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OPPO Find N: Dieses Foldable klappt besser als Samsung! | Videoreview

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Wer das OPPO Find N auch mal in Action sehen möchte, kann sich nun unsere Videoreview zum bisher wohl besten Falt-Smartphoen auf unserem YouTube-Kanal anschauen! Könntet ihr euch vorstellen das Foldable im Alltag zu nutzen?

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Während Samsung sich mit dem Galaxy Z Fold3 schon in der dritten und bisher besten Generation der faltbaren Smartphones befindet, hat OPPO mit dem Find N ihr erstes Foldable auf dem (chinesischen) Markt. Das OPPO Find N scheint dabei gut gebügelt worden zu sein, denn es kommt es fast ganz ohne unansehnliche Falte aus. Laut Oppos Slogan soll es Foldables von einer „Neuheit zur Notwendigkeit“ machen. Ob das gelungen ist, erfahrt ihr im Kurztest.

Oppo Find N Smartphone

Technische Daten des Oppo Find N

DisplayAußen: 5,49″ AMOLED, FullHD (1972 x 988 Pixel), 60 Hz, 240 Hz Touch-Abtastrate, 402 PPI, 1.000 nits, Gorilla Glass Victus
Innen: 7,1″ AMOLED, 1792 x 1920 Pixel, 1-120 Hz, 180 Hz Touch-Abtastrate, 370 PPI, 1.000 nits, Schott UTG
Prozessor (CPU)Qualcomm Snapdragon 888 @ 2,84 GHz
Grafikchip (GPU)Qualcomm Adreno 660 @ 840 MHz
RAM (Arbeitsspeicher)8/12 GB LPDDR5
Interner Speicher256/512 GB UFS 3.1 (nicht erweiterbar)
Kamera50 MP f/1.8, 4-in-1 Pixel-Binning, OIS, IMX766
16 MP Ultraweit, ƒ/2.2 Blende, 123°, IMX481
13 MP Tele mit 2x Zoom, f/2.4 Blende, S5K3M5
Frontkamera32 MP, f/2.4 Blende, IMX615, innen & außen
Akku4.500 mAh mit 33W SuperVOOC, 15W kabellos
KonnektivitätDual SIM, LTE Band 20, WLAN 6, BT 5.2, Dual GPS/Galileo/BDS/QZSS, GLONASS, USB-C
FeaturesFaltbar, NFC, Fingerabdrucksensor seitlich im Power-Button, Face Unlock, aptX HD, Stereo Speaker
BetriebssystemAndroid 11 Q mit ColorOS 12 Oberfläche
Maße / GewichtGefaltet: 132,6 x 73 x 15,9 mm
Entfaltet: 132,6 x 146 x 7,95 mm
Gewicht: 275 g

Ein Kompakt-Foldable

Fast könnte man denken, das Find N wurde nicht Dezember 2021, sondern irgendwann 2018 vorgestellt. Man orientiert sich zwar an dem Design des Galaxy Fold3, das Außendisplay misst dabei aber nur 5,49″ in der Bildschirmdiagonale, womit es so groß wie ein iPhone 8 Plus oder OnePlus 5 ist. Dazu kommt das klassische 18:9 Seitenverhältnis und die Maße von 132,6 x 73 x 15,9 mm (gefaltet), wodurch es grundsätzlich interessant für all diejenigen ist, die sich ein kompakteres Handy wünschen. Das weiß auch OPPO und bewirbt die einfache Handhabung mit einer Hand.

Oppo Find N Groesse

Generell kann ich der Werbung hier auch zustimmen, denn das Find N lässt sich deutlich besser mit einer Hand bedienen als fast jedes andere aktuelle Smartphone. Ich komme mit meinen durchschnittlich großen Händen recht problemlos an den oberen Bildschirmrand, um Benachrichtigungen zu lesen oder Einstellungen zu ändern. Dabei sollte man jedoch bedenken, dass das Foldable mit 275 g keinesfalls leicht ist und mit 15,9 mm auch recht dick. Zum Vergleich: Das Flagship Oppo Find X3 Pro ist 8,26 mm dick und 193 g schwer.

Oppo Find N Fingerabdrucksensor Lautstaerkewippe
Der gute Fingerabdrucksensor sitzt rechts im Rahmen & doubelt als Power-Button.

Glücklicherweise liegt es aber nicht nur am Gewicht, dass sich das Find N sehr hochwertig anfühlt. Der Mix aus glänzendem Metallrahmen, mattiertem Glas auf der Rückseite und dem daran angepassten Scharnier sieht nicht nur gut aus, sondern fühlt sich auch klasse an. Gerade die Rückseite fühlt sich einfach „smooth“ an und gibt noch etwas Halt, den ich bei einem 1.400€ Smartphone sehr gerne hab. Eine Hülle liegt im Lieferumfang nämlich leider nicht bei, nur eine Schutzfolie ist auf dem äußeren Display vormontiert. Das offizielle Case kostet übrigens ca. 42€.

Oppo Find N Scharnier

Das Design der Rückseite erinnert mich am stärksten an das Reno6. Rund um die Kamera wird die Glasrückseite allerdings leicht „angehoben“, was ein wenig das Find X3 Pro in Erinnerung ruft. Das Kameramodul besteht dabei sogar aus Keramik. Farblich hat man die Wahl zwischen unserem matten Schwarz, einem Keramik-Weiß und einem Violett, welches in mehreren Farbtönen schimmert.

Oppo Find N Design Farben 1

Oppo Find N kaufen

Ein Foldable ohne Falte

In Sachen Haltbarkeit setzt man auf Vorder- und Rückseite auf Gorilla Glass Victus. Das innere „Serene Display“ besteht dann aus 12 Schichten, von denen eine 0,03 mm „ultradünnes Glas“ von Schott ist. Die oberste Schicht ist jedoch nur Kunststoff und dementsprechend sehr Kratzer-anfällig. Selbst mit dem Fingernagel kann man hier Dellen und Kratzer hinterlassen, wenn man nicht vorsichtig ist. Das ist aber bisher bei allen Foldables der Fall.

Oppo Find N gefaltet

Was die Konkurrenz in Form des Galaxy Z Fold 3 allerdings schon besser macht ist der offizielle Schutz vor Wasser. Samsung bietet bei seinem aktuellen Foldable ein IPX8 Rating: Schutz bei dauerhaftem Untertauchen bei 1,5 m Wassertiefe für 30 Minuten. Oppo verzichtet beim Find N auf eine offizielle Zertifizierung, stattet es aber mit vielen Gummidichtungen aus, die zumindest Regen und den gelegentlichen Wasserspritzer abhalten sollten.

Oppo Find N geschlossen

Wo man Samsung aber schon hinter sich lassen konnte, ist bei der Sichtbarkeit der Knick-Falte. Diese ist beim Find N nämlich kaum sicht- oder spürbar und soll selbst nach 200.000-mal Falten kleiner als 0,15 mm sein. Das wurde so vom TÜV Rheinland getestet und laut diesem soll auch das Scharnier selber mindestens 360.000 Öffnungen und Schließungen ohne Probleme aushalten. Bei 100 Öffnungen pro Tag wären das ca. 9,9 Jahre!

Oppo Find N Falte innen
Diese Wölbungen sehen hier deutlicher & dramatischer aus, als sie in echt sind.

Dass die Falte gering ausfällt, liegt an der Art, wie das Display beim Zusammenklappen gefaltet wird. Der Faltradius ist bei Oppo nämlich deutlich größer und erinnert ein wenig an einen Wassertropfen.

Oppo Find N Flexion Hinge Scharnier

Trotzdem kann man das Foldable komplett schließen und die beiden Hälften des inneren Displays liegen fast komplett aufeinander, anders als beim Z Fold3. So ist es für Dreck, Sand und sonstige Gegenstände wesentlich schwieriger zwischen die zwei Hälften des inneren Displays zu gelangen und dies zu zerkratzen. Das war und ist einer der größten Kritikpunkte an der Z Fold-Reihe und auch am Mi Mix Fold. Das Scharnier selber fühlt sich gleichzeitig sanft und fest an und macht einen wirklich stabilen Eindruck. Es kann das Find N auch in allen möglichen Positionen zwischen 50 und 120 Grad halten. So ist ein „Laptop-Modus“ mit verschiedenen Winkeln möglich oder man nutzt das Smartphone als Tripod für Fotos und Videos.

Oppo Find N Tripod Modus

Insgesamt gefällt mir die Verarbeitungsqualität des Smartphones an sich als auch die des Scharniers sehr gut. Oppo hat hier wirklich gute Arbeit geleistet und zeigt, dass nicht nur Samsung gute Foldables bauen kann.

Zwei gut nutzbare Displays

Wie bereits erwähnt hat man außen ein 5,49 Zoll kleines FullHD AMOLED Display mit einem 18:9 Seitenverhältnis. Hier erinnert leider nicht nur die Größe an früher, sondern auch die Bildwiederholrate. Diese liegt nämlich nur bei 60 Hz, zumindest 90 Hz wären bei einem so teuren und sonst futuristischem Gerät angemessen. Immerhin wird es mit 1.000 nits schön hell und die Touch-Abtastrate ist mit 240 Hz auch ziemlich hoch.

Oppo Find N Display aussen

Aufgrund der Größe und des Seitenverhältnisses (eher breit statt hoch) ist das äußere Display gut als „normales“ Smartphonedisplay nutzbar, was man von dem äußeren Display des Fold 3 oder Mi Mix Fold nicht zu diesem Grad sagen kann. Beim Antworten auf Nachrichten ist die Tastatur nicht gequetscht und alle Apps verhalten sich normal und sind in einem normalen Seitenverhältnis. Somit sah zumindest ich mich seltener dazu gezwungen das Find N aufklappen zu müssen. Für WhatsApp, Instagram, Bahnverspätungen checken und andere alltägliche Dinge reicht der „kleine“ Bildschirm allemal.

Oppo Find N handlich

Klappt man das Handy dann aber doch mal auf, um sich ein CG-YouTube-Video anzugucken oder zu zocken, wird man von einem 7,1 Zoll großen AMOLED begrüßt. Durch die schiere Größe macht Medienkonsum (Videos, Fotos, Lesen) und auch das Spielen hier deutlich mehr Spaß. Durch das fast quadratische Seitenverhältnis (1:1,07) hat man bei Filmen, Serien und Videos im 16:19 oder 18:19 Format leider recht große schwarze Balken.

Oppo Find N Videos

Gerade beim Zocken bietet das innere Display den zusätzlichen Vorteil der Bildwiederholrate, welche dynamisch zwischen 1 und 120 Hz angepasst werden kann (LTPO-Technik). Hinzu kommt, dass der Touchscreen eine Abtastrate von bis zu 1.000 Hz unterstützt. Ob diese extrem hohe Zahl stimmt, kann ich nicht sicher sagen. Eingaben werden aber quasi sofort umgesetzt, egal ob in Spielen oder in der normalen Bedienung.

Oppo Find N Gaming Asphalt e1643570230427

Praktisch ist das große Display auch für Multitasking. Dafür kann man mit einer einfachen Geste einen vertikalen Splitscreen-Modus aktivieren. Gerade zum Kopieren von Texten oder Notizen machen während eines Zoom-Calls ist das sinnvoll. Die Tastatur kann dann über beiden Fenstern „schweben“. Öffnet man nur eine App, kann man in den Einstellungen übrigens für jede App einzeln festlegen ob sie im 4:3 oder 16:9 Format oder im Vollbild gestartet werden soll.

Oppo Find N Splitscreen

Oppo Find N kaufen

Für mich hat Oppo mit der Wahl der Displays einen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Weg von Samsungs und Xiaomis schmalen langen Displays und hin zu einem breiteren und kürzeren Außen-Bildschirm. Das innere Display ist mit seinem Format gut für Produktivität und Multitasking geeignet, und auch Videos machen Spaß, solange man über die Ränder hinwegsehen kann.

Gute Performance mit „altem“ Chip

Anstatt dem OPPO Find N den neuen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1 zu verpassen, setzt man auf den 2021-Flagship-Prozessor, den Snapdragon 888. Auch wenn er vom letzten Jahr ist, hat der Octa-Core mehr als genug Power. Das Foldable ist flott unterwegs und der Wechsel zwischen den zwei Displays klappt ohne Verzögerung. Dazu gibt es schnellen Speicher: 8 oder 12 GB LPDDR5 RAM und 256 oder 512 GB UFS 3.1 Speicher.

Oppo Find N Benchmarks

Dass alles an dem Find N schnell ist, zeigt sich in den Benchmarks wie im Alltag. Apps öffnen schnell, Multitasking läuft und auch PUBG läuft auf den hohen Einstellungen flüssig. Performanceeinbrüche, lange Wartezeiten oder Stotterer konnte ich während des Tests nicht feststellen.

Chinesische Software: ColorOS 12

Auf dem Find N läuft Oppos Color OS 12 basierend auf Android 11 mit einem Sicherheitspatch von Januar 2022. Dass es sich bei dem Gerät um eine China-Version handelt, merkt man sofort. Erstens gibt es neben Chinesisch zwar noch Englisch und 18 weitere Systemsprachen zur Auswahl, Deutsch ist jedoch nicht dabei. Dann gibt es einen Haufen Bloatware: 33 Oppo-Apps und 13 Apps von Drittherstellern sind vorinstalliert. Immerhin lassen sich alle Dritthersteller-Apps und viele der Oppo-Apps komplett deinstallieren.

Oppo Find N Bloatware

Hat man das gemacht und die aggressive Akku-Optimierung angepasst, lässt sich das Find N gut benutzen. Nachdem ich meinen Google-Account in den Einstellungen hinzugefügt habe und den Play Store von APKMirror geladen hatte, rückte die chinesische Software immer mehr in den Hintergrund. Klar muss man immer die Benachrichtigungen für jede App manuell aktivieren und ab und zu sieht man noch chinesische Schriftzeichen, aber die meiste Zeit kann ich das Find N normal nutzen. Widevine Level 1 ist vorhanden und auch der Safety Net Test wird bestanden. Somit kann man auch Apps wie Netflix oder Google Pay direkt aus dem Play Store laden.

Oppo Find N Akku Play Protect Widevine SafetyNet

Wie bei Oppo und ColorOS üblich kann man sehr viel personalisieren und auch Gesten gibt es wieder zu Genüge. Dass manche Apps auf dem großen Bildschirm quasi auf der Seite liegend starten, kann man durch die App Rotation einfach beheben. Auch die Sprachbarriere kann man mit MoreLocale 2 und einem adb-Befehl verkleinern. Einmal aktiviert stellen sich alle heruntergeladenen Apps automatisch auf die von euch voreingestellte Sprache, also vermutlich Deutsch. Hier findet ihr eine Anleitung.

Oppo Find N Personalisierung Gesten Display Rotation MoreLocale

Fast eine Flagship Kamera

Die Triple-Kamera besteht aus einer 50 MP Hauptkamera, basierend auf dem Sony IMX766 Sensor, der auch im OPPO Find X3 Pro als Haupt- und im OnePlus 9 Pro als Ultraweitwinkelkamera sitzt, einer 16 MP 123° Ultraweitwinkelkamera und einer 13 Megapixel 2x-Telekamera. Dazu kommen jeweils noch eine 32 MP Selfie-Kamera auf dem inneren und äußeren Display. Man bekommt hier, bis auf eine Ausnahme, die exakt gleichen Kameras wie das Oppo Find X3 Pro. Die Ausnahme bezieht sich auch die UWW-Kamera, welche vom Find X3 Neo übernommen wurde.

Oppo Find N Kamera

Wie schon erwähnt kann man das OPPO Find N dank des Scharniers quasi selbst als Stativ benutzen, was gerade für Timelapse-Aufnahmen, Nachtaufnahmen oder Gruppenfotos praktisch sein kann. Außerdem kann man über das äußere Display auch dem Gegenüber eine Vorschau des Fotos geben oder bessere Selfies mit den drei Hauptkameras machen.

Die Fotos der Hauptkamera wissen sehr zu überzeugen. Viele Details, scharf, meist sehr akkurate Farben, ein guter Dynamikumfang und Kontrast zeichnen die Fotos aus. Ab und zu sind sie etwas zu warm, das ist aber selten der Fall und der Weißabgleich kann durch kleine Fokusänderungen wieder korrigiert werden. Fotos werden dank 4×4 Pixelbinnig im Standardmodus mit 12,5 MP geschossen.

Oppo Find N Hauptkamera Buero Oppo Find N Hauptkamera Park Oppo Find N Hauptkamera CG Regal Oppo Find N Hauptkamera Dach Oppo Find N Hauptkamera Kran

Die Ultraweitwinkelkamera mit einem 123 Grad Aufnahmewinkel ist im direkten Vergleich natürlich schwächer, aber immer noch gut. Insgesamt bekommt man, für eine Ultraweitwinkelkamera, genug Details und auch Dynamik und Kontrast stimmen. In den Ecken sieht man die Verzerrung stellenweise etwas zu deutlich und die Farben sind oftmals ein wenig kräftiger als in echt. Bei genug Licht bin ich mit den Ergebnissen aber insgesamt zufrieden.

Oppo Find N Ultraweitwinkelkamera Park Oppo Find N Ultraweitwinkelkamera Buero Oppo Find N Ultraweitwinkelkamera Dach Oppo Find N Ultraweitwinkelkamera CG Regal

Die Telekamera mit zweifachem optischen Zoom bietet sehr detailreiche Fotos. Dafür benötigt sie allerdings genug Licht, bei zu wenig macht sich schnell ein leichtes Bildrauschen breit. Auch in Sachen Dynamikumfang kann die Zoom-Kamera nicht ganz mit der Hauptkamera mithalten, das ist aber zu erwarten.

Oppo Find N Telekamera Dach Oppo Find N Telekamera CG Regal Oppo Find N Telekamera Park Oppo Find N Telekamera Buero

Nachtmodus

Den Nachtmodus gibt es für alle drei Kameras auf der Rückseite und sogar für die beiden Frontkameras. Die Hauptkamera braucht diesen wie immer am wenigsten, denn schon die normalen Nachtaufnahmen fangen viele Details ein, sind scharf und haben eine gute Belichtung. Schaltet man dann noch den Nachtmodus dazu wird das Bild insgesamt noch heller, es kommen noch mehr Details dazu, gut beleuchtete Segmente werden schärfer und der Dynamikumfang nimmt zu. Wenn man die zwei bis drei Sekunden für den Nachtmodus hat, ist der Einsatz also auch bei der Hauptkamera sinnvoll – zumindest wenn es wirklich Nacht ist.

Oppo Find N normal vs NachtmodusOppo Find N Dach Sonneruntergang

Bei den anderen Kameras ist der Nachtmodus wiederum Pflicht, auch schon in der Dämmerung. Ohne Nachtmodus sind die Aufnahmen mit der Ultraweitwinkelkamera bereits bei schwachem Licht recht unscharf und bieten wenig Details, dafür aber viel Bildrauschen. Der Nachtmodus verbessert die Aufnahme in allen Belangen und macht die Fotos nutzbar.

Oppo Find N normal vs Nachtmodus Ultraweit Oppo Find N Dach Sonneruntergang Ultraweit

Gleiches gilt auch für Aufnahmen mit zweifachem Zoom. Allerdings nutzt die Kamera für gezoomte Nachtaufnahmen meistens nicht die Telekamera, sondern einen zweifachen digitalen Zoom der Hauptkamera. Das macht sich vor allem in der Schärfe bemerkbar. Wenn es sich vermeiden lässt, würde ich nachts von Zoom-Fotos absehen.

Oppo Find N normal vs Nachtmodus Zoom

Selfies sind leider nicht so scharf, wie man es bei einer 32 MP Kamera vielleicht erwartet. Dafür stimmen Farben und Kontrast, gerade Hauttöne werden gut getroffen. Auch der Dynamikumfang ist überraschend gut. Der Portrait-Modus hat stellenweise Probleme mit zu viel Gegenlicht und abstehenden Haaren, solche Fehler sind aber zum Glück die Seltenheit.

Oppo Find N Selfies

Alternativ kann man Selfies auch mit allen drei Kameras auf der Rückseite machen und den äußeren Bildschirm als Sucher nutzen. Diese sind dann in allen Kategorien besser, die Aufnahme mit dem ausgeklappten und umgedrehten Foldable ist aber natürlich etwas komplizierter.

Oppo Find N Selfies Hauptkamera

Sogar mit kabellosem Laden

Der Akku fällt mit 4.500 mAh für ein Falt-Handy relativ normal aus, im Fold3 stecken sogar noch 100 mAh weniger. Unseren üblichen PCMark 3.0 Battery Test habe ich auf dem großen Display laufen lassen und das Find N hielt gute 10 Stunden und 42 Minuten durch, bis der Akku von 95% auf 20% gefallen war. Das ist vergleichbar mit den Ergebnissen eines OnePlus 9 Pro und sogar eine Stunde länger als das neue Xiaomi 12. In der Praxis hat das Find N selbst die härtesten Testtage mit Zocken, Fotografieren, Navigation und generellem Testen und Rumspielen noch mit 15% Akku beendet. An „schwächeren“ Tagen waren es auch gerne mal 25%-30%, vor allem, wenn man nicht die ganze Zeit das große Display genutzt hat. Ein voller und langer Tag ist mit dem Oppo Find N also immer drin.

Oppo Find N Akku Benchmark Laden

Laden kann man das Foldable mit 33W SuperVOOC per Kabel und sogar mit 15W AIRVOOC kabellos. Dabei wird auch 10W kabelloses Reverse Charging unterstützt. Der 33 Watt Ladeadapter ist natürlich in der Box und macht einen soliden Job. Oppo verspricht hier 55% nach einer halben Stunde und eine volle Ladung in 70 Minuten. In unserem Test war das Find N nach 30 Minuten bei 54% und nach 71 Minuten waren die 100% erreicht. Hier kann man Samsung mit seinen 25 Watt also klar hinter sich lassen. Zum Mi Mix Fold und seinen 67 Watt muss man aber noch aufschließen.

Konnektivität

Tatsächlich unterstützt das Oppo Find N alle in Deutschland relevanten LTE und 5G Bänder. Auch Dual SIM wird unterstützt, jedoch keine Speichererweiterung. In Sachen Bluetooth ist man mit Bluetooth 5.2 und Unterstützung für aptX HD und LDAC genauso gut ausgestattet wie beim WLAN mit WiFi 6 (ax). Auch NFC ist vorhanden und Google Pay lässt sich einfach über den Play Store installieren und nutzen.

Oppo Find N Hosentasche

Für die Navigation stehen einem Dual GPS/Galileo/BDS/QZSS und GLONASS zur Verfügung. Die Stereo-Lautsprecher sitzen jeweils am unteren Rand jeweils links und rechts außen und geben auch dank der physischen Entfernung voneinander ein gutes Stereo-Klangbild aus.

Ein starkes erstes Foldable

  • Sehr gute Verarbeitung & gutes Scharnier
  • Schließt ohne Lücke & hat keine Knickfalte
  • Schickes & kompaktes Design
  • äußeres Display komplett nutzbar
  • gute Performance
  • ColorOS inkl. Google nach dem Aufräumen gut nutzbar
  • Kamera-System auf sehr hohem Niveau
  • gute Akkulaufzeit & passable Ladezeit
  • äußeres Display nur mit 60Hz
  • kein offizielles IPX8 Rating (Wasserschutz)
  • Deutsch nicht als Systemsprache möglich
  • nur per Import verfügbar (kein lokaler Support)

In China kostet das Oppo Find N gerade einmal 7699 Yuan, was ca. 1.070€ entspricht. Mit diesem Preis würde man das Samsung Galaxy Z Fold 3 (~1.550€) noch deutlicher unterbieten. Leider ist das Find N nur in China erhältlich und der Importpreis fällt mit ca. 1.370€ deutlich höher aus, liegt aber immer noch unter Samsungs. Daher werden sich wohl nur sehr wenige für einen Import entscheiden, was schade ist. Denn mit dem Find N hat Oppo mal eben zwei der größten Kritikpunkte an Foldables beseitigt: das bündige Schließen zum Schutz vor Dreck und das Entfernen der Knickfalte.

Oppo Find N kaufen

Auch sonst gibt es beim Find N keinen wirklich Dealbreaker oder etwas, was viel schlechter als bei der Konkurrenz wäre. Samsung hat noch den SPen-Support, 120Hz beim äußeren Display und das offizielle IPX8-Rating, was Oppo mit einem möglichen Nachfolger aber alles noch ergänzen könnte. Sollte also ein Find N 2 kommen (was ich hoffe), kann sich Samsung definitiv warm anziehen.

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Alex

Begeistert von den stets innovativen Smartphones aus Fernost. Neben Smartphones teste ich auch Smartwatches & Fitnesstracker und bin oft für unseren YouTube-Kanal vor der Kamera.

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Kommentare (34)

  • Profilbild von Tab
    # 15.12.21 um 15:17

    Tab

    Das ist das erste Mal, dass ich wirklich drüber nachdenke, mir so ein Teil zu kaufen. Macht nen guten Eindruck. Wenn es nur nicht so teuer wäre 😩

    • Profilbild von Nikos11
      # 15.12.21 um 15:18

      Nikos11

      Easy Hypothek aufnehmen für ein Handy

      • Profilbild von jaggo
        # 03.02.22 um 17:59

        jaggo

        Ob für Urlaub, oder handy…..wayne

      • Profilbild von Gast
        # 05.02.22 um 16:38

        Anonymous

        @Nikos11: Easy Hypothek aufnehmen für ein Handy

        Als ob das jetzt großartig teurer wäre als die sonstigen Flagships wie S22 Ultra und co. (was natürlich nichts an der Lächerlichkeit der Preise ändert, aber halt nicht nur bei Foldables so ist…).

  • Profilbild von Gast on
    # 15.12.21 um 15:17

    Gast on

    Da kauf ich mir lieber ein gebrauchtes Fold 2 für 600 Euro. Die haben mehr Erfahrung, wenns was hat gibt's Herstellersupport bei mir in der Stadt, eine riesige Forencomunity, und weiterverkaufen kann man es auch besser.

  • Profilbild von MRXY60
    # 15.12.21 um 16:44

    MRXY60

    Bin in meinem Leben fünf Autos gefahren, die Billiger waren als das neue Fold von Samsung. und alle haben länger gehalten als es das Fold je tun wird…..

    • Profilbild von Gast on
      # 15.12.21 um 17:18

      Gast on

      Aber die könntest du nur einmal zusammenklappen

    • Profilbild von Gast
      # 16.12.21 um 08:32

      Anonymous

      @MRXY60: Bin in meinem Leben fünf Autos gefahren, die Billiger waren als das neue Fold von Samsung. und alle haben länger gehalten als es das Fold je tun wird…..

      Dann ruf halt damit Mutti an, um ihr das zu erzählen.
      Mein Schlüpfer ist auch billiger gewesen und wird länger halten – now what?

  • Profilbild von Gast
    # 15.12.21 um 20:16

    Anonymous

    Wegen der Software und Updates würde ich auch lieber zum Fold3 greifen.

  • Profilbild von Gast
    # 16.12.21 um 08:34

    Anonymous

    102° max? Das Teil lässt sich also NICHT flach öffnen, sondern immer nur wie ein V-förmig geöffnetes Buch?
    Das hält sich doch total unmöglich, lässt sich so nicht mal auf den Tisch legen etc.
    Geben sie geschickt fotografierten Bilder so natürlich nicht preis – das wird ein unangenehmes Erwachen der ersten Besitzer…

    • Profilbild von DSLR
      # 16.12.21 um 08:54

      DSLR

      Natürlich lässt es sich voll aufklappen. Die 50-120° beziehen sich auf den Bereich in dem das Gerät wie ein Notebook verwendet werden kann. Darüber oder darunter klappt das Scharnier komplett auf oder zu.

    • Profilbild von Gast
      # 03.02.22 um 18:38

      Anonymous

      Normalerweise reicht auch ein 90 Grad Winkel. Du musst es dir nur sehr nahe vor die Augen halten. Obere Kante an die Stirn, untere zwischen Oberlippe und Nase.

  • Profilbild von Gast
    # 02.02.22 um 19:18

    Anonymous

    "denn es kommt es fast ganz ohne unansehnliche Falte aus" das stimmt ja überhaupt nicht. Wie nennt ihr denn den Punkt in der Mitte wo das Gerät zusammen gefaltet wird sonst ??? Das fold bleibt für mich einfach unangefochten das bessere Gerät

    • Profilbild von Alex
      # 03.02.22 um 11:14

      Alex CG-Team

      Ja man faltet es natürlich weiterhin, sonst wäre es ja kein Foldable. Was beim lesen des Tests aber klar werden sollte, ist, dass wir die Knickfalte meinen, die beim Samsung auch im ausgeklappten Zustand deutlich sicht- und spürbarer ist als beim Oppo.

  • Profilbild von sakadragon
    # 03.02.22 um 02:06

    sakadragon

    275 gr 🤔 das zieht einen ja die Hose aus. Wenn man es denn überhaupt in die Hosentasche bekommt 🤣🤦

    • Profilbild von Alex
      # 03.02.22 um 11:16

      Alex CG-Team

      Ja, schwerer und dicker als fast alles normalen Smartphones ist es, das will ich garnicht bestreiten.
      Bei meinen Jeans passte es in die vordere Tasche allerdings gut rein. Bei enger anliegenden Hosen bzw Taschen könnte man da aber natürlich an Grenzen stoßen.
      LG Alex

  • Profilbild von Naich
    # 03.02.22 um 03:01

    Naich

    Na da haben doch die wenigen die ein Minidisplay wollen ihr Gerät. Unter 5,5". Aufklappen brauchen sie es ja nicht und können sich dann mit dem Minidisplay abgeben 👍🏻 schlau von Oppo

  • Profilbild von matze
    # 03.02.22 um 09:06

    matze

    Bin mal gespannt, ob da noch eine Variante in der Mache ist, die das für mich viel interessanter Samsung Galaxy Flip Format hat!

  • Profilbild von Guenaldo
    # 03.02.22 um 16:32

    Guenaldo

    Alles sehr spannend und auch mit englischer Sprache seeeehr interessant. Leider fehlt mir aber der Hinweis, dass dieses Gerät für Träger medizinischer Geräte wie z.B. Herzschrittmacher aufgrund seiner Scharniermagnete LEBENSGEFÄHRLICH sein kann. Diesen Hinweis findet man bei Samsung in der hintersten Ecke der Internetseite und solche Teile wird Oppo auch verbauen (müssen). Für viel Geld den Notarztbesuch kaufen macht wohl keinen Sinn oder? Eine bessere Information der Kunden über diese Problematik würde Sinn machen und da seid ihr mit im Boot…..

  • Profilbild von Alex
    # 03.02.22 um 17:30

    Alex CG-Team

    Puh, dazu finde ich leider absolut garnichts auf der durch den Google Übersetzer übersetzten chinesischen Seite des Oppo Find N: https://www.oppo.com/cn/smartphones/series-find-n/find-n/
    Würde das dann nicht auch für jede Smartwatch mit magnetischem Ladeadapter gelten?

  • Profilbild von Reinhard Schäfer
    # 04.02.22 um 00:30

    Reinhard Schäfer

    Warum hört man nichts mehr von Oppos Roll-Out-Smartphone? Das war doch eine interessante Vorstellung vor mehr als einem Jahr und für mich ein Schritt in die richtige Richtung. Keine Knicke, flexibles Display statt Innen- und Außendisplays. Auch optisch ein Hingucker und nicht so ein fettes Teil wie die aktuellen Klapp-Geräte.

  • Profilbild von Gast im September
    # 05.02.22 um 18:21

    Gast im September

    Hammer Ding.

  • Profilbild von nTc
    # 05.02.22 um 20:21

    nTc

    Das ganze errinert mich an eine zu dick geschnittene Stulle Brot die mit viel zu wenig Salami belegt ist.

  • Profilbild von cooljul
    # 06.02.22 um 16:53

    cooljul

    Wow ein wirklich schickes und vor allem fortschrittliches Gerät! Foldables finde ich persönlich interessant gerade eben weil etwas neuer Schwung in die Smartphoneentwicklung kommt. Beim Samsung Fold 3 hat mich die doch deutlich sichtbare Knickfalte in der Mitte schon sehr getriggert – das hat man hier schlau umgangen. Da ich beruflich auf ein Smartphone angewiesen bin, welches ich gut mittels Schutzfolie und Case schützen kann, kommr für mich aktuell noch kein Foldable in Frage. Ein Gedanke ist mir noch hinsichtlich dieser neuen Bauweise in den Sinn gekommen – was macht eigentlich Xiaomi in diesem Bereich? Wird da vielleicht noch etwas in Zukunft kommen?

  • Profilbild von nhelmund
    # 25.02.22 um 19:19

    nhelmund

    Hi Hallo
    aufgrund der ungünstigen inneren Maße und der damit verbundenen Bildschirmdiagonale, kann man grob sagen, wie groß das Bild ist, welches man zB bei YouTube oder Netflix als relles Bild nutzen kann? ist es zB vergleichbar mit einem Xiaomi Mi11?

  • Profilbild von Lars Köbel
    # 12.04.22 um 13:24

    Lars Köbel

    Hallo! Habt Ihr eine Anleitung für die Installation von Morelocal2 mit ColorOS12? Mir gelingt das leider nicht, die Anleitungen im Netz passen alle nicht zum neuen Betriebssystem. Habt Ihr es geschafft? Ich bin für jede Hilfe und jeden Hinweis dankbar. Ansonsten: tolles Handy, bin vollauf begeistert. Gruß!

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