Test

Trifo Ironpie M6 Saugroboter mit Überwachungskamera

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Den Ironpie M6 gibt es gerade zum bisherigen Bestpreis bei Amazon für 305,82€.

Trifo ist bislang ein unbeschriebenes Blatt auf dem immer umkämpfteren Markt der Haushaltsroboter. Ihr erstes Modell Ironpie M6 bringt alles mit, was man von einem hochwertigen Haushaltshelfer erwarten darf. Doch an der verbauten Kamera scheiden sich die Geister. Wir haben ihn getestet.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Design

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Trifo Ironpie M6

Trifo Ironpie M6 Saugroboter App

Mi Robot 1S

Xiaomi Mi Robot 1S Saugroboter

Saugkraft1800 pa2000 pa
NavigationKamera-NavigationLaser-Raumvermessung
AppTrifo Home (Android, iOS)Xiaomi Home
Lautstärke65 dB50-65 dB (je nach Saugstufe)
Akku2500 mAh5200 mAh
Staubkammer/Wassertank0,6 l/keine Wischfunktion0,42 l/ keine Wischfunktion
Ladezeit5 h3 h
Arbeitszeit100 Min.150 Min.
Gewicht3,4 kg3,8 kg
Maße33 x 33 x 7,6 cm34,5 x 34,5 x 9,6 cm
Steigungen15°, bis zu 1,8 cm15°, bis zu 2 cm
CE-Kennzeichenjanein
Features
  • Kartenspeicherung
  • Mapping
  • Sprachsteuerung via Amazon Alexa (aktuell leider nur in den USA verfügbar)
  • Teppicherkennung
  • Raumeinteilung (Einzel- und Mehrraumreinigung)
  • Speicherung mehrerer Karten
  • Mapping
  • Sprachsteuerung via Xiaomi AI Speaker
  • Teppicherkennung

Siehe da: Die Unterschiede zum Mi Robot 1S sind nicht gigantisch, aber vorhanden. Den größten Faktor im Direktvergleich beider Modelle spielt hier die Art der Navigation. Wie unterscheiden sich Kamera-Navigation und Laser-Raumvermessung? Was ist besser?

Haushaltshelfer mit Sicherheitskamera?

Der hierzulande recht unbekannte Hersteller Trifo möchte uns nicht nur einen Haushaltshelfer für die vier Wände bieten, sondern gleich ein sicheres Gefühl verschaffen, wenn wir unterwegs sind. Den M6 beschreibt Trifo wie folgt (aus dem Englischen übersetzt): „Was den Ironpie M6 von der Konkurrenz abhebt, ist die Möglichkeit, das Heim mit der Kamera und smarten App-Steuerung sicherer zu machen“. Die verbaute Kamera ist somit nicht nur für die visuelle Navigation, sondern auch zur Überwachung der vier Wände gedacht.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Kamera Design
Die Kamera macht optisch was her, ist aber auch ein Staubfänger.

Auch das Treiben der Haustiere lasse sich so nachvollziehen. So lässt sich über die App „Trifo Home“ (Android, iOS) jederzeit live via Smartphone oder Tablet ein Blick in die Wohnung werfen. Zudem lässt sich der Saugroboter via Fernbedienung in der App (deutsche Sprache möglich) auch von unterwegs aus steuern. Diesen Sachverhalt kann man nun als positiv ansehen – oder auch genau im Gegenteil.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter von unterwegs via App steuern
Von überall aus lässt sich der Roboter steuern – auch mit mobilen Daten.

Aus Datenschutzsicht klingt das äußerst fragwürdig, Trifo skandiert in der Werbung aber, die Daten würden nur lokal und sicher gespeichert. Das darf man ruhig anzweifeln. Zwar praktisch, aber aus Datenschutzsicht ebenso fragwürdig ist die Spachsteuerung via Amazons Alexa. Durch diese kann man dem Roboter etwa befehlen zurück zur Ladestation zu kehren oder eine Reinigung zu beginnen.

Lieferumfang des Ironpie M6

Jetzt, wo die Fronten geklärt sind und man weiß, was einen bei einem Saugroboter mit Kamera erwartet, sind vermutlich nur noch Leser da, die sich von einer verbauten Kamera nicht abschrecken lassen. Der Ironpie M6 kommt in einer billig wirkenden Verpackung daher, was am Ende des Tages auch halb so wild ist, den Spaß am Gadget-Auspacken aber mindert. Im Lieferumfang findet sich außer dem Saugroboter:

  • zwei Bürstenköpfe (weitere zwei zusätzlich)
  • Ladestation mit EU-Ladekabel (beides mit CE-Kennzeichen)
  • zusätzlicher HEPA-Filter (einer bereits in der Staubkammer)
  • kleines Reinigungswerkzeug
  • Bedienungsanleitung auf Englisch, Quick Start Guide auf Deutsch und Englisch
Trifo Ironpie M6 Saugroboter Lieferumfang
Der Lieferumfang beinhaltet das Notwendigste.

Wir haben die schwarze Version von Trifo zugesendet bekommen, diese ist aber komplett baugleich zur weißen. Ist entsprechend Geschmackssache.

Design und Verarbeitung

Nach der billigen Verpackung geht es aufwärts: Das Design des Ironpie M6 gefällt mir persönlich sehr gut, besonders die beiden leuchtenden LEDs im angeschalteten Zustand machen optisch was her. Die Oberfläche besteht aus einer durchgehenden schwarzen Platte, die aus mittelwertigem Kunststoff geschaffen wurde. Da wäre etwas hochwertigerer Kunststoff schön gewesen – auch wenn man natürlich sagen kann, dass es nur darum geht, dass der Roboter gut saugt.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter
Das Design des Ironpie M6 ist durchaus gelungen.

Da viele Nutzer ihre Saugroboter aber fast auf eine Stufe mit Haustieren stellen und ihnen Namen geben (ja, das mache ich auch), darf ein Roboter durchaus hochwertiger verarbeitet sein. Zwar wackelt nichts, wo es nicht sollte, aber die verwendeten Materialen könnten deutlich besser sein. Design gut, Verarbeitung naja. Mit den Maßen 33 x 33 x 7,6 cm ist der Roboter sehr flach, was ihn schnittig wirken lässt. Somit kommt er auch unter die meisten Möbelstücke (wenn unsicher –> vorher nachmessen).

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Bedienelemente
Oben finden sich zwei Bedienelemente zum Starten und zum Zurückschicken an die Ladestation.

Schön ist, dass auf der Oberseite mattschwarzer Kunststoff verwendet wurde, somit ist die Oberfläche kein so offensichtlicher Staubfänger wie bei anderen Robotern. Auf der Unterseite des M6 findet sich das von euch oft in den Kommentaren erfragte CE-Kennzeichen. Dieses findet sich ebenso auf der Ladestation und dem Ladekabel.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Unterseite
Die Unterseite des Ironpie M6.

Die Ladestation

Auch wenn das Unternehmen Trifo bislang eher in den USA und China bekannt ist, kommt der Saugroboter mit EU-Ladekabel daher. Die Ladestation ist bekanntermaßen sowas wie das Heim des Saugroboters. Er beginnt seinen Dienst von dort aus und kehrt bei niedriger werdendem Akkustand automatisch dorthin zurück.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Ladestation Ladekabel
Die Ladestation ist das übliche Plastikkonstrukt.

Nach einer Ladezeit von 5 h ist der Ironpie M6 für eine Arbeitszeit von 100 Min. einsatzbereit, beides sind keine starken Werte. Somit ist der Saugroboter bei guter Navigation zwar für Räumlichkeiten oberhalb der 80 m² geeignet, wird aber ab 120 m² seine Schwierigkeiten bekommen.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Ladestation Akku aufladen
Nach einer Ladezeit von 5 h ist der Roboter für 100 Min. einsatzbereit.

Das autonome Wiederfinden der Ladestation bei niedriger Akkuleistung ist für den M6 glücklicherweise keine allzu große Herausforderung – vorausgesetzt, er ist von seiner Station aus gestartet. Seine Art der Orientierung in den vier Wänden setzt dies voraus, da er ohne den Startpunkt sehr lange braucht, die Station mit seinen Infrarotsensoren zu erkennen. Ohne den Weg von seiner Station zu kennen, muss er sich in der Nähe der Station befinden, damit seine Sensoren diese als Ladestation erkennen.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter an Ladestation
Die Ladestation findet er nur wieder, wenn er von dort gestartet ist. Sonst dauert es ewig.

Praktisch: Firmware-Updates lassen sich an der Ladestation herunterladen. So ist es möglich, dass Trifo sich irgendwann entscheidet, eine coole neue Funktion einzuführen und diese dem M6 einzuspeisen. Dies muss an der Ladestation mit App- und WLAN-Verbindung passieren, da er sonst während eines Downloads zuviel Akku verlieren könnte. Auch softwareseitige Fehlerbehebungen sind denkbar.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Ladestation Kabel
Das Ladekabel lässt sich nicht auf der Rückseite platzsparend einrollen, ist dementsprechend im Weg.

Das Ladekabel lässt sich nicht an der Rückseite der Station aufrollen, wodurch man das Kabel selber so platzieren muss, dass weder Mensch noch Roboter drüberstolpert. Ärgerlich und leicht zu beheben vonseiten des Herstellers.

Kamera-Navigation und Arbeitsweise: Nicht mehr zeitgemäß?

Der Ironpie M6 arbeitet mit einem TIRVS-Vision-System (Trifo Intelligent Robotics Vision System) und hat einen SLAM-Algorithmus (Simultaneous Localization And Mapping) mit im Software-Paket. Dadurch ist er trotz Kamera-Navigation in der Lage, eine visuelle Karte zu erstellen und diese in der App abzubilden.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Kamera Buttons
Optisch ansprechend, technisch naja.

Der Nachteil der Kamera-Navigation gegenüber der Laser-Raumvermessung (bspw. der Roborock-Modelle) ist, dass der Saugroboter die Räumlichkeiten vor sich nicht scannt, sondern sich an der Decke der Wohnung orientiert. Dies tut der Roboter, weil er davon ausgeht, dass die Decke den selben Grundriss hat wie die Bodenfläche.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter LDS Vergleich Kamera
Der LDS des Narwal Saugroboters liefert bessere Ergebnisse als die Kamera des M6.

Die Decke wird dann umgerechnet in Grundriss und Fahrtweg, anhand der Decke berechnet der Saugroboter den Boden. Hat man also Dachschrägen, können Verwirrungen in der Orientierung beim Saugroboter auftreten.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Kamera Perspektive
Mit seiner Kamera auf der Oberseite navigiert der Roboter durch die Räumlichkeiten.

Im Dunkeln können Kamera-Roboter im Normalfall nicht arbeiten. Darüber hinaus arbeitet der Roboter von Werk aus im Z-Shaped-Modus, er fährt die Räumlichkeiten in geraden Bahnen ab. Das macht er solange, bis er auf ein Hindernis trifft, macht dann kehrt und fährt die nächste gerade Bahn. Zudem kann er dazulernen, somit seine Fahrtwege bei Veränderungen in der Wohnung selbstständig optimieren.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Mapping
Die Navigation des Ironpie links, Chaos-Prinzip anderer Roboter rechts im Bild.

Performance des Ironpie M6: Auf einer Ebene mit Roborock?

Der bürstenlose Gleichstrommotor (englisch Brushless DC Motor, kurz BLDC) im Inneren des Saugroboters bringt eine Saugkraft von 1800 pa mit. Damit darf er sich rühmen, zumindest in Schlagweite der Xiaomi- und Roborock-Modelle zu sein. Auf einer Ebene mit dem Mi Robot der ersten Generation, nicht aber mit dem neuen Mi Robot 1S. Dazu kommt ein ARMv8-A Quad-Core-Chip.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Navigation
Die Saugkraft von 1800 pa ist Industrie-Standard, ein solider Wert.

Ein nettes Feature ist die Teppicherkennung, wodurch der Roboter Teppiche unter sich erkennt und die Saugkraft erhöht. Dadurch vermag es der M6 in Kombination mit der hohen Saugkraft, auch aus Teppichen einiges herauszuziehen. Selbstständig den Teppich absaugen oder ausklopfen ist aber immer noch effektiver. Die „Stimme des Roboters“ kommentiert alles auf Deutsch, was dauerhaft nerven kann. Dadurch weiß man aber immer, was den Roboter beschäftigt.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Teppich
Auf Teppichen erhöht der Ironpie M6 die Saugkraft.

Hervorzuheben ist die 0,6 l große Staubkammer, die viel Platz für einiges an Dreck und Staub bietet. Genügend, dass man unter normalen Gegebenheiten die Staubkammer nur nach jedem Reinigungsvorgang leeren muss, nicht währenddessen. Mit den Maßen 33 x 33 x 7,6 cm ist der Saugroboter zudem recht flach (Vergleich Roborock S6: 9,9 cm Höhe) und passt unter die meisten Möbelstücke.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Staubkammer
0,6 l potenzielle Füllmenge ist eine Menge für eine Staubkammer.

Großer Nachteil: Der Saugroboter rammt nahezu alle Hindernisse (somit auch Möbel) mit seinem Bumper relativ heftig, selten bremst er davor ab. Das macht dem Roboter aufgrund seines Bumpers nichts, sensiblen Möbeln aber definitiv. Das sollte man vor dem Erwerb dieses Modells berücksichtigen.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Hindernisse
Die Hinderniserkennung ist nicht das Gelbe vom Ei.

Die Betriebslautstärke von 65 dB ist ein weder zu lauter, noch besonders leiser Wert, der sich vertreten lässt. Zum Vergleich: Wir Menschen unterhalten uns durchschnittlich mit einer Lautstärke von 60 dB. Besonders dieser Roboter mit eingebauter Überwachungskamera soll ja arbeiten, solange der Hausbesitzer unterwegs ist. Ich möchte jetzt nichts vorwegnehmen, aber vielleicht ist die Lautstärke doch nicht so irrelevant. ?

Die App Trifo Home

Für die Registrierung in der App „Trifo Home“ (Android, iOS) hat man hier die Wahl zwischen Handynummer und Mail-Adresse. Nehmt am besten eine Spam-Mailadresse, auf die ihr zugreifen könnt. So erhaltet ihr einen Code, den ihr zur Bestätigung der Registrierung eingeben müsst. Passwort festlegen, ab dafür.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter App Registrierung
Die Registrierung geht schnell von der Hand.
Trifo Ironpie M6 Saugroboter App Registrierungsvorgang
Nach der Registrierung wartet das Hinzufügen des Roboters.

Die Netzwerkverbindung kommt einem zunächst ungewöhnlich umständlich vor. So erwartet Trifo von seinen Nutzern, einen QR-Code vor die Kamera des Roboters zu halten, um diesen damit für die App erkennbar zu machen. Was kompliziert und komisch klingt, funktioniert aber innerhalb von Sekunden. Hilfreich sind dabei vor allem die Video-Anleitungen in der App, die einen durch den Verbindungsprozess führen.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter QR Code scannen App
QR-Code von der Kamera eines Saugroboters scannen lassen. Was für eine Welt!
Trifo Ironpie M6 Saugroboter App Verbindung
Beide Bedienelemente auf der Oberseite gleichzeitig drücken, dann folgt der skurrile Vorgang mit dem QR-Code.
Trifo Ironpie M6 Saugroboter App Verbindung WLAN
Nach wenigen Minuten ist der Saugroboter mit App und WLAN verbunden.

Darauf erwartet den Benutzer ein übersichtliches Interface.

App-Steuerung

Das Interface der App bietet einen schnellen Überblick über die einzelnen Funktionen: Reinigung starten, zurück zur Ladestation, Video starten, Fernbedienung und Einstellung der Saugkraft. Über das Kontext-Menü (die drei Pünktchen oben rechts) gelangt man zu den Einstellungen.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter App
Die einzelnen Funktionen sind schnell zu finden.

In den Einstellungen kann man Arbeitszeiten einplanen (wann der Saugroboter seinen Dienst beginnen soll), wie oft in der Woche und mit welchem Reinigungsmodus. Zudem lässt sich unter anderem nachvollziehen, in welchem Zustand die hauptsächlichen Verschleißteile sind (Bürstenköpfe, Hauptbürste, Filter). So kann man ablesen, wann man die Einzelteile austauschen sollte.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter App Einstellungen
Links das Einplanen der Arbeitszeiten, mittig der Reinigungsmodus, rechts der Zustand der Verschleißteile.

Mapping und Kartenspeicherung

Das Mapping des Trifo Ironpie M6 funktioniert anders als bei den Roborock-Modellen mit Laser-Navigation. Während der Roboter mit einem Laser innerhalb von Sekunden auf Entfernung erkennt, wo sich Hindernisse befinden und diese auf der virtuellen Karte einzeichnet, erkennt der Trifo nur direkt vor sich befindliche Hindernisse und zeichnet eine gerade Linie dafür ein. Somit erhält man auch eine Live-Karte während des Reinigungsvorgangs, aber eine weniger detaillierte als bei anderen Modellen. Das Endergebnis ist vergleichbar mit dem des Amarey A900.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter App Mapping
Das Mapping funktioniert zwar, ist aber nicht besonders detailreich.

Ein gigantisches Manko: Das Gerät verliert die Verbindung mit dem WLAN, und somit der App, immer wieder. Gefühlt alle 4 Minuten. So ist das Steuern von unterwegs durchaus ein Glücksspiel. Auch die Karte wird bis zum Wiederfinden der Verbindung nicht mehr live angezeigt. Zudem wird diese nur unzuverlässig gespeichert. Der Reinigungsbereich in m² wird auch falsch angezeigt, ein Meter ist in der Rechnung des Ironpie M6 in etwa ein Quadratmeter. Nicht cool.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter App Interface
So sieht die Steuerung mit der Fernbedienung (ohne Kamera) aus.

Das Mapping ist insofern hilfreich, dass man von unterwegs aus nachvollziehen kann, ob der Roboter noch arbeitet und wo ungefähr. Vorausgesetzt, die Verbindung besteht. Ansonsten lässt sich aber nicht allzu viel damit anfangen. Es fehlt etwa die Möglichkeit, virtuelle Wände oder No-Go-Zonen einzuzeichnen. Zum Ärgern der Mitbewohner reicht es. Aber Moment, kann man von unterwegs aus nicht sogar mit Sicht navigieren?

Kamera-Steuerung des Ironpie M6

Von überall aus auf die Kamera zugreifen können: Klingt praktisch, cool und lustig – je nachdem zu welchem Verwendungszweck. Dann probiert man die Kamera des Ironpie M6 zum ersten Mal aus – und merkt direkt, dass es sich mit „praktisch, cool und lustig“ wieder erledigt hat. Die Auflösung der Kamera ist so gering, dass man nur die Dinge erkennt, die man bereits kennt. Einen fremden Menschen würde man nur mit etwas Glück und im richtigen Licht ansatzweise beschreiben können. Seht selbst:

Trifo Ironpie M6 Saugroboter Kamera Foto
Selfies mit dem Saugroboter? Bei der Kamera-Auflösung kein Spaß.

Mit vermutlich unter 2 MP Auflösung (natürlich finden sich dazu keine genauen Angaben) hat sich der Überwachungskamera-Aspekt schnell erledigt. Zumindest zur Identifizierung eventueller Eindringlinge. Zum Verscheuchen vielleicht geeignet. Oder zum Erschrecken, wenn man zufällig über sein Smartphone gerade ins Wohnzimmer schaut und Bewegungen mitbekommt. Sonst hat man aber keine Chance. Eine Videoaufnahme mit dem M6 als Beispiel:

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Persönlich finde ich das Einstellen von Patrouillen-Routen in der App sehr spannend. So kann man dem Ironpie vorgeben, welche Strecke er „entlangpatrouillieren“ soll. Allerdings nicht, um damit Einbrecher zu entdecken, sondern damit er die richtigen Bereiche saugt. So würde ich die Funktion zumindest nutzen. Als Überwachungskamera? Wohl kaum.

Steuerung via Amazon Alexa

Was heutzutage nahezu jedes Modell im Funktionsumfang hat, ist die Steuerung über Amazons Alexa. Die Möglichkeiten damit sind zwar noch überschaubar (starten, stoppen, zur Ladestation schicken), können aber dennoch interessant sein. Hierzu muss (in der Theorie) der Alexa-Skill „Trifo Home“ für Alexa bei Amazon heruntergeladen werden. Während der Testphase war der Skill allerdings (noch?) nicht verfügbar. Sobald sich da was tut, werden wir das entsprechend ergänzen.

Trifo Ironpie M6 Saugroboter App Amazon Alexa Steuerung
Alexa-Steuerung ist heutzutage eher Standard.

Fazit: Trifo Ironpie M6 kaufen?

Ich sah mich schon mit einem Tablet im Café sitzen, einen Cappuccino schlürfen und mit dem Tablet meine vier Wände begutachten – über einen Saugroboter. Dieser schöne Gedanke ist vorerst weit weg. Generell mag ich die Idee einer fahrenden Überwachungskamera zwar, jeder kritische Gedanke dazu ist aber angebracht. Vor allem wenn die Kamera mit einer derart schwachen Auflösung daherkommt, dass man den Verwandten durchaus mal mit einem Einbrecher verwechseln könnte. Das Alleinstellungsmerkmal des M6 ist damit nicht positiv hervorzuheben.

Trifo hat mit dem Ironpie M6 ein Modell auf dem Markt, dem man durchaus Beachtung schenken darf – vorausgesetzt, man möchte einen Roboter in seinen vier Wänden, der eine Kamera besitzt. Beim Vergleich mit den aktuellen Topmodellen hinkt der Ironpie M6 dann von Software-Seite doch deutlich hinterher. Bei der aktuellen Produktvielfalt und starken Modellen wie dem  Mi Robot 1S oder dem Roborock S6 gibt es keinen wirklichen Platz für den M6.

  • hohe Saugkraft
  • CE-Kennzeichen und schneller Versand
  • Kamera-Auflösung schwach
  • Verbindung zum WLAN sehr instabil
  • dockt Hindernisse kräftig an
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Tim

Mich interessiert Technik, die uns die Arbeit im Haushalt abnimmt - ob beim Staubsaugen oder Fensterputzen. So konnte ich bereits über 100 Saugroboter testen, bei mir dreht privat (unter anderem) der Ozmo 950 seine Runden.

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