Im Test: Teclast F6 Notebook mit 13,3 Zoll für 210€

Bei den chinesischen Herstellern läuft es manchmal etwas anders als bei uns. 😀 Nachdem wir das Teclast F6 Pro bereits getestet haben, ist nun auch das normale Teclast F6 (ohne den Zusatz Pro) erhältlich und bei uns angekommen. Dabei ist die verbaute Hardware auf den ersten Blick zwar schon leicht angestaubt, aufgrund der guten Erfahrungen mit dem Hersteller haben wir uns einen Test trotzdem nicht nehmen lassen.

Teclast F6 Notebook

Modell Teclast F6
Displaygröße 13,3 Zoll Full HD Display
Prozessor Intel Celeron N3450 Quad-Core 1,1GHz (2,2 GHz Boost)
Grafikkarte Intel HD Graphics 500
Arbeitsspeicher 6GB DDR3L RAM
Interner Speicher 128GB SSD
Akku 5000 mAh; 7-8 Stunden Standby
Kamera 2 MP Frontkamera
Anschlüsse Dual WiFi 2,4 GHz/5,0 GHz 802.11 ac, Bluetooth 4.0
Abmessungen 32,00 x 22,00 x 1,40 cm
Gewicht 1,2 kg
Betriebssystem Windows 10 Home

Verpackung und Lieferumfang

Teclast bleibt seiner Linie treu und verpackt auch das Teclast F6 in dem typischen weiß/orangenem Karton, in dem wir schon das Teclast F7, F6 Pro und F5 bekommen haben. Dank einer passgenauen Luftpolsterhülle hat dieser während des Transports aus China nach Deutschland nicht eine Delle abbekommen.

Teclast F6 Notebook Lieferumfang

Das Zubehör umfasst neben dem Notebook ein Netzteil mit CE-Kennzeichen, sowie eine Kurz-Bedienungsanleitung auf Englisch und Chinesisch. Leider wird das Teclast F6 wie das Teclast F6 Pro per Hohlstecker geladen und nicht, wie das Teclast F5, per USB-C.

Design und Verarbeitung

Im Gegensatz zum Teclast F5 und F6 Pro Convertible, handelt es sich beim Teclast F6 um ein gewöhnliches 13,3 Zoll Notebook. Einen Touchscreen- oder Tablet-Modus gibt es demnach wie schon beim Teclast F7 nicht.

Das Notebook ist optisch tatsächlich der große Bruder des Teclast F5, wie dieses ist auch das F6 mit einem dunkelgrauen Aluminium-Body ausgestattet. In Relation zum Xiaomi Mi Notebook Air ist die Farbe fast identisch, das Teclast F6 ist lediglich einen Hauch heller. Auf der Rückseite des Notebooks ist das Logo des Herstellers dezent aufgedruckt, als störend empfinde ich dies nicht.

Teclast F6 und Teclast F5 Aluminium-Body

Mit einem Gewicht von 1,2 kg ist es nur unwesentlich leichter als das 14,1 Zoll große Teclast F7. Der 13,3 Zoll große Laptop hat dabei die Maße 32,00 x 22,00 x 1,40 cm – angenehm dünn. Die schwarze Tastatur macht die MacBook-Optik perfekt.

Teclast F6 Budget Notebook aufgeklappt

Der Aluminim-Body ist erwartungsgemäß in einem makellosen Zustand, ohne Verarbeitungs- oder Materialfehler. Er erinnert mich aufgrund der Anordnung der Anschlüsse sowie der Form des Gehäuses an das Jumper EZBook X4 und Teclast F7, welche mit einem 14,1 Zoll Display allerdings einen Tick größer sind.

Teclast F6 Gumminoppen

Auf der Unterseite sind vier Gumminoppen für einen rutschfesten Stand und bessere Wärmezirkulation angebracht. Im Vergleich sind sie dicker als bei den Convertibles von Teclast, stören tut es mich jedoch nicht.

Tastatur & Touchpad

Die Tastatur ist im Vergleich zu der des Jumper EZBook X4 leider nicht beleuchtet und wirkt qualitativ minderwertiger als beim Teclast F5, da je nach Lichteinfall überschüssiger Kleber zu sehen ist. Es handelt sich dabei um eine typische Budget-Tastatur, mit englischem QWERTY-Tastatur Layout. Druckpunkt und Tastenstand sind dabei solide, sie gibt ein gutes haptisches Feedback und es lässt sich insgesamt gut damit schreiben.

Teclast F6 Laptop Tastatur

Besonders gut gefällt mir das 10,5 x 6,7 cm große Touchpad. Es ist für einen 13,3 Zoll Budget-Laptop vergleichsweise groß und und hat dieselben Maße wie das Touchpad des Jumper EZbook X4 mit 14,1 Zoll. Nur das Touchpad des Xiaomi Mi Notebook Air 2018 ist mit den Maßen 10,9 x 6,6 cm etwas größer.

Teclast F6 Touchpad und Tastatur
Einen Fingerabdrucksensor, wie beim F6 Pro gibt es leider nicht.

Es unterstützt Multitouch-Gesten mit bis zu vier Fingern, die in den Windows-Einstellungen individualisierbar sind. Insgesamt funktioniert es zuverlässig und gibt ebenfalls ein solides haptisches Feedback, kein Vergleich mehr zu den wirklich schlechten Touchpads der ersten Budget-Laptop Generationen.

Direkt loslegen dank globaler Windows-Version

Sehr gut gefällt mir, dass das Teclast F6 mit einer internationalen Windows 10 Home Edition ausgestattet ist. Das System kann somit gleich zu Beginn auf Deutsch eingerichtet werden und lästiges Neuinstallieren fällt weg. Dabei ist das System nach der Einrichtung „clean“ und es gibt keine vorinstallierten Programme, Werbung oder ähnliches. Da könnte sich Xiaomi ruhig mal eine Scheibe von abschneiden!

Hardware des Teclast F6 – nicht aktuell aber ausreichend

Die Ausstattung des Notebooks ist mit dem des Jumper EZBook 3 Pro vergleichbar, insgesamt jedoch etwas besser. Leider kommt bei diesem Notebook der bereits ältere Intel Celeron N3450, welcher mit 1,1-2,2 GHz taktet, zum Einsatz und nicht ein aktueller Intel Celeron N4100. Auf eine Grafikkarte wird bei diesem System verzichtet, so muss auf den integrierten Intel Graphics 500 Chip zurückgegriffen werden. Das System ist passiv gekühlt, sodass Staub oder andere Schmutzpartikel nicht ungewollt in das Gehäuse gelangen können.

Teclast F6 Pro Hardware

Um Multitasking-Aufgaben zu meistern sind 6 GB DDR3L RAM verbaut, leider ist der Arbeitsspeicher fest verlötet und ist nicht austausch- beziehungsweise erweiterbar. Dazu spendiert Teclast eine 128 GB großen M.2 SSD, diese hingegen kann sehr einfach ausgewechselt werden. Insgesamt macht Teclast in Sachen Speicher einen guten Job, während die meisten Budget-Hersteller auf günstigen eMMC oder auf eine Kombination aus eMMC und SSD setzen, gibt es in den Teclast durchweg „große“ M.2 SDD Riegel – sehr gut!

Auch wenn die verbaute Hardware nicht mehr die aktuellste ist, reicht sie fürs Surfen, Streamen und Office-Anwendungen vollkommen aus. Wer nicht großartige Spiele spielen möchte, sondern mit den genannten Aufgaben auskommt, braucht letztlich nicht mehr.

Benchmark

Die Benchmarktests sind den Erwartungen entsprechend ausgefallen und brachten keine bösen Überraschungen ans Licht. Der Geekbench 4 CPU Benchmark ist praktisch identisch zum Jumper EZBook 3 Pro ausgefallen. Im Single-Core Score wurde eine Punktzahl von 1431 Punkten erreicht, im Multi-Core Score sind es 4295 Punkte.

Geekbench 4 CPU TestDer Geekbench 4 GPU Test fiel überraschenderweise besser aus als beim EZBook 3 Pro, hier erreicht das Teclast F6 einen Score von 8574 Punkten, das 3 Pro hingegen etwa 400 Punkte weniger.

Geekbench 4 GPU Test

Der 3DMark Benchmarktest „Time Spy“ fiel mit 113 Punkten vergleichbar mit dem Teclast F5 und Jumper EZBook X1 aus. Nicht verwunderlich, da sich der alte Intel HD Graphics 500 On-Board Grafikchip im Vergleich zum neueren Intel HD 600 Chip nur durch verbesserte Displayanschlüsse unterscheidet.

Time Spy 3DMark

Im Cinebench R15 Rendering-Test wurde ein Wert von 249 Punkten erreicht. Mehrmaliges Wiederholen des Tests ergab nur geringfügige Abweichungen von diesem Ergebnis, die passive Kühlung des Prozessors scheint insgesamt solide zu performen.

Cinebench R15 Benchmark

Display – überraschend gut

Das verbaute IPS-Panel löst mit 1920 x 1080 Pixeln in Full HD auf und ist für mich definitiv ein kleines „Highlight“. In anderen Budget-Notebooks kommen, zu einem ähnlichem Preis, deutlich schlechtere Panels zum Einsatz. Es ist nicht laminiert, was in dieser Preisklasse okay ist, um es vor Schäden zu schützen ist es ab Werk mit einer Schutzfolie versehen.

Teclast F6 vs EZBook X4 Display frontal
Im richtigen Blickwinkel sind kaum Unterschiede zu sehen

Im Vergleich zum TN-Panel des Jumper EZBoook X4 verfügt es über eine spürbar bessere Farbsättigung, Kontrast und auch die Schwarzwerte fallen besser aus. Dabei überzeugt mich das Display des Teclast F6 zudem mit einer guten Blickwinkelstabilität, die beispielsweise auch beim IPS-Panel des Jumper EZbook X1 schlechter ausfällt.

Teclast F6 vs EZBook X4 Blickwinkelstabilität
rechts Teclast F6; links Jumper EZBook X4

Wie immer bei den Budget-Laptops hat auch das hier verbaute IPS-Panel mit leichten Backlight-Bleeding Effekten zu kämpfen. Jedoch fallen sie nur in dunklen Räumen, bei hoher Bildschirmhelligkeit und dunklen Displayfarben auf. Bei normaler Nutzung des Teclast F6 sind Backlight-Bleeding Effekte kaum sichtbar.

Konnektivität

Im Vergleich zum Teclast F6 Pro wird das Teclast F6 leider nicht per USB-C Kabel aufgeladen, sondern über einen altmodischen Hohlstecker-Anschluss. Die restlichen Anschlüsse sind jedoch identisch. Auf der rechten Seite sind zudem ein Micro-SD Kartenslot, eine weitere USB-A 3.0 Schnittstelle und ein 3,5 mm Klinkenanschluss vorhanden. Dazu kommen die drahtlosen Verbindungsmöglichkeiten Bluetooth 4.0 und WiFi 802.11 ac.

Teclast F6 Anschlüsse rechts

Auf der linken Seite findet sich ein Micro-HDMI Anschluss (ja, hier wird wieder ein Adapter benötigt) und außerdem eine USB-A 3.0 Schnittstelle.

Teclast F6 Anschlüsse links

Akkulaufzeit

Der Akku ist mit einer Kapazität von 5000 mAh kleiner als im Jumper EZBook 3 Pro, jedoch versichert der Hersteller mit einer Akkulaufzeit von 6-10 Stunden einen soliden Wert. In der Praxis ist die Akkulaufzeit stark von der individuellen Nutzung des Laptops abhängig.

Im Test hat der Akku bei moderater Nutzung etwa sieben Stunden durchgehalten, bei „Volllast“ ist hingegen ist bereits nach etwa vier Stunden Schluss. Bei maximaler Energieeffizienz und niedriger Belastung konnten wir eine Laufzeit von etwa neun Stunden erreichen. Insgesamt ist die Akkulaufzeit solide, nicht die beste, aber sie könnte auch deutlich schlechter ausfallen.

Sound

Der Klang der internen Boxen ist definitiv etwas, auf das die chinesischen Notebook-Hersteller im Budget Bereich keinen Fokus legen. Die Lautsprecher des Teclast F6 reichen aus, um beispielsweise mal ein Youtube-Video zu schauen oder um damit via Skype zu telefonieren. Einen ganzen Film schauen oder Musikhören würde ich jedoch nicht. Der Sound ist stark auf den Mittelton beschränkt, Bass und Hochton sind so gut wie nicht vorhanden.

Dank verbautem Bluetooth-Modul und Klinkenbuchse bietet das Teclast F6 Notebook jedoch Möglichkeiten, einen externen Lautsprecher oder Kopfhörer anzuschließen.

Fazit

Das Teclast F6 kommt für meinen Geschmack etwa ein Jahr zu spät auf den Markt. Prozessor und auch der damit einhergehende DDR3L RAM sind eigentlich nicht mehr wirklich zeitgemäß und wurden bereits durch entsprechende Nachfolger ersetzt. Allerdings reicht das System, welches aktuell für ~200€ zu haben ist, für Office-Anwendungen, surfen und streamen vollkommen aus. Dank 6 GB Arbeitsspeicher ist die Multitasking-Performance solide und sollte es in naher Zukunft auch bleiben.

Ein Highlight ist für mich das Display des Teclast F6, es überzeugt mit kräftigen Farben, gutem Kontrast, soliden Schwarzwerten und einer tollen Blickwinkelstabilität. Allerdings sind in völliger Dunkelheit und bei einem schwarzen Display auch bei diesem Budget-Laptop Backlight-Bleeding Effekte zu sehen, welche während der gewöhnlichen Nutzung jedoch kaum eine Rolle spielen.

Vergleicht man das Teclast F6 mit Alternativen, die man zu diesem Preis aus Deutschland beziehen kann, bekommt man mit dem Teclast F6 doch eine ganze Menge Laptop für sein Geld. Wem dieser leistungstechnisch nicht ausreicht, macht auch mit dem Teclast F6 Pro convertible einen guten Deal und auch das Teclast F5 ist sehr empfehlenswert. Der chinesische Hersteller, welcher uns noch nicht so lang bekannt ist wie CHUWI oder Jumper, hat mich während der letzten Tests dank „großem“ Speicher, guten Displays und einer sauberen Qualität überzeugt.

Tim

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18 Kommentare

  1. Profilbild von TobyBlues

    Statt das mittlerweile wirklich schon seit geraumer Zeit auf dem Markt befindliche F6 Pro endlich mal günstiger anzubieten, nun wieder so eine überflüssige low-budget Neuerscheinung… meine Meinung!

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  2. Profilbild von TobyBlues

    Falls als Office Notebook gedacht: Ist das Display denn dann wenigstens matt?

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  3. Profilbild von Bullhead

    Gibt es Notebook auch mit QWERTZ Tastatur ?

  4. Profilbild von Jim

    Tatsaechlich ein Artikel, in dem ich Xiaomi nicht gelesen habe, – TOLL!

  5. Profilbild von Birgit

    Kann man diese chinesischen netbooks genauso wie ein hier in Deutschland gekauftes benutzen? Oder hat man keinen Empfang odwr eine nicht für deutsche Schrift zu gebrauchende Tastatur? Worauf muss ich achten?

    • Profilbild von Tim

      Hallo Birgit,

      generell kannst du es hier nutzen. Allerdings ist das vorinstallierte Windwos meist auf englisch und muss zunächst auf deutsch umgestellt werden. Bei einigen Herstellern ist auch nur eine chinesische Windows Version vorinstalliert. Dann muss Windows auf deutsch neu installiert werden, dabei entstehen allerdings keine Kosten, da der Windows Produktschlüssel wiederverwendet werden kann.

      Die chinesischen Laptops haben außerdem kein deutsches Tastaturlayout, sondern werden mit dem englischen QWERTY-Layout ausgeliefert. Dabei sind bei den Buchstaben Z und Y vertauscht. Außerdem ist die Belegung der Sonderzeichen anders. Du mehrere Möglichkeiten, entweder du stellst die Tastatur in Windows dauerhaft auf Englisch, dann stimmt die Tastaturbelegung – ist aber anders als im deutschen, oder du stellst die Tastatur auf Deutsch, dann ist die Belegung wie gewohnt, die Beschriftung der Tasten aber nicht ganz richtig.

      Ich persönlich schaue eh kaum auf die Tasten während ich Tippe, daher habe ich nicht so das Problem mit dem englischen Layout. Aber auch Tastaturaufkleber wären eine Option.

  6. Profilbild von Schn33man

    Was ist leistungsstärker ? F5 oder f6 M

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  7. Profilbild von Schn33man

    @Schn33man: *F5 oder f6?

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  8. Profilbild von Ice636

    Weiß einer von euch wie es mit der Garantie bei chinesischen Produkten läuft?

    Wie z.b. bei Notebook oder Handys? Hat da jemand Erfahrung von euch?

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.

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