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OPPO Find N: Das beste Foldable-Smartphone bisher?

Während Samsung sich mit dem Galaxy Fold3 schon in der dritten und bisher besten Generation der faltbaren Smartphones befindet, stellt OPPO mit dem Find N ihr erstes Foldable vor. Gut, in der Zwischenzeit hat man auch an einem rollbaren Smartphone gearbeitet. Das OPPO Find N scheint dabei gut gebügelt worden zu sein – angeblich kommt es fast ganz ohne Falte aus!

OPPO Find N Foldable Smartphone

Ein Kompakt-Foldable

Fast könnte man denken, dass Find N wurde nicht Dezember 2021, sondern irgendwann 2018 vorgestellt. Man orientiert sich zwar an dem Design des Galaxy Fold3, das Außendisplay misst dabei aber nur 5,49″ in der Bildschirmdiagonale, womit es so groß wie ein iPhone 8 Plus oder OnePlus 5 ist. Dazu kommt das klassische 18:9 Seitenverhältnis, wodurch es grundsätzlich interessant für all diejenigen ist, die sich ein kompakteres Handy wünschen. Das weiß auch OPPO und bewirbt die einfache Handhabung mit einer Hand.

OPPO Find N Groesse
Passt sogar in die Hemdtasche.

Klappt man das Foldable auf, erwartet einen ein 7,1 Zoll großes AMOLED Display mit einer 120 Hz Bildwiederholrate und bis zu 1000 nits Helligkeit. Auch die Touch-Abtastrate fällt mit 1000 Hz sehr hoch aus. Dabei handelt es sich sogar um ein LTPO Display wie im Find X3 Pro des Herstellers, so dass die refresh rate auf 1 Hz geregelt werden kann, wenn nicht mehr gebraucht wird. So ist das Display deutlich energieeffizienter. OPPO gibt an das, dass das Serene Display aus zwölf Schichten besteht und eine 0,03 mm dünne Glasschicht bietet. Das ist halb so dick wie bei normalen Smartphones, wodurch das Glas biegsam ist.

OPPO Find N Ausgeklappt eingeklappt

Das OPPO Find N ist in drei Farben erhältich: Weiß, Schwarz und Lila. Gerade das Kameramodul erinnert stark an das OPPO Find X3 Pro, das Kameraplateau ist leicht erhoben, allerdings besteht die Gorilla Glas Victus-Rückseite hier komplett aus einem Guss. Das Kameramodul besteht dabei sogar aus Keramik. Unten rechts findet sich der OPPO-Schriftzug.

OPPO Find N Farben

Wie gut ist das Scharnier vom OPPO Find N?

Foldables haben bisher immer zwei „Probleme“, die OPPO hier adressiert. Das „Flexion Hinge“-Scharnier besteht aus 136 Teilen und setzt auf ein Waterdrop-Design. Das bezieht sich nicht auf die Platzierung des Kameramoduls, sondern zeigt, dass das Display an dieser Stelle nicht gefaltet wird wie bei anderen Foldables. Stattdessen „hängt“ das Panel etwas über, wie das untere Ende bei einem Blatt Papier, wenn man es nur oben faltet. Trotzdem kann man das Foldable komplett schließen und die beiden Hälften des Inneren Displays liegen fast komplett aufeinander, anders als beim Z Fold3.

OPPO Find N Scharnier

Das hat eben auch zur Folge, dass keine so stark sichtbare Knickfalte auftritt. Laut dem TÜV ist diese 80% weniger bemerkbar als bei anderen Falt-Smartphones. Ob über die Zeit trotzdem eine sichtbare Falte entsteht, lässt sich bisher nicht sagen. Trotzdem scheint OPPO mit diesem bisher einzigartigen Design zwei der größten Foldable-Baustellen in den Griff bekommen zu haben.

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Das Scharnier ist dabei so stark, dass der Winkel beim Aufklappen des Fold N zwischen 50° und 120° frei wählbar ist. So könnte man das Falt-Handy wohl wie einen Mini-Laptop benutzen und in der Notizen-App die untere Hälfte des Displays als Tastatur nutzen.

Sogar mit kabellosem Laden

Anstatt dem OPPO Find N den brandneuen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 1 zu verpassen, setzt man auf den Noch-Flagship-Prozessor, den Snapdragon 888. Da der Octa-Core aber schon im Find X3 Pro oder OnePlus 9 Pro bewiesen hat mehr als genug Power zu haben, dürfte auch das Foldable flott unterwegs sein. Dazu gibt es 8 oder 12 GB LPDDR5 RAM und 256 oder 512 GB UFS 3.1 Speicher. Allerdings fällt der Akku mit 4.500 mAh für ein Falt-Handy relativ normal aus, im Fold3 stecken aber immerhin noch 100 mAh weniger. Immerhin lässt sich das Find N mit 33W per Kabel und sogar mit 15W AIRVOOC kabellos laden. Dabei wird auch 10W kabelloses Reverse Charging unterstützt. Auch auf Stereo-Speaker muss man nicht verzichten.

OPPO Find N ausgeklappt

Die Triple-Kamera besteht aus einer 50 MP Hauptkamera, basierend auf dem Sony IMX766 Sensor, der auch im OnePlus 9 Pro als Ultraweitwinkelkamera sitzt, einer 16 MP Ultraweitwinkelkamera und einer 13 Megapixel Telekamera. Dazu kommen jeweils noch eine Selfie-Kamera auf dem inneren und äußeren Display. Dank des starken Scharnier kann man das OPPO Find N quasi selbst als Stativ benutzen, was gerade für Timelapse-Aufnahmen, Nachtaufnahmen oder Gruppenfotos praktisch sein kann.

Display halbieren mit Fingergeste

Gerade bei solchen Handys, wie auch bei Tablets, ist eine entsprechende Anpassung der Software essenziell. Auf dem OPPO Find N läuft wohl das hauseigene ColorOS 11 Betriebssystem, allerdings vorerst nur auf Englisch und Chinesisch, da das Foldable bisher nur in China veröffentlicht wurde. Neben Anpassungen in der Kamera-App oder der Notizen-App steht aber gerade das Multitasking im Vordergrund. Während man bei Samsung z.B. viel auf den S-Pen zur Bedienung setzt, spielen Gesten eine zentrale Rolle in der Bedienung des Handys.

Möchte man den Splitscreen-Modus nutzen, muss man mit zwei Fingern einfach den Bildschirm teilen. Nutz man direkt vier Finger, wird eine Vollbild-App zu einem Hover-Fenster. Auch an den nahtlosen Übergang zwischen Innen- und Außendisplay wurde gedacht. Nachdem man das Find N geschlossen hat, muss man auf dem Außendisplay nach oben wischen, um die zuletzt geöffnete App wieder zu nutzen. Öffnet man das Handy, öffnet sich die App sofort auf dem großen Bildschirm.

OPPO Find N Gesten Software
Fast wie bei Fruit Ninja.

Da gerade das innere Display dank 60% größerer Bildfläche auch zum produktiven Multitasking einlädt, unterstützt das Betriebssystem weitere Multitasking-Gesten wie langes Gedrückthalten oder das Ziehen von Icons aufeinander.

Einschätzung

Noch wurde das OPPO Find N nur in China vorgestellt. Ab dem 23. Dezember bekommt man es dort für einen Preis von gerade einmal 7699 Yuan, was ca. 1.070€ entspricht. Wenn es auch nach Europa käme, dürfte es selbst mit Deutschland-Aufschlag weit unter dem Galaxy Fold 3 UVP von 1.799€ liegen. Für den Preis bekommt man dann das vielleicht bisher beste Foldable. Zumindest das Scharnier und die fehlende Falte sind dafür ein Indiz; an Power, Kamera, Laden und passenden Software-Features scheint es dem OPPO Find N nämlich nicht zu mangeln. Oder was sagt ihr?

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Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

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Kommentare (10)

  • Profilbild von Tab
    # 15.12.21 um 15:17

    Tab

    Das ist das erste Mal, dass ich wirklich drüber nachdenke, mir so ein Teil zu kaufen. Macht nen guten Eindruck. Wenn es nur nicht so teuer wäre 😩

  • Profilbild von Gast on
    # 15.12.21 um 15:17

    Gast on

    Da kauf ich mir lieber ein gebrauchtes Fold 2 für 600 Euro. Die haben mehr Erfahrung, wenns was hat gibt's Herstellersupport bei mir in der Stadt, eine riesige Forencomunity, und weiterverkaufen kann man es auch besser.

  • Profilbild von MRXY60
    # 15.12.21 um 16:44

    MRXY60

    Bin in meinem Leben fünf Autos gefahren, die Billiger waren als das neue Fold von Samsung. und alle haben länger gehalten als es das Fold je tun wird…..

    • Profilbild von Gast on
      # 15.12.21 um 17:18

      Gast on

      Aber die könntest du nur einmal zusammenklappen

    • Profilbild von Gast
      # 16.12.21 um 08:32

      Anonymous

      @MRXY60: Bin in meinem Leben fünf Autos gefahren, die Billiger waren als das neue Fold von Samsung. und alle haben länger gehalten als es das Fold je tun wird…..

      Dann ruf halt damit Mutti an, um ihr das zu erzählen.
      Mein Schlüpfer ist auch billiger gewesen und wird länger halten – now what?

  • Profilbild von Gast
    # 15.12.21 um 20:16

    Anonymous

    Wegen der Software und Updates würde ich auch lieber zum Fold3 greifen.

  • Profilbild von Gast
    # 16.12.21 um 08:34

    Anonymous

    102° max? Das Teil lässt sich also NICHT flach öffnen, sondern immer nur wie ein V-förmig geöffnetes Buch?
    Das hält sich doch total unmöglich, lässt sich so nicht mal auf den Tisch legen etc.
    Geben sie geschickt fotografierten Bilder so natürlich nicht preis – das wird ein unangenehmes Erwachen der ersten Besitzer…

    • Profilbild von DSLR
      # 16.12.21 um 08:54

      DSLR

      Natürlich lässt es sich voll aufklappen. Die 50-120° beziehen sich auf den Bereich in dem das Gerät wie ein Notebook verwendet werden kann. Darüber oder darunter klappt das Scharnier komplett auf oder zu.

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