Im Test: Haier XShuai Xiaobao HXS-C1 Saugroboter mit Kamera für 84,91€

Alles, was es über Saugroboter zu wissen gibt, findet ihr in unserem Ratgeber.

Bislang dominierten die Hersteller ILIFE und Xiaomi den Markt für Saugroboter aus China, der vor allem für Haushaltsgroßgeräte bekannte Hersteller Haier möchte jetzt sein Stück vom Kuchen abhaben. Wir hatten vor kurzem bereits den Haier XShuai T370 vorgestellt, der Haier XShuai HXS-C1 Saugroboter möchte neben guter Saugleistung vor allem mit Features wie App-Steuerung, verbauter Kamera, Sprachausgabe und Steuerung via Amazon Alexa punkten. Ob ihm dies gelingt und ob man diese Features wirklich benötigt, haben wir ausführlich getestet.

Youtube Video Preview

Technische Daten

Saugkraft k. A.
Lautstärke 65 dB
Akku 2200 mAh
Arbeitszeit 120 Min.
Ladezeit 5 h
Staubkammer 0,35 L
Maße 32,0 x 32,0 x 9,5 cm
Gewicht 2,9 Kg
Features App-Steuerung, 2,0 MP Kamera, Sprachausgabe (2W-Speaker), Fernbedienung, Nachtsicht

Vorbereitung des Saugroboters

Wer bereits einen Saugroboter zuhause hat oder hatte, weiß, dass man nach ein paar Stunden Ladevorgang an der Ladestation die ersten Testrunden mit seinem neuen Modells drehen kann. Der XShuai HXS-C1 (auch Xiaobao genannt)möchte aber vorher noch seinen Akku eigenhändig eingesetzt bekommen bevor es losgehen kann. Im ersten Moment etwas nervig, glücklicherweise dauert dies aber nur wenige Minuten.

Haier XShuai Saugroboter Schrauben
Vor dem ersten Start muss mit dem mitgelieferten Schraubenzieher noch die Klappe entfernt werden

Immerhin findet sich im Lieferumfang ein kleiner Schraubenzieher, was den Prozess etwas beschleunigt. Nachdem die Klappe auf der Unterseite abgeschraubt ist, verdrahtet man den 2200 mAh großen Akku mit dem vorgesehenen Kabelanschluss. Wir kennen diese Vorgehensweise bereits vom Ainol A-S11, der auch ohne bereits eingesetzten Akku daherkam.

Haier XShuai Saugroboter Verdrahtung
Etwas nervig, aber nach wenigen Minuten erledigt: Die Verdrahtung des 2200 mAh großen Akkus

Dann muss die Klappe nur noch wieder draufgeschraubt werden und dem ersten Start steht fast nichts mehr im Wege – wäre da nicht noch die etwas aufwändigere Installation der App (s. „Installation der App“). Doch dazu später mehr.

Lieferumfang

Im Lieferumfang findet sich wie gewohnt nicht viel besonderes. Neben dem Saugroboter als solchen finden sich zwei Ersatzbürstenköpfe (der XShuai arbeitet mit nur einem Bürstenkopf), eine Bedienungsanleitung mit kurzen Hinweisen und eine ausführliche Bedienungsanleitung (beide auf Englisch und brauchbar), die Ladestation samt EU-Ladekabel, ein HEPA-Filter als Ersatz, ein kleiner Schraubenzieher und zwei Tücher. Ich persönlich vermisse hier eine Fernbedienung.

Haier XShuai Saugroboter Lieferumfang
Alles Nötige dabei: Der Lieferumfang des Haier XShuai HXS-C1

Design und Verarbeitung

Auf den ersten Blick macht der Haier XShuai HXS-C1 einen eher etwas billigen Eindruck. Erst bei genauerem Hinsehen lässt sich die gute, wenn auch überwiegend mit Plastik vorangetriebene Verarbeitung erkennen. Beim Öffnen der Verpackung ließ sich auch noch etwas Plastikgeruch vernehmen, was mich persönlich aber nicht stört, da der Geruch schnell verfliegt. Es sind die kleinen Details des XShaui HXS-C1, die ihn über einen längeren Prozess auch optisch interessant machen. Nicht nur die vorne angebrachte Kamera, auch die Lautstärketasten und der Lautsprecher weiter unten sind etwas, das man bei anderen Saugrobotern nicht findet.

Haier XShuai Saugroboter Design
Erst bei genauem Hinsehen lässt sich die hochwertige Verarbeitung erkennen

Schön ist auch, dass die 0,35 l Staubkammer sehr fest verbaut ist, sich aber dennoch einfach rausnehmen lässt um den gesammelten Dreck entfernen zu können. Dennoch bleibt der ILIFE A6 in Sachen Design und Verarbeitung mein favorisiertes Modell.

Haier XShuai Saugroboter Staubkammer
Die 0,35 l kleine Staubkammer sitzt fest, lässt sich aber dennoch leicht herausnehmen

Es ist auch das erste Mal, dass ich eine „recht pfiffig“ konstruierte Staubkammer bei einem Saugroboter sehe. Über eine Art Hebelfunktion lässt sich die Klappe, die den HEPA-Filter vor die Kammer hält, herausklappen. So lässt sich der Filter viel besser separat von der Staubkammer säubern und der gesammelte Dreck wird besser voneinander getrennt, in groberen und einfacheren Staub etc. Ein weiterer Pluspunkt für den 32,0 x 32,0 x 9,5 cm großen Saugroboter. Wenn auch nur ein kleiner, über den sich eher Saugroboter-Nerds freuen als der normale Verbraucher, da die Staubkammer wohl einer der unwichtigeren Faktoren ist.

Haier XShuai Saugroboter Staubkammer Funktion
Der HEPA-Filter lässt sich seperat von der Staubkammer leeren

Und für diejenigen, die sich im Kommentarbereich unter anderen Saugroboter-Artikeln berechtigterweise skeptisch zu fehlenden CE-Kennzeichen auf den Saugrobotern äußern: Der Haier XShuai HXS-C1 hat auf der Unterseite ein CE-Kennzeichen. Somit ist die Angst, die Versicherung zahle im Brandfall nicht, in diesem Fall nicht vonnöten. Aber ich kann euch beruhigen: Mir ist noch nie ein Saugroboter abgeraucht.

Die Ladestation

Nach einer Ladezeit von 5 h (durchschnittlich) an der Ladestation ist der XShuai vollständig aufgeladen und einsatzbereit. Bei einer Akkuleistung unter 20% begibt sich der Sauger zurück zur Ladestation. Dies ist auch dringend notwendig, da er verglichen mit anderen Modellen sehr lange braucht um seine Ladestation wiederzufinden. Dafür lässt sich der Ladestand des Saugroboters aber via App und Ladestation (Leuchte auf der Oberseite) nachvollziehen.

Haier XShuai Saugroboter Ladestation
Nach 5 h an der Ladestation ist der Saugroboter einsatzbereit

Die Ladestation als solche ist recht schick, weist aber außer dem Aufladen des Akkus keine Funktionen auf wie beispielsweise die Ladestation des BlitzWolf BW-XRC600. Über die vorne am Saugroboter verbauten IR-Sensoren erkennt der Roboter die Ladestation und beginnt den Ladevorgang. Während des Ladevorgangs sollte der Saugroboter eingeschaltet sein. Er lässt sich auch ohne Ladestation und nur über das Ladekabel aufladen, allerdings wird man das nur in Ausnahmefällen nutzen, da der Saugroboter ja autark arbeiten und sich nach der Arbeit vom Besitzer in der Ladestation wiederfinden lassen soll.

Haier XShuai Saugroboter Ladestation Design
Am besten an einer Wand platzieren, damit der Sauger sie gut automatisch wiederfindet: Die Ladestation

Hinzu kommt, dass sich Firmware-Updates via App (s. „Huiba – Die App des Saugroboters“) nur an der Ladestation durchführen lassen, da das Updaten des Saugroboters viel Akkuleistung benötigt. Dies kennen wir bereits vom Xiaomi-Sauger. Doch kommen wir zum wichtigsten Punkt in der Beurteilung eines Saugroboters: der Performance. Wie macht sich der Haier XShuai HXS-C1 im Wohnzimmer?

Performance des Haier XShuai HXS-C1

Der XShuai HXS-C1 arbeitet mit nur einem Bürstenkopf, was allerdings nicht unbedingt ein Nachteil ist, wie wir bereits am ILIFE V7S Pro testen konnten. Zur Saugleistung finden sich in den technischen Angaben widersprüchliche Angaben. Mal ist die Rede von 350, mal aber auch wieder von Werten bis zu 1000 pa. Nach den ersten Testrunden macht sich aber schnell bemerkbar: Es sind eher 350 pa als 1000, allzu viel Power hat der HXS-C1 leider nicht unter der Haube, dafür agiert er aber recht clever. Dazu später mehr. Die Betriebslautstärke von 65 dB ist absolut human. Der Sauger lässt sich über das große Bedienelement auf der Oberseite starten und stoppen. Da sich im Lieferumfang aber keine Fernbedienung findet, benötigt man zum Planen des Startzeitpunktes, manuellen Lenken, Auswählen der Modi und Benutzung der Kamera definitiv die App und WiFi.

Haier XShuai Saugroboter Performance
Die Saugstärke des XShuai ist eher mau, dafür ist die Saugtechnik aber in Ordnung

Dass sich mit dem Saugroboter ohne die App wenig anfangen lässt, ist schade. Insbesondere aufgrund der aktuellen News, dass Roomba die gewonnenen Daten ihrer Saugroboter zu unseren Räumlichkeiten weiterverkaufen will. Ohne App und WLAN ginge der Hersteller an Daten leer aus. Ob Haier sich für unsere Daten interessiert, sei mal dahingestellt, ohne Fernbedienung bleibt dem Nutzer aber auch keine andere Möglichkeit als diese preiszugeben. Da lobe ich mir die ILIFE-Modelle. Doch schauen wir uns die App genauer an.

Yomey – Die App des Saugroboters

Installation der App

Die zugehörige App „Huiba“ wurde mittlerweile nach „Homer“ noch in „Yomey“ umbenannt. Dass nach dem Download der App („Yomey“ auf AndroidiOS) eine Registrierung notwendig ist, ist noch irgendwo verständlich. Weniger Verständnis habe ich dafür, dass dies per Handynummer geschehen muss. Widerwillig gebe ich meine Zweitnummer her und erhalte umgehend einen Verifizierungscode per SMS. Doch das soll es noch nicht gewesen sein.

Bevor ich mit dem Test anfing, las ich einige englische Testartikel zum Saugroboter, in denen ausnahmslos beschrieben wurde, dass die Einrichtung des Saugers mit der App sehr einfach sei. Das kann ich nur bedingt bestätigen, komplizierter hatte ich es bislang mit noch keinem Saugroboter. Ein Passwort muss erstellt werden, mit der Kamera des Saugroboters muss ein QR-Code auf dem Smartphone gescannt werden und ebendies dann noch andersrum. Ist sicherlich notwendig, aber auch umständlich.

Zumindest ist es dann fast geschafft. Noch ein kleiner Signaltest, bei dem ein Klingelton aus dem Lautsprecher des Saugers ertönt um den gelungenen Scan des QR-Codes zu bestätigen. Danach legt man den Nutzer via Handynummer fest (es lassen sich auch mehrere „Familienmitglieder“ festlegen, die den Saugroboter dann auch im selben WiFi nutzen können). Nach der Verbindung mit dem WLAN in der Wohnung  gilt es noch, die Kamera kurz zu kalibrieren und dann ist nach 10 Minuten seit Download der App der Saugroboter auch startklar.

Steuerung mit der App

Hat man den Roboter mit der App verbunden, lässt sich darüber nachvollziehen, wie es um den Akkustand (in Prozent) bestellt ist und in welchem Modus (Standby, Saugmodus, verbunden) sich der Saugroboter befindet. Nach einmaligem Antippen des erkannten Saugroboter-Buttons auf dem Smartphone wechselt die Ansicht in die „Sicht des Saugroboters“ aus der Kamera des XShuai. Hierbei fällt schnell auf, was man anhand der technischen Daten schon erahnen konnte: Die 2,0 Megapixel starke Kamera reicht zur Orientierung und Lenkung des Saugers über das Smartphone aus, ansonsten ist die Optik aber mehr als bescheiden. Dennoch lassen sich Fotos machen und direkt über die App in den sozialen Netzwerken wie Instagram, Twitter etc. teilen. Witzig: Wenn man den Saugroboter mit der App verbindet, ertönt vom Smartphone aus ein Anrufsignal, der Roboter reagiert darauf mit einer Melodie, die an eine Mischung aus Fahrstuhlmusik und Warteschleife erinnert.

Was den Saugroboter von Xiaomi besser macht als den Haier XShuai HXS-C1 zeigt sich, nachdem man den ersten Starttermin eingeplant hat. Der XShuai vermisst die Wohnung nicht, was man bei Spitzenmodellen mit App-Steuerung meiner Auffassung mittlerweile erwarten darf. Der Sauger fährt den Raum planlos ab. Dabei ist sein Umgang mit Hindernissen aber ähnlich vorbildlich wie der des ILIFE V5S Pro: Hindernisse erkennt er frühzeitig, bremst vor dem Möbelstück ab und wendet. Bei geraden Wänden entscheidet er sich sogar dazu, in den Wall-Modus zu schalten und fährt die Wand gerade ab, bis diese aufhört. Auch mit Steigungen bis etwa 10° tut sich der Sauger nicht schwer, Hindernisse mit einer Höhe bis zu 2 cm überwindet er auch in den meisten Fällen. Teppichansätze und Türschwellen sind kein Thema.

Haier XShuai Saugroboter Hindernisse
Teppichansätze, Türschwellen und andere Hindernisse sind für den XShuai dank seiner Reifen kein Problem

Weitere, auch manuell einstellbare Modi des XShuai kennen wir von den ILIFE-Modellen: Spot für größere Haufen Dreck und der Z-Shaped-Modus. Beim Anwählen von Spot dreht sich der Sauger in größer werdenden Kreisen um sich selbst und entfernt größere Ansammlungen von Staub effizienter. Im Z-Shaped-Modus fährt er die Räumlichkeiten deutlich cleverer ab, Abteil für Abteil statt kreuz und quer. Der XShuai ist einer der ersten von uns getesteten Saugroboter, der gut mit Teppichen zurechtkommt und diese ordentlich absaugt. Der Startzeitpunkt des Saugers lässt sich einfach mit zweimaligem „Fingerwischen“ einstellen (Tag und Uhrzeit in der App anwählen).

Haier XShuai Saugroboter Wall Funktion
Hindernisse erkennt der Sauger frühzeitig, bei Wänden schaltet er sogar in den Wall-Modus

Firmware-Updates für den Saugroboter lassen sich nur herunterladen, wenn sich der XShuai an der Ladestation befindet, da das Herunterladen von Updates den Saugroboter recht viel Akkuleistung kostet. Die Update-Möglichkeit kennen wir bereits vom Xiaomi Saugroboter und ist äußerst praktisch, da hin und wieder Fehler behoben oder einzelne Funktionen verbessert werden. Die App gibt es in 10 verschiedenen Sprachen, glücklicherweise auch auf Deutsch. Push-Benachrichtungen des Saugroboters („Akkustand niedrig“, „beginne Reinigung“ etc.) an das Smartphone lassen sich an- und ausschalten.

Die Kamera des Haier XShuai

Das vielleicht interessanteste, wenn auch fragwürdigste Feature des Saugroboters ist die verbaute 2,0 Megapixel Kamera. Leider ist die Auflösung so schwach, dass sich damit gerade so die Umrisse von Gegenständen oder Möbeln erkennen lassen. Außerdem ist der Sinn dahinter fraglich. Möchte man von unterwegs auf dem Smartphone nachschauen, ob daheim alles in Ordnung ist? Dafür gibt es Überwachungskameras. Dadurch, dass der Saugroboter auch Geräusche überträgt, ließe sich eine Art Babyphone mit Kamera noch vorstellen. Aber auch dafür benötigt man keinen Saugroboter.

Haier XShuai Saugroboter Kamera Selfie
Die 2,0 Megapixel schwache Kamera reicht gerade so für ein verschwommenes Selfie 😉

Schön ist, dass die Kamera ohne Zeitverzögerungen an den Smartphone-Bildschirm überträgt. Zudem gibt es einen Nachtsicht-Modus, damit sich auch im Dunkeln über das Smartphone nachvollziehen lässt, wo der Saugroboter gerade herumkurvt. Ob man das braucht? Mir ist bislang kein guter Verwendungszweck eingefallen. Witzig ist es aber allemal. Der Hersteller wirbt zudem damit, dass das ans Smartphone übertragene Bild via P2P-Technologie verschlüsselt wird. Dies soll sicherer als eine Cloud sein, lässt sich aber leider nicht überprüfen ob es in diesem Fall so gehandhabt wird.

Was bei mir für völliges Unverständnis sorgte, war die Feststellung, dass sich mit dem Sauger keine Videoaufnahmen machen lassen, nur Fotos und logischerweise Screenshots mit dem Smartphone. Vielleicht gibt es da ja bald ein Update.

Signale des Saugroboters

Neben den akustischen Signalen äußert sich der XSHuai auch mittels der LED-Leuchte auf der Oberseite. Damit ihr wisst, was den Sauger beschäftigt, habe ich euch hier kurz die einzelnen Signale aufgelistet:

häufiges weißes Blinken: Keine WLAN-Verbindung
langsames weißes Blinken: WLAN-Verbindung hergestellt
durchgehend Weiß: Kamerabild wird übertragen
Orange blinkt immer wieder auf: Akkuleistung lässt nach
rotes Leuchten: Fehlermeldung.

Haier XShuai Saugroboter Bedienelement
Der Bedienknopf auf der Oberseite leuchtet je nach Modus, darunter finden sich die Lautstärketasten

Sprachausgabe und Alexa-Steuerung des XShuai

Über den verbauten 2W-Speaker auf der Oberseite des Saugers gibt der Saugroboter Geräusche von sich. Sei es, um seinen Besitzer über die bestehende WLAN-Verbindung zu informieren oder Nachrichten seines Besitzers wiederzugeben. Dies lässt sich mit der App in Form von gesendeten Nachrichten an den Saugroboter bewerkstelligen. Dieser liest die Nachrichten und gibt den Inhalt laut wieder. Klingt meistens nicht nach dem, was man eingegeben hat, reicht aber, um bei anderen Menschen ein Grinsen auszulösen. Für mehr ist der verbaute Lautsprecher leider zu schwach.

Haier XShuai Saugroboter
Die Sprachausgabe des Saugers ist witzig, aber auch ziemlich sinnfrei

Mit Amazons Alexa und anderen smarten Lautsprechern lässt sich der Saugroboter starten, stoppen und mittels Sprache auch terminlich einplanen (etwa: „Alexa, starte den Saugroboter am Montag und Freitag um 8:00 Uhr“). Wie gut dies funktioniert und welche Möglichkeiten es durch Alexa noch gibt, werde ich an dieser Stelle noch nachreichen.

Haier XShuai Saugroboter Sprachausgabe
Mittels der Lautstärketasten lässt sich die Lautstärke einstellen, aus dem Lautsprecher kommt der Ton

Fazit

Obwohl die Reinigung der Räumlichkeiten planlos stattfindet und die Saugkraft eher zu wünschen übrig lässt, ist das Ergebnis in Ordnung. Der Haier XShuai HXS-C1 erledigt seinen Job in der Wohnung gut, der Boden ist deutlich sauberer als vorher. Der Umgang mit Hindernissen und insbesondere das Absaugen von Teppichen ist vorbildlich. Schwach ist dagegen, dass der Saugroboter trotz App-Steuerung und Kamera die Räumlichkeiten nicht analysiert und somit einiges an Potenzial liegen lässt. Die Kamera sowie den verbauten Lautsprecher darf man nur als Spielereien ansehen, über die sich der Saugroboter-Nerd zwar freut, im alltäglichen Gebrauch aber wenig Sinn ergeben. Gut gefielen mir die Saugmodi (Wall, Spot, Z-Shaped) und nach ein paar Tagen auch das Design des XShuai. Schade ist, dass der Saugroboter keine Fernbedienung dabei hat und ohne App weitestgehend nutzlos ist. Dafür ist der Preis für den XShuai aber absolut human.

Persönlich freue ich mich mehr auf den Haier XShuai T370, der mit Raumvermessung, ähnlichen Features wie den hier beschriebenen und besserer Saugkraft daherkommt. App-Steuerung ist nur in Kombination mit einer funktionierenden Raumvermessung eine wirklich sinnvolle Sache, wodurch auch hier der Xiaomi Saugroboter weiter auf seiner Pole Position bleibt. Wem eine Fernbedienung mit Plan-Funktion und ohne WLAN ausreicht, ist bei den ILIFE-Modellen an der richtigen Adresse.

  • Design und Verarbeitung
  • Preis
  • Umgang mit Hindernissen und Teppichen
  • verschiedene Modi
  • keine Raumvermessung
  • geringe Saugleistung
  • Kamera-Auflösung schwach
  • viele Features, aber wenig Nutzen
  • ohne WiFi weitestgehend nutzlos
  • aufwändige Installation der App

Tim

Seit September 2016 in der China-Gadgets-Redaktion angekommen und für euch auf der Suche nach den feinsten Gadgets aus Fernost. Nebenher habe ich mich zuhause der Staubbekämpfung mit meinen Saugrobotern angenommen und mein Smartphone ist selbstredend auch aus China.

Psst! Hey du! Wir finanzieren die Gadgettests hauptsächlich durch Werbeeinnahmen.

Wir haben nur sehr wenig Werbung verbaut, um deinen Aufenthalt bei uns so schön wie möglich zu gestalten.

Wir würden uns freuen, wenn du deinen Werbeblocker auf unseren Seiten deaktivieren würdest - so können wir NOCH mehr testen :-).

Dein CG-Team!

26 Kommentare

  1. Profilbild von Eule

    Cooler Test, danke!

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  2. Profilbild von Monalein

    Sehr guter Artikel! Total ausführlich. Danke für die guten Tests, da fällt einem die Auswahl gleich leichter. Gibt es noch mehr Saugroboter von der Marke?

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  3. Profilbild von Plemmi

    Toller Test! Hat richtig Spaß gemacht beim Lesen. Und das obwohl ich schon meinen Xiaomi Mi Robot habe!

    Danke Tim!

  4. Profilbild von whity

    gerade die kamera wäre ein argument gegen das gerät. so etwas käme mir eher nicht ins haus.
    der xiaomi (mittlerweile nur noch um die 250 €) ist zu dem preis einfach absolut unschlagbar.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  5. Profilbild von MIKEFULURLP

    Rein optisch erinnert das Design sehr stark an die iRobot Roomba insbesondere die Staubkammer aber auch die Ladestation

    Schade dass fast alle Saugroboter aus China nur eine seitliche Bürste besitzen und nicht wie bei den iRobot von Roomba zusätzlich gegenläufige Bürstenp um den Schmutz vom Boden besser aufzunehmen

    Der Artikel zum Produkttest ist aber hervorragend geschrieben

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  6. Profilbild von Ben84

    Guter Artikel, danke! Bin gespannt, wenn der Haier Xshuai T370 bei mir ankommt, über den Ihr neulich berichtet hattet.

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
    • Profilbild von Tim

      Ich auch! Habe ihn leider noch nicht zum Testen hier, bin aber auch schon sehr aufgeregt! Habe ein ziemlich gutes Gefühl bei dem Sauger, gib mal Bescheid wie sich deiner bei dir macht!

  7. Profilbild von colling

    Kommt zu dem anderen Haier auch ein Test? Bitte genauso ausführlich wie den hier. Super Artikel!

    • Profilbild von Tim

      Hi colling, zum T370 von Haier kommt auch ein Test, genau. Ob der genauso ausführlich wird, hängt natürlich vom Modell und seinen Features ab. Könnte mir aber vorstellen, dass der Artikel eine ähnliche Ausführlichkeit erreichen wird. Liebe Grüße Tim

  8. Profilbild von Dennis

    Gib es eigentlich noch einen anderen Shop der etwas vergleichbar zollsicheres wie die „priority line“ von Gearbest anbietet?

    Nachdem mal ein Tablet von aliexpress beim Zoll hängen geblieben ist und ich in die Röhre geschaut habe, bin ich da vorsichtig geworden.

    • Profilbild von Tim

      Hin und wieder bieten andere Shops wie TomTop oder Geekbuying für einzelne Produkte auch zollfreie Versandmethoden an. Darauf weisen wir dann auch immer hin. Ansonsten ist man mit GearBest aber meistens gut aufgestellt. Hast du was bestimmtes im Sinn?

  9. Profilbild von Noolan

    Wow, für den Preis habe ich jetzt auch zugeschlagen! Scheint ja wirklich kein Preisfehler zu sein.

  10. Profilbild von Mastergel

    Was bringt einem der Preis wenn das Ding nicht mal das richtig kann wofür es konzipiert wurde? Sprich saugen….

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
    • Profilbild von Simplicissimus

      Im Fazit steht: „Obwohl die Reinigung der Räumlichkeiten planlos stattfindet und die Saugkraft eher zu wünschen übrig lässt, ist das Ergebnis in Ordnung. Der Haier XShuai HXS-C1 erledigt seinen Job in der Wohnung gut, der Boden ist deutlich sauberer als vorher.“

      Scheint mir das zu können, für was er konzipiert wurde.

  11. Profilbild von Knud

    Geiler Artikel, bitte weiter so! Habe auch zugeschlagen. Nachsicht ist doch perfekt für mich. Dann kann ich nach meiner Nachtschicht in Ruhe schlafen! 😉

    Veröffentlicht mit der China Gadgets-App für Android.
  12. Profilbild von Tsume

    Ein Foto der kompletten Unterseite wäre schon nett gewesen! 😉

  13. Profilbild von Noolan

    So, der Haier kam zügig mit DHL an. Mein erster Saugroboter, mit der Installationsanleitung nach Aufladen gleich losgelegt. Erster (und bis jetzt andauernder Frust): Nach dem einscannen des QR-Codes am Staubsauer klappte der 2. Schritt vom Smartphone-QR-Code zur Staubsaugercam trotz vieler Versuche nicht. Jetzt saugt er erst mal ohne die ganzen Fähigkeiten der App.
    Ansonsten macht er einen stabilen Eindruck, vieles lässt sich einfach säubern. Kabel mag er aber nicht und auch sonst stößt er ab und an schon noch mal leicht an Hindernisse. Für Tipps mit dem QR-Code bin ich dankbar!

    • Profilbild von Noolan

      Problem nach gefühlt 23 Versuchen gelöst. Ein bisschen intelligenter könnte er beim Saugen schon sein, bei Hindernissen plus Untergrundwechsel (Teppich – Parkett) bleibt er schon mal stecken. Ansonsten aber (gerade für den Preis) doch ganz nett.

  14. Profilbild von Alex

    Guten Tag hab seit 4 Tage auch Haier Xshuai hxs-c1 wie alle schon beschreiben mit Laminat und Fliesen kommt er ganz gut zu recht Teppich der flach ist kriegt er auch nur wen Teppich zu weich ist bleibt er stecken habt ihr schon so was wie künstliche wand gesehen fur Saugroboter das Mann bestimmte Bereiche sperrt
    Was ich noch gemerkt hab sucht er sein Lade Station ziemlich lange und findet nicht immer.
    und noch eine frage welche Zweck erfüllt die blinkende rot blau Lampe links ( nicht ladestand )

    • Profilbild von Gast

      Alex: Guten Tag hab seit 4 Tage auch Haier Xshuai hxs-c1 wie alle schon beschreiben mit Laminat und Fliesen kommt er ganz gut zu recht Teppich der flach ist kriegt er auch nur wen Teppich zu weich ist bleibt er stecken habt ihr schon so was wie künstliche wand gesehen fur Saugroboter das Mann bestimmte Bereiche sperrt
      Was ich noch gemerkt hab sucht er sein Lade Station ziemlich lange und findet nicht immer.
      und noch eine frage welche Zweck erfüllt die blinkende rot blau Lampe links ( nicht ladestand )

      Kommentarbild von Anonymous

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Bild zum Kommentar hinzufügen (JPG, PNG)