CHUWI SurBook Mini im Test – 10,8 Zoll Surface Klon für 208,32€

Bereits so einige chinesische Hersteller haben sich bereits an einem Klon von Microsofts Surface, welches sich als solide Laptop/Tablet Kombination auf dem Markt etabliert hat, versucht. Zwar waren diese meist deutlich billiger, aber auch entsprechend schlechter verarbeitet. Auch die Hardware konnte leider nicht Schritt halten. Vorweg sei gesagt, dass das CHUWI Surbook Mini der bislang beste Surface Klon ist, den wir testen durften! Was CHUWI bei seinem Klon gut und was schlecht umgesetzt hat, erfahrt ihr hier! CHUWI SurBook Mini

Technische Daten

Name CHUWI Surbook Mini 
Display 10,8 Zoll, 1920 x 1280 p
Prozessor Intel Celeron N3450 Prozessor
Arbeitsspeicher 4 GB DDR3L RAM
Interner Speicher 64 GB
Grafikchip Intel HD Graphics 500
Akku 8000 mAh
Abmessungen 26,80 x 18,30 x 0,88 cm
Gewicht 748 Gramm
Betriebssystem Windows 10
Preis ~220€

Lieferumfang

Das SurBook Mini ist bei uns in einem schlichten Pappkarton unbeschadet angekommen. Im Inneren befand sich, neben dem Tablet PC selbst, eine Bedienungsanleitung auf Deutsch und Englisch, ein USB-C Ladekabel, sowie ein C7 Kaltgerätestecker.

CHUWI Surbook Mini
Eine Displayschutzfolie ist von Werk aus angebracht.

Netzteil des CHUWI SurBook Mini

Sowohl SurBook als auch der Netzstecker sind mit einem CE-Zeichen ausgestattet und zu meiner Verwunderung ist das Netzteil zusätzlich durch den TÜV Rheinland zertifiziert und mit einem GS- Gütesiegel ausgestattet. Schnell im Internet die Zertifikats-ID überprüft und schon ist klar: dabei handelt es sich nicht um eine Fälschung.

CHUWI SurBook Netzteil

Verarbeitung und Design

Insgesamt macht das CHUWI SurBook Mini auf den ersten Blick einen deutlich besseren Eindruck, als beispielsweise der Jumper Ezpad 5SE Surface Klon. Auch gegenüber der CHUWI Hi-Tablet Reihe wirkt das CHUWI SurBook qualitativ hochwertiger. Es ist sauber verarbeitet und weist keinerlei Verarbeitungsfehler oder sonstige Mängel auf, lediglich die Displayschutzfolie ist an einer Stelle nicht ganz sauber aufgeklebt.

CHUWI Surbook Mini Rückseite
Die Rückseite des CHUWI Surbook besteht aus Aluminium

Wer sich schon einmal mit Surface Klonen auseinandergesetzt hat, weiß, dass der markante Standfuß das charakteristische Markenzeichen des Surface, am liebsten kopiert wird. Meist geschieht gerade dies besonders schlecht und der Fuß ist klapperig und nicht sonderlich stabil.

Anders beim CHUWI SurBook Mini. Der stufenlos einstellbare Standfuß macht schon während des Aufklappens einen wertigen Eindruck. Es benötigt einige Kraft, jedoch nicht zu viel, um den Fuß in die gewünschte Position zu bringen. Ein nachträgliches „Absacken“ gibt es – der Tablet PC bleibt bombenfest in seiner Position stehen.

CHUWI SurBook Mini Klappfuß
Gleich sechs Schrauben halten den Fuß des SurBooks in Position

Ein Blick ins Innere des CHUWI SurBook Mini verrät, dass die Scharniere durch zusätzliche Metallplatten verstärkt wurden, um dem ganzen die nötige Stabilität zu verleihen. Auch bei den Scharnieren selbst handelt es sich um ein hochwertiges System.

SurBook Mini Standfuß
Das SurBook Mini kann zwischen 30° – 125° Stufenlos stufenlos geneigt werden

Mit den Maßen 26,80 x 18,30 x 0,88 cm und einem Gewicht von knapp 748 Gramm ist das SurBook Mini klein, handlich und im Vergleich zu anderen Laptops recht leicht. Es bietet sich so also optimal als kompakter Arbeitsrechner für Pendler oder andere Menschen, die beruflich viel reisen, an. Vor allem dann, wenn man sich auch das etwa 230 Gramm schwere Tastaturcover mit Magnetanschluss gönnt – so wird das CHUWI SurBook zur echten Laptop-Alternative mit Touchscreen!

CHUWI SurBook Mini mit Taastatur

Optional: Tastatur und Touchpad

Die eleganteste Lösung das CHUWI Surbook auch als vollwertigen Laptop zu nutzen, bietet natürlich die optional (oder im Bundle) erhältliche QWERTY-Tastatur. Wie bei dem großen Vorbild, dem Surface, wird die Tastatur ganz einfach per 5-Pin Connector mit dem SurBook verbunden und mit starken Magneten gehalten.

CHUWI SurBook Mini Tastatur
Eine Tastenbeleuchtung gibt es leider nicht

Bei der Tastatur handelt es sich, zu meiner Freude, um eine gewöhnliche Druckpunkt-Tastatur und nicht um ein Touchcover. Das haptische Feedback ist bei einer Tastenhöhe von ca. einem Millimeter zwar gering, meiner Meinung nach jedoch vollkommen ausreichend und ermöglicht ein Schreibgefühl wie auf der Laptop Tastatur. Darüber hinaus dient die Tastatur auch als Displaycover und schützt dieses während des Transports.

CHUWI SurBook Tastatur
Kleine Abstandshalter sorgen dafür, dass die Tasten nicht auf dem Display aufliegen

Die Größe des Touchpads ist mit den Maßen 85 x 53 mm in Ordnung. Es unterstützt Multi-Touch Gesten, welche in der Praxis gut funktionieren. Leider ist das Klicken der „Maus“ manchmal etwas mühsam, da das dünne Cover bei leichtem Drücken, wie man es vom Laptop gewohnt ist, nachgibt und manchmal kein Klicken erkannt wird. So habe ich mir das Klicken während der Tests gar nicht erst angewöhnt, sondern habe einfach die Funktion „Tippen = Klicken“ aktiviert – so hatte ich keine Probleme.

Anschlüsse und Konnektivität

Bei den Anschlüssen wird (zum Glück) nicht weiter eingespart, auch das Surbook Mini hat zwei USB-A 3.0 und eine USB-C Schnittstelle. Dazu kommt eine 3,5 mm Klinkenbuchse und ein microSD-Kartenslot.

CHUWI SurBook Mini Anschlüsse
Abgesehen vom SD-Kartenslot befinden sich alle Anschlüsse auf der rechten Seite

Dazu kommen als drahtlose Verbindungsmöglichkeiten ein ac-Standard W-LAN Modul, welches sowohl 2,4 GHz als auch 5,0 GHz Netzwerke unterstützt und ein Bluetooth 4.0 Chip.

Nur einen gesonderten HDMI-Anschluss, um das CHUWI SurBook z.B. mit einem zweiten Bildschirm oder Beamer zu verbinden, gibt es leider nicht. Hier müsste man sich einen USB-C zu HDMI Adapter zulegen, welcher allerdings relativ kostengünstig aus China erworben werden kann.

Der Akku des CHUWI SurBook Mini

Der 8000 mAh starke Akku des Surface Klons nimmt in etwa 2/3 der Gesamtfläche des Tablets ein. Dabei hat dieser im alltäglichen Gebrauch, bei reduzierter Bildschirmhelligkeit, Office-Anwendungen und Surfen im Schnitt etwa 6-7 Stunden durchgehalten.

Bei aufwendigeren Aufgaben, wie Video-Streaming bei voller Helligkeit, ist bereits nach etwa 5 Stunden Schluss. Das erneute vollständige Aufladen hat mit dem mitgelieferten Netzteil circa 3 Stunden gedauert. Wobei das CHUWI SurBook Mini auch per USB-C Kabel + Powerbank oder Smartphone Netzteil aufgeladen werden kann. Dies dauert aufgrund der meist niedrigeren Spannung deutlich länger.

Das Display

Mit einer Bildschirmgröße von 10,8 Zoll geht die Auflösung von 1920 x 1280 Pixeln vollkommen in Ordnung, es ergibt sich eine Pixeldichte von 213 PPI.

CHUWI SurBook Mini Display

 

Die Helligkeit des laminierten Bildschirms, bei dem es keinen Abstand zwischen Glas und Touchscreen gibt, bewegt sich im soliden Mittelfeld. Bei maximaler Helligkeit ist auch ein Arbeiten im Freien kein Problem, Spiegeleffekte gibt es dabei trotzdem. Drinnen ist eine Helligkeit von 25-50% ausreichend, um mit dem Display ohne große Anstrengung arbeiten zu können.

CHUWI SurBook Mini Testbild

Wie schon beim CHUWI Hi10 Plus Test lag auch beim CHUWI SurBook Mini ein CHUWI HiPen 2 im Lieferumfang bei. Dieser war für das Hi10 Plus DualOS Tablet kaum zu gebrauchen. Mit dem CHUWI SurBook Mini funktioniert das ganze viel besser und vor allem präziser! Zwar nicht in dem Maße, wie es beispielsweise bei einem Grafiktablet der Fall wäre, jedoch ist der Stift zum Markieren von PDF Dateien, zum Schreiben kleiner Notizen oder als Navigationshilfe durchaus praktisch.

Verbaute Hardware – was steckt drin?

Wie schon im CHUWI HI13, CHUWI LapBook 12,3″, CHUWI LapBook Air oder auch CHUWI LapBook 14,1″  kommt auch im CHUWI SurBook Mini der Intel Celeron N3450 Quad-Core @ 1,1 GHz zum Einsatz. Der Prozessor wurde bereits Mitte 2016  vorgestellt und ist somit schon fast zwei Jahre alt.

CHUWI SurBook Mini Hardware

Dazu kommt eine Intel HD Graphics 500 On-Board GPU, 4 GB RAM und 64 GB SSD Speicher, welcher per Micro-SD Karte erweitert werden kann. Insgesamt reicht die verfügbare Hardware zum Surfen, Office-Anwendungen, App-Spiele beziehungsweise ältere Games oder auch FullHD streamen.

Obwohl man von außen betrachtet meinen könnte, dass das CHUWI SurBook ringsrum mit Lüftungsschlitzen versehen ist, sind diese eher Teil des Designkonzepts und haben keine weitere Funktion. Das CHUWI SurBook ist, wie alle Rechner die wir bislang von diesem Hersteller getestet haben, passiv gekühlt.

Sound des CHUWI SurBook Mini

Der Surface Klon verfügt über zwei Lautsprecher, dieses sind allerdings direkt nebeneinander auf der rechten Seite angebracht. Auf Stereo-Sound wird hier also verzichtet.

CHUWI SurBook Mini Lautsprecher
Die Lautsprecher: eher funktional gehalten

Um sich mal ein Video im Netz anzuschauen reichen die Lautsprecher aus, für alles andere würde ich jedoch auf Kopfhörer beziehungsweise auf einen externen Bluetooth Speaker zurück greifen.

Fazit

Kann das CHUWI SurBook mit einem Surface mithalten? Rein technisch gesehen ist das Surface ausgereifter und klar besser. Meiner Meinung nach kommt es bei der Beantwortung dieser Frage auch auf die Anforderungen des jeweiligen Nutzers an.

Wer eine leichte, mobile Laptop/Tablet Kombination zum

  • Surfen
  • Streamen
  • Arbeiten (Office-Anwendungen)
  • Spielen von Mini-Games

sucht, bekommt mit dem CHUWI SurBook Mini einen solide verarbeiteten Surface Klon, der das Original preislich um Längen schlägt.

CHUWI hat es mit der Crowdfunding Kampagne via Indigogo in jedem Fall geschafft die nötige Aufmerksamkeit auf das neue Produkt zu lenken, ob der chinesische Hersteller dabei tatsächlich auf die finanziellen Mittel angewiesen ist, wage ich zu bezweifeln. Zumindest hat der Hersteller TÜV- und CE-Zertifikate investiert, was die Einfuhr nach Deutschland deutlich erleichtert.

  • Verarbeitung/Design
  • Laden per Powerbank möglich
  • CE-Kennzeichnung
  • Speicher per Micro-SD erweiterbar
  • Preis/Leistung
  • Portabilität
  • Mono Lautsprecher
  • leichte Spiegeleffekte
  • Kein HDMI-Anschluss
  • keine aktuelle Hardware

Tim

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24 Kommentare

  1. Profilbild von EliDerGadgetFuchs
    EliDerGadgetFuchs

    Bin gespannt, bin totaler surface fan

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  2. Profilbild von okolyta

    Bin echt am überlegen. Kommt noch ein Performance Test?

  3. Profilbild von Quin

    @Thomas:
    Lies doch mal im CHUWI Forum, da beginnt man ganz schnell einen Eindruck von diesem Hersteller.
    Dürfte dir helfen eine Entscheidung zu treffen.

    Persönliche Meinung nie wieder Chuwi

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  4. Profilbild von okolyta

    Quin

    Danke, ja ich weiß das wurde bei dem großen ja schon kommuniziert 🙁 hatte da auch schon rein geschaut
    Habe aber auch zwei Umi Handys über die alle meckern und bin damit echt zufrieden 😁

    Was mich noch interessieren würde, hat die Kiste ein Glas oder Plastikdisplay?

  5. Profilbild von CHUWI Killernetzteile
    CHUWI Killernetzteile

    Es ist gefährlich an ein dummes 12V Netzteil einfach einen USB-C Stecker anzuklöten wie hier der Fall. Laut USB Spezifikation muss ein Netzteil immer erst 5V liefern und erst nach einer erfolgreichen Kommunikation zwischen Netzteil und Gerät wird die Spannung raufgeschaltet.
    Wer also mal versehentlich ein Handy mit USB-C an das CHUWI Netzteil anschließt braucht eventuell einen Feuerlöscher.
    CHUWI Geräte sind nett solange sie funktionieren. Vor dem Kauf sollte man sich aber mal im CHUWI Forum umsehen.

  6. Profilbild von Wolv

    Display würde mich auch interessieren, die billigen Teclast Tabletten haben ja nur Plastik und zerkratzen sofort… billiger geht’s echt nicht mehr.

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  7. Profilbild von Wolv

    Würde mich also nicht wundern, wenn Chuwi auf dem gleichen Trip ist…

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  8. Profilbild von Michael

    Das ist eine Frechheit etwas so zu klonen und dann auch noch ähnlich zu nennen. Alle die so etwas kaufen machen sich der Beihilfe Produktfälschung strafbar und werden hoffentlich bald dafür auch belangt.

  9. Profilbild von Lootgeier

    @Wolv: stimmt auch nicht. Mein Teclast Tbook 11 hat ein Glas Display

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  10. Profilbild von StylusFan

    Wie siehts denn aus mit einem Stift zum schreiben auf dem Bildschirm?
    Das wäre das killer Argument für ein solches Gerät bei dem Preis!

  11. Profilbild von Makrus

    Hallo liebes CG Team

    weiß man denn schon was wann der erste Test online gestellt wird?

    LG

  12. Profilbild von Alex

    Hey CG Leute. Super Beitrag wieder.
    Hab da mal ne Frage. Kann man Eclipse drauf installieren und mit Java programmieren?
    Bräuchte diese Anwendung für die Uni.

    • Profilbild von Gast

      Eclipse braucht nur Java und das läuft auf jedem Windows (und Linux). Von dem her kein Problem, allerdings würde ich dir bei Eclipse zu 8 GB RAM raten, auch wenn 4 GB prinzipiell ausreichend sind (solange du nicht auch noch Applikationsserver u. ä. starten musst).

  13. Profilbild von T1_

    Solange du Eclipse auf Windows 10 installieren kannst,kein Problem 🙂

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  14. Profilbild von Woofer

    ist 1,1 GHz nicht ein bisschen schwach? Da hat ja jedes aktuelle Smart Phone mehr Power unter der Haube

  15. Profilbild von ibanez1130

    Ich bin ja normal nicht kleinlich, aber ihr meintet, dass es KEIN nachträgliches Absacken mit dem Standfuß gibt, oder? Oder hat das Tablet da ein Problem?

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  16. Profilbild von 1234

    @Woofer: GHz ist nicht = GHz. Auf dir Architektur kommts an. Lg

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  17. Profilbild von EliDerGadgetFuchs
    EliDerGadgetFuchs

    @Michael: mit dem falschen Fuß aufgestanden?

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  18. Profilbild von okolyta

    Hab es mir jetzt doch einfach mal gegönnt, wobei ich schade finde, das der Perfomancetest usw noch nicht kam. Hätte euch ja auch euers abgekauft

    -Verarbeitung gefällt mir sehr gut
    -Touchscreen reagiert gut und ich merke keine Aussetzer
    -Deutsches Sprachpaket muss runter geladen werden

    Zu viel mehr kam ich noch nicht

    Einzig einen nervpunkt habe ich schon gefunden:

    Mit einem normalen Netzteil 5V/2,4A lädt da überhaupt gar nix.
    Das ist doof, weil ich eigentlich keine Lust habe immer noch ein Ladeteil mitzuschleppen.

    Ein Stift war bei mir nicht dabei

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