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Unsere Verbesserungsvorschläge zur E-Scooter-Verordnung! [Video Talk]

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Diesen Artikel und euer Feedback darauf haben wir zum Anlass genommen, das Thema Elektrokleinstfahrzeuge nochmal aufzugreifen. Yoshi, Thorben und Jens reden in unserem neuen Videoformat über Höchstgeschwindigkeit, persönliche Erfahrungen und mehr.

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Ein normaler Morgen im Büro. Die Strecke vom Bahnhof bin ich wie immer gelaufen; einen E-Scooter, den ich mir für diese Strecke gerne zulegen würde, darf ich aktuell in Deutschland nicht fahren. Naja, ändert sich ja hoffentlich bald. Also den Rechner hochgefahren und als erstes die News des Tages gecheckt: Was gibt es neues aus China, was ist los auf der Welt, was ändert sich für Deutschland? „Verkehrssicherheitsrat fordert zahlreiche Hürden für Elektro-Roller“ lese ich im Focus, und verschlucke mich an meinem Kaffee. Na toll. Schöne neue E-Mobilitäts-Welt.

Deutschland hängt beim Thema E-Mobilität hinterher

Viel wurde in den letzten Monaten diskutiert über die neuen E-Scooter, kleine Tretroller mit Elektromotor. Die sogenannten „Last-Mile“-Roller sollen – der Name verrät es schon – vor allem die Fortbewegung auf dem letzten Stück zur Arbeit erleichtern. Im Idealfall sorgt das dafür, dass weniger Menschen Auto fahren. In vielen anderen Ländern sind diese Roller längst Alltag; in Deutschland sind sie bisher auf öffentlichen Wegen verboten. Ändern soll sich das mit der kommenden „Verordnung über die Teilnahme von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr“, kurz eKFV. Was da genau drin steht, haben wir hier schon mal für euch zusammengefasst.

Die Verordnung ist leider weit davon entfernt, perfekt zu sein. Im Gegenteil, einzelne Bestandteile gehen komplett an der Realität vorbei. Schon jetzt fahren geschätzt bis zu 250.000 dieser Fahrzeuge auf deutschen Straßen; ein Großteil (wenn nicht alle) davon wären unter der neuen Regelung nach wie vor illegal. Die Besitzer blieben auf den Kosten und einem Stück Elektroschrott sitzen. Dabei sind die Modelle nicht per se unsicher, die Formulierung der eKFV schließt sie nur einfach pauschal aus.

Den ES2 gibt es nur in silber-grau (vorne), den ES1 in schwarz (hinten)

Wir haben uns deshalb mal Gedanken gemacht, wie die Neuregelung unserer Meinung nach aussehen sollte. Alle folgenden Punkte sind die persönliche Meinung einzelner Mitglieder unserer Redaktion. Wie sähe eine „China-Gadgets-E-Scooter-Verordnung“ aus?

Geschwindigkeit – 25 km/h sind okay!

Die Durchschnittsgeschwindigkeit beim Radfahren liegt je nach Fahrer (und nach Quelle, die man befragt) zwischen 10 und 25 km/h. Dabei handelt es sich allerdings um den Durchschnitt, theoretisch ist besonders nach oben noch viel möglich. Radfahrer, die auf einigen Strecken 30 oder sogar 40 km/h erreichen, sind keine Seltenheit. Bergab sind noch ganz andere Zahlen drin. Warum ist ein Scooter, dessen Höchstgeschwindigkeit elektronisch begrenzt ist, nun viel gefährlicher?

Viele der bisherigen Modelle (auch aus China) fahren maximal 25 km/h schnell. Eine Festlegung der Obergrenze auf eben diesen Wert würde diesen Modellen die Teilnahme am Straßenverkehr ermöglichen.

Unser Vorschlag: Die aktuelle Obergrenze von 20 km/h schließt zu viele Modelle aus! Hebt die Grenze auf 25 km/h an.

Beleuchtung und Bremsen müssen sein – aber keine Helmpflicht!

Hier sind die vorgesehenen Bestimmungen richtig. E-Scooter müssen auch morgens, abends und nachts gut sichtbar sein, sowohl für Fußgänger als auch Autofahrer. Und ebenso sind Bremsen unabdingbar. Sicherheit geht vor, und auch unserer Meinung nach sollte es vorne wie hinten Beleuchtung geben und zwei Bremsen. Aber: Ist keine Lampe eingebaut, sollte man die Roller mit abnehmbaren Leuchten ausstatten können, wie man das ja auch bei Fahrrädern schon macht.

Unser Vorschlag: Beleuchtung und Bremsen sind wichtig und dürfen an keinem E-Scooter fehlen.

Eine Helmpflicht hingegen gibt es auch für Radfahrer nicht. Der Sinn von Helmen wurde oft genug bewiesen, trotzdem sollte hier auf die Eigenverantwortung der Fahrer gesetzt werden, zumal man durch das Nicht-Tragen eines Helmes nur sich selbst gefährdet. Einen Helm tragen zu müssen widerspricht außerdem dem Gedanken, mit einem E-Scooter möglichst mobil und flexibel zu sein, da man einfach ein nicht zu verachtendes Gepäckstück mehr mit sich herumtragen muss.

Unsere Vorschlag: Helme bei Fahrrädern und E-Scootern sollten der Eigenverantwortung der Fahrer unterliegen!

Gebt die Fußwege frei, wenn es keine Radwege gibt!

Sicherlich einer der größten Streitpunkte. Fußgänger fürchten um ihre Sicherheit auf den Gehwegen, die sie bereits durch Radfahrer bedroht sehen. Nur: wer heute mit dem Rad auf einem Gehweg rast, verstößt schon jetzt gegen bestehende Vorschriften. Radfahrer, die im Schritttempo fahren und sich Fußgängern anpassen, sind hingegen überhaupt keine Gefahr. Nicht ohne Grund gibt es Wege, die sich Radfahrer und Fußgänger teilen müssen, weil man davon ausgeht, dass beide Seiten eben mitdenken können und müssen.

Ninebot ES 1 Elektroroller fahren

Es gibt schmale Fußwege, auf denen kaum zwei Personen nebeneinander laufen können. Und es gibt breite Fußwege, auf denen ohne Probleme drei Radfahrer nebeneinander Platz finden und dabei sogar noch entgegenkommende Fahrer vorbeilassen können. Wie schnell man hier jeweils fahren kann, hängt immer auch davon ab, wie viel eben los ist auf dem Bürgersteig. Und Arschlöcher, die mit viel zu hohem Tempo durch Gruppen von Fußgängern rasen, wird es immer geben, ob man das Fahren auf dem Gehweg nun erlaubt oder nicht.

Traut den Verkehrsteilnehmern doch zu, selbst verantwortungsvoll zu fahren, ohne dass zu enge Regeln alles vorgeben und im Endeffekt nur einschränken. Radwege gehören eh ausgebaut, weil sie in vielen Städten lange vernachlässigt wurden – die E-Scooter sind nun ein Grund mehr, das endlich in Angriff zu nehmen. So lange sollte man Fahrern von E-Rollern die Möglichkeit einräumen, den Platz gemeinsam mit Fußgängern in gegenseitiger Rücksichtnahme zu nutzen.

Was ist denn die Alternative? E-Scooter müssen bei fehlendem Radweg auf die Straße ausweichen. Das heißt, ein Fahrzeug kleiner als ein Kinderfahrrad, das je nach Modell vielleicht auch nur 15 km/h schnell fährt, soll sich die Straße, auf der Tempolimit 50 oder auch 70 gilt, mit PKW und LKW teilen. Das kann ja nicht ernsthaft die Lösung sein. Das Fahren auf der Straße sollte möglich sein, aber nicht grundsätzlich zur Pflicht werden.

Unsere Vorschlag: E-Scooter gehören auf die Radwege. Punkt. Gibt es aber keinen Radweg, können sie auf den Bürgersteig ausweichen und dürfen auch in Fußgängerzonen fahren.

Keine Führerscheinpflicht!

Hiervon ist man im letzten Entwurf glücklicherweise abgerückt. 14 Millionen Menschen in Deutschland haben keinen Führerschein. Einerseits gehören dazu Minderjährige und auch ältere Generationen, die von den E-Scootern wohl eh weniger Gebrauch machen würden. Dazu gehören aber auch die Menschen, die in Großstädten vor allem öffentliche Verkehrsmittel nutzen und deshalb nie einen Führerschein gemacht haben. Gerade diese Gruppe würde aber besonders von den Tretrollern profitieren. Wer zur Arbeit 40 Minuten auf der Autobahn fährt, der wird nicht statt dessen die Bahn und einen E-Scooter nehmen.

Die Elektrokleinstfahrzeuge entsprechen außerdem in ihrer Größe und ihrer Geschwindigkeit viel eher einem Fahrrad oder sogar einem einfachen Tretroller als einem Mofa oder gar einem PKW. Es ist einem Erwachsenen zuzutrauen, sie im Straßenverkehr sicher zu führen, wie man das bei Fahrrädern ja auch tut.

Unsere Vorschlag: Dass die Führerscheinpflicht weg fällt ist richtig. Für das „Führen“ eines E-Scooters braucht es keine Prüfung.

Vergesst den Unsinn mit den Riesen-Scootern!

Für mich war ein E-Scooter immer ein einfacher Tretroller mit Akku und Motor. Der Xiaomi M365 ist 108 cm lang und wiegt 12,5 kg. Die nachfolgenden Modelle von Segway sowie andere Roller chinesischer Hersteller sind ähnlich groß und schwer. In der Verordnung steht nun, dass die sogenannten Elektrokleinstfahrzege bis zu zwei Meter lang sein dürfen. Der von BMW Anfang des Jahres vorgestellte X2 City war dann auch gleich 1,50 m lang und wiegt 20 kg – das sind eher die Dimensionen eines Elektrofahrrads als eines Tretrollers. (Der X2 City fällt aber womöglich ohnehin nicht mehr unter die Verordnung.)

Der als der erste eKFV-konform angepriesene Metz Moover ist immerhin auf 117,5 cm gekürzt, wiegt aber auch 16 kg und ist aufgrund größerer 12 Zoll-Reifen zusammengefaltet etwas größer. Beide Roller kosten übrigens 2000€ oder mehr, aber das ist noch mal ein ganz anderes Thema.

Metz Moover E-Roller

Besonders dem Moover tut man hier Unrecht, wenn man ihn als „riesig“ bezeichnet, dennoch hoffe ich, dass wir hier keinen neuen Trend beobachten können. Dass die Roller überhaupt so groß sein dürfen ist meiner Meinung nach schon ein Fehler. Das Maximalgewicht darf bis zu 55(!) kg betragen – hat sich da irgendjemand mal die aktuellen Roller angesehen? Der wirkliche Vorteil der Roller, dass man sie einfach transportieren und verstauen kann und sie auch in der Bahn nicht stören, fällt hier ja komplett weg!

Unser Vorschlag: Möglichst enge Vorgaben bringen erst mal keinen Vorteil. Trotzdem sehen wir nicht ganz, warum ein Elektrokleinstfahrzeug potentiell 55 kg wiegen darf. Lassen wir das mal so stehen und hoffen, dass sich die Vernunft durchsetzen wird.

Mindestalter: 15 Jahre

Die nun kommende Verordnung sieht auch vor, dass bereits 12-jährige E-Scooter fahren dürfen, solange diese maximal 12 km/h fahren. Ab 14 Jahren dürfen dann alle Modelle gefahren werden. Da in unserer Verordnung das Maximaltempo ja nun 25 km/h ist, heben wir das Mindestalter auf 15 Jahre an – wie beim Mofa-Führerschein. Die Ausnahmeregelung für 12-jährige streichen wir, da sie die Verordnung nur verkompliziert und eine Unterscheidung zwischen langsamen und schnellen Scootern nötig macht. Bei maximal 12 km/h fällt außerdem einer der Vorteile der Roller, die Zeitersparnis durch Geschwindigkeit, bereits weg.

Unser Vorschlag: Das Mindestalter für E-Scooter sollte 15 Jahre betragen.

Versicherungspflicht und Kennzeichen – Wirklich nötig?

Elektrokleinstfahrzeuge müssen dem finalen Entwurf nach nicht nur den Vorgaben entsprechen, es muss auch eine eigene Versicherung für die abgeschlossen werden und sie müssen eine entsprechende Plakette bzw. einen Aufkleber tragen. Pedelecs, also Fahrräder mit elektrischer Tretunterstützung bis 25 km/h, müssen das in Deutschland nicht. Wer schon mal auf einem solchen Pedelec (von vielen umgangssprachlich auch als E-Bike bezeichnet) saß, weiß, wie die Dinger abgehen können – viel Kraftaufwand braucht es dabei nicht. Und ja, ein eigenständiger Motor ist noch mal was anderes als nur Tretunterstützung, in der Praxis ist das meiner Erfahrung nach aber ein nur geringer Unterschied. Und noch mal: Wo ist das Verletzungsrisiko wohl höher? Bei einem Pedelec (oder selbst Fahrrad), das mit 25 Sachen in einen Passanten fährt, oder einem E-Scooter?

Mich persönlich stört die Versicherungspflicht nicht mehr so sehr (andere Teile der Verordnung finde ich schlimmer), trotzdem ist es eine weitere Hürde, die Menschen vom kauf eines solchen E-Scooters abhalten wird. Die persönliche Haftpflicht sollte dafür doch eigentlich ausreichen.

Unser Vorschlag: Die Versicherungspflicht gehört mindestens nochmal überdacht. Sollte sie kommen, müssen sowohl der Aufwand als auch die Kosten so gering wie möglich gehalten werden.

Das ist unsere Meinung. Was ist eure?

Dass E-Scooter bald in Deutschland fahren dürfen ist gut, die zugehörige Verordnung aber noch lange nicht perfekt. Die hier aufgezählten Vorschläge sind dabei nur unsere Sichtweise und natürlich nicht der Weisheit letzter Schluss. Und selbst bei uns in der Redaktion haben wir diese Punkte hitzig diskutiert und sind nicht in allen Punkten einer Meinung.

Wie steht ihr zu der ganzen Thematik? Wo findet ihr die Verordnung gut, wo geht sie euch zu weit und wo vielleicht nicht weit genug?

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Warum beeinflusst das in keinster Weise unser Testurteil?
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Jens

Aktuell interessiert mich vor allem das Thema E-Mobilität; die neuen E-Scooter erwarte ich mit Vorfreude. Als leidenschaftlicher Zocker freue ich mich auch über alle Gadgets mit Gaming-Bezug.

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Kommentare (86)

  • Profilbild von SmashD
    # 13.04.19 um 15:38

    SmashD

    Zum Glück sind Smartphones keine Fortbewegungsmittel… Sonst wäre hier mit Ach und Krach maximal ein 3310 erlaubt. Für die Smombies an Bodenampeln schrauben und durch dergleichen Schwachsinn solch Unaufmerksamkeit auch noch fördern. Regulierungen überall (Steuern und Pflichten heißt das doch im Normalfall), Verbote, Vorschriften. Zum Kotzen.

  • Profilbild von Dutyfree
    # 13.04.19 um 19:32

    Dutyfree

    Leider ist die Lobbyarbeit in Deutschland weit verbreitet und so wundert es nicht, dass nun plötzlich eine Versicherungspflicht notwendig wird. Das stellt eigentlich kein Problem dar, gäbe es nicht im öffentlichen Nahverkehr unterschiedliche Regelungen hierzu. In Deutschland wird alles viel zu stringend reglementiert. Von Vernunft oder sinnvolle n Regelungen sind wir noch viel zu weit entfernt. Vielleicht regelt es der nâchste Verkehrsminister wenn der jetzige im Vorstand der Lobbyisten sitzt. Mit Demokratie und Volksvertretung hat dies nur noch wenig zu tun.

    • Profilbild von Simplicitas
      # 13.04.19 um 23:14

      Simplicitas

      Wieso "plötzlich"? Eine Versicherungspflicht für Kraftfahrzeuge ist bereits seit jahrzehnten gesetzlich verankert und ergibt zum Schutz von Unfallopfern auch Sinn.

  • Profilbild von Frankyyyy
    # 13.04.19 um 21:37

    Frankyyyy

    Wer einmal erlebt hat wie ein Scooter geräuschlos mit 25 kmh an einem vorbei gefahren ist der wird sagen sowas gehört garantiert nicht auf den Gehweg. Ein unerwarteter Richtungswechsel des Fußgängers und beide sind im Krankhaus. Alternativ kann man natürlich Rückspiegel und Blinker bei Fußgängern einführen

  • Profilbild von deine muda
    # 13.04.19 um 22:44

    deine muda

    Alle sollten die dinger fahren wie sie sind m365 usw. VIVA la revolutione ihr Spacken Roller wo seid ihr?

  • Profilbild von HPJK
    # 13.04.19 um 23:41

    HPJK

    @Frankyyyy: man sollte sich auch als Fußgänger zuerst versichern, dass nichts von hinten kommt, sonst wirst du von einem Jogger genau so umgelaufen. Ist zwar eine andere Geschwindigkeit, aber niemand fährt mit voller Geschwindigkeit durch eine Fußgängerzone, auch nicht mit einem Tretroller oder Longboard zum Beispiel.

    Hier könnten für Fußgängerzonen auch Tempolimits eingeführt werden.

  • Profilbild von Stefan
    # 14.04.19 um 06:59

    Stefan

    Wie erwartet, 100% aus egozentrischer Sicht formuliert, nicht mal ganz kurz über den eigenen Tellerrand hinaus geschaut…
    Bei "Keine Helmpflicht, man gefährdet ja schließlich nur sich selber" bin ich ausgestiegen, die Argumentation war vor 100 Jahren schon völlig daneben, als es um die Gurtpflicht im Auto ging.
    Und dann wollt ihr auch noch schneller fahren und keine Versicherung dafür abschliessen, keine Fahrtauglichkeit nachweisen und auf Gehwegen zumheizen…
    Wie dumm und egoistisch könnt ihr eigentlich noch sein?!? 20 km/h reichen LOCKER aus, um sich oder andere schwer zu verletzen oder gar zu töten!
    VERSUCHT doch wenigstens, auch mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen!?

    • Profilbild von Christian
      # 14.04.19 um 11:15

      Christian

      @Stefan: Wie erwartet, 100% aus egozentrischer Sicht formuliert, nicht mal ganz kurz über den eigenen Tellerrand hinaus geschaut…

      VERSUCHT doch wenigstens, auch mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen!?

      Du kannst dem Jens doch nicht zumuten, 500! Meter zu Fuß zu laufen. ?

    • Profilbild von Alter Schwede
      # 14.04.19 um 16:01

      Alter Schwede

      @Stefan: Wie erwartet, 100% aus egozentrischer Sicht formuliert, nicht mal ganz kurz über den eigenen Tellerrand hinaus geschaut…
      Bei "Keine Helmpflicht, man gefährdet ja schließlich nur sich selber" bin ich ausgestiegen, die Argumentation war vor 100 Jahren schon völlig daneben, als es um die Gurtpflicht im Auto ging.
      Und dann wollt ihr auch noch schneller fahren und keine Versicherung dafür abschliessen, keine Fahrtauglichkeit nachweisen und auf Gehwegen zumheizen…
      Wie dumm und egoistisch könnt ihr eigentlich noch sein?!? 20 km/h reichen LOCKER aus, um sich oder andere schwer zu verletzen oder gar zu töten!
      VERSUCHT doch wenigstens, auch mal einen anderen Blickwinkel einzunehmen!?

      Rollstuhlfahrer brauchen z.B. keinen Führerschein, haben aber ein schwerer zu steuerndes Gefährt und sind meist altersbedingt nicht mehr fit und deshalb auch viel problematischer in Verkehrssituationen.
      Wenn man schneller fahren dürfte, dann gerne auch mit Führerschein, aber 20 sind lächerlich, da laufe ich schneller! Selbst 25 sind wenig, lieber gleich 30 um dem Verkehr angepasst zu sein, so gibt es auch nicht diese nervigen Diskussionen wo man damit fahren darf.
      Je nachdem, wie viel los ist, fahre ich mit allem außer Auto normal grundsätzlich auf dem Gehweg, denn die Straßen sind viel zu befahren, unsicher und gestaut (gibt noch mehr Frust bei Autofahrern), während man die Fußgänger an einer Hand zählen kann…
      Übrigens kann ich auch ohne Fahrzeug Jemanden umrennen und schwer verletzen oder gar töten, also ist das kein stichhaltiges Argument! Man muss eben nur Rücksicht nehmen.

      Vielleicht willst du das Ganze ebenfalls nur aus deinem Blickwinkel sehen?

      • Profilbild von Simplicitas
        # 14.04.19 um 16:26

        Simplicitas

        Jetzt hackt's aber! Ein elektrischer Rollstuhl für den keine Betriebserlaubnis und kein Versicherungsschutz nötig ist, darf maximal 6km/h fahren. Elektrische Rollstühle die schneller fahren können benötigen auch heute bereits eine Betriebserlaubnis, Versicherungsschutz und das zugehörige Versicherungskennzeichen.

        • Profilbild von Alter Schwede
          # 14.04.19 um 17:31

          Alter Schwede

          @Simplicitas: Jetzt hackt's aber! Ein elektrischer Rollstuhl für den keine Betriebserlaubnis und kein Versicherungsschutz nötig ist, darf maximal 6km/h fahren. Elektrische Rollstühle die schneller fahren können benötigen auch heute bereits eine Betriebserlaubnis, Versicherungsschutz und das zugehörige Versicherungskennzeichen.

          Wieso? Klar braucht man dort einen Versicherungsschutz, da ältere Menschen schnell überfordert sind und in Notsituationen oft nicht angemessen reagieren.
          Eine Betriebserlaubnis ist nicht mit einem Führerschein gleichzusetzen! Diese bekommt man einfach nach Beantragung von der Versicherung und kann dann 15km/h fahren.
          Selbstverständlich fahren Senioren meist nur Schritttempo, da sie sich mehr nicht zutrauen, aber das ist halt gesetzlich möglich.

        • Profilbild von Simplicitas
          # 15.04.19 um 09:42

          Simplicitas

          Die Betriebserlaubnis gibt's nicht von der Versicherung, die stellt das Kratfahr-Bundesamt aus und darum kümmert sich normalerweise der Hersteller.
          Stefan hat sich ausdrücklich über die Forderung mit eScootern schneller als 20km/h und gleichzeitig ohne Versicherungsschutz fahren zu tun echauffiert. Elektrische Rollstühle in diesem Kontext als Beispiel anzuführen ist in meinen Augen nicht nachvollziehbar. Wieso habe ich erläutert. Ein Versicherungsschutz ist deswegen notwendig, weil es sich bei einer Geschwindigkeit von mehr als 6km/h um ein Kraftfahrzeug handelt, welche dem Pflichtversicherungsgesetz unterliegen. Das hat nichts mit dem überfordert sein älterer Menschen zu tun.
          [Eine Fahrtauglichkeitsprüfung steht ja sowieso nur bedingt zur Debatte, diese ist nämlich nach aktuellem Entwurf für die eKFV sowieso nicht vorgesehen.]

      • Profilbild von Felix Weidmann
        # 20.04.19 um 15:38

        Felix Weidmann

        Recht hast Du! Manchmal kommt es einem vor, als gäbe es nur 107-jährige Tattergreise in Deutschland. Aber 300 mit dem Auto sind dann kein Problem! Autos dürften höchstens 5 km/h fahren, würde man die ganze Logik hier auf sie anwenden.

    • Profilbild von Jens
      # 15.04.19 um 10:46

      Jens CG-Team

      Ich leugne doch überhaupt nicht, dass man sich und andere mit einem E-Roller schwer verletzen kann. Meine Argumentation war aber: Das kann ich mit einem Fahrrad auch, und da trauen wir es den Menschen auch zu, entsprechend umsichtig zu fahren. Ich kann doch nicht alles verbieten, was potentiell gefährlich ist.

      Wieso glaubt eigentlich jeder Gegner der Roller, auf den Gehwegen würden alle Rollerfahrer nur "heizen" wollen? Die paar Idioten, die komplett rücksichtslos fahren, machen das eh. Man muss aber deswegen nicht alle anderen auf die Straße verbannen, was umgekehrt wieder gefährlicher für den E-Scooter-Fahrer ist.

      Ich bin übrigens der Meinung, dass man versichert sein sollte, nur nicht, dass es eine besondere E-Scooter-Versicherung geben muss.

      • Profilbild von Simplicitas
        # 18.04.19 um 12:57

        Simplicitas

        @Jens: Ich bin übrigens der Meinung, dass man versichert sein sollte, nur nicht, dass es eine besondere E-Scooter-Versicherung geben muss.

        Wäre ja schön und gut, es gibt jedoch kein Pflichtversicherungsgesetz für Menschen. Es gibt hingegen Pflichtversicherungsgesetzte für Kraftfahrzeuge und das ergibt aus dem grundsätzlich hohem Gefahrenpotential durchaus Sinn.
        Eine Privathaftpflichtversicherungspflicht würde ich tatsächlich begrüßen. Aber auch dann müsste man sich fragen, wo die Grenze gezogen wird. Aktuell ist das relativ klar und eindeutig geregelt. Kein Kraftfahrzeug: durch Privathaftpflichtversicherung versichert*. Ein Kraftfahrzeug: durch Privathaftpflichtversicherung nicht versichert*. [*für Ausnahmen Versicherungspolice prüfen]

        Wieder eine neue Ausnahmeregelung für diese eKFV, weil sie leicht und vergleichsweise langsam sind und damit so etwas "ähnliches" wie Fahrräder sind sehe ich schwierig. Genau so könnten nämlich die MoFa-Fahrer argumentieren, da der quantititive Unterschied zwischen MoFa und Fahrrad nur marginal ist. 25km/h kann man ja auch mit einem nicht motorisiertem Fahrrad erreichen. Gerade auch in Betrachtung des Pedelec, welches diese Geschwindigkeit mit Tretunterstützung erreichen. Befreit man dann auch das MoFa von der Versicherungspflicht werden die 50cc und SPedelec Fahrer genau so ihren Hut in den Ring werfen. Diese verursachen bei einem Unfall doch auch kaum größere Schäden als ein MoFa. Der Argumentationskette gegen die eKFV folgend wäre also auch hier eine Ausnahme vom Pflichtversicherungsgesetz anzuwenden. Ähnlich kann aber auch ein Fahrer eines 60 Jahre alten VW Käfer argumentieren, der ebenfalls recht gemütlich vor sich hin knattert. Und weil dieser dennoch theoretisch einen höheren fünfstelligen Sachschaden an einem Porsche 918 Spyder verursachen oder jemand – genau so wie der Rollerfahrer – für ewig in den Rollstuhl verbannen kann, sieht der restliche KFZ Verkehr die Individualversicherung dann auch nicht mehr ein.

        Klar, es ließe sich zukünftig also einfach alles über die Privathaftpflichtversicherung mit einem Privathaftpflichtversicherungspflichtgesetz. Damit würden sich die Jahresbeiträge aber in den höheren dreistelligen Bereich verabschieden und wer wohlhabend ist profitiert und der 'Pöbel' darf blechen.
        Ich verstehe nicht worin das Problem in der individuellen Versicherung liegt. Das die Versicherungskonzerne gewinnorientiert arbeiten ist doch bereits bei der Privathaftpflichtversicherung der Fall. Durch erhöhtes Risiko werden die Beiträge angepasst. Unterm Strich ändert sich also nichts, außer das eScooter Fahrer ihr Risiko selbst tragen, statt es auf die Allgemeinheit umzulegen.

        Lassen wir mal alle Polemik bei Seite bleiben drei Optionen:
        1. Es ist gar kein Versicherungsschutz notwendig und es gibt auch keine Abdeckung durch eine Versicherung (Opfer bleiben eventuell auf Kosten sitzen, Verursacher haften mit ihrem gesamten Privatvermögen)
        2. abgedeckt über Privathaftpflichtversicherung (wachsende Beiträge, es gibt keine Privathaftpflichtversicherungspflicht, oben genannte Ungleichbehandlung von Kraftfahrzeugen)
        3. individuelle Versicherung wie aktuell geplant (nicht perfekt, birgt jedoch das geringste Konfliktpotential)
        Oder, lieber Jens, zeig uns wo eine Grenze gezogen werden soll, gegen die keines eurer Argumente die ihr bei der eKFV nennt Anwendung finden kann.

        Anmerkung: Ich finde eScooter grundsätzlich interessant. Auch wenn mich die marode und dem Wachstum nicht hinreichend angepasste Infrastruktur meiner Stadt leider vom Kauf absehen lassen würde. Bevor wieder krakelt wird, dass ich nur für eine Versicherungspflicht plädiere, weil ich gegen die Technik sei. Ich habe nur keinen Bock darauf, dass mir jemand reinsemmelt und den Schaden dann nicht begleichen kann.

        • Profilbild von Jens
          # 18.04.19 um 14:11

          Jens CG-Team

          Ok, gebe dir da sogar grundsätzlich Recht. Mich würde jetzt interessieren, um wie viel die Beiträge bei Vorschlag 2 wirklich steigen würden. Die jetzt angedachten 30-60€ für eine E-Scooter-Versicherung sind ja erst mal nur ein vorläufiger Wert, weil keiner weiß, was da wirklich an Kosten entsteht.
          Sollte, entgegen meiner Erwartung, die Anzahl an Unfällen und die Folgekosten für Versicherer durch E-Scooter massiv zunehmen, dann halte ich auch die Pflichtversicherung für die richtige Wahl.

        • Profilbild von Felix Weidmann
          # 20.04.19 um 15:42

          Felix Weidmann

          Deine Sicht ist sehr beschränkt. Du weißt nicht, dass alle Versicherer in einen Pool zahlen, der nicht gedeckte Schäden bezahlt. Dieser Pool nimmt dann Regress beim Verursacher. Na, was gelernt heute?!

  • Profilbild von lel
    # 14.04.19 um 16:55

    lel

    Klasse Artikel, Klasse Vorschläge, wird sich leider kein schwein daran orientieren weil Deutschland hier weiterhin weit hinterher sein wird wie in sonst allen anderen Themen auch..

  • Profilbild von Boxer
    # 15.04.19 um 08:04

    Boxer

    Moin,
    meiner Meinung nach ein nur auf den ersten Blick einfaches Thema für die Politik. Erfahrungen habe ich durch einen Portugalurlaub mit E-Scootern gemacht. Gefahren bin ich überall. Das heisst Fußweg, Fahrradweg und Strasse. Geteert sowie gepflasterte Wege.
    Nachfolgend in Stichpunkten meine Meinung :
    – Geschwindigkeit : Gleiche Meinung wie der Autor. 20 wäre mir zu wenig. 30 geht zwar auch, ist aber ehrlich gesagt schon zu viel. Mit 20 fährt man schon gut aber es gab dann doch Situationen bei mir wo ich mit 20 ein Hindernis geworden wäre. Bin aber maximal 20 Prozent der Zeit über 20 kmh gefahren.

    – Beleuchtung /Bremsen: Absolut notwendig.

    -Helm: Bin ich kein Freund von. Wäre aber sinnvoll, vor allem bei Fortbewegung auf der Straße.

    -Fußweg : Für mich mit der wichtigste Punkt. Auf keinen Fall 20kmh, max 8-10 und mit der Vorgabe dass die Fußgänger zu jeder Zeit Vorrang haben. Oder auf die Eigenverantwortung der Rollerfahrer setzen. Da dies aber wohl schwierig wird, wäre hier eine Vorgabe wichtig.

    -Führerschein : Gut das diese Idee nicht umgesetzt wurde.

    -Riesenscooter: Der Gedanke möglichst viele Modelle in einem Gesetz unterzubringen ist ja löblich, hier aber meiner Meinung nach fehl am Platz. 10 kg Scooter oder 50kg Scooter sind zwei komplett unterschiedliche Fahrzeuge. Das sollte auch im Gesetz so verankert werden. Bei einem Scooter von 50kg wäre ich der Meinung das der Fußweg hier komplett ungeeignet wäre.

    -Mindestalter : gleiche Meinung wie der Autor.

    -Versicherung /Kennzeichen : Absolut notwendig. Vielleicht noch aufgesplittet in Gewicht.

    Generell habe ich mich auf einem Roller innerhalb weniger Minuten sicher gefühlt. Allerdings ist die Unfallgefahr für einen selber etwas höher als auf einem Fahrrad. Schlaglöcher, Unebenheiten, Kantsteine können hier schneller zu einem Unfall führen. Auf gepflasterten Flächen bei Nässe quasi kein Möglichkeit vernünftig zu fahren.

  • Profilbild von sixfeet
    # 15.04.19 um 14:12

    sixfeet

    Fehlt noch, daß die Dinger alle 2 Jahre zum TÜV müssen.
    Dann noch Reifen Freigabe und Mindestprofiltiefe dazu und die deutsche Bürokratie hat wieder was schlankes leichtes komplett Sinnfrei gemacht *FG*

  • Profilbild von corollali
    # 16.04.19 um 12:37

    corollali

    Ein Roller der 30-80€ Versicherung kostet ist für mich komplett raus. Das ist wieder nur Geldmacherei und verkompliziert alles. Warum nicht einfach die Scooter dem E-Fahrrad gleichstellen? Das ist für Deutschland ZU einfach. Man signalisiert damit nur dass man was machen muß, aber im Grunde keine E-Scooter im Straßenverkehr haben will.
    Die Hürden sind zu groß. Schade. Soll ich für meine Familie 120-320€ alleine Versicherung jedes jahr zahlen damit ich gemeinsam E-Scooter vom Campingplatz ins nächste Dorf fahren kann? Für 4 Fahrräder ist kein Platz im Wohnwagen

  • Profilbild von Gast
    # 17.04.19 um 00:06

    Anonymous

    Also ich finde die ganze Diskussion sehr müßig. Vorallem weil sich das schon seit Jahren zieht und jetzt nur Mist rauskommt.
    Fakt ist, damit dies praktikabel ist müssen es eben genau die Modelle sein, die leicht und klein sind. Das ist der M365 und der ES2.
    Alle weltweit agierenden Leihbetriebe setzen auch genau diese Geräteklasse ein. LIME / TIER / BIRD etc.
    BIRD und TIER machen ja bereits Modellversuche in Bamberg oder Berlin und sind im AT oder CH legal aktiv.

    Ich frage mich ehrlich gesagt warum in Bamberg Modellversuche mit zukünftig verbotenen Fahrzeugklassen gefahren werden. :-O

    https://www.stadtwerke-bamberg.de/bird

    https://www.youtube.com/watch?v=rzOv_Omtfa0

    Die einzige Erklärung dafür kann nur Lobbyismus sein. Andernfalls muss ich unterstellen, dass bei dieser Verordnung niemand beteiligt war der jemals das Thema abseits seines Schreibtisches betrachtet hat 😉

    Armes Deutschland … btw. zu allen Millitanten links oder rechts bei dem Thema kann ich nur sagen

    Versicherungspflicht ja !
    Behandlung als Pedelec mit 25kmh !
    Gesunder Menschenverstand bei der Bedienung !

    Verbote lösen hier gar nichts !

  • Profilbild von Matthias
    # 18.04.19 um 13:11

    Matthias

    https://m.bild.de/regional/berlin/berlin-aktuell/in-berlin-tiergarten-e-rollerfahrer-umgefahren-61314208.bildMobile.html

    Denn werden ja solche Berichte ja leider häufiger.
    Sieht auch von der Form so aus als wäre es ein Xiaomi M365

  • Profilbild von Ihnako
    # 18.04.19 um 13:18

    Ihnako

    @Simplicitas: (^ ^)b

    Du bringst es auf den Punkt.
    Ich stimme Dir zu, es muss eine Regelung gefunden werden, damit im Schadenfall der Geschädigte nicht auf dem Schaden (ggf. Lebenslang) sitzen bleibt.

    Jeder der jetzt sagt man hat doch eine PHV, der irrt. Sie heißt zwar Haftpflicht ist aber keine Pflichtversicherung. Der deutsche Michel hat was gegen sinnvolle Versicherungen wenn sie vorgeschrieben werden.

  • Profilbild von Ihnako
    # 18.04.19 um 13:37

    Ihnako

    Was das Thema "Benutzung des Fußweges/Bürgersteig" angeht, sollte man ruhig mal nach Österreich, respektive Wien schauen. Dort werden eScooter genau wie Fahrräder behandelt. Spricht sie gehören auf den Radweg. Da eScooter ähnliche Geschwindigkeiten (10-25 km/h) wie ein durchschnittlicher Fahrradfahrer erreichen ist dies auch nur logisch. Wo kein Radweg, dann die Fahrbahn. Ausnahme: Kinder bis X Jahre, so wie es auch hierzulande für Fahrräder gilt. (Was die meisten jedoch zu vergessen scheinen.)

    Und zum Thema letzte Meile… bei einer Bevölkerung die mehr und mehr unter Bewegungsmangel und Fettleibigkeit leidet, ist das das falsche Signal. Mehr Bewegung statt weniger!

  • Profilbild von Michi1988
    # 18.04.19 um 14:19

    Michi1988

    @Anonymous: Tier macht Versuche mit nicht zugelassenen Fahrzeugen weil sie noch keine zugelassenen Fahrzeuge anbinden konnten, weil es diese in dieser Form noch nicht gibt. Das deutsche Modell wird von Segway derzeit produziert.

    • Profilbild von Gast
      # 19.04.19 um 01:59

      Anonymous

      Ich kritisiere nicht Tier oder Bird … sondern unsere Politik.
      In allen Medien wird vorgegaukelt da kommt etwas mit dem ich als Otto normalo auch was anfangen kann. Doch da wird gezeigt was Stand der Technik ist, was alle haben wollen und praktikabel wäre. Nicht was man entwickeln könnte um einem realitätsfernen Gesetzesentwurf nachzukommen.
      Ich will nur sagen hier werden alle verarscht. Die Technik, die das deutsche Gesetz vorsieht existiert nicht !!! … Es wird mit Bildern der Technik gearbeitet die alle kennen… M365, ES2, die sich bewährt haben und zig Staaten bereits zulassen sind.

      Es ist absolut fraglich ob überhaupt jemand bock hat sich mit den Regularien zu beschäftigen und ein so praktikables Gerät auf den Markt zu bringen, was dann unseren deutschen Standards entspricht. (Markt zu klein, Regularien zu streng, Kosten zu hoch)

      Die Dinger sind ja schon da … lass es uns mal ausprobieren ! … Im Zweifel für den Angeklagten also. Das sollte die Devise sein ! …. Mit Versicherungsschutz, und man wird ganz schnell sehen es ist nicht Perfekt, wir müssen nachbessern.
      Aber man wird auch feststellen so doof wie wir unsere Bevölkerung einstufen ist sie gar nicht 😉

      Es ist leider eine Mischung aus Lobbyismus, Protektionismus und Kontrollwahn ohne jemals den Schreibtisch verlassen zu haben. Und keiner kann mir glaubhaft machen, dass ein einziger der an dem Entwurf beteiligt war selbst auf einem dieser Dinger stand.

      Ich fordere die Gesetzmacher zurück in die Realität … Erleben vor dem Schreibtischurteil …. keine 51 Seiten sondern maximal 5 !

      Das ist doch keine Raketentechnik…

      Man braucht sich auch nicht wundern, dass keiner etwas von einer Pedelec == E-scooter Petition mitbekommt.
      Alle denken ja … oh cool wird ja 🙂 … und auch obwohl ich mich mit dem Thema seit Jahren befasse hab ich diese Petition leider übersehen .

      Btw. ich betreibe meinen M365 in der Theorie legal. Ich habe das Ding umgebaut auf ein "Pedelec" … d.h. es gibt keinen Gashahn mehr und ein zusätzlicher Mikrocontroller erkennt ob ich mich abgestoßen habe. In diesem Fall unterstützt er mein anschieben.

      Somit Safe nach aktueller Gesetzeslage …. Metz Moover verfolgt den selben Gedanken. Wobei ich sagen muss, dass die sichs sehr leicht gemacht haben. Das ist eher eine Totmannschaltung 😉

      Ganz ehrlich das was Konzerne wie Metz in dem Bereich auf den Markt bringen ist nur durch Lobbyismus zulässig.
      Wer glaubt man müsse bei einem Pedelc wirklich treten sollte mal in den kleinsten Gang schalten und wird merken der Motor macht das schon. Bewegen muss man das Pedal… mehr nicht. Das entspricht einem Gashahn 😉

      Man hat leider nicht begriffen worauf es ankommt.

      Die Leute wollen mobil sein… egal wie … Hauptsache praktikabel… hätte ich mein umgebautes, noch legales M365 "Pedelec" nicht würde ich auch die 800 Meter zum Bäcker weiterhin mit dem X5 fahren .
      Das ist weder praktisch noch umweltfreundlich… aber praktikabel 😉 Aber bevor ich das Fahrrad aus der Garage hole, dafür den X5 rausfahre um überhaupt an das Fahrrad zu kommen… und ab da sollte es klar sein…

      Ich sitz ja schon im Auto warum sollte ich nochmal aussteigen um mein Auto gegen das Fahrrad zu tauschen was ich noch aus der Garage holen muss.
      Einen kleinen E-scooter oder gern auch fünf von den Dingern kann ich auch im Windfang parken .

      Wann werde ich wohl welches Fortbewegungsmittel benutzen ???

  • Profilbild von Gast
    # 18.04.19 um 15:53

    Anonymous

    Laut Zeitung bereits der erste große Unfall mit nem Elektroroller.

  • Profilbild von Ihnako
    # 18.04.19 um 19:34

    Ihnako

    Einen kleinen Denkanstoß für das beharrlich nicht nachdenkende Volk.
    E-Bikes sind Versicherungspflichtig.
    Pedelecs – also durch einen Motor unterstützte Fahrräder, wenn der Fahrer in die Pedale tritt – sind es nicht. Und diese sind auch nur bis 25 km/h (von daher ist der Gedanke des Autors die Grenze bei 25 statt 20 km/h zu ziehen nachvollziehbar).

    Wer es nachlesen will: https://de.wikipedia.org/wiki/Pedelec respektive https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrrad_mit_Hilfsmotor

  • Profilbild von Ihnako
    # 18.04.19 um 19:49

    Ihnako

    Für die Leute die es interessiert:

    Pedelec (Pedal Electric Cycle) unterstützen den Fahrer mit Motorkraft bis 25 km/h, so lanhe er selbst in die Pedale tritt.
    Hierfür ist kein Versicherungskennzeichen notwendig.

    E-Bikes – also Fahrräder die, ohne das der Fahrer in die Pedale tritt, durch den Motor angetrieben werden sind ab den berühmten 6 km/h Kennzeichen-, Haftpflichtversicherungs-, Führerschein- und Helmpflichtig.
    Gleiches gilt auch für S-Pedelecs die mit Elektroantrieb über 25 km/h erreichen.

    Und jetzt mal die Frage in die Runde: Was ist jetzt der Unterschied zwischen einem E-Roller (also fahren ohne zu treten) und einem E-Bike (fahren ohne zu treten)? Genau – keiner. Bis auf die Tatsache, dad im Entwurf die Helm- und Führerscheinpflicht gestrichen wurde.

  • Profilbild von Egon kowalski
    # 18.04.19 um 19:52

    Egon kowalski

    Was ich echt affig von der Presse finde das man jetzt jeden Unfall mit rollern Deutschland weit aufbauscht. Klar gibt es Unfälle, aber es gibt ungezählte Autounfälle jeden Tag zu hundertfach und niemand interessiert hier wir einfach totale Propaganda gegen die Roller gemacht

  • Profilbild von Ihnako
    # 19.04.19 um 09:37

    Ihnako

    Du bist bei dem geflame das beste Beispiel für einen Menschen, den man höflich Blauäugig nennt.

    Lobbyisten gibt es hier und in China. Warum denkst Du sind die Teile so billig? Im Land des Kommunismus möchtest Du garantiert weder leben noch arbeiten. Und ob sich ein Chinese diese Geräte zulegt oder nicht hängt u.a. genau davon ab obber es sich leisten kann und vor allem auch die Zeit dafür hat.

    Is ja nicht so, das der Gesetzgeber Dir verbriefte RECHTE gegeben hat, die DICH davor schützen, das Du ausgenutzt wirst.

    Ist ja auch nicht so, das man mittlerweile die Umweltstandards immer weiter verbessert? Wer Städte wie Leuna und Co. noch aus DDR-Zeiten kennt der weiß was es heißt eine halbwegs intakte Natur zu haben. Der Mensch neigt immer sehr schnell dazu das Schlechte aus dem Gedächtnis zu streichen.

    Und Gesetze/Vorschriften/Richtlinien von Vornherein so zu formulieren, das man sie nicht alle paar Monate anpassen muss ist zwar ein langwieriger und nicht immer von außen nachvollziehbarer Prozess, aber noch immer besser als unseren sehr gut bezahlten Politikern alle paar Monate eine Mehrheit abzuringen. (Fraktionszwang in eime Demokratie ist ja mal das Letzte!)

  • Profilbild von ist hier immer noch nichtSchluss
    # 20.04.19 um 09:31

    ist hier immer noch nichtSchluss

    Wer sich bisher wissend in die Illegalität begeben hat, hat keinen Anspruch darauf, dass man sein Gefährt legalisiert und die Höchstgeschwindigkeit auf 25km/h gesetzt wird.
    20km/h sind völlig ausreichend und der Zeitunterschied auf zwei km beträgt wie viel? Nicht mal zwei Minuten!
    Ein Fahrrad ist kein Last Mile Gerät, völlig logisch, dass es auch schneller fahren kann und darf, so weit es die Muskelkraft zulässt. In der Stadt erreichen die meisten Radfahrer auch nicht mehr als 20km/h.
    Hier wird also mit Fahrrädern verglichen aber wenn es darum geht in Fußgängerzonen fahren zu wollen, ist man plötzlich nicht mehr mit dem Fahrrad zu vergleichen, die dürfen dort nicht fahren aber mit dem Scooter soll man es dürfen.
    Helmpflicht besteht für Fahrzeuge die rein mit Motor betrieben werden können z.B. Mofa und damit fährt man auch nicht schneller als viele Radfahrer. Ein Fahrrad auch mit e Antrieb läuft nicht nur über Motor.
    Helm trägt man auf dem Kopf wenn man unterwegs ist und ist somit kein Gepäckstück. Zuhause oder am Zielort ist sicher ausreichend Platz vorhanden.

  • Profilbild von Mathias
    # 24.04.19 um 16:39

    Mathias

    Bin Fast bei euch,

    aber ein Führerschein sollte schon vorhanden SEIN, meiner Meinung nach 🙂 das betrifft Roller bis 20-25 km/h
    (es gibt genug Idioten auf unseren Straßen die nicht Denken können!!!!)

    So jetzt dürft Ihr mich ZERREIßEN!!!!!

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