Test

Oppo Find X2 Pro: Das aktuell beste Smartphone jetzt erhältlich

Heute hat Oppo eine Pressekonferenz gegeben und damit nun endügltig den Start in Deutschland gefeiert. Damit launcht auch gleichzeitig das Oppo Find X2 Pro, Oppos aktuelles Flagship, welches das aktuell vielleicht beste Android-Smartphone mit dem OnePlus 8 Pro (zum Vergleichsvideo) ist. Falls ihr euch dafür interessiert, bekommt ihr es nun für 1.199€ bei Amazon.de inklusive Bang & Olufsen H8i Over-Ear Kopfhörer, die rund 270€ wert sind.

Das Oppo Find X2 Pro hat uns so gut gefallen, dass wir natürlich eine Videoreview aufnehmen mussten. Das Oppo Find X2 Pro ist schließlich aktuell Thorbens Lieblingssmartphone! Warum das so ist und ob man die 1200€ wirklich ausgeben sollte, das erklärt er euch auf unserem YouTube-Kanal!

Youtube Video Preview

Wer erinnert sich noch an das Oppo Find X? Das Handy, bei dem ein ganzer Teil inklusive der Kamera aus dem Gehäuse gefahren ist? Das war innovativ, auch wenn es sich nicht durchgesetzt hat. Ähnlich innovativ ist der Nachfolger: das Oppo Find X2 wurde im März vorgestellt und möchte die etablierten Hersteller angreifen. Bis auf den Preis ist das Find X2 Pro ein Handy, auf dass sich jeder mit hohen Ansprüchen einigen kann.

Oppo Find X2 Pro Smartphone

Technische Daten des Oppo Find X2 & X2 Pro

Oppo Find X2Oppo Find X2 Pro
Display6,7 Zoll 120 Hz QWHD (3168 x 1440 Pixel) AMOLED-Display , Gorilla Glas 66,7 Zoll 120 Hz QWHD (3168 x 1440 Pixel) AMOLED-Display , Gorilla Glas 6
ProzessorQualcomm Snapdragon 865 @ 2,84 GHz + 2,42 GHz + 1,8 GHzQualcomm Snapdragon 865 @ 2,84 GHz + 2,42 GHz + 1,8 GHz
GrafikchipQualcomm Adreno 660Qualcomm Adreno 660
RAM12 GB12 GB
Interner Speicher256 GB UFS 3.0512 GB UFS 3.0
Kamera48 Sony IMX689 + 13 MP Telekamera 3-fach opt. Zoom + 12 MP Ultraweitwinkel48 Sony IMX689 + 13 MP Periskopkamera + 48 MP Sony IMX586 Ultraweitwinkel
Frontkamera32 Megapixel32 Megapixel
Akku4.200 mAh mit 65W Schnellladen4.260 mAh mit 65W Schnellladen
KonnektivitätAC WLAN, Bluetooth 5.0,USB Typ-C, GPS/GLONASS/BDS, Dual-SIM, NFC, SA/NSA 5GAC WLAN, Bluetooth 5.0,USB Typ-C, GPS/GLONASS/BDS, Dual-SIM, NFC, SA/NSA 5G
FeaturesFingerabdrucksensor im DisplayFingerabdrucksensor im Display
BetriebssystemColor OS 7.1 auf Basis von Android 10Color OS 7.1 Basis von Android 10
Maße / Gewicht

Bei unserem Testgerät handelt es sich um das Oppo Find X2 Pro für 1.199€. Da es sehr viele Überschneidungen mit dem „normalen“ Find X2 hat, bezieht sich der Test zum Großteil auf beide Geräte. Auf die jeweiligen Unterschiede wird dann zusätzlich eingegangen.

Verpackung & Lieferumfang

Eigentlich ist der Lieferumfang bei 90% aller aktuellen Smartphones ziemlich identisch, weswegen wir uns diesen Abschnitt meist sparen. Bei einem Verkaufspreis 1.199€ sind die Erwartungen aber auch schon an Verpackung & Lieferumfang recht hoch. Der marineblaue Karton kommt mit goldenen Elementen sowie einem eingestanzten „Oppo Find X2 Pro“ auf der Vorderseite. Der Hinweis auf 5G und dem massiven Speicher von 12/512 GB unterstreichen den hochwertigen Eindruck.

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Im Inneren befindet sich neben dem Smartphone ein 65W Super VOOC Ladegerät, ein weißes USB Typ-C Ladekabel, ein transparentes Silikon-Case, die obligatorische SIM-Nadel, eine mehrsprachige Bedienungsanleitung (auch Deutsch) sowie In-Ear Kopfhörer mit USB Typ-C Port und drei Ohrpolsterpaaren. Die Qualität der Kopfhörer ist sogar überraschend gut, die müssen nicht unbedingt als Ersatz-Kopfhörer in der Schublade verstauben.

Löst das Hole-Punch-Design die Waterdrop-Notch ab?

Leider ist das Find X2 nicht mit einer Kamera unter dem Display ausgestattet – und das, obwohl Oppo schon lange an dieser Technologie arbeitet. Stattdessen kommt auch hier eine sogenannte Hole-Punch-Kamera zum Einsatz. Das heißt, dass in der oberen linken Ecke eine kleine Aussparung für die Frontkamera ist. Das machen Xiaomi und Samsung beispielsweise genauso in ihren aktuellen Flagships. Die Punch-Hole-Kamera (beide Schreibweisen sind akzeptiert) ist die aktuelle Lösung, die Waterdrop-Notch hat anscheinend ausgedient. Die Frontkamera fällt ähnlich minimal wie bei dem Mi 10 aus und integriert sich sehr gut ins Gesamtbild. Das ist deutlich unauffälliger als die „Pillenform“ des Huawei P40 Pro.

Oppo Find X2 Pro Smartphone

Das 6,7 Zoll Display im 20:9 Seitenverhältnis sorgt für ein längliches Design. Die abgerundeten Displayseiten des Curved-Displays verstärken zusätzlich den Effekt eines „randlosen“ Smartphones, da die seitlichen Ränder bei der Frontalansicht fast komplett wegfallen. Bei fast allen gängigen Geräten ist gerade der untere Bildschirmrand dicker als die restlichen. Bei dem Find X2 Pro ist das nicht der Fall, der obere und untere Bildschirmrand sind gleich dünn, wodurch sich eine angenehme Symmetrie ergibt.

Das normale Oppo Find X2 ist in zwei Farben erhältlich: Blau und Schwarz. Sowohl die Vorder- als auch die Rückseite sind mit Gorilla Glas 6 geschützt und das Handy ist nach einem IP54 Rating gegen Spritzwasser geschützt. Die Pro-Version setzt auf eine Rückseite aus orangem Kunstleder (vegan) oder schwarzer Keramik und ist sogar mit einem IP68 Rating ausgestattet. Unsere Version mit dem Kunstleder ist ein echter Hingucker und endlich mal eine eigenständige Optik. In Kombination mit dem roségoldenen Metallgehäuserahmen ist dieser Colorway tendenziell vielleicht eher feminin, „trotzdem“ gefällt mir diese Optik extrem gut!

Oppo Find X2 Pro Rueckseite

Handling & Verarbeitung: Premium in jeder Pore

Schon nach dem Auspacken merkt man: das Oppo Find X2 Pro ist ein Premium-Smartphone in jeder Pore. Die Kunstleder-Rückseite sieht nicht nur edel aus, sondern fühlt sich auch sehr hochwertig an und sorgt für einen besseren Griff. Dazu kommt, dass sie zu den Seiten hin abgerundet ist, der eigentliche Gehäuserahmen liegt also nur mit einer kleinen Fläche auf der Handinnenfläche auf. Der Rahmen ist ebenfalls nach außen gewölbt, wodurch man keinerlei Kante in der Hand hat.

Das ist klugerweise auch bei der unteren Gehäuseseite der Fall, dort ist die Seite aber leicht nach innen gewölbt, so dass man sich nicht an den Aussparungen „schneiden“ kann. Positiv sind außerdem die Druckpunkte der Tasten, die ähnlich wie bei dem günstigeren Realme X50 Pro schön clicky sind. Dafür, dass Oppo hier eine Periskopkamera integriert, ist auch das Kameramodul nicht so groß und weit aus dem Gehäuse wie bei der Konkurrenz von Huawei oder Samsung. Das gefällt mir persönlich besser, das Understatement steht dem Oppo gut.

Oppo Find X2 Pro Verarbeitung

120 Hz Display mit 2K Auflösung

Das Display ist wohl eines der Highlights des neuen Oppo Find X2 und des Oppo Find X2 Pro. Beide Smartphones setzen auf eine 6,7 Zoll Diagonale, womit man in etwa so groß ist wie das neue Xiaomi Mi 10. Dafür schraubt Oppo aber an der Auflösung, ganze 3.168 x 1440 Pixel sorgen für eine WQHD Auflösung, die sich so bisher nur sehr selten in Smartphones finden lässt. Zudem ist das AMOLED Panel mit einer 120 Hz Bildwiederholrate ausgestattet, welche also doppelt so hoch wie bei „normalen“ Smartphones ausfällt. Damit ist es direkt mit der Samsung Galaxy S20-Reihe vergleichbar. Das Oppo Find X2 kommt auf eine Pixeldichte von 513 ppi, was mehr als überdurchschnittlich ist. Zudem ist es in beiden Fällen mit Gorilla Glas 6 geschützt.

Oppo Find X2 Pro Display

Oppo möchte aber nicht nur eine hohe Auflösung bieten, sondern auch eine bessere Erfahrung beim Schauen auf das Display. Die O1 Motion Clear Technologie soll zum Beispiel Bewegungsunschärfe reduzieren, dazu kommt HDR Video und eine 240 Hz Touch-Abtastrate, womit Eingaben besonders schnell umgesetzt werden.

Viele Specs, die in der Praxis genau eines ergeben: ein unfassbar gutes Display. Im Gegensatz zum Samsung S20 muss man sich nicht zwischen QHD+ Auflösung und 120 Hz Bildwiederholrate entscheiden. Die maximale Helligkeit von 1.200 nit bei 800 nit durchschnittlicher Helligkeit ist sehr hoch, wodurch das Panel einen auf höchster Einstellung fast schon blendet. Das Alltagsszenario ist dagegen eher die mittlere Einstellung, die heller ist als bei dem Realme X50 Pro und selbst bei Tageslicht ausreicht. Man kann im Gegensatz zum Red Magic 5G leider keine 90 Hz als Zwischenschritt einstellen, aber das Oppo Betriebssystem kann die Bildwiederholrate bei Bedarf automatisch anpassen.

Ob man 120 Hz braucht oder ob 90 Hz nicht vollkommen ausreichen, lässt sich schwer beurteilen. Man möchte dieses Feature aber nicht mehr missen, wenn man sich einmal dran gewöhnt hat. Sehr direkte Eingaben, flüssige Animationen und die sehr hohe Auflösung machen schon beim Navigieren durch das Betriebssystem Spaß. Ich würde aber behaupten, dass die QHD+ Auflösung eher ein „mit den Muskeln spielen“ -Ding ist, als ein praktischer Mehrwert. Im Alltag würde ich den Unterschied nicht bemerken.

Oppo FInd X2 Pro Fingerabdrucksensor im Display
Auch der Fingerabdrucksensor im Display funktioniert schnell und zuverlässig.

Einstellungsmöglichkeiten

In Sachen Einstellungsmöglichkeiten des Displays lässt das Color OS 7 Betriebssystem relativ viel Spielraum, gegenüber Xiaomi hat Oppo hier aber noch das Nachsehen. Neben Dark Mode, dem Augen schonen-Modus und flimmerfreier Darstellung hat man noch weitere Optionen. Die Farbtemperatur lässt sich per Schieberegler verstellen, für den Farbmodus gibt es immerhin drei Presets: Lebhaft, Gentle und Cineastisch, wobei man mit Lebhaft meiner Meinung nach am besten fährt. Das Naturfarbendisplay imitiert Apples TrueTone und passt die Farbtemperatur automatisch dem Umgebungslicht an.

Oppo Find X2 Pro Displayeinstellungen

Die Bildschirmauflösung und Bildwiederholrate lassen sich jeweils zwischen zwei Optionen einstellen oder automatisch anpassen und es gibt noch die O1 Ultra Vision Engine. Damit werden Bewegungen in Videos verbessert, in der Praxis habe ich davon aber nicht wirklich etwas bemerkt. Beim Always-On Display hat man ebenfalls einige Einstellungsmöglichkeiten: viele Voreinstellungen mit der Unterscheidung zwischen digitaler und analoger Anzeige. Der Uhrenstil lässt sich aber nicht weiter anpassen.

Oppo Find X2 Pro Always On Display

Das aktuelle Maximum an Leistung & Speicher

Keine große Überraschung war, dass der Hersteller auch auf den neuen Snapdragon 865 Prozessor aus dem Hause Qualcomm setzt. Diese CPU kommt zum Beispiel auch im neuen Xiaomi Mi 10 zum Einsatz und bietet in acht Kernen 2,84 GHz Taktfrequenz. Bei dem Speicher gibt es Unterschiede zwischen beiden Version: Das Find X2 kommt mit 256 GB UFS 3.0 Speicher, das Find X2 Pro mit 512 GB UFS 3.0 Speicher. Der Arbeitsspeicher ist mit 12 GB in beiden Versionen ebenfalls mehr als üppig ausgestattet. Erfreulicherweise handelt es sich dabei auch um den neuen LPDDR5 Arbeitsspeicher.

Mit so viel Power unter der Haube, verwundert es nicht, dass alles mit dem Find X2 Pro einfach schnell ist. Booten, Apps öffnen und schließen, Zocken, Fotos machen – wirklich alles geht mit dem Smartphone flott von der Hand. Gerade in Verbindung mit dem 120 Hz Display ergibt sich eine vorbildliche Performance. Das ist aber nicht nur ein Vorteil des Oppo Find X2 Pro, so ziemlich jedes Flagship ist aktuell „gleich“ schnell. Marginale Unterschiede in Benchmarks oder sonst wo wird keiner in der Praxis merken. So bekommt man das gleiche Maß an Performance schon im halb so teuren Realme X50 Pro.

Benchmarkergebnisse

Da überrascht es auch nicht, dass die Benchmarks des Oppo Find X2 Pro mit der aktuellen Messlatte Limbo tanzen. In den gängigen Benchmarks wie AnTuTu oder Geekbench werden Werte erreicht, die einem OnePlus 8 Pro oder Nubia Red Magic 5G in nichts nachstehen. Selbst wenn es mal 10.000 Punkte mehr oder weniger als ein vergleichbares Gerät erzielt, ist das in der Praxis kein Unterschied, den man auch nur ansatzweise bemerkt.

Lange Laufzeit, schnelles Laden

Der Akku des Oppo Find X2 fällt mit einer Kapazität von 4.200 mAh durchschnittlich groß aus, das Oppo Find X2 Pro bietet immerhin einen 4.260 mAh Akku. Was man mit dieser minimal höheren Kapazität versucht zu kompensieren, ist uns nicht ganz klar. Das Highlight ist hier das Schnellladen: beide Geräte laden mit einer Leistung von 65W, womit sie innerhalb von 38 Minuten komplett geladen sind – Wahnsinn! Dafür nutzt Oppo zwei kleinere Batterien mit jeweils 5V/6,5A, wodurch sich 10V/6,5A ergeben. Das Ladegerät liegt glücklicherweise im Lieferumfang.

Trotz dem grundsätzlich gleichen Betriebssystem und fast identischer Hardware wie im Realme X50 Pro ist die Akkulaufzeit im Find X2 Pro besser, auch mit 120 Hz Display. Ich kam mit dem Akku gut 1,5 Tage aus. Diese Einschätzung spiegelt sich auch im Benchmarkergebnis von 11:30 h wieder. Damit muss man sich vor der Konkurrenz von Huawei & Xiaomi nicht verstecken. Hier sollte kein spürbarer Unterschied zwischen dem Find X2 und dem Find X2 Pro erkennbar sein.

Oppo Find X2 Pro Akkubenchmark

Pro-Version mit Periskop & 48 MP Ultraweitwinkel

Auf der Rückseite befinden sich bei beiden Version insgesamt drei Kameras. Beide nutzen den gleichen 48 Megapixel Sony IMX689 Hauptsensor, der wohl exklusiv für Oppo produziert wurde. Der Sensor bietet zudem PDAF Autofokus. Der Zweit- und Drittsensor sind aber unterschiedlich. Das normale Oppo Find X2 arbeitet mit einer 12 Megapixel Ultraweitwinkelkamera und einer 13 Megapixel Telekamera mit 3-fach optischen Zoom.

Das Oppo Find X2 Pro arbeitet ebenfalls mit einer 13 Megapixel Telekamera, die aber eine Periskopkamera mit 5-fach optischen Zoom ist und einen 60-fachen Digitalzoom bietet. Besonders freuen wir uns aber über die 48 Megapixel Ultraweitwinkelkamera, die aus dem Sony IMX586 Sensor besteht und eine optische Bildstabilisierung bietet. Schön, dass ein Hersteller mal einen hochwertigen Sensor für die Ultraweitwinkelkamera bietet. Das kennen wir so auch vom OnePlus 8 Pro.

Wir konnten das normale Oppo Find X2 leider nicht testen, wer aber das Maximum an Kameraqualität möchte, sollte zum Oppo Find X2 Pro greifen. Erstens finde ich es angenehm, dass Oppo „nur“ eine Triple-Kamera verbaut und sich einen Farb- oder ToF-Sensor spart. Zweitens, und das ist der viel wichtigere Aspekt, kann man sich auf die Kamera einfach verlassen und das in fast jeder Situation.

Hauptkamera

Das Farbprofil des neuen Sony Sensors gefällt mir sehr gut. Die Farben sind sehr akkurat und lebensecht, die Fotos etwas „weich“, was aber gar nicht negativ gemeint ist. Der Autofokus und der Auslöser arbeiten zuverlässig, einige der Testfotos habe ich während des Fahrradfahrens geschossen. Der Schärfebereich ist deutlich größer als bei dem 108 MP Sensor von Xiaomi, so dass man auch Schriften am äußeren Bildschirmrand erkennen kann. Auch das Bokeh ist dadurch weicher und natürlich, es gibt zudem kein „Ausfransen“ des Fokusobjekts an den Rändern.

Oppo FInd X2 Pro Hauptkamera Testfoto Landschaft Oppo Find X2 Pro Hauptkamera Testfoto Farben Oppo Find X2 Pro Hauptkamera Testfoto Essen Oppo Find X2 Pro Hauptkamera Testfoto Farben 2

Der Dynamikumfang könnte etwas größer sein, gerade bei Gegenlicht kann der Himmel schon einmal leicht ausbrennen, das ist aber noch vertretbar. Insgesamt bleibt gerade durch die guten Farben und die ebenfalls gut getroffenen Hauttöne ein sehr positiver Gesamteindruck.

Oppo FInd X2 Pro Hauptkamera Testfoto Schaerfe Oppo Find X2 Pro Testfoto Hauptkamera Person

Ultraweitwinkelkamera

Mein kleines Highlight ist die Ultraweitwinkelkamera. Auch wenn hier die Pixel-Binning-Technik angewandt wird und man so effektiv nur mit 12 MP aufnimmt, ist die Detailreiche für eine Ultraweitwinkelkamera vorbildlich. Man kann zwar auch die 48 MP Auflösung aktivieren, das ist meiner Erfahrung nach aber nicht notwendig. Der Dynamikumfang und die Farbtreue kann sich sehen lassen und es lässt sich diesbezüglich kaum ein Unterschied zum Hauptsensor erkennen – endlich! Eventuell haben wir es hier mit der besten Ultraweitwinkelkamera derzeit zu tun. Man muss bedenken, dass es sich hierbei um den Hauptsensor des Mi 9 handelt.

Makrokamera

Die Ultraweitwinkelkamera kann man zudem als Makrokamera benutzen, Oppo sieht hier keine Notwendigkeit für einen zusätzlichen Sensor. Mit einer Naheinstellgrenze von 3 cm kommt man relativ nah an Objekte ran und kann dank dem Sensor theoretisch Makroaufnahmen mit 48 Megapixel Auflösung machen. Das kann man wie bei den Ultraweitwinkelfotos ruhig sein lassen, denn bei den Makro-Fotos kann man eh nicht mehr rausholen durch einen Zoom.

Die Fotoqualität ist wirklich sehr stark, man kann schön nah an das Objekt heran und bekommt richtig viele Details. Das macht richtig Spaß und die Qualität ist gut genug, um so ein Foto auch ruhig einmal auszudrucken. So wünschen wir uns das.

Oppo FInd X2 Pro Testfoto Makrokamera

Periskopkamera

Die dritte Kamera ist eine Periskopkamera, was man optisch bereits an dem quadratischen Kameramodul erkennt. Der Sensor bietet eine 13 Megapixel Auflösung, das Objektiv bietet eine ƒ/3.0 Blende, was in Anbetracht des 5-fach optischen Zooms vollkommen akzeptabel ist. Es wird auch ein 10-facher Hybrid-Zoom und ein 60-facher Digitalzoom unterstützt.

Dadurch, dass der Sensor nicht so lichtstark ist, werden die Fotos spürbar dunkler. Bei guten Lichtverhältnissen sind die Fotos aber wirklich brauchbar, der 5-fach Zoom ist dank dem Sensor so auch detailreicher als der 3-fach Zoom, der über den 48 MP Hauptsensor gelöst wird. Der 10-fache Hybrid-Zoom ist noch brauchbar, alles darüber würde ich nicht mehr empfehlen.

Oppo Find X2 Pro Periskopkamera Zoom Testfoto

Frontkamera

Mit einem 32 Megapixel Sensor spielt auch die Frontkamera des Oppo Find X2 Pro in einer ganz eigenen Liga. Die Selfies sind wirklich sehr scharf, die Hauttöne sehr natürlich und der Autofokus funktioniert zuverlässig. Das funktioniert selbst beim Fahrrad fahren gut.

Videokamera

Mit der Hauptkamera lassen sich 4K Aufnahmen machen und das sogar mit 60 fps, so kann man also auch in der Postproduktion hochauflösende Zeitlupenaufnahmen machen. Mit der Frontkamera kann man 1080p Aufnahmen mit 30 fps filmen. Ich bin mit der Videoqualität des Oppo Find X2 Pro wirklich sehr zufrieden. Viele unsere aktuellen Videoreviews & Unboxings wie das Huawei P40 Pro Unboxing wurden mit dem Find X2 Pro aufgenommen.

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Dazu gibt es einige Funktionen. Neben dem nahtlosen Wechsel zwischen Brennweiten kann man auch eine Stabilisierung aktivieren oder einen Bokeh-Modus aktivieren.

Allerhand Verbindungsmöglichkeiten

Das Oppo Find X2 bietet als Flagship natürlich alle aktuellen Verbindungsstandards. Dual-GPS, Bluetooth 5.1, 5G, WiFi 6 und LTE. Da es sich um ein globales Release handelt, sind auch alle für Deutschland wichtigen LTE Frequenzbänder mit an Bord, zum Beispiel LTE Band 20 und sogar Band 28. Dazu kommt natürlich auch noch die SA und NSA 5G Unterstützung. Zudem ist NFC mit an Bord, kontaktloses Bezahlen per Google Pay ist also kein Problem. Oppo gibt SAR Werte von 0,88 W/Kg am Kopf, 1,14 W/Kg am Körper an.

Zudem verbaut Oppo hier zwei SIM-Slots, ihr könnt also gleichzeitig zwei Nano-SIM Karten nutzen. Da mein Anbieter VoLTE nicht unterstützt, konnte ich dieses Feature nicht testen. WiFi-Calling (VoWiFi) lässt sich allerdings aktivieren. Eine Speichererweiterung ist nicht möglich, das ist bei 512 GB aber definitiv auch nicht notwendig. Auf der Unterseite befindet sich ein USB Typ-C Port, einen 3,5 mm Klinkenstecker gibt es nicht. Dafür liegen ja aber USB-C Kopfhörer im Lieferumfang. Bei dem Port handelt es sich um einen USB-C 3.1 Port, der auch OTG unterstützt.

Oppo Find X2 Pro GPS Fix

Da überrascht es auch nicht, dass alles mit dem Oppo Find X2 Pro einfach funktioniert. Die 4G Verbindung ist stets zuverlässig und schnell, mein Gegenüber konnte mich bei Gesprächen gut verstehen und der GPS Fix ist ebenfalls genau, wenn auch ein Tick langsamer als bei der Konkurrenz.

ColorOS 7.1 Betriebssystem wird immer besser

Oppo setzt standesgemäß auf das hauseigene ColorOS Betriebssystem, welches hier in der siebten Generation auf dem Find X2 erscheint und auf Android 10 basiert. Und direkt nach dem Test des Realme X50 Pro wirkt Color OS 7.1 sehr vertraut. Kein Wunder, schließlich basiert das Realme UI auf Color OS. Hier und da gibt es leichte Unterschiede aber im Großen und Ganzen ist es die gleiche Oberfläche. Das kennen wir so natürlich auch von Huawei/Honor oder Xiaomi/Redmi.

Die essenziellen Informationen vorab. Color OS 7.1 ist komplett auf Deutsch, alle Google-Dienste sind vorinstalliert, der Play Store ist zertifiziert. Der Sicherheitspatch ist noch vom Februar, noch ist das Oppo Find X2 Pro aber nicht offiziell erschienen. Bei Release wird ein aktueller Patch bestimmt nachgereicht.

Je mehr ich Color OS benutze, umso besser gefällt es mir! Wie sind eure Erfahrungen damit bisher? Mir gefällt die Optik sehr gut, es erinnert in machen Teilen an Stock Android und arbeitet zum Beispiel auch mit einem App-Drawer, der sich auch deaktivieren lässt. Die überarbeite Oberfläche wirkt nun noch moderner als zuvor, die Einstellungen sind übersichtlich und auch unwichtigere Optionen lassen sich schnell finden.

Es ist aber auch ein bisschen Bloatware vorinstalliert: Oppos Game Space, Oppo Relax und So Loop (Videoschnittprogramm) sind eigene Services, die durchaus Sinn machen und gut umgesetzt sind, während Opera und Netflix etwas überraschen. Gleich was man davon halten will, lassen sich alle Anwendungen aber auch leicht deinstallieren.

Smarte Features von Color OS

Die smarten Features vom Color OS Betriebssystem gleichen sich somit mit denen von Realme UI, sollen aber nicht unerwähnt bleiben. Die smarte Sidebar ist gerade für die einhändige Bedienung im Alltag unfassbar praktisch, anscheinend kann man aber die Position nicht mehr so frei verändern wie früher. Auf der Seitenleiste lässt sich jede installierte App platzieren und von da aus schnell im Splitscreen öffnen.

Die Standby-Gesten kommen uns ebenfalls bekannt vor. Damit kann man zum Beispiel ein „O“ auf den Sperrbildschirm malen, um die Kamera-App zu starten. Das lässt sich noch weiter individualisieren. Für sieben weitere vorgegebene Gesten kann man sich zum Beispiel je eine App frei auswählen, die gestartet werden sollen. Wenn ihr zum Beispiel nach oben wischt, startet sich so automatisch die China-Gadgets.de App – praktisch, oder?

Oppo FInd X2 Pro Standby Gesten

Auch die integrierten Sensoren wie der Näherungs- oder Gyrosensor lassen sich klug nutzen. So kann man entscheiden, ob das Handy aufwachen soll, wenn man es aufhebt oder ob man Anrufe ablehnen möchte, indem man es mit der Displayseite auf den Tisch legt.

Fazit

Wow – das Oppo Find X2 Pro versucht gar nicht ein „Flagship-Killer“ zu sein, sondern ist aktuell eines der stärksten Smartphones auf dem Markt. Vielleicht sogar das beste Android-Smartphone zur Zeit. Der Preis scheint mit 1.199€ zwar teurer zu sein als zum Beispiel ein OnePlus 8 Pro oder Samsung S20. Da man hier aber direkt 12 GB RAM und 512 GB Speicher bekommt, ist es so gesehen quasi gleich teuer wie die Konkurrenz.

Und dafür bekommt man hier einfach eines der besten Displays derzeit, eine richtig starke Kamera, Top-Performance, ultraschnelles 65W Laden, ein fast eigenständiges Design auf der Rückseite, ein gut umgesetztes Betriebsystem und und und. Und was kann man kritisieren? Meiner Meinung nach nichts Relevantes. Die Akkulaufzeit ist nicht ganz auf Höhe der Konkurrenz und auch das Curved Display inklusive Punch-Hole Design ist Geschmackssache. Abgesehen davon fällt es mir schwer, hier etwas zu kritisieren. Mit dem OnePlus 8 Pro ist das Oppo Find X2 Pro aktuell meine erste Wahl unter den absoluten Top-Smartphones.

Würdet ihr so viel für ein Smartphone ausgeben? Falls nicht, keine Sorge. Ein relativ ähnliches Erlebnis bekommt man schon mit dem Realme X50 Pro, welches aber eben nicht so eine gute Kamera hat. Auch das Red Magic 5G ist eine gute Alternative.

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Profilbild von Thorben

Thorben

Mir haben es die China-Smartphones von Xiaomi, Huawei & Co angetan. Wenn ich kein Handy teste, pflege ich unseren Instagram-Kanal.

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Kommentare (108)

  • Profilbild von akri
    15.05.20 um 08:19

    akri

    hallo

    wie schaut es bei oppo bzgl community und bootloader entsperren aus?
    bin im mom ein op6 user und bin es gewohnt div. rom und kernel nutzen zu können.
    werden source codes von oppe freigegeben und kann man den bootloader entsperren?
    danke

    lg akri

  • Profilbild von elconte
    19.05.20 um 14:06

    elconte

    Vom Datenblatt hier ist zu entnehmen, dass das pro Model keinen optischen zoom hat. Ist das wirklich so?

  • Profilbild von Dav
    19.05.20 um 14:07

    Dav

    Schade, ohne Speichererweiterung :-/

    • Profilbild von Mig
      19.05.20 um 19:18

      Mig

      Wozu bei 512gb?
      Seid ihr alle nicht in der Lage mal paar Daten zwischen PC und Handy hin und her zu schieben?

      Ist die porno Sammlung so groß oder muss man vor seinen Kumpels in der Grundschule mit seiner mp3 Sammlung prahlen?

      P.s. Gibt so kleine Dinger die nennen sich usb sticks. Gibt's auch mit usb c falls man mal beruflich ne terabyte Datei transportieren muss.

  • Profilbild von jomale
    19.05.20 um 14:25

    jomale

    HDMI-OUT getestet?

  • Profilbild von roti
    19.05.20 um 15:20

    roti

    Bei WinSim gibt's das Phone mit AllNetFlat und 2GB LTE, also wohl eher als Schubladenvertrag, für insgesamt 793,75 Euro. Leider nur in schwarz. Warum soll man bei Amazon das Phone ohne Tarif für über 400 Euro mehr kaufen?

    • Profilbild von Mig
      19.05.20 um 19:57

      Mig

      Danke für den Hinweis.
      Das ist echt knaller.

      Jetzt nochmal alle 1200 heulbojen…..

  • Profilbild von Hannes
    19.05.20 um 16:02

    Hannes

    Habt ihr das find 2x neo schon bei euch? Hört sich interessant an.

  • Profilbild von Mig
    19.05.20 um 19:56

    Mig

    Wieso gibt es keine klare Aussage bezüglich dual sim.
    Ihr sagt hat dual. Chinahandys sagt single sim….
    Soll ich jetzt nen Vertrag abschließen und schauen um dann alles zu stornieren?

    Wäre ja mal schön ne verlässliche Aussage zu treffen….

    (auch schon gelesen dual aber nur ein slot online)

    • Profilbild von Halligan
      20.05.20 um 15:16

      Halligan

      Gibt definitiv keine Dual Sim, steht eigentlich überall bei den Bewertungen und Tests dabei…

  • Profilbild von Preacher
    19.05.20 um 20:44

    Preacher

    Könntest Du das lite und das Neo dazu vergleichen? Mich interessiert v.a., woe es da mit Erwärmung und Laufzeit aussieht

  • Profilbild von Gast
    20.05.20 um 09:56

    Anonymous

    Kann mir jemand erklären, warum eine Speichererweiterung heutzutage so rar ist? Das bietet gefühlt nur noch Samsung und Huawei an (zwar eigene Lösung, aber trotzdem). Ist das technisch gesehen eine zu große Herausforderung?

    Der Autor schreibt, dass 512 GB "definitiv reichen". Sehe ich anders – ich kann nicht genug Speicher haben. Möchte mir einfach keine Gedanken machen, ob ich noch genug Speicherplatz übrig habe oder nicht.

    • Profilbild von Naich
      20.05.20 um 14:07

      Naich

      Speichererweiterung ist doch wirklich nicht mehr nötig. Cloud Speicher ist da und wenn man den nicht nutzen will einfach runter auf die Festplatte. So muss man nicht sinnlos Geld für proprietäre Speicher (Huawei) ausgeben die niemand braucht.

      Und eine 4 tb Platte ist nicht so schnell voll wie eine kleine Speicherkarte. Also reicht der interne Speicher wirklich vollkommen 😊

    • Profilbild von Mig
      20.05.20 um 21:43

      Mig

      Was macht man mit 256gb im Handy oder mehr?

    • Profilbild von Preacher
      21.05.20 um 17:41

      Preacher

      Da bin ich ganz bei Dir, obwohl 512GB wirklich genug sind. Nutze seit Jahren Sony Handies, das ist Micro SD noch Standard. Warte gerade noch aud das Xperia 1 II, ob die Kamera aas taugt, sonst schwanke ich zwischen Pocophone, Oppo und Oneplus

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