Test CaDA Block Gun – Repetiergewehr aus Klemmbausteinen (583 Teile) für 30€ | Videoreview

Das CaDA Repetiergewehr erfüllt so viele unserer Kindheitsträume, da konnten wir nicht kein Video zu machen. Jens und Yoshi sind nämlich Spielkinder durch und durch und haben neben der Block Gun auch noch das CaDA Rennauto unter die Lupe genommen. Jetzt online auf unserem YouTube-Kanal!

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Klemmbausteine sind nach wie vor ein spannendes Thema und nicht nur auf einen Hersteller begrenzt. Unter der Marke CaDA werden aus China viele verschiedene Modelle verkauft, so etwa der Sportwagen aus über 1500 Teilen, den wir schon selbst aufgebaut haben, oder dieses Gewehr, das tatsächlich Schaumstoffpfeile verschießen kann.

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr

ModellCaDA Caliber 30 M1
Anzahl Teile583 Teile
Zeit zum Aufbau2-3 Stunden

Spielzeug-Waffen muss man nicht mögen – in einem älteren Artikel zum Thema wurde das schon ausgiebig in den Kommentaren diskutiert. Jeder kann selbst entscheiden, ob und ab wann er seinen Kindern die Bausätze zutraut; dabei werden sie die meisten wahrscheinlich für sich selbst kaufen. Korrigiert mich da gern, aber ich persönlich habe trotz meiner über 30 Jahre Spaß am Aufbau. Und nein, auf die Steine gibt es kein Patent mehr, weshalb solche Modelle grundsätzlich keine Urheber- oder Lizenzrechte verletzen. Lasst und also über dieses Modell sprechen.

Aussehen – Mehr Spielzeug als Replik

Es fällt direkt auf, es handelt sich nicht unbedingt um ein originalgetreues Design. Wo andere Modelle, wie die Pistole, die ich aufgebaut habe, auf den ersten Blick echt aussehen, kennzeichnen die bunten Farben dieses Gewehr schnell als Spielzeug. Ob hier wirklich eine echte Waffe Modell stand, kann ich nicht sagen. Zwar steht auf der Verpackung „United States Rifle, Caliber 30 M1“, dem M1 ähnelt es aber auch nicht mehr als den meisten Repetiergewehren. Ich bin aber wirklich niemand, der sich mit Waffen auskennt, vielleicht kann mir auch da jemand von euch Genaueres sagen.

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr Vergleich Pistole
Das Gewehr neben einer Pistole (aus Bausteinen) des gleichen Herstellers

Es fällt aber auf, dass auf die wichtigsten Details geachtet wurde. Am auffälligsten ist sicherlich der Verschluss mit dem charakteristischen Kammerstängel, dem Griff, mit dem die Waffe manuell nachgeladen wird. Auch Kimme und Korn in Form zweier Löcher über dem Verschluss und einem kleinen Pinn vorne am Lauf sind vorhanden. Der Abzug ist ein wenig klobig, was aber der Form der Steine und dem Mechanismus geschuldet ist. Für einen Nachbau bzw. ein Spielzeug sieht die Waffe aber schon ziemlich gut aus; ein zu realistischer Nachbau wäre hier meiner Meinung nach eher ein Problem.

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr Kimme und Korn (3)

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr Abzug

Aufbau – Kurz, aber spaßig

Wie gewohnt gibt es wieder mehrere Plastitüten, in denen die Steine grob nach Größe sortiert sind. Erstmals ist es mir hier passiert, dass eine der Tüten bereits vor dem Öffnen der Box aufgerissen war und Teile lose im Karton lagen. Es fehlte aber nichts, und auch herausfallen kann bei den doppelten Kartonwänden eigentlich nichts. Wie immer sind die Teile genau abgezählt, mit Ausnahme der ganz kleinen Steckverbindungen, von denen es eine handvoll Ersatzteile gibt.

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr Aufbau (2)
Gewohntes Bild bei CaDA – Alle Teile sortiert in Tüten

Der Aufbau hat mich etwas über zwei Stunden Zeit gekostet. Auffällig ist gerade am Anfang, dass mal wieder mehr „klassische“ Steine verbaut werden, anstatt der glatten Träger mit Löchern, die durch kleine Stecker verbunden werden. Spätestens nach 15 Minuten ist das aber auch vorbei. Insgesamt geht der Aufbau trotz der relativ dicken Anleitung mit knapp 80 Seiten zügig voran.

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr Aufbau (3)
Erste Schritte

Gelegentlich ist das Zusammenstecken sehr großer Bauteile etwas umständlich, wenn diese gleichzeitig an verschiedenen Stellen verbunden werden müssen. Das hält dann den „Flow“ beim Bauen etwas auf, ist aber sonst nicht weiter schlimm. Hier und da muss man mal etwas fester drücken, sonst ist der Aufbau aber wirklich leicht, zumal die Anleitung wie gewohnt alles sehr gut beschreibt. Kompliziert sind keine der Schritte.

Da man aber später bewegliche Teile und einen Schussmechanismus hat, sollte man trotzdem darauf achten, keine kleinen Fehler zu machen oder Teile nicht korrekt zusammenzustecken. Nichts ist ärgerlicher, als am Ende festzustellen, dass der Pfeil nicht abgeschossen werden kann, weil im Lauf ein überstehender Stein im Weg ist.

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr Aufbau (5)
Der Schussmechanismus vor dem Einsatz in den Lauf

Die Qualität der Steine ist hier gewohnt gut und auf einem Level mit den anderen CaDA-Modellen, die ich bereits aufgebaut habe. An einzelnen Teilen, vor allem den Kreuz-Stangen, findet man an den Enden gelegentlich Plastiknasen bzw. -Rückstände. Das betrifft aber nur eine handvoll Steine, die meisten sind sehr gut verarbeitet.

Funktionsweise

Das wirkliche Highlight ist hier natürlich, dass man mit dem Gewehr wirklich schießen kann. Dazu liegen der Verpackung fünf Schaumstoffpfeile bei. Baugleiche Pfeile auch anderer Hersteller können aber ebenfalls verschossen werden.

Der Mechanismus ist natürlich nicht der gleiche wie bei einer echten Repetierbüchse sondern nur grob daran angelehnt. Ein beweglicher Stein (quasi der Schlagbolzen) hängt an Gummibändern befestigt unter dem Schlitten und ungefähr über dem Abzug. Durch Betätigen des Abzugs wird dieses Element, das unter Spannung steht, gelöst und gegen den im Lauf liegenden Pfeil geschossen, wodurch der aus den Lauf fliegt.

CADA Gewehr in Hand
Das Gewehr ist knapp 86 cm lang.

Ich war nach dem Aufbau überrascht, dass das tatsächlich so gut funktioniert. Je nach Lage des Pfeils im Lauf und der Geschwindigkeit, mit der man den Abzug betätigt, schießt man bis zu zehn Meter weit (meistens eher weniger). Ernsthaft verletzen kann man damit zwar niemanden, Personen auf Kopfhöhe beschießen sollte man trotzdem nicht, da ein Pfeils ins Auge durchaus gefährlich sein kann.

Es gibt kein Magazin, statt dessen wird jede „Patrone“ einzeln eingelegt und geladen. Zuerst wird der Griff gelöst und der Schlitten damit nach hinten gezogen.

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr nachladen (6)

In die jetzt offene Kammer wird ein Pfeil eingelegt.

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr nachladen (4)

Der Schlitten wird dann wieder nach vorne geschoben und der Griff an der entsprechenden Stelle wieder eingehakt. Hierbei merkt man schon, wie auf dem Gummiband im Inneren Spannung entsteht.

CaDA Caliber 30 M1 Gewehr nachladen (1)

Der Pfeil liegt jetzt zwischen zwei mit dem Abzug verbundenen Hebeln. Der hintere hält den „Schlagbolzen“ in Position, der vordere verhindert ein Herausrutschen des Pfeils aus dem Lauf. Betätigt man den Abzug, werden beide Hebel umgelegt, der Bolzen schnellt nach vorn und schießt den Pfeil durch den nun freien Lauf.

Am Anfang fühlt sich das Nachladen noch etwas hakelig an und man hat Angst, etwas kaputt zu machen. Hat man den Dreh aber einmal raus geht einem der Vorgang gut von der Hand. Falls mal eines der Gummibänder reißen sollte (was mir bisher nicht passiert ist) ist das ebenfalls kein Problem: Es liegen zehn Ersatzbänder bei.

Fazit

Es gibt zwei Arten von Waffen aus Klemmbausteinen. Solche, die vor allem Nachbauten sind und die man sich in die Vitrine stellt, und solche, die man tatsächlich nutzen kann, um damit zu spielen. Dieses Gewehr ist letzteres. Hier steht nicht ganz das Design im Vordergrund, sondern die Funktion. Das Schießen klappt gut, ist aber harmlos genug, um auch Kinder damit umgehen zu lassen. Das Modell ist außerdem robust genug, dass man keine Sorge haben muss, etwas kaputt zu machen. Der Preis (unter 40€!) ist außerdem mehr als gut, hier kann man echt nicht meckern.

Aufbaumittel
Funktionsumfangmittel
Spielspaßhoch

Bisher ist das CaDA Caliber 30 M1 das Modell, mit dem ich auch nach dem Aufbau am meisten Zeit verbracht habe, mit Ausnahme vielleicht vom Mitu Rover, wo ich die App-Steuerung ausprobieren musste. Dass ich nach dem Aufbau erst mal wie ein kleines Kind minutenlang Gegenstände in meiner Wohnung von Fensterbank und Regalen geschossen habe, ist für mich das beste Anzeichen, dass dieses Modell ein Erfolg ist. Ich bin gespannt auf weitere CaDA-Modelle, die ich noch ausprobieren möchte, kann dieses Gewehr aber jetzt schon jedem empfehlen, der Spaß an so etwas hat.

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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (9)

  • Profilbild von Migo
    08.06.19 um 22:34

    Migo

    Ist ja eigentlich genial lego mit nerf gemischt mein Kindheitstraum wird wahr?

  • Profilbild von c4td0g
    09.06.19 um 00:30

    c4td0g

    Gibts auch n Artikel zu der Pistole?

  • Profilbild von ResQ
    09.06.19 um 00:45

    ResQ

    "Und nein, auf die Steine gibt es kein Patent mehr" ist so pauschal nicht ganz richtig. Es gibt gewisse Teile auf die Lego immer ein Designschutz hat. Die meisten Klemmbausteine haben aber kein Patent und können somit auch von anderen Herstellern problemlos verwendet werden.

    • Profilbild von DerWiener
      09.06.19 um 10:30

      DerWiener

      Ganz genau. Ob ein Klemmbaustein geschützt ist oder nicht hängt davon ab, wann Lego genau dieses Design hat schützen lassen. Und es kommen noch immer geschützte Bausteine hinzu, weil Lego das Sortiment nach wie vor ergänzt. So dürfen beispielsweise keine Lego-Figuren nachgebaut werden.

      • Profilbild von Gast
        09.06.19 um 12:28

        Anonymous

        @DerWiener: Ganz genau. Ob ein Klemmbaustein geschützt ist oder nicht hängt davon ab, wann Lego genau dieses Design hat schützen lassen. Und es kommen noch immer geschützte Bausteine hinzu, weil Lego das Sortiment nach wie vor ergänzt. So dürfen beispielsweise keine Lego-Figuren nachgebaut werden.

        Naja von Figuren ist ja eigentlich auch keine Rede. Die Steine die möglicherweise Schutz haben sind meist diese, die extra angefertigt wurden für spezielle Sets. Aber die Grundsteine sind ohne Schutz.

        • Profilbild von DerWiener
          10.06.19 um 09:58

          DerWiener

          @Anonymous: Naja von Figuren ist ja eigentlich auch keine Rede. Die Steine die möglicherweise Schutz haben sind meist diese, die extra angefertigt wurden für spezielle Sets. Aber die Grundsteine sind ohne Schutz.

          Es sind jene Steine geschützt, deren Geschmacksmuster noch nicht abgelaufen sind. Unterscheidet sich ein Stein von den bisherigen, wird LEGO diesen schützen lassen. Dass heute fast nur noch Bausätze verkauft werden, hat damit überhaupt nichts zu tun.
          Lepin ist eine der größten und bekanntesten Marken in China, was den Nachbau von Klemmbausteinen betrifft – und die hatten vor etwas über 1 Monat in China eine Razzia über sich ergehen lassen, wo zig tausende versandfertige Bausätze und auch jede Menge an Gußformen beschlagnahmt wurden, weil sie nach wie vor geschützte LEGO-Bausteine 1:1 nachgebaut hatten. Heute kannst Du auch keine LEPIN-Produkte mehr kaufen, die sind vollkommen verschwunden vom Markt.
          Und natürlich ging es jetzt nicht direkt um die LEGO-Figuren – aber um geschützte LEGO-Bausteine, und darunter fallen auch diese Figuren. Und einige Fensterformen und sonstige Spezialbausteine. Und wie gesagt: es kommen auch nach wie vor laufend neue Steine hinzu, die geschützt sind, weil LEGO jeden neuen Stein schützen lässt.
          Hier übrigens ein interessantes Video zum Thema mit einer kleinen Auswahl, welche Steine aktuell geschützt sind: https://www.youtube.com/watch?v=Lu8dN28FjIM

        • Profilbild von Gast
          24.06.19 um 20:17

          Anonymous

          DerWiener hat schon recht, allein schon der repetierhebel besteht aus so einem 45° gewinkelten technik-brick welches vermutlich( hab jetzt nicht exact die Löcher gezählt) Probleme bereiten kann. Natürlich muss der Zoll auch genug Ahnung haben. CaDa hat da noch so ziemlich Narrenfreiheit weil die keine Komplettsets von Lego kopieren und somit der Zoll mehr Arbeit hat.

          Wenn die aber wirklich suchen finden die garantiert irgendwas. Jonny hat da schon ganz gut zusammengefasst und es sind wirklich viele teilweise sehr wichtige Teile die noch geschützt sind.

  • Profilbild von Rando
    19.06.19 um 09:19

    Rando

    Also ich bin ja für jeden Blödsinn zu haben, aber das geht wirklich zu weit.

    Wie kann man nur ein Gewehr in solchen Farben zusammenstellen?

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