Tevo Tarantula im Test: günstiger & kompakter 3D-Drucker für 147,46€

Der Tevo Tarantula fällt mit dem Gutschein „TevoTara“ im Preis auf 147,46€ und kommt dem Anet A6 immer näher!

Nach dem Anet A6 (~160€) und Anet A8 (~130€) hat auch der Creality CR-10 bei uns punkten können. Dieser ist zwar mit etwa 320€ doppelt so teuer wie die Anet-Varianten, hat aber ein paar starke Vorteile. So konnten u.A. die Aluminium-Profile und der Bowden-Extruder überzeugen. Auch die große Druckfläche mit 30 x 30 x 40cm ist ein fetter Pluspunkt.

Braucht man diese Druckfläche jedoch nicht, kann man mit dem Tevo Tarantula 3D-Drucker (fast) genau so glücklich werden und spart eine Menge Geld. In unserem Test zeigen wir, für wen sich der Tevo Tarantula 3D-Drucker lohnt und gehen auf alle Vor- und Nachteile ausführlich ein.

tevo tarantula 3D Drucker

Der Tarantula basiert wie viele andere China 3D-Drucker auf der Open-Source Vorlage des RepRaps Prusa i3. Heise nennt den Tevo Tarantula sogar den „Tuning-Star unter den 3D-Druckern„. Bitte nehmt euch die Zeit und lest den Test ganz durch, um eventuelle Stolpersteine zu vermeiden. Ich würde diese Aussage zumindest in Teilen etwas einschränken.

  • Tevo Tarantula 3D-Drucker im Test: günstig & kompakt für 147,46€ (Gutschein: TevoTara)
    • E3D Bowden-Extruder
    • 200 x 200 x 200 mm Druckfläche
    • Aluminiumprofile als Rahmen und externes Display
    • 2 Rollen Filament liegen bei
    • Weitere Varianten:
      • Hotbed mit 200 x 280 mm
      • „Pro Metal“ Extruder für FlexFilamente
      • Dual Extruder und Dual „Pro Metal“ Extruder

Verpackung & Versand des Tevo Tarantula

Wir haben uns für den Germany Express Versand (Priority Line) bei GearBest entschieden, sodass der 3D-Drucker bereits nach 13 Tagen (inkl. Wochenende) bei uns eingetroffen ist. Keine Beschädigungen, sehr gut verpackt – so soll es sein.

3D Drucker Verpackung
Der „Tarantula“-Drucker ist sehr gut in Schaumstoff verpackt, sodass alles heil ankommt.

Insgesamt sind alle Teile über drei „Ebenen“ in einzelnen Schaumstoff-Ummantelungen verpackt. Die Pulleys z.B. sogar einzeln. Schrauben und anderer „Kleinkram“ ist in einzelnen, beschrifteten Tüten verpackt. Für jeden Bauabschnitt kann man eine Tüte öffnen. Das klingt in der Theorie sehr praktisch, war dann beim Aufbau doch allerdings ein bisschen nervig – dazu später mehr.

tevo einzeln verpackt
Sehr gut und passgenau verpackt

Wie bei den Anet 3D-Druckern muss man also, im Gegensatz zum CR-10, Zeit für den Aufbau investieren. Der Vorteil: man lernt den Aufbau und die Funktionsweise gleich kennen ;-).

Einzelteile Tevo Tarantula
Auch dieser Tevo Tarantula ist ein DIY-Kit – d.h. benötigt Zeit für den Aufbau

Zusammenbau 3D-Drucker Tevo Tarantula

Es liegt zwar eine SD-Karte bei, diese ist jedoch leer und als „Bonus“ gedacht, sodass man sich auf die englischsprachige Bedienungsanleitung verlassen muss. Schade! Gerade für Einsteiger ist es praktisch, wenn ein Haufen FAQs, Anschlusspläne und die ersten STL- und G-Code-Dateien für die ersten Drucke auf einer (micro-)SD beiliegen.

Auf der ersten Seite der Anleitung wird direkt auf eine YouTube-Aufbau-Film-Serie verwiesen – diese ist auch bitter nötig. Denn: Viele Schritte werden übersprungen, auf manche beschrifteten Tüten wird gar nicht eingegangen.

QR Codes Bedienungsanleitung
Die QR-Codes zu den Aufbauvideos bzw. Facebookgruppen. Wir haben es euch direkt verlinkt

Leider sind die Aufbau-Video-Tutorials auch nicht so gut wie bei den Anet-Varianten: Es gibt zahlreiche Versprecher, die Perspektiven sind schlecht gewählt, bei manchen Anweisungen wird nach Minuten zurückgerudert und die Aufbaureihenfolge ist gänzlich anders, als in der beigelegten Aufbauanleitung.

Tüten Tevo
Schicke, aber viel zu knappe Anleitung. Immerhin: die „Tütenlösung“ ist praktisch

Während ich bei anderen 3D-Druckern vor dem Aufbau dazu geraten habe, erst einmal alle Schrauben und Einzelteile vernünftig bereitzulegen (kleine Fächer), kann man Dank der beschrifteten Tüten auch relativ unaufgeräumt starten.

Tevo Einzelteile
Ein Berg Einzelteile – der Aufbau dauert, ist jedoch nicht sehr schwierig

Mein Tipp: benutzt beide Medien (YouTube + Aufbauanleitung parallel) und versucht einfachere Abschnitte, die einzeln, aber getrennt vom Komplettsystem, zusammenbaubar sind, zuerst abzuschließen. Dadurch wird euer Zubehörhaufen kleiner und ihr gewinnt an Sicherheit. So oder so: überfliegt vor dem Zusammenbau nach Video dieses zuerst komplett, damit ihr ggf. Anpassungen und Fehler rechtzeitig erkennt.

Weiterer Tipp: Die braunen Folien auf den Acrylteilen müssen natürlich nicht entfernt werden – für euch bzw. schönere Bilder habe ich es trotzdem gemacht ;-). Um etwas Zeit beim Abziehen zu sparen, empfehle ich euch die Teile etwa 30 Minuten in Wasser „einweichen“ zu lassen.

Acyrlteile Wasser
Acyrlteile in Wasser einlegen. Danach lässt sich die Folie einfacher abziehen

Auch wenn das DIY-Kit echt umfangreich ist, wurde leider ein Kreuzschlitz-Schraubendreher vergessen. D.h. ihr müsst für den Aufbau einen „Schraubenzieher“ aufgabeln, um z.B. am Netzteil die Klemmen festzudrehen. Klar, einen Schraubendreher sollte eigentlich jeder Haushalt haben, ich finde es nur gut, wenn der 3D-Drucker-Hersteller sagen kann: „Hey für deinen ersten Druck ist hier wirklich alles im Karton!“ Außerdem braucht ihr noch eine „Filament“-Zange (~1,70€) – ein Kabelschneider (notfalls sogar eine Schere) tut es jedoch auch.

Abschließend will ich positiv erwähnen, dass ein EU-Kabel und Ader-Endhülsen (Crimpzange benötigt) beiliegen. Zudem liegt mit der Tüte „B-6-2“ („Gift-Kits“) eine Ladung Reserve-Schrauben, Abstandshalter und Muttern bei.

tarantula zubehör
(Fast) alles Nötige und Ersatzteile liegen bei.

Insgesamt hat der Aufbau – für mich als Tester von 6 anderen 3D-Druckern – etwa 4,5 Stunden gedauert. Obwohl es weniger Bauteile als z.B. beim Anet A6 gibt. Schuld daran waren die schlechten Aufbauanleitungen.

Tevo Tarantula aufgebaut
4,5 Stunden später: der Tarantula ist aufgebaut

Ich kann mir gut vorstellen, dass Einsteiger gut 1-2 Stunden mehr benötigen werden.

Typische Fehler

Falls du ein Einsteiger bist, stolperst du vielleicht über ein paar Probleme bzw. solltest vor dem Aufbau diesen Abschnitt gelesen haben ;-).

  • Die Rollen wackeln/kippeln auf den Aluminiumprofilen: Es gibt die metallenen Abstandshalter. Drehen bis die Rollen bzw. die Schlitten festsitzen.
  • Die Kabel flattern wild durch die Gegend – Kabelsalat: das ist für den Aufbau in Ordnung. Nach den ersten Drucken könnt ihr euch um das Kabelmanagement kümmern. Dafür liegen die Kabelkanäle und Schläuche bei. Leider wurden (für meinen Geschmack) 10-30 Kabelbinder zu wenig eingepackt.
  • Die Lüfter (Hotend/Board) machen Krach: Die Lüfter sind dann meist zu fest angeschraubt. Einfach die Schrauben lösen und/oder Unterlegscheiben für den nötigen Abstand nutzen.
  • Das Display zeigt „komische“ Zeichen an: Oft wurde dann das Display zu fest angeschraubt.

Der erste Druck

Da auf dem Hotbed bereits eine Folie aufgebracht ist, muss man nicht unbedingt Kreppband aufbringen – ich habe mich trotzdem dafür entschieden. Leider wurde keine Rolle Kreppband beigelegt, d.h. ihr müsstet dem nächsten 1€-Laden oder Baumarkt einen Besuch abstatten. Eine Glasplatte für extrem glatte Unterseiten, wie bei dem CR-10, ist nicht beigelegt.

Nun geht es an das Hotbed-Leveln. Das manuelle Leveln unterscheidet sich nicht im Vergleich zu anderen 3D-Druckern und erfordert etwas Zeit. ArcadEd zeigt dies im Tutorial relativ gut. Noch einmal mein Hinweis: achtet darauf, dass an allen vier Seiten zwischen Hotbed und Nozzle knapp ein Thermopapier (Quittung) durchpasst – andernfalls wird der Druck nicht funktionieren. Schaut euch unbedingt auch unseren Anet A8 Test an – dort gebe ich ein paar wichtige, allgemeine Tipps.

Wichtig – besonders bei diesem 3D-Drucker: Levelt das Hotbed nicht zuerst nach der X-Achse. Die X-Achse hängt meist etwas durch. D.h. sorgt erst dafür, das die X-Achse wirklich im 90 Grad Winkel absteht. Dies ist meist nicht der Fall, da es nur ein Gewinde für das Zurücklegen der Höhe gibt. Ist die X-Achse und das Hotbed exakt horizontal ausgerichtet, könnt ihr mit dem eigentlichen Leveln starten.

Den EU-Stecker (Achtung: Bei GearBest gibt es auch die US-Variante) in die Steckdose gesteckt und das externe Display leuchtet auf. Sehr gut.

Das erste Hochfahren
Das erste Hochfahren: keine Probleme

Als nächstes habe ich die Option „Home“ ausgewählt, in der alle Stepper die jeweiligen Achsen in die Homestellung fahren. Dabei ist das Hotbed auf der Y-Achse in die falsche Richtung gefahren. Bevor ihr nach einer Firmwarelösung sucht, schraubt den Motor einfach auf die gegenüberliegende Halterung. Leider wird dies im Aufbaututorial falsch gezeigt.

Während ich das Filament aus der Verpackung (luftdicht verpackt, sehr gut, andernfalls könnte es brüchig werden) geholt habe, fiel mir auf: „Moment! Auf welchen Halter kann ich die Rolle aufhängen?!„. Es ist keine Filament-Halterung beigelegt. Für uns nicht wirklich störend, aber ein weiterer Punkt, warum dieses DIY-Kit kein „All-Inklusive-Paket“ ist.

Auf der anderen Seite liegt sogar ein End-Stoppper und ein Thermo-Resistor (Thermistor) für das Überwachen der Hotend-Temperatur als Ersatz bei. Diese Ersatzteile hatten wir noch in keinem anderen DIY-Kit. Und der Thermistor kann schon mal kaputt sein.

Seid ihr Fortgeschrittene 3D-Nerds und wollt statt mit der beigelegten SD-Karte direkt vom PC drucken, wird euch sicherlich das zu kurze USB-Kabel (~40cm) negativ auffallen. Allen Einsteigern empfehle ich jedoch eh erst einmal mit dem Druck übers Menü mit der (micro)SD-Karte zu beginnen. Dies reduziert die Fehlerquellen drastisch.

Also fix mit Cura eine STL gesliced und die GCODE-Datei auf die beigelegte SD-Karte kopiert. Der erste Druck verlief erstaunlich sauber. Ich weiß: Am liebsten würdet ihr gleich den ganzen Iron Man Suit auf einmal drucken, dies dauert jedoch Monate und noch viel blöder: Es lässt kein Debugging bzw. Optimieren zu. Startet bitte mit dem Calibration Cube und danach mit Benchy. Weitere Infos findet ihr in unserem Anet A8 Test.

Das erste Resultat ist besser als beim Anet A8, ähnlich wie beim Anet A6, schlechter als beim CR-10. Das ist natürlich nur das erste Out-Of-The-Box Ergebnis. Danach setzt das eigentliche Optimieren (und ggf. sogar das Drucken von Verbesserungen) statt.

Die Lautstärke war, da es nur 3 Lüfter gibt, relativ angenehm. Der Anet A8 bzw. A6 macht schon mit dem Hotend-Lüfter etwas Lärm. Aus der Wertung möchte ich das Display und das Netzteil nehmen: Diese sind frei positionierbar. Das kann gut sein, nach meinem Geschmack stört es jedoch ein bisschen, da ich gerne alles an einer Stelle habe.

Kabelsalat
Man kann die Kabel noch besser verlegen, doch auf Grund des externen Displays und Netzteil bleibt immer ein bisschen Kabelsalat übrig

Eins steht fest: Es hat schon einen Grund, warum auf den Produktfotos in allen Online-Shops nichts von dem Kabel-Wirr-Warr zu sehen ist ;-).

Typische Fehler

  • Der Extruder-Stepper „klickt“: Dein Hotbed ist vermutlich zu dicht an der Nozzle, es kann nicht genug Filament extrudiert werden, das Filament staut sich auf und der Stepper schiebt so stark nach, dass es klickt.
  • Das Display leuchtet, man sieht jedoch keine Werte: Auf der Rückseite ist ein kleines Kontrasträdchen. Dieses mit einem Schraubendreher drehen.
  • Ein Achsenmotor läuft immer weiter: Der Stopper funktioniert nicht bzw. ist nicht an der richtigen Stelle positioniert.

Nachtrag zwei Monate später: Test des „großen“ Tevo Tarantula

Nach den etwas verhaltenen Erfahrungen, gerade beim Aufbau, haben wir uns den großen TEVO Tarantula mit 200 x 280 mm Hotbed, Dual Bowden Extruder und Auto-Level-Sensor geordert.

Dual Extruder Tevo
Gleicher Aufbau, die zwei Extruder (+Stepper) fallen aber sofort auf

Mit 320€ kostet diese TEVO Tarantula Variante fast doppelt so viel – wir waren gespannt ob die Features diesen Mehrpreis rechtfertigen.

Verpackung
Auch hier: Sehr gute Verpackung

Letztlich deckt sich die Erfahrung beim Aufbau: Die Verpackung ist sehr gut – die Bedienungsanleitung jedoch relativ dürftig. Es ist die für den normalen Tarantula, d.h. auf den Dual-Extruder wird z.B. gar nicht eingegangen.

Läuft der 3D-Drucker jedoch erst einmal, ist das Druckergebnis ist überzeugend. Wir empfinden jedoch den Aufpreis für die gebotenen Features zu happig.

Fazit: Tevo Tarantula 3D-Drucker kaufen?

Hier gibt es kein klares „Ja!“ oder „Nein!“ für mich. Willst/kannst du:

  • nicht viel Geld ausgeben (unter 200€)
  • schnell drucken (Bowden-Extruder)
  • benötigst keine große Druckfläche (20 x 20 x 20cm)
  • scheust, auch als Einsteiger, keinen langen Aufbau

Dann ist der Tevo Tarantula etwas für dich. Die mäßige Aufbau-Anleitung und das fehlende Zubehör sind definitiv Minuspunkte, die gute Verarbeitungsqualität und letztlich das Wichtigste – das Druckbild – konnten überzeugen. Eine würdige Alternative wäre sonst der Tronxy X3 – diesen haben wir bereits auch umfangreich getestet. Willst du:

  • noch bessere Druckqualität
  • eine größere Druckfläche
  • schnell drucken
  • keine Zeit beim Aufbau verlieren

Dann nimm den Creality CR-10. Willst du:

  • die größere Community für Hilfe und Mods
  • weniger als 200€ ausgeben
  • ein anständiges Druckbild

Dann nimm den Anet A6. Willst du:

  • noch mehr Community-Support
  • noch weniger ausgeben

Dann nimm den Anet A8.

Letztlich hat jeder von euch seine eigenen Ansprüche und Forderungen – diese können (und werden) wir in den Kommentaren beantworten und somit auch den Artikel erweitern. Schießt los! 🙂

Kristian

Ich bin 31 Jahre jung, aber gefühlt ziemlich oft noch wie ein großes Spielkind. So habe ich Ende 2010 (endlich) "CG" ins Leben gerufen. Besonders haben es mir z.Z. die Drohnen angetan.

Psst! Hey du! Wir finanzieren die Gadgettests hauptsächlich durch Werbeeinnahmen.

Wir haben nur sehr wenig Werbung verbaut, um deinen Aufenthalt bei uns so schön wie möglich zu gestalten.

Wir würden uns freuen, wenn du deinen Werbeblocker auf unseren Seiten deaktivieren würdest - so können wir NOCH mehr testen :-).

Dein CG-Team!

25 Kommentare

  1. Profilbild von Paul Motzki

    Wow, schöner knackiger und informativer Bericht.

    Einfach mal ein dickes Danke

  2. Profilbild von Jansi

    Schöner Artikel – klar auf den Punkt. Werde mich jetzt zwischen dem Anet A6 und diesem hier entscheiden müssen. Danke!

  3. Profilbild von DerFrosch

    Guter Artikel! Ich bin aber froh, den A6 gekauft zu haben. Hab mir jetzt sogar einen Verschlussmechanismus für ein Geheimfach an meinem Meisterstück konstruiert und gedruckt :). Wenn ich mal wieder etwas mehr Geld auf der hohen Kante habe, werde ich mir wohl eher den Creality zulegen. Gruß

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
    • Profilbild von kristian
      kristian (CG-Team)

      Würde ich genau so machen. Wenn du einen gut konfigurierten A6 hast, ist der Mehrwert eines Tarantula eher gering. Der nächste Schritt wäre dann eher der CR-10.

      LG

  4. Profilbild von Mario

    Moin!
    Ich habe den Tevo Tarantula nun seit drei Monaten und das ist mein erster Drucker.
    Ja, der Aufbau war spannend. Jedoch mit etwas nachdenken auch nur mit dem Handbuch gut möglich.
    Ich habe mich für die large Version und Auto Level entschieden.
    Für alle die ähnlich denken kann ich nur empfehlen ohne Auto Level zu kaufen und stattdessen lieber den Bl-Touch zu kaufen.
    Die large Variante sollte eine gute Alternative zum CR-10 sein, denn sie hat 28×20 als Druckfläche, was für 99% der Fälle ausreicht.
    Die Bestellung bei AliExpress war für den arsch.
    Zwei Wochen später erst los geschickt, falsch deklariert, im Zoll hängen geblieben, musste Rechnungen nachreichen und ordentlich Gebühren Zahlen. Bei gearbest scheint es besser zu sein, damals hatten sie diesen jedoch noch nicht.
    Der Drucker selber kostete 250€ und da sind noch mal ca 120€ drauf gekommen.
    Da ich mir ein Gehäuse aus Holz gebaut habe, ist nun die Technik in einer Zwischenwand, die Rolle oben drauf, wodurch ich keinen Salat mehr habe.
    Ich für meinen Teil bin sehr sehr zufrieden!
    Übrigens: <10W Standby, 60W Nozzle, 300W Heizbett. Alles zusammen 360W.

    Noch ein Tip an China Gadgets:
    Nutzt kein Klebeband. Der Drucker kommt mit einer Buildtak ähnlichen Oberfläche die unglaublich gut hält! Versucht es 😉

  5. Profilbild von me

    Bei Heise steht nicht „Star unter den 3D-Druckern“ sondern „Tuning-Star unter den 3D-Druckern“ ! Weil man so viel dran verbessern konnte…. keine Auszeichnung für das „originäre“ Produkt….

  6. Profilbild von hansskanns

    Ich sehe immer mal wieder Angebote von 3D Druckern.

    So ein Teil könnte ich SEHR gut gebrauchen.

    Allerdings will ich Teile von ca. ~500x500mm bzw. 500x300mm drucken.

    Das Projekt beinhaltet ca. 100-120 solcher Teile.

    Welchen Drucker würdet ihr mir da empfehlen.

    1000€ würde ich in den Drucker investieren.

    Wieviel von dem Filament werde ich wohl brauchen.

    • Profilbild von me

      hansskanns: Ich sehe immer mal wieder Angebote von 3D Druckern.

      So ein Teil könnte ich SEHR gut gebrauchen.

      Allerdings will ich Teile von ca. ~500x500mm bzw. 500x300mm drucken.

      Das Projekt beinhaltet ca. 100-120 solcher Teile.

      Welchen Drucker würdet ihr mir da empfehlen.

      1000€ würde ich in den Drucker investieren.

      Wieviel von dem Filament werde ich wohl brauchen.

      Die Frage ist wie viel Zeit…. selbst wenn du idealerweise für jedes Teil beim 1 Versuch einen brauchbaren Druck hinbekommst, brauchst du ja 100-120 Tage für den Druck…. bei so großen Teilen wohl länger…

    • Profilbild von Hiob

      Im industriellen Umfeld kann so etwas in einer Größe von 620x620x620 mm schon realisiert werden. Aber der Aufwand ist nicht ohne:
      Je nach Konstruktion dauert dies in der Tat Zeiten von mehrern Tagen bis Wochen für EINEN Druck.
      Die Düse wäre dabei recht grob, um überhaupt in dieser Zeit fertig zu werden, also ca. 0.8 bis 2 mm im Durchmesser. Das Material hängt dabei nur von Deinem Einsatzzweck ab: welche Temperaturen und physischen Belastungen muss es standhalten? Das Material für EIN so großes Bauteil kann 30-40 Kg wiegen (je nach Luftigkeit der Konstruktion), mit Kosten von 20 bis 50 Euro pro kg Material.
      Wenn Du Interesse hast, so etwas in Auftrag drucken zu lassen oder Dir für das 20-30-fache Deines Budgets einen Großdrucker dafür zu kaufen, melde Dich gerne hier. Ich kann das gerne vermitteln.

      • Profilbild von kristian
        kristian (CG-Team)

        Jap, das Verfahren ist für Drucke in dieser Größenordnung einfach das falsche. Dafür nimmt man i.d.R. Plastikspritzgussverfahren. Die Maschinen dafür sind allerdings groß/teuer, sodass man auf einen Anbieter zurückgreifen muss.

  7. Profilbild von HansKanns

    Zeitlich sehe ich keine Probleme. Wenn das Ganze 1 Jahr in Anspruch nimmt zu drucken kein Problem.

    Sind die Teile dann so schwer am Ende? Gibt es da nicht eine Möglichkeit das auf max. 4-5 Kilo pro Teil zu reduzieren und die sind trotzdem stabil genug.

    Ich denke mal da ganze Projekt wird mich so 3000-4000€ kosten.

    Muss noch schauen wie ich das mit den CAD-Datein geregelt bekomme. Weil bisher gibt es das ganz nur im Gesamtformat ca. 400x400x200mm.

    Und das Endprodukt soll so 2000x2000x500mm sein.

    Hat da wer Erfahrung bzw. kann mir (noch mehr) Tips geben.

    • Profilbild von Hiob

      Natürlich hängt es ausschließlich von der Konstruktion ab, wieviel das Teil nachher wiegt.
      Ich meinte, dass ein geschlossenes Teil mit den Dimensionen mit Infill (Stützstruktur innen) ein großes Gewicht haben kann.
      Kannst Du mir einmal Deine E-Mail-Adresse geben, dann kann ich dafür sorgen, dass Du ein entsprechendes Angebot erhältst.

    • Profilbild von kristian
      kristian (CG-Team)

      Aaalso: der Creality CR-10 hat schon eine ansehnliche Druckfläche. Wenn es noch größer sein soll:

      Hypercube: https://www.thingiverse.com/thing:2254103 (Selbstbau). Es gibt Leute die haben sich einen 100 x 100 x 100cm Cube gebaut. Üblicher ist jedoch:

      Guten, vor allem zuverlässigen Drucker nehmen und die Teile mit Aceton oder Kleber verbinden. Kenne einige die sich Segelflieger (auch mal mit fast 2m Spannweite) zusammengebaut haben. Gerade da ist das Gewicht essentiell. Über den Infill-Parameter in den Slicern kannst du dann ja auch noch steuern, wie massiv/ausgefüllt der Innenraum ist. Zudem kannst du das Pattern (Raute, Bienenwaabe, etc) einstellen.

      LG

  8. Profilbild von HansKanns

    @ Hiob: Kann ich machen.

    Wie kann man hier eine PN schreiben?

    Coole Sache sich so nen Drucker selbst zu bauen. Das wäre der passende für mich.

  9. Profilbild von KurzundKnackig

    Preisleistung: Tarantula oder Anet a10?
    Aufbau eher egal

    • Profilbild von kristian
      kristian (CG-Team)

      KurzundKnackig(e) Antwort gibt es leider nicht. Aus der Hüfte geschossen: nimm den Anet E10. Aufbau ist vermutlich dann doch nicht sooo egal (nicht wenn du nach 3 Stunden Aufbauzeit fluchst). Druckgergebnisse sind, ohne viel Tuning beim E10 auch direkt besser.

      LG

      • Profilbild von KurzundKnackig

        Alles klar, Danke sehr!
        Den grund tenor, den ich so heruaslese ist der cr10 dennoch noch einmal „besser“ als der E10!? Die größe bräuchte ich eig nicht, mal sehen, wenn einer von beiden mal wieder günstig wird und ich meine PUnkte weg hauen muss, wird es einer von beiden!

        • Profilbild von kristian
          kristian (CG-Team)

          Absolut richtig. Der CR-10 ist noch einmal ein bisschen durchdachter, obwohl der Anet E10 die Zeit hatte ordentlich abzugucken. Zudem ist die Druckfläche beim CR-10, wie du sagst, schon ordentlich größer. Wenn du das Geld hast UND keine Zeit beim Aufbau verlieren willst UND die Druckfläche brauchst -> nimm den CR-10. Sonst musst du dich irgendwo dazwischen entscheiden 😉

          LG

  10. Profilbild von Peter Palette

    Hi,
    Respekt, schöner Bericht! Ich habe den Tarantula auch seit ein paar Monaten und bin recht zufrieden damit.

    Ich weiss nicht wie ihr es geschafft habt das Ding in knapp 5 Stunden aufzubauen. Ich habe dafür mehrere Wochenenden investiert. Allerdings bin ich auch absoluter Anfänger, glücklicherweise gibt es die Youtube-Anleitungen zum Aufbau, sonst hätte ich total verzweifelt. Endschalter erst mal verkehrt herum montiert und solche Sachen.

    Mit der originalen Firmware habe ich nichts auf die Reihe bekommen, es gibt aber eine recht aktuelle Marlin-Version (https://github.com/r0ndL/Tevo-Tarantula-Marlin-1.1-RC7-BugFix-= für den Tarantula, damit läuft er sehr geschmeidig.
    Man muss sich allerdings sehr lange durch die Konfigdatei lesen um alles anzupassen. Dann wird es langsam schön.

    Als erstes druckt man sich dann einen Rollenhalter und einen Gurtstraffer. Damit wurden meine Ausdrucke wirklich besser. Dann noch einen Halter für einen Lüfter.

    Insgesamt bin ich mit dem Drucker ganz zufrieden und kann ihn gerade für den jetzt gesenkten Preis (ich habe noch 200 bezahlt) empfehlen. Man muss sich eben Zeit nehmen!

    • Profilbild von kristian
      kristian (CG-Team)

      Hey Peter Palette,

      war halt nicht mein erster 3D-Drucker – deswegen gings dann schon etwas schneller. Dennoch: Die Anleitung ist, wie du sagst, nicht gerade der Bringer. Das geht bei Anet wesentlich besser.

      Danke fürs Kompliment, wobei die jetzigen 3D-Drucker-Tests dann mir irgendwie besser erscheinen – man lernt halt mit jedem Drucker dann doch noch etwas neues. Ein tolles Hobby <3!

      LG

  11. Profilbild von Schwoob

    Habe den A8 und einen Cr 10. Der Cr 10 hatte leichte Startschwierigkeiten wegen eines abgescherten Kabels. Aber dann…. Trotz einiger Optimierung ist und bleibt der A8 Spielzeug und der cr10 ist sofort Werkzeug. Meine Meinung.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
    • Profilbild von kristian
      kristian (CG-Team)

      Beim Anet A8 muss man halt richtig viel Zeit investieren – def. ein klasse Einstieg in das Hobby. Will halt nur nicht jeder machen.

      „bleibt der A8 Spielzeug und der cr10 ist sofort Werkzeug“ -> nette Argumentation – teile ich zu 90%!

      LG

  12. Profilbild von chellux

    Acyrlteile in Wasser einlegen… abgesehn davon is es immernoch ein HEATBED (HEIßBETT) UND KEIN HEIßBETT

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bild zum Kommentar hinzufügen (JPG, PNG)