Crowdfunding-Kampagne: CHUWI Aerobook Notebook

Für das neue CHUWI Aerobook wird der chinesische Hersteller (mal wieder) eine Indiegogo Kampagne aufsetzten, die am 27.02. startet. Damit will der chinesische Hersteller erstmals ein Gerät mit Intel-m3 Prozessor auf dem Markt positionieren. Ob das mit dem Aerobook klappen kann? Wir haben uns das neue Notebook mal genauer angeschaut.CHUWI Aerobook Notebook

 

Technische Daten

Modell CHUWI Aerobook
Displaygröße 13,3 Zoll, Full HD-Auflösung
Prozessor Intel Core m3-6y30
Grafikkarte Intel HD Graphics 515
Arbeitsspeicher 8GB DDR RAM
Interner Speicher 128 GB SSD
Akku 38Wh; ~8 Stunden (lt. Hersteller)
Kamera Frontkamera
Drahtlos Verbindungen Dual WiFi 2,4 GHz/5,0 GHz 802.11b/g/n/ac, Bluetooth 4.0
Abmessungen
Gewicht 1,25 kg
Betriebssystem Windows 10 Home

Klare Designlinie mit Wiedererkennungswert

Aktuell geht es auf dem chinesischen Laptop-Markt ziemlich zur Sache, Hersteller wie Teclast, CHUWI und Jumper bringen mit kurzen Zeitabständen neue Geräte und Variationen auf den Markt. CHUWI macht seine Sache meiner Meinung nach ganz gut, zumindest mit Blick auf das Design. Nach den ersten CHUWI LapBook-Modellen, im weißen Kunststoff-Gehäuse mit 14,1 Zoll und 15,6 Zoll, folgten bereits die ersten Geräte mit hochwertigerem Aluminium-Body mit 12,3 Zoll und dem CHUWI LapBook Air mit 14,1 Zoll.

CHUWI Aerobook Laptop

 

Bei den älteren CHUWI Budget-Laptops wirkte das Design noch willkürlich und nach Verfügbarkeit beziehungsweise Kostenaufwand ausgewählt. Seit dem CHUWI LapBook SE, welches im August 2018 auf den Markt kam, hat sich dies jedoch geändert. Bei allen folgenden Variationen ist das Design zumindest sehr ähnlich gehalten.

Der Wiedererkennungswert besteht dabei aus Gehäusefarbe, in Kombination mit einer großen Tastatur und vergleichsweise großem TouchPad. Dazu kommt ein beleuchtetes CHUWI-Logo auf der Display-Rückseite. Mittlerweile sind mit dem CHUWI LapBook SE, CHUWI LapBook Pro und dem CHUWI Herobook bereits drei Modelle erhältlich. Das CHUWI Aerobook ist das vierte und leistungsstärkste Modell der aktuellen Produkt-Reihe mit der klaren, wiedererkennbaren Designlinie.

Hardware des CHUWI Aerobook

Im Inneren arbeitet dieses Mal nicht der Intel Celeron N4100 Quad-Core, welcher in aktuell fast allen Budget-Notebooks verbaut wird. Stattdessen hat CHUWI sich beim Aerobook für einen Intel Core m3-6y30 Dual-Core entschieden. Macht mich das glücklich? Leider nur ein bisschen, denn der Prozessor stammt aus dem Jahr 2015 und wurde von Xiaomi bereits 2016 im Mi Notebook Air 12,5 Zoll verbaut.

Intel Core M3 Prozessor

Trotz des Alters und der etwas niedrigeren Taktrate, schneidet der Intel Core m3-6y30 mit Hyper-Threading in den meisten Benchmarktests immer noch etwas besser ab, als der Intel Celeron N4100. Von einem wirklichen Upgrade möchte ich bei einem fast vier Jahre altem Prozessor dennoch nicht sprechen. Wie gewohnt greift CHUWI auf den On-Board Grafikchip, der auf den Namen Intel HD Graphics 515 hört, zurück.

Gut gefällt mir, dass CHUWI hier auf eine 128 GB SSD setzt und nicht auf günstigen eMMC Speicher. Dazu kommen solide 8 GB Arbeitsspeicher, die auch mit Blick in die Zukunft ausreichen. Der Laptop ist, wie auch die anderen CHUWI-Modelle, passiv gekühlt.

Anschlüsse: wieder kein USB-C

Leider wird das CHUWI Aerobook wieder per Hohlstecker geladen, hier würde ich mir herstellerübergreifend eine Lösung per USB-C wünschen. Dies bietet unter anderem den Vorteil, dass EU-Netzteile, beziehungsweise Ersatz-Netzteile, viel einfacher zu beschaffen wären. Bislang setzt nur Xiaomi konsequent auf USB-C (Gaming Notebook ausgenommen). Auch Teclast verbaut mittlerweile öfter einen USB-C Daten-/ und Ladeport, zum Beispiel im Teclast F5 oder Teclast F6 Pro. Bei CHUWI und Jumper ist der Trend zum Universal-Anschluss leider noch nicht angekommen.

CHUWI Aerobook Anschlüsse

Ansonsten bietet das CHUWI Aerobook ausreichend Anschlüsse, um meiner Meinung nach, im Alltag zurechtzukommen. Dazu gehören 2x USB-A 3.0, ein 3,5 mm Klinkeneingang,ein microSD Kartenslot, der Ladeanschluss und ein HDMI-Anschluss. Bei letzterem handelt es sich laut Hersteller um eine Micro-HDMI Schnittstelle, auf Fotos würde ich allerdings eher auf Mini-HDMI tippen.

Einschätzung

Das CHUWI Aerobook ist meiner Meinung nach ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings kommt chinesische Hersteller damit, meiner Meinung nach, zu spät. Mich stört die fast vier Jahre alte Hardware, auch wenn sie grundsätzlich noch immer brauchbar ist. Ich selbst nutzte nun seit drei Jahren das Xiaomi Mi Notebook Air 12,5″, mit genau diesem Prozessor, allerdings mit nur 4 GB RAM. Man kann damit immer noch gut arbeiten, lediglich bei zu vielen Browser-Tabs wird es etwas langsam. Das sollte mit dem CHUWI Aerobook, dank doppeltem Arbeitsspeicher, weniger das Problem sein.

Preislich wird es bei Indiegogo gleich zu Beginn einen 25% Rabatt geben, sodass es für 379$, sprich etwa 330€ zu haben ist. Ein Preis der sicherlich okay ist. Viel spannender ist allerdings, für welchen Preis es in den China-Shops über die Ladentheke gehen wird. Im Vergleich bekommt man, je nach Angebotslage, auch das Teclast F6 Pro schon für unter 400€. Hier wurde bereits der nachfolgende Intel Core m3-7y30 verbaut und man bekommt ein Convertible mit Touchscreen und USB-C Anschluss. Ob das CHUWI Aerobook da im Preis-/ Leistungsverhältnis konkurrenzfähig ist, wird sich zeigen.

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13 Kommentare

  1. Profilbild von levent lacin

    Ich würde mir das schon kaufen es sieht cool aus und auserdem ich brauche eigentlich kein usb c

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  2. Profilbild von fsdafasdfasdfdsdfadadsf
    fsdafasdfasdfdsdfadadsf

    touch wäre schon geil bei 13 Zoll

  3. Profilbild von elconte

    @t3st0r: also für ca. 450€ einen Surface? Link bitte

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  4. Profilbild von Phobos86

    Mittelklasse und dann nen alten Prozessor? Da kann man auch das Cube Mix Plus nehmen. Das hat zwar nur 10"“, dafür aber den m3-7y30 verbaut

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  5. Profilbild von Simplicitas

    Da wird das Wort Mittelklasse in Zusammenhang mit einem Intel Core m3-6y30 gebracht. Der SOC ist, obgleich gnadenlos veraltet, vielleicht mit guter aktiver Kühlung und 7Watt TDP Konfiguration gerade so brauchbar. Ich gehe hier aber mal bestenfalls von 4,5Watt aus. Und damit wäre das Gerät alleine durch seinen SoC eindeutig Low-End.

  6. Profilbild von Miguel

    Bei 128gb habe ich aufgehört zu lesen.

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  7. Profilbild von okolyta

    @levent lacin: Als wenn hier irgendwas

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  8. Profilbild von mike

    Ich sag nur Asus VivoBook Flip 14 TP412UA . Gab es für 300€ bei Amazon. Ram und SSD aufrüsten und für 400€ ein konkurenzloses Laptopchen bekommen.

  9. Profilbild von Zunami

    @Simplicitas: genau so isses. Crowd funding für Hardware von vorvorgestern? Wer macht denn so was?

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  10. Profilbild von Zunami

    @ChinaGadgests:
    lt.Notebookcheck ist folgendes ein Mittelklasse-Prozessor:
    https://www.notebookcheck.com/Intel-Core-i5-8250U-SoC-Benchmarks-und-Specs.242162.0.html

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  11. Profilbild von Tim

    ok ok Leute! Die Formulierung war vermutlich unglücklich gewählt und natürlich habt ihr recht, die Hardware ist gnadenlos veraltet – habe es Textlich entsprechend angepasst.

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