Meizu POP: true wireless Sport In-Ear Kopfhörer im Test für 57,32€

Der Meizu POP true wireless In-Ear hat, im Vergleich zu den Anker Soundcore Liberty Air oder den TicPods Free, kein AirPod-Design. Eine gewisse Ähnlichkeit zu einem anderen „Premium-Kopfhörer“, den Bang & Olufsen BeoPlay E8, können die Meizu POP In-Ears aber nicht abstreiten. Wie der kabellose Bluetooth In-Ear im Test abschneidet, erfahrt ihr hier. Meizu POP wireless In-Ear Kopfhörer

Technische Daten

Name Meizu POP
Treiber 2x 6 mm Ø Graphen Treiber
Frequenzbereich 60-20.000Hz
Impedanz 16 Ohm
Konnektivität Bluetooth 4.2
Akkukapazität 2 x 85 mAh; 700 mAh Ladebox
Gewicht 480 Gramm
Maße 5,5  x 5,5 x 3,5 cm
IP Schutzklasse IPX5
Empfindlichkeit 101 dB

Verpackung & Lieferumfang

Bei der Verpackung hat man sich vielleicht doch ein wenig Inspiration von Apple geholt 😀 . Genau wie die AirPods kommen auch die Meizu POP in einem kleinen, weißen Karton, auf dem die Hörer abgebildet sind. Den weiten Weg aus China bis zu meinem Schreibtisch hat der Karton ganz ohne Blessuren überstanden.

Meizu POP Lieferumfang

Nach dem Öffnen des Kartons springt einem sofort die Ladebox ins Auge, in der die In-Ears schlummern. Im Zubehör liegen außerdem zwei Paar Ohrhaken, drei Paar Ohrpolster, ein USB-C Ladekabel, sowie eine Bedienungsanleitung auf Chinesisch und Englisch bei. Ohrhaken sind bei true wireless In-Ear Kopfhörern tatsächlich die absolute Ausnahme.

Design

Wie eingangs erwähnt, musste ich bei den MEIZU POP Hörern direkt an die Bang & Olufsen BeoPlay E8 denken. Zumindest vom Design und der Größe her sind die Meizu POP diesem ähnlich. Schön, dass Meizu sich für ein Bud-Design und gegen ein „AirPod“ Design entschieden hat. Davon gibt es mittlerweile meiner Meinung nach mehr als genug auf dem Markt, zumal nun auch Xiaomi mit dem Mi Air Bluetooth Kopfhörer nachzieht.

Meizu Pop Ohrhörer

Die Ladebox der Meizu Pop hat wiederum wenig mit der Bang & Olufsen Beoplay E8 zu tun, sondern erinnert mich wieder mehr an die AirPods. Man merkt, dass Meizu mit den POP In-Ears nicht versucht einen bestimmten Kopfhörer oder eine bestimmte Marke zu imitieren. Vielmehr hat man sich genauestens über Konkurrenz-Modelle informiert und versucht das Beste aus allem was der Markt hergibt in eine eigene Interpretation zu formen, was meiner Meinung nach alles andere als verwerflich ist.

Meizu POP Ear-Bud

Mit den Maßen von 61,3 x 42,7 mm entspricht die Ladebox einer durchschnittlichen Größe. Inklusive Hörer wiegt sie 57,3 g und ist somit kompakt und leicht – perfekt für unterwegs! Ein Hörer der Meizu POP wiegt 5,8 g. Im Vergleich zu den Anker Soundcore Liberty Air sind das 0,3 g mehr, trotzdem würde ich das Gewicht als durchschnittlich bezeichnen.

Meizu POP Ladebox
Vier LEDs zeigen den Ladestand der Akkubox an

Die Dimensionen des Kopfhörers betragen an größten Punkten etwa 20 x 15 x 18,4 mm, somit sind sie definitiv größer als die Air by Crazybaby Nano, wirken aber auch nicht klobig und fallen im Ohr meiner Meinung nach weniger auf als jeder Apple-Design Klon. Dies ist aber wie immer reine Geschmacksache.

Verarbeitung

An der Verarbeitung und dem verwendetem Material des Kopfhörers gibt es nichts auszusetzen. Die Meizu POP bestehen aus einem leichten und robusten Kunststoff, welcher sich im Test als pflegeleicht entpuppt hat – sehr schön! Leider ist der Kopfhörer nur in Weiß erhältlich, zumindest eine Alternative in Schwarz hätte ich sehr begrüßt.

Sound der Meizu POP wireless In-Ear Kopfhörer

Im Inneren der Meizu Pop schlagen, wie auch in den Anker Soundcore Liberty Air, jeweils ein dynamischer Graphen Treiber mit einem Durchmesser von 6 mm. Im Test haben es mir die Meizu POP nicht leicht gemacht. Für mein Klang-Empfinden ist er kein Allrounder, sondern es kommt tatsächlich stark auf euren persönlichen Musikgeschmack an.

Allgemein lässt sich auf jeden Fall sagen, dass der Meizu POP, für einen dynamischen Single-Treiber, einen vergleichsweise klaren Hochton mitbringt. Ein Kunststück, dass viele qualitativ schlechte beziehungsweise günstige dynamische Treiber schlechter bewerkstelligen. Die Stärke dieser Lautsprecher-Art liegt grundsätzlich eher im Tiefton. Auch im Bereich des Mitteltons kann ich nichts beanstanden. Gegenüber dem Hochton ist er in einem ausgewogenen Verhältnis betont, so bilden Hoch- und Mittelton Frequenzen eine schöne Einheit, die mir sehr gut gefällt.

Im Bereich des Basses wird es etwas schwieriger. Zwar ist der Tiefton in einem soliden Maß vorhanden, jedoch ist er oberflächlich und hat nur wenig Tiefgang. So entsteht nur wenig Druck im Ohr und unterschwelliger Subbass fehlt im Prinzip völlig. Das hat zur Folge, dass sich der Meizu POP absolut nicht für meinen privaten Musikgeschmack eignet.

Für Musikrichtungen, wie EDM, RnB oder HipHop, dessen „Beats“ meist am Computer entstehen und eine satte Bassline ein enorm wichtiges Stilmittel ist, ist der Meizu POP nur bedingt geeignet. Zwar sind die Genres mit diesem Kopfhörer schön zu hören, jedoch wirkt der Sound auf mich zu unspektakulär und fast schon ein bisschen langweilig.

Anders ist es hingegen bei Musikrichtungen wie Pop, Jazz, Acoustic oder aufgezeichneten Konzerten. Hier reicht der Tiefton, den der Meizu POP bietet, vollkommen aus und es ist meiner Meinung nach sogar angenehm, dass der Bass weniger im Fokus steht. Konzerte klingen realistisch und der Kopfhörer legt einen schönen Fokus auf Instrumente und Stimmen.

Nach dem Sound-Test im Alltag scheint es, als hätte Meizu den Namen „POP“ nicht zufällig gewählt. Der Kopfhörer ist genau die richtige Lösung für Liebhaber „natürlicher“ Musik, die mit Instrumenten im Studio oder auf Konzerten aufgezeichnet wurde. Bass-Liebhabern, bei den es so richtig „rumsen“ muss, würde ich am ehesten immer noch den Mpow Judge oder alternativ den Anker Soundcore Liberty Air empfehlen.

So wie ich den Design-Vergleich zu den B&O E8 gezogen habe, kann ich bezüglich der klanglichen Unterschieden leider nichts sagen, da ich diesen Kopfhörer leider noch nicht in die Finger bekommen habe. Sobald sich das ändert, werde ich es an dieser Stelle natürlich ergänzen.

Optimaler Halt im Ohr dank Bud-Design

Im Test haben die Meizu POP den bislang sichersten Halt im Ohr, mir passen sie mit den mittleren Ohrpolstern perfekt. Auch ruckartige Kopfbewegungen ändern nichts an ihrer Position. Gegenüber Kopfhörern im AirPod-Design sehe ich hier den Vorteil, dass das Gewicht kompakt direkt im Ohr sitzt und so besser hält.

Meizu POP Tragekomfort

Eine positive Überraschung sind die mitgelieferten Ohrhaken, welche bei true wireless In-Ears die Ausnahme sind. Bei mir persönlich halten die Hörer aber auch ohne die Gummiüberzieher optimal. Ich bin mir aber sicher, dass sie für den ein oder anderen ein echter Segen sind. Dabei müssen die Ohrhaken zum Laden nicht einmal abgenommen werden, da es Aussparungen für die Ladekontakte gibt – sehr sehr nice!

Meizu POP Gummiüberzug

Bedienung mit Touchpads

Wie bei den Xiaomi AirDots befinden sich auf der Rückseite jeweils ein großes Touchpad, mit denen die Kopfhörer einige Befehle ausführen können.

linker Hörer rechter Hörer
Play/Pause 1x
vorheriger Titel 2x
nächster Titel 2x
Lauter gedrückt halten
Leiser gedrückt halten
Anruf annehmen/beenden 1x 1x
Rückruf 3 Sek. drücken 3 Sek. drücken
Sprachassistent 3x 3x

Im Test reagieren die verbauten Touch-Panel zuverlässig auf Berührungen. Schön, dass auch die Lautstärke per Hörer anpassbar ist. Das können, von den Kopfhörer die wir getestet haben, neben den Meizu POP, nur die TicPods Free.

Bluetooth Pairing und Reichweite

Der Kopfhörer ist mit Bluetooth 4.2 ausgestattet und liefert im Test eine solide Reichweite. Im Freien bleibt die Bluetooth Verbindung auf etwa 10 Meter stabil. In geschlossenen Räumen sind etwa 5-6 Meter ein realistischer Wert. Leider unterstützt der Meizu POP weder aptX, noch das AAC-Protokoll.

Nimmt man die Hörer aus der Ladeschale, verbinden sie sich zügig und automatisch mit dem zuletzt gekoppelten Gerät. Kann kein bekanntes Gerät gefunden werden, gehen sie automatisch in den Pairing-Modus über. Während des Videostreamings lässt sich leider eine minimale Latenz von deutlich unter einer Sekunde feststellen. Mich persönlich hat dies aber nicht gestört, da sie nicht allzu groß ausfällt.

Headset

Obwohl die Mikrofone nah am Ohr angebracht sind, konnten mich meine Gesprächspartner im Test gut verstehen. Allerdings wurde des Öfteren geäußert, dass sich meine Stimme blechernd anhört, was sich aber nicht auf die Verständlichkeit auswirkt. Positiv zu erwähnen ist außerdem, dass die Meizu POP als Stereo-Headset fungieren und nicht nur ein Hörer während der Telefonate aktiv ist. So ist es beispielsweise bei den Tronsmart Encore Spunky Buds.

Akkulaufzeit

In jedem Hörer der Meizu POP steckt ein 85 mAh starker Akku, dazu kommen 700 mAh in der Ladebox. Im Test hat der Kopfhörer-Akku, bei einer Lautstärke von 50%-70%, für etwa 2,5 – 3 Stunden durchgehalten. Vergleichsweise ist dies schon fast ein bisschen zu wenig, der Anker Soundcore Liberty Air schafft im vergleich bis zu 5 Stunden. Mit der Ladebox können die Meizu POP viermal erneut aufgeladen werden, bevor endgültig eine Steckdose hermuss. Ein vollständiger Ladevorgang in der Ladebox dauert etwa 1,5 Stunden.

Meizu POP Ladeanschluss
Die Kopfhörer können auch mit einem Qi-Ladegerät aufgeladen werden

Gut gefällt mir, dass die Ladebox mit einem aktuellen USB-C Port ausgestattet ist, allerdings befindet er sich auf der Unterseite – nicht optimal.

Fazit

Insgesamt gefallen mir die Meizu POP gut, aber sie sind definitiv nicht die richtige Wahl für jeden. Sollte euer Musikgeschmack in eine Richtung gehen, bei der tiefe und satte Bässe eine untergeordnete Rolle spielen, sind sie die Richtigen. Ihr legt Wert auf satte Bässe? Dann greift lieber zu den Anker Soundcore Liberty Air oder den Mpow Judge.

Die Bedienung der Kopfhörer umfasst auch die Möglichkeit den Kopfhörer lauter und leiser zu machen. Das ist bislang leider nicht die Regel, hier können sich einige Hersteller die Meizu Pop als Vorbild nehmen. Im Bereich von Design und Verarbeitung gibt es nichts zu beanstanden, jedoch wäre hätte ich mich über eine schwarze Variante gefreut.

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14 Kommentare

  1. Profilbild von tohegt

    Also das mit dem Ladeanschluss unter der Box ist doch etwas Hirn verbrannt, oder?

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  2. Profilbild von Hase

    Gibt es eine echte „Alternative“ zu den AirPods also auch was die Form dieser betrifft.
    Die bisher mir bekannten sind alle richtige In-Ears die man sich tief ins Ohr bohren muss im Vergleich zu den von Apple

  3. Profilbild von SNilsen

    Ihr hab das Feature vergessen was die TWS von der Konkurrenz abhebt, dass sie Wireless charging haben.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  4. Profilbild von okolyta

    @Hase: die TWS i10 sind schon nicht schlecht. Bin damit zufrieden

    @tohegt
    Dachte ich mir auch. Was bis auf die, Farbe an die Station der Airpods ähnelt, habe ich auch noch nicht raus gefunden.

    Aber ein fairer Bericht. Die Earwings machen viel aus und das sie nicht soweit raus stehen, gefällt mir auch.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  5. Profilbild von Gast

    Formfaktor, Bedienung und Soundprofil gefallen!
    Laufzeit ist ein Dämpfer, Farbe auch.

  6. Profilbild von Martin

    Wie unterscheidet man eigentlich "“gedrückt halten"“ und "“3 Sek. drücken"“ voneinander?

    Und die Sprachsteuerung? Was spricht die denn?

    • Profilbild von Tim

      Gedrückt halten = länger als 3 Sekunden berühren

      In der Praxis hat man schnell ein Gefühl dafür, wie lang man die Touchfläche berühren muss, um den gewünschten Befehl auszuführen 🙂

      Mit Sprachsteuerung ist der Sprachassistent deines Smartphones gemeint, also Google Assistant bei Android Smartphones und Siri bei Apple Smartphones. Du kannst diesen eben auf deinem Smartphone über den Kopfhörer aktivieren und benutzen.

  7. Profilbild von screamer

    Ist die Box 2D?

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  8. Profilbild von Simon Klein

    Hallo zusammen,

    Habe die Meizu Pop nun seit 2 Wochen in Gebrauch und war anfangs auch extrem enttäuscht vom Mangel an Bass. Mittlerweile bin ich ziemlich zufrieden mit ihnen, habe zum direkten Vergleich die Blitzwolf Fy4 herangezogen. Bassmäßig sind die Bwfy4 unschlagbar, allerdings leider anscheinend an der übermäßigen Basspräsenz der Rest der Audioqualität.

    Worauf ich aber eigentlich hinaus wollte: der Bass der Meizu Pop ist zu Beginn tatsächlich nicht vorhanden, habe sie ein paar Mal mit einem Equilizer auf voll aufgedrehtem Bass laufen lassen in voller Lautstärke, quasi zum "“einspielen"“.( Ich weiß, dass "“einspielen"“ auch unter audiophielen Menschen umstritten ist)

    Fazit ist, dass ich nun sehr zufrieden bin, auch wenn der Bass noch immer nicht der beste ist den ich in Kopfhörern je hatte, aber entweder haben sich meine Ohren an den Klang gewöhnt, oder die Hassfrequenzen kommen nach dem einspielen besser durch

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  9. Profilbild von Simon Klein

    @Simon Klein: BBBBBB wie bass

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.

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