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360 X100 Max Saugroboter mit 3D-Hinderniserkennung gelauncht

Wenn Ecovacs einen Saugroboter wie den Ozmo T8 mit 3d-Hinderniserkennung auf den Markt bringt, ist die Konkurrenz hellwach und alarmiert. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis Qihoo 360, ehemaliger Smartphone-Hersteller und Internetsicherheitsriese in China, technologisch nachzieht. Et voilà, der neue 360 X100 Max erkennt kleine Hindernisse wie Kabel, Socken, Schuhe und mehr.

360 X100 Saugroboter 3D Hinderniserkennung

Technische Daten: Vergleich zum Deebot Ozmo T8+

Qihoo 360 X100 Max

360 X100 Saugroboter Produktbild

Ecovacs Deebot Ozmo T8 (+)

DEEBOT OZMO T8 Saugroboter Produktbild

Preis ohne Angebot ca.Launch-Preis in China umgerechnet 342€699€ ohne, 799€ mit Absaugstation
Saugkraft3300 pa1500 pa
NavigationDual-Gyrosensor mit TOF- und optischem SensorDToF-Laser-Sensor mit TrueDetect 3D
App360Robot (Android, iOS)Ecovacs Home (AndroidiOS)
Lautstärkek. A.67 dB auf höchster Saugstufe
Staubkammer/Wassertank0,5 l/0,52 l0,42 l/0,2 l
Ladezeit5 h5 h
Arbeitszeit3 h3 h
Akku3500 mAh5200 mAh Li-Ion
Maße8,5 cm Höhe, Breite noch unbekannt35,3 x 35,3 x 9,3 cm
Steigungen25°, bis zu 2 cm25°, bis zu 2 cm
CE-Kennzeichenbei EU-Verfügbarkeit jaja
Features
  • Mapping mit Kartenspeicherung mehrerer Etagen
  • selektive Raumeinteilung (jeder Raum einzeln ansteuerbar mit Wischen und/oder Saugen)
  • Wischfunktion mit elektrischem Wassertank
  • 3D-Hinderniserkennung kleiner Gegenstände
  • Mapping mit Kartenspeicherung (zwei Etagen)
  • selektive Raumeinteilung (jeder Raum einzeln ansteuerbar mit Wischen und/oder Saugen)
  • Wischfunktion mit elektrischem Wassertank
  • Sprachsteuerung via Amazon Alexa und Google Home
  • TrueDetect 3D-Technologie

Nicht so flach wie gedacht, aber äußerst smart

Zu einem Preis von umgerechnet ~340€ ist der X100 Max nun in China erhältlich. Das bedeutet für uns hierzulande, dass wir mit einem EU-Startpreis von ca. 450€ rechnen müssen. Das ist für einen Saugroboter mit 3D-Hinderniserkennung nicht viel. Vor allem wenn weitere Top-Funktionen wie Live-Mapping mit selektiver Raumeinteilung und elektrisch steuerbarer Wischfunktion mit dabei sind. Es muss aber auch alles so funktionieren wie beworben.

360 X100 Saugroboter Hinderniserkennung kleine Gegenstaende
Der X100 soll Kabeln, Schuhen oder Waagen zuverlässig ausweichen können.

Wer bereits einen Saugroboter sein Eigen nennt oder nannte, kennt das Problem, vor der Reinigung eines Saugroboters erstmal ein wenig aufräumen zu müssen: Spielzeug der Kinder, Schuhe und vor allem Kabel verfangen sich gerne in den Walzen der kleinen robotischen Haushaltshelfer. Bevor es AI und 3D-Hinderniserkennung gab, erfanden die Hersteller virtuelle Wände und No-Go-Zonen, die sich im Falle des X100 Max auch wieder in der 360Robot (Android, iOS) nutzen lassen. Damit kann man auf der virtuellen Karte der Räumlichkeiten (Mapping) Bereiche einzeichnen und damit für den Saugroboter ausschließen.

360 X100 Saugroboter virtuelle Waende No Go Zonen
Wenn die 3D-Hinderniserkennung zuverlässig funktioniert, sind No-Go-Zonen zukünftig obsolet.

Die obere Grafik hier zu der No-Go-Zone ist übrigens Quatsch: Es wird angezeigt, dass der Roboter dort nicht saugen soll, faktisch hat er aber die Wischfunktion angebracht und soll nicht auf dem dargestellten Teppich wischen. Aber das nur am Rande. Damit der 360 X100 kleine und große Hindernisse wie Möbelstücke erkennen kann, benötigt er eine Vielzahl an Sensoren. Die zurzeit leistungsstärksten Sensoren sind Laserdistanzsensoren (LDS), welche die Räumlichkeiten scannen.

360 X100 Saugroboter App-Steuerung
Die App 360Robot ermöglicht die Steuerung des Roboters von überall aus.

Vorteil ohne LDS?

Laserdistanzsensoren haben aber den Nachteil, dass sie als Türmchen oben auf den Robotern verbaut werden müssen. Mit der daraus durchschnittlich resultierenden Höhe von 9-10 cm ist die Reinigung unter vielen Möbelstücken schon nicht mehr möglich.

360 X100 Saugroboter Masse Hoehe Vergleich anderes Modell
Links der 360 S9 mit LDS, rechts der X100 ohne LDS.

Die geringere Höhe des 360 X100 kommt zustande, da dieser mittels 3D-Kamerasensorik und optischem Sensor auf der Oberseite navigiert. Allerdings sind 8,5 cm Höhe dann doch mehr als möglich wäre. Der Dreame F9 ohne LDS, aber mit optischem Sensor, ist nur 8,0 cm hoch. Die Entwicklung hin zu flachen Saugrobotern, die man in letzter Zeit immer mehr mitbekommt, ist aber dennoch richtig und die 3D-Hinderniserkennung ein ganz elementarer Schritt.

360 X100 Saugroboter Navigation optischer Sensor
Der optische Sensor auf der Oberseite. Schön mit dem 360-Logo.

Arbeitszeit von 3 h, Saugkraft von 3300 pa (Vergleich Roborock S5 Max: 2000 pa), 0,5 l große Staubkammer – doch, das liest sich rein vom Datenblatt her sehr vielversprechend.

360 X100 Saugroboter 3D Hinderniserkennung kleine Gegenstaende
Es steht und fällt mit der 3D-Technologie.

Die Wischfunktion möchten wir auf Entfernung nicht bewerten, der Fokus wird hier aber klar auf der Hinderniserkennung liegen und nicht auf dem Wischen. Dennoch kann man sagen, dass der Wassertank mit der potenziellen Füllmenge von 0,5 l ziemlich groß geraten ist im Vergleich zu anderen.

Ausblick

Wir sind ziemlich sicher, dass es sich bei Produktbezeichnung „X100“ um eine rein chinesische Bezeichnung handelt und der Sauger mit einem „S“ oder „C“ vor einer niedrigeren Zahl auf den europäischen Markt kommen wird. Einfach weil es bei den vorherigen Haushaltshelfern des Herstellers auch so war. Eine Übersicht über alle Qihoo-360-Modelle findet ihr hier. Preislich kann man bei den 360-Modellen nie meckern, eher dann schon an der App, die hin und wieder Schwierigkeiten bereitet.

360 X100 Saugroboter Hindernisvermeidung
Funktioniert die 3D-Hinderniserkennung, ist der 360 X100 ein Anwärter auf das beste Modell 2021.

Meist dauert es nach dem China-Launch nur wenige Wochen, bis der Roboter in den uns bekannten China-Shops landet. Bei Qihoo 360 ist es meistens GearBest, wo die neuen Modelle als erstes gelistet werden. Bei einem China-Launch-Preis von umgerechnet 342€ dürfen wir für uns hierzulande gut nochmal mit 100€ mehr rechnen – was für einen Saugroboter mit diesen Specs sogar günstig ist. Wir erwarten uns vom 360 X100 – oder wie er dann in Europa heißen wird – eine Menge. Natürlich halten wir euch hier auf dem Laufenden, wenn es weitere Infos zum Modell gibt.

Oh, eins müsst ihr euch noch anschauen! Wir nennen chinesische Werbespots intern auch gerne mal „abgespaced“ – dieses ist es aber wirklich:

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Warum beeinflusst das in keinster Weise unser Testurteil?
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Tim

Mich interessiert Technik, die uns die Arbeit im Haushalt abnimmt - ob beim Staubsaugen oder Fensterputzen. So konnte ich bereits über 100 Saugroboter testen, bei mir dreht privat (unter anderem) der Ozmo 950 seine Runden.

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Kommentare (6)

  • Profilbild von Larii
    # 29.01.21 um 17:25

    Larii

    Wäre interessant, wenn er auch kleine Kothaufen zuverlässig erkennen würde.

    • Profilbild von Kloe K.
      # 05.02.21 um 16:01

      Kloe K.

      ja klappt gut und hat auch noch keine meiner Ratten irgendwie eingesaugt!
      es ist wichtig daß du nicht zu groß auf den Boden kotest sonst klappts vielleicht doch nicht….

  • Profilbild von Gast
    # 29.01.21 um 19:51

    Anonymous

    Der oder Dreame D9?

  • Profilbild von The Engineer
    # 30.01.21 um 07:33

    The Engineer

    Als Ingenieur wage ich es zu bezweifeln daß diese 3300pa Saugkraft wirklich stimmen.
    Es gibt elektronische und physikalische Limits, was in einem gewissen Formfaktor/Größe des Motors und der Unterdruckkammer möglich ist.
    Da es die großen, üblichen Verdächtigen in keinem Labortest über realistisch gemessene 2800pa geschafft hat, denke ich mal daß wir es wieder mal mit typisch chinesischen, übertriebenen „Mondzahlen“ zu tun haben.
    Das Spielchen kennen wir ja auch von diversen anderen akkubetriebeben Gadgets, die technisch und optisch identisch sind. Beim Akku dann aber in dem mAh Angaben teilweise extrem variieren, weil die unterschiedlichen Anbieter nur jeweils ihren „Namen“ drauf drucken lassen und sich bei den angegebenen Werten teilweise um 100% überbieten.
    Somit sind solche Angaben wie 3300pa ohne wirkliche Labormessung mit Vorsicht zu genießen…

    • Profilbild von Tim
      # 30.01.21 um 14:49

      Tim CG-Team

      Klar, das ist schwierig nachzuvollziehen. Mal sehen wie er sich so macht wenn er da ist. Die 8000 pa des Conga 5090 damals waren auch Humbug, wir werden sehen 😉 Liebe Grüße Tim

      • Profilbild von The Engineer
        # 30.01.21 um 19:18

        The Engineer

        Danke für Deine Antwort Tim.
        Ich freue mich schon auf euren Testbericht!

        Danke, daß ihr für uns so viel testet – auch eure Video-Reviews schaue ich mir immer gerne an.
        Auf euren Testbericht hin, habe ich mir damals direkt als er verfügbar war, den ersten MI Robot geholt, noch ohne CE Kennung. Der läuft noch immer mit dem ersten Akku TOP, fährt täglich knapp 130qm Fläche ab und hat inzwischen über 85.000qm in nem Haushalt mit 3 Katzen aufm Buckel.
        Bis auf regelmäßiges Bürsten- und Filtertauschen ist keine Wartung nötig. Das war die beste Kaufempfehlung die ich je bekommen hatte. Nochmals danke auch dafür.

        Viele Grüße und bleib gesund!
        Mike

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