor reden. Denn dieser befindet sich ebenfalls im Display! Diese Technologie kennen wir bereits von dem Vivo X21 UD, welches diese Technologie eingeführt hat. Auch Xiaomi hat dieses Feature ihrer Xiaomi Mi 8 Explorer Edition spendiert. Wie bei Xiaomi sitzt der In-Display Fingerabdrucksensor auch nur in der teuersten Version des Vivo NEX. Dabei handelt es sich schon um die dritte Generation dieser Technologie, die die Geschwindigkeit des Entsperrens nochmal etwas erhöht hat.

Vivo NEX Frontkamera

Vivo NEX mit Snapdragon 845 Prozessor

So viel Innovation erfordert natürlich auch die entsprechende Hardware. Und, nicht ganz überraschend, zeichnet sich auch hier wieder Qualcomm mit dem Snapdragon 845 Prozessor verantwortlich. Der sorgt dank den acht Kernen mit maximal 2,8 GHz für ordentlich Leistung. Dazu reicht Vivo ganze 8 GB Arbeitsspeicher und 256 GB Speicher, zumindest bei dem Vivo NEX S. Das normale Vivo NEX muss mit 128 GB Speicher auskommen. Wer nicht ganz so viel Geld aufwenden will, sollte mit dem Vivo NEX A liebäugeln, welches mit dem Snapdragon 710 Prozessor ausgestattet ist, der auch im Xiaomi Mi 8 SE steckt. Dazu gibt es dann 6 GB RAM und 128 GB Speicher.

Das Highlight dieses Smartphones dürfte wohl die heraus fahrbare Frontkamera mit 8 Megapixel sein. Aber auch die Rückseite kommt natürlich mit einer Kamera aus, die in diesem Fall aus zwei Linsen besteht. Der primäre Sensor ist dabei der Sony IMX363, der mit einer 12 Megapixel Auflösung auch im Xiaomi Mi Mix 2S schon für gute Fotos sorgt. Zusätzliche Bildinformationen liefert der sekundäre 5 Megapixel Sensor.

Vivo NEX Kamera

Trotz Fingerabdrucksensor im Display und viel Technik schafft es Vivo einen 4.000 mAh großen Akku zu verbauen. Dieser unterstützt Vivos eigene Fast Charge Technologie mit einer Leistung von 22,5 W. Dazu gibt es ein Dual-SIM Fach, Dual Band WiFi mit ac-Standard, GPS, GLONASS sowie Bluetooth 5.0. Als einzigen Anschluss stützt sich das Vivo NEX auf USB Typ-C.

Energy UI mit Jovi

Wie auch Xiaomi arbeitet Vivo mit einer eigenen Oberfläche, die auf Android 8.1 basiert. Die trägt den Namen Energy UI und arbeitet jetzt verstärkt mit künstlicher Intelligenz. Als intelligenter Sprachassistent kommt Jovi zum Einsatz, die einige spannende Funktionen zu bieten hat. Dazu gehören das Analysieren des Nutzerverhaltens, Übersetzungen, Shopping sowie ein intelligenter Scanner. Da wir bisher noch kein Smartphone mit dieser UI getestet haben, können wir keine Auskunft geben, wie gut dieses Betriebssystem performt. Aussehen tut es allerdings wie iOS.

Vivo NEX Software

Einschätzung

Eins ist sicher: das Vivo NEX bietet momentan wohl genau das Design, das diverse Hersteller momentan verfolgen. Wie gut die Lösungen für Frontkamera und Lautprecher in der Praxis funktionieren, würden wir gerne erst testen. Die Ideen dahinter finden wir auf jeden Fall sehr spannend. Den Fingerabdrucksensor im Display konnten wir bereits im Doogee V sehen. Auch die Hardware kann sich sehen lassen, der Snapdragon 845 bildet momentan die Speerspitze der mobilen CPUs und der Kamerasensor überzeugt uns aktuell auch bei den Xiaomi-Flagships. Für so viel Leistung bittet Vivo allerdings auch zur Kasse. Die teuerste Variante soll gut 660€, die normale Version gut 600€ und die günstigste Version mit schwächerer CPU soll circa 520€ kosten.

Thorben

Seit Sommer 2017 bei CG und sehr begeistert von allen technischen Spielereien! Besonders interessiert an Audio- und Videoequipment. 

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20 Kommentare

  1. Profilbild von IronBeagle

    Einfach auf das Mix 3 warten, statt ein halb fertiges Konzepthandy zu kaufen. Kann ja nicht mehr lange dauern. Ich denke mal, das Mix 3 hat dann auch mal 99% Screen-to-body Ratio.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  2. Profilbild von Noice

    Gute idee 💡.. Da wird viel von in der Mülltonne landen

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  3. Profilbild von tooomm

    Nett aber zu teuer. Find das honor10 derzeit P/L am Besten. Da kann auch kein Mi8 mithalten.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  4. Profilbild von Wtfu

    Was ist das….

    Euch könnte man auch ein xenonblitz als neu verkaufen. Sinnloser designblödsinn.

    Gauotsache irgendein hersteller denkt noch er könnte mit "“ innovation"“ geld machen. Das ist müll.

  5. Profilbild von Jack

    Warum hört sich dieser ‚News‘-Artikel so sehr nach Werbung an?

  6. Profilbild von Simplicissimus
    Simplicissimus

    "“Um starkem Verschleiß entgegen zu wirken verbaut Vivo Mikromotoren und sehr präzisen Algorithmen."“ hört sich ein wenig an wie der Übersetzungsfehler bei den Bluesbrothers: "“Das ist ein Modell das von katalytischen Konvertern gemacht worden ist, läuft also mit Normal-Benzin."“

    Aber zur Sache: Randlose Smartphones haben m.E. eine Designschwäche, was die – im wahrsten Sinne des Wortes – Handhabung angeht und die Kamera stellt trotz "“Mikromotoren und sehr präzisen Algorithmen"“ eine unnötige Schwachstelle dar. Weniger technikverliebt hätte man die auch manuell zum Rausschieben machen können, immernoch anfällig, aber nicht so sehr wie das automatische Ausfahren. Ich warte da weiter auf die Kamera im Display…

  7. Profilbild von Simplicissimus
    Simplicissimus

    Was ist eigentlich SoundCasting?

  8. Profilbild von pinball

    Da baut ein Hersteller endlich mal ein Smartphone mit wirklich tollen technischen Innovationen, und jeder nörgelt wieder nur rum, ohne so ein Teil in der Hand gehabt zu haben.

    • Profilbild von Simplicissimus
      Simplicissimus

      Hallo pinball,
      ich finde den schmalen seitlichen Rand meines iPhones schon oft zu schmal und gerade wenn ich es irgendwo herausfische (und das Display zum Beispiel bei einem ankommenden Anruf an ist) bemühe ich mich schon es an den Rändern oben und unten anzufassen. Telefone, die noch schmalere Ränder haben, hatte ich auch schon von Kollegen in der Hand ("“Hier, möchte dich mal sprechen…"“) und da komme ich nicht mit klar. Zu dicke Finger vielleicht, mag an mir liegen, ist aber nix für mich.

      Ja und das mit der Motorkamera… Frag dich mal, was als erstes an dem Smartphone kaputt ist. Bei diesem hier mal nicht der USB-Anschluss.

      Bei jeder Innovation sollte man sich doch überlegen, ob man sie braucht (gut, ein Nur-Display-Handy braucht man auch nicht, aber das wäre schon einfach megacool!)

      Beamer im Handy? Ja, braucht nicht jeder, kann aber für bestimmte Anwendungsfälle interessant sein. Zusätzliches eInk Display auf der Rückseite? Braucht auch nicht jeder, aber Leute die viel darauf lesen oder auf lange Akkulaufzeit aus sind, finden sowas gut. Integrierter Flaschenöffner oder überhaupt das 328-in-1-Werkzeug-Handy? Von mir aus.

      Aber die ausfahrbare Kamera, die macht einmal "“Ohhh"“ bei deinen Kumpels und dann ist die durch….

  9. Profilbild von Bowserzz

    Das Gerät hat echt was auf dem Kasten… gefällt mir

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  10. Profilbild von drakon

    Lasst mal all diese randlosen Handys mal fallen die und schaut euch das Ergebnis an. Wieder ein Super teures Gerät bei dem man entweder öfters Display tauschen oder mit dem zerrissenen Display rumläuft.

  11. Profilbild von Dave

    Gute Idee mit der ausfahrbaren Frontkamera. Da brauchen sicherheitsverliebte Menschen die Kamera nicht mehr abkleben. Ich persönlich benötige die Frontkamera nicht so oft, daher glaub ich schon, dass die Kamera ein Handyleben lang übersteht.

    Das wird jetzt belächelt, aber in ein paar Jahren wird es Apple "“erfinden"“ und patentieren und dann sind alle hellauf begeistert. 😉

  12. Profilbild von N

    Trick 17: so einen Bullshit wie eine Frontkamera einfach gar nicht erst verbauen.

  13. Profilbild von N

    Und ernsthaft, bitte bitte, besorgt euch ein professionelles Lektorat. Von dem Artikel bekommt man Kopfschmerzen.

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